Hauptmenü

Ein Rätsel …

Begonnen von Heiko, Januar 12, 2015, 23:55:05 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Klaus Herrmann

#15
Lieber Olaf,

sehr überzeugendes Schriftstück! :) 1957 warst du ja sicher noch nicht komplett fertig mit deiner Dissertation? ;) War das dein Vater?

Mir fehlt in diesem schönen Satz von 16 Präparaten das Präparat Nr. 8. Hast du einen kompletten Satz und kannst du mir sagen was da fehlt?

Edit: Ich habs geahnt: gerade habe ich begriffen, dass ich Nr. 8 von dir bekam: das ist die kleine Schraubzwinge für Spannungspolarisation! ::). Aber den Hausschlüssel lege ich bislang noch nicht in den Kühlschrank!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

ewald

Hallo Klaus,

Nr.8 fehlt auch bei meinem Kasten. Laut der Liste ist es das Gipsbild. Da das kaum noch zu einem vernünftigen Preis (wenn überhaupt ) zu bekommen ist, habe ich schon überlegt, selber mal eins zu legen. Marienglas kann man je in der Bucht manchmal bekommen. Ich weiß aber nicht, womit man die einzelnen Schichten des Bildes ohne Störung kleben  oder heften kann. Die andere Möglichkeit, die Schichten heraus zu hebeln scheint mir zu difficil.

Beste Grüße
Ewald

ewald

PS: Auch bei mir ist der Kalkspatkristall von der Trägerplatte abgefallen und ich weiß noch nicht womit man ihn am besten wieder anklebt. Ein erster Versuch mit sehr verdünntem Kanadabalsam ist mißlungen.

Ewald

Klaus Herrmann

#18
Hallo Ewald,

siehe mein Edit! ;D

das Gipsbild habe ich, das ist bei mir aber nicht die Nr. 8. Kannst du mir eine Kopie der Liste schicken? Hast du auch eine Beschreibung der Versuche? Und hast du den Prado mit dem kompletten Pol-Vorsatz?

Das Gipsbild herzustellen ist sicher nicht einfach, ich würde mir das nicht zutrauen, dagegen ist eine Gipsplatte, die unregelmäßig dick ist sicher einfacher zu machen und ist auch einrucksvoll. Habe ich mal hier gezeigt.

 
ZitatAuch bei mir ist der Kalkspatkristall von der Trägerplatte abgefallen und ich weiß noch nicht womit man ihn am besten wieder anklebt. Ein erster Versuch mit sehr verdünntem Kanadabalsam ist mißlungen.
wenn der dann nur unnütz rumliegt nehm ich ihn gerne! ;D. Zum Ankitten muss Kanadabalsam aber gut funktionieren. Klebeflächen müssen sauber und fettfrei sein. Ich verwende schon ziemlich dickflüssiges Balsam und härte im Wärmeschrank bei ca 50°

Edit: Ich muss mich schon wieder korrigieren: Die Liste habe ich und eine komplette Beschreibung der Versuche als Pdf, allerdings in Englisch!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Heiko

Olaf, ich glaub' ich hab's, etwas unsauber zwar ...



Leider blicke ich überhaupt noch nicht durch – vielleicht helfen Buntstifte, bitte noch nichts verraten.

Gruß, Heiko

Heiko

Lieber Olaf,

vielleicht so?



Viele Grüße,
Heiko

Peter V.

Liebe Polarisierer,

habe ich etwas nicht mitbekommen? Von welchen "Kasten" mit 16 Präparaten redet Ihr und was ist der Prado-Polvorsatz  ???

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Klaus Herrmann

Lieber Peter,

wenn du die lebensnotwendige Broschüre von Leitz hast Polarisationsmikroskopie von Walter Patzelt, dann kannst du dort nachlesen.

Den Demo-Kasten mit 16 Präparaten habe ich vor 1-2 Jahren hier gezeigt mit Beispielen. Da war auch das Gipsbild dabei (ein Schmetterling) Olaf hat dazu  aus seiner Sammlung noch welche beigesteuert in einer Qualität, die nicht von dieser Welt sind. Wenn wir damals schon Rubriken gehabt hätten würde man es finden unter Mineralogie.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

olaf.med

Lieber Peter,

der Prado-Pol ist im Prinzip eine optische Bank deren beleuchtender Teil der normale Hörsaalprojektor ist. Mit ihm kann man alle grundlegenden Experimente der Kristalloptik für ein größeres Auditorium bis hin zur Konoskopie zugänglich machen . Für Vorlesungszwecke war er absolut unverzichtbar. Der Präparatesatz umfasste die wesentlichen Präparate. In den Instituten wurde er in der Regel durch weitere individuell gefertigte Beispiele ergänzt.

Lieber Klaus,

ich sehe zwar schon so alt aus als könnte ich es gewesen sein, aber nein, das war mein Vater, der sich bei Leitz maßgeblich um die Entwicklung des Prado-Pol gekümmert hat. Ich bin mit dem Ding praktisch aufgewachsen.

