Alter eines schwarzen Hensoldt Hufeisenstativs

Begonnen von CMB, März 07, 2014, 07:31:09 VORMITTAG

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CMB

Moin in die Runde,

Derzeit mache ich ein  Hensoldt Hufeisenstativ mit der Nr. 35589 wieder gebrauchstüchtig, welches offenbar Jahrzehnte in einem Kasten schlummerte und praktisch unbenutzt ist. Alle Teile sind exzellent erhalten.

Das Instrument würde ich gerne zeitlich einordnen und bitte um Unterstützung.

Es ist mit 5 Objektiven hoher numerischer Apertur, einem dreh-und aufwändig zentrierbaren Kreuztisch sowie mit einem Kondensor für schiefe Beleuchtung ausgestattet. Alle Teile sind über Schlittenführungen offenbar auf eine rasche Austauschmöglichkeit hin konzipiert.

Zur zeitlichen Eingrenzung gibt es zum einen die Lebensdaten des Vorbesitzers, was für einen Zeitraum von etwa 1935 - bis 1950 spricht.

Entfernt man den Kondensor mit Trieb so findet sich am Stativ die Beschriftung 648, auf dem im Kasten eingeklebten Zettel mit der Vergrösserungstabelle die Beschriftung7/48. Beide Angaben lassen den vorsichtigen Schluss zu, dass das Instrument möglicherweise 1948 gebaut wurde, was angesichts der Wertigkeit der Verarbeitung vielleicht zweifelhaft ist. Da Zeiss, zudem die Fa. Hensoldt gehört , keine Angaben machen kann, meine Frage ob vielleicht ein Forumsmitglied Hensoldtunterlagen hat, die weiterhelfen.

Die Beschreibung des Stativs, allerdings deutlich schlichter ausgestattet, gibt es z.B. hier:

http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/indexmag.html?http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/artfeb04/emhensoldt.html

Grüsse in die Runde

CMB

Dünnschliffbohrer

#1
Hallo CMB,
ich hab gerade mal im Appelt, 4. Aufl. von 1959, nachgesehen und es darin nicht gefunden. Dort ist aber das Sputnik-Mikroskop abgebildet, es heisst "Diacum II." und ist gegenüber deinem durch den koaxialenTrieb moderner. Damit ist deins zumindest zeitlich nach oben eingegrenzt, es muss also am ehesten aus den 30er oder 40er Jahren sein - deine bisherige Alterseinstufung ist also zweifellos richtig. Vieleicht hat jemand eine ältere Ausgabe von dem Appelt, da könnte es vieleicht drin sein. Viel Erfolg bei der Altersbestimmung, Dsb.

P.S.: Die viel beachtete Windmühle/Propeller ist in  Otto, "Durchlichtmikroskopie"  mit Durchlichtuntersatz und Aufstzkamera abgebildet und heisst dort "Diami K A M"
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]