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Nichia LED

Begonnen von peter-h, Oktober 16, 2015, 23:24:16 NACHMITTAGS

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peter-h

An UV-Liebhaber,

für bisherige Anwendungen zur Steigerung der Auflösung reichte die alte Nichia NCSU 033A gut aus. Mit maximal 250mW Ausgangsleistung (nach Hersteller) bei 500 mA Strom war schon viel zu erreichen. Selbstverständlich NIE per direkter Beobachtung, sondern nur über eine monochrome Kamera und PC Monitor gab es Bilder.

Nun gibt es seit einiger Zeit eine neue Version mit >1000 mW Ausgang bei 1000mA !


Eine kleine SMS LED (Nichia NVSU233A Kantenlänge 3,5mm) welche gut gekühlt sein will.
Heute eingetroffen war zunächst eine Vergleichsmessung nötig. Tatsächlich schon bei 800mA eine Steigerung um das 4,5-fache zur Vorgänger LED ! Das Teil ist enorm, aber auch gefährlich ! So schreitet die Entwicklung weiter und eine HBO wird immer leichter zu ersetzen.

Ultraviolette Grüße
Peter

JB


-JS-


JB:  ;D ;D

Peter: Mit welchen Unsummen muss denn bei Deiner neuen LED so (ungefähr) gerechnet werden ?
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

Horst Wörmann

Liebe UV-ler,

Peter möge mir verzeihen, wenn ich vorgreife: die LED mit Platine kostet  die "Unsumme" von ca. 60 Euro plus Versand.
Vormontierte Platinenausführung würde ich vorziehen, dann erspart man sich das SMD-Löten.

Frage an Peter: wie groß ist der Chip, also die leuchtende Fläche? Im Datenblatt kann ich nichts finden.

Viele Grüße
Horst Wörmann

peter-h

#4
Hallo zusammen.

Der Link sagt mehr als viele Worte.

http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Nichia-High-Power-LEDs/Nichia-SMD-LED-UV-NVSU233A-oxid-1.html?gclid=CODQnYOKycgCFUfkwgodLU4I-w

Ich habe mir die Version mit 10x10mm Platte geleistet. Die leuchtende Fläche habe ich zu 1,3 x 1,3mm bestimmt.

Gruß
Peter

Lupus

Hallo Peter,
wie wird die UV-LED eigentlich konkret in den Beleuchtungsstrahlengang integriert?

Hubert

reblaus

Hallo Hubert -

wie jede andere Lichtquelle auch! Die LED muss auf einem ausreichenden Kühlkörper sitzen und ihr Emitter (die Leuchtfläche) muss genau an die Stelle positioniert werden, an der sich ansonsten die Glühwendel der Lampe (bzw. der Lichtboen der HBO ) der Beleuchtung befindet, dann kann die Ausleuchtung richtig fokussiert werden und es geht am wenigsten Licht verloren.
Wobei als Kühlkörper ein Aluminiumteil zu empfehlen ist, das guten Kontakt zum Mikroskopfuß oder zur Leuchtenhalterung macht und die Wärme dorthin ableiten kann oder Kühlrippen besitzt. Bei max. 1000 mA ist das aber unkritisch.
Weil die 1,3 x 1,3 mm Emitterfläche für die meisten Lampenkollektoren zu klein ist, muss ggf. etwas defokussiert werden um eine gleichmäßige Ausleuchtung des Objektes zu bekommen.

Viele Grüße

Rolf


Lupus

Hallo Rolf,

ZitatWeil die 1,3 x 1,3 mm Emitterfläche für die meisten Lampenkollektoren zu klein ist, muss ggf. etwas defokussiert werden um eine gleichmäßige Ausleuchtung des Objektes zu bekommen.
genau darauf bezog sich meine Frage. Nachdem Peter die Diode vor allen Dingen zur Maximierung der Auflösung verwendet - so habe ich es jedenfalls verstanden - ist die Ausleuchtung der Aperturblende von zentraler Bedeutung, speziell beim köhlerschen Strahlengang. Es geht nicht so sehr um die Ausleuchtung des Objektes, da spielt die Größe der Diode eine untergeordnete Rolle. Mich würde interessieren, wie Peter das Problem der kleinen Leuchtfläche gelöst hat. Hängt schließlich auch vom Aufbau des jeweiligen Mikroskopes ab.  ;)

Hubert

peter-h

#8
Hallo,

die "neue" UV-LED will ich zu 99% für die UV-Fluoreszenz verwenden. Hier ist die Leistung wichtig. Am alten Zeiss-Knochen sieht es dann so aus. Das U-Filter ist schon sehr wichtig um auch tatsächlich nur mit 365nm anzuregen.



und dieses Teilchen ersetzt das große Hg-Lampenhaus.