Übrigens solltest Du als mineralogisch höchst interessierter und weit gebildeter Mensch auch einmal verinnerlichen, dass es sich bei Kanadabalsam in unserem Sinne nicht um die mit Xylol gepansche Schmiere der nichtmineralogischen Anwender handelt  ;), sondern um das reine herrlich duftende Harz, das man thermoplastisch verarbeitet. Dann hält auch der Calcit anständig!

Lieber Ewald,

die Gipsbilder sind nicht durch Stapeln einzelner Schichten entstanden, sondern aus einem Einkristall durch dünner Schaben und polieren. Details findest Du hier: ftp://ftp.gmg.rub.de/pub/Medenbach/Forum/S&R%20Gesamt.pdf auf den Seiten 111 und folgende. Den von Klaus angesprochenen Forums-Beitrag gibt es übrigens hier: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=13918.0

Lieber Heiko,

so nicht, aber ich werde Dir später heute oder morgen weitere Literatur zur Lösung liefern. Eigentlich müßtest Du aber nur das über den Kompensator erlernte konsequent anwenden und die Schwingungsrichtungen mit einbeziehen.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Heiko

Nur zu, lieber Olaf, ich bin leidensfähig. Und der ,,zweite Bildungsweg" ist immer eine Herausforderung für den, der ihn ,,stolpern" muss oder will ...

Um Dir die Lehrtätigkeit zu erleichtern, schlage ich die ,,Scheibchenweise-Abfrage-Methode" vor:
- die beiden ,,Brocken" liegen übereinander,
- oben der ordentl. Strahl,
- unten der außero. S.,
- die Schwingungsrichtungen stehen senkr. zueinander.



Stimmt das so weit?

Gruß, Heiko




olaf.med

#25
Lieber Heiko,

ich bin doch schon jetzt dazu gekommen, eine verständliche und sehr informative Quelle für den Huygens-Versuch zu finden, die mir die Erklärungsnot abnimmt. Es ist Rosenbusch-Wülfing: Mikroskopische Physiographie, eine wahre Fundgrube für alle Freunde der Pol-Mikroskopie. Er schreibt:






Viel Spaß, Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

olaf.med

Lieber Heiko,

Dein erstes Scheibchen stimmte perfekt, aber ich hatten den letzten Beitrag mit der Lösung schon gepostet, bevor ich Deinen neuen Beitrag gesehen hatte. Nun ist also die Katze leider schon völlig aus dem Sack. Ich hoffe, Du bist nicht traurig.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Heiko

Lieber Olaf,

was ist von dieser Variante zu halten?



Viele Grüße,
Heiko

olaf.med

Lieber Heiko,

Deine letzte Variante stimmt!

Liebe Prado-Pol-Interessierte;

ich habe die deutschsprachige Anleitung für den Prado-Pol inklusive der Beschreibung der Präparate und ihrer Verwendung eingescannt. Wer Interesse hat teile mir bitte seine eail-Adresse mit, dann sende ich umgehend deine pdf-Datei zu.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

ewald

Hallo miteinander,

leider kann ich erst heute reagieren.

Lieber Heiko, und wie hast Du die zarten Farben in der ersten Bilderserie hingebracht? Das sieht doch aus wie Komplementärfarben.

Lieber Klaus, schicke mir mal bitte eine Emailadresse damit ich Dir die Liste meiner Polpräparate senden kann. Die Schreibmaschinenschrift ist sehr ausgebleicht und ich mußte sie mehrfach umkopieren zum Lesbarmachen. Auch ist mir ein Fehler unterlaufen: Das Gipsbild ist Nr.7, Nr.8 ist Gips Rot I. Ordnung. Offenbar sind nicht alle Kästen gleich bestückt. Die Glaspresse ist hier Nr.20.

Ich habe einen kompletten Polarisationsvorsatz zum Prado zur Verfügung und besitze auch einen Prado universal. Dazu die Leitz Broschüre <310-22bR> und die Anleitung zum Berek-Kompensator <55-4a/dt. u. Engl.> leider ohne Eichkonstanten. Bei gelegentlichen Vorführungen vor Allgemeinpublikum habe ich Folienschnipselbilder verwendet, die natürlich bei weitem nicht so schön sind wie die Gipsbilder.

Lieber Olaf, ganz herzlichen Dank für die Literaturangabe, die ich mit höchstem Interesse "verschlungen" habe,
habe ich doch sonst noch nichts über die Gipsbilder gelesen. Gezeigt hatten sie mir zum ersten Mal Dein Vater und Prof. Rösch. Und probieren werde ich es auf alle Fälle, habe ich doch auch 5µm dicke Nervenfasern präpariert zur Ableitung der Aktionspotentiale. Mir ist aber noch nicht klar, womit man diese kleinen Flächen polieren könnte. Ceroxid? Bei Glas weiß ich es schon.

Wenn Deine Literatur zu den Polpräparaten eine andere ist als die oben genannte Broschüre dann hätte ich auch gerne eine Mail. Eine Adresse liegt ja vor.

Für heute herzliche Grüße von
Ewald