Unfertige Präparate von Robin Wacker

Begonnen von Dr. Jekyll, April 11, 2016, 21:52:06 NACHMITTAGS

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Dr. Jekyll

Hallo Sebastian,

Leider komme ich erst jetzt dazu auf deine Fragen zu antworten. Zum Teil sind die Kollegen ja schon darauf eingegangen.
Also, die Etzold-Farblösung dürfte nach einem Jahr sicher noch brauchbar sein, ich habe meine schon mehrere Jahre und sie funktioniert noch. Zur Eindeckung verwende ich Euparal, es sei denn das Präparat soll für Fluoreszenz-Mikroskopie verwendet werden. Das Euparal fluoresziert bei Blauanregung grün.
Die Farbstoffreste in deinem RotiHistol könnten durchaus stören, kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen.
Die ParaffinPräparate kann man natürlich vor der Weiterverarbeitung mit dem Stereomikroskop begutachten.
Ich habe das bei den verschenkten Präparaten natürlich nicht gemacht, es waren nämlich