Schön justier- und zerlegbar damit es auch für andere Experimente verwendet werden kann. So z.B. an der Mikrobank von S&H (Linos).

Viele Grüße
Peter

Nachtrag:
Selbst mit der "schwachen" UV-LED habe ich vor Jahren ein schönes Präparat geschädigt. Die Strahlung ist nicht zu unterschätzen !



reblaus

Hallo Hubert -

an die Ausleuchtung der Apertur habe ich nicht gedacht, das gebe ich zu. Aber auch dieses Problem dürfte durch die übliche Defokussierung zu lösen sein.
Ist denn mein folgender Gedanke völlig falsch: Spielt die Beleuchtungsapertur denn bei der Fluoreszenz eine große Rolle - das Fluoreszenzlicht ist ja nicht gerichtet und müsste deshalb eigentlich die ganze Objektivapertur nutzen, selbst wenn es das Erregerlicht nicht tut?

Fragende Grüße

Rolf

d65

Zitat von: reblaus in Oktober 17, 2015, 19:02:02 NACHMITTAGS
Ist denn mein folgender Gedanke völlig falsch: Spielt die Beleuchtungsapertur denn bei der Fluoreszenz eine große Rolle - das Fluoreszenzlicht ist ja nicht gerichtet und müsste deshalb eigentlich die ganze Objektivapertur nutzen, selbst wenn es das Erregerlicht nicht tut?

Nein, spielt keine Rolle. Es ist auch völlig egal aus welcher Richtung das Anregungslicht kommt - jedenfalls so lange das Präparat transparent ist und man nicht am absoluten Nullpunkt arbeitet. Der angeregte Zustand des Fluorochroms dauert mehrere Nanosekunden. In dieser langen Zeit hat sich das Molekül statistisch zufällig bewegt, so dass die Fluoreszenz in eine zufällige Richtung abgestrahlt wird. So jedenfalls mein Verständnis der Physik dahinter.

Man kann allerdings die Beleuchtungsaperturblende (so eine da ist) dazu missbrauchen, die Intensität der Anregung abzusenken. Das ist aber ein eher neues Problem. Üblicher bisher ist das umgekehrte: Die Anregung ist tendenziell zu schwach, daher sollte der Strahlengang gescheit geköhlert sein, um eine maximale Intensität im Präparat zu gewährleisten.

Steffen

Lupus

Hallo Rolf,

meine Frage basierte insofern auf einem Missverständnis, als Peter UV-Licht auch als Möglichkeit verwendet hat, die beugungsbedingte Auflösung zu verbessern, und da kann eine zu kleine LED zu einer spürbaren Auflösungsverschlechterung führen. Bei Fluoreszenzanregung ist das natürlich wie von Steffen beschrieben ohne Bedeutung.

Hubert

reblaus

Hallo -

Peter bezog dass auf seine Fotoarbeiten im UV-Durchlicht - ohne Fluoreszenz - wobei sich schon mal was davon ins Okular verirren kann. Bei der Fluoreszenz ist es sicher kein Problem das Erregerlicht sowohl vom Kamerasensor wie vom Auge zuverlässig fernzuhalten.

Viele Grüße

Rolf

Udo Hammermeister

#13
Hallo,

Mitlerweile gibt es ein noch viel gewaltigeres Teil von Nichia, die NVSU333A. Mit 3,6W Ausgangsleistung und 14W Leistungsaufnahme, Chipgröße 2x2mm. Aber ich habe keinen Händler gesehen, der die anbietet. Ob so etwas überhaupt frei verkäuflich sein wird?

Grüße Udo

Udo Hammermeister

Hallo Herr Peter Höbel,

Wozu braucht man denn den U-Filter? Laut den Datenblättern sendet die Diode doch kein Licht aus, was der Baader U-Filter nicht auch durchlassen würde. Hier die Spektren überlagert, NVSU233A (schwarz) und U-Filter (blau). Ich werde doch nicht etwa 200 Euro ausgeben für nur einen Filter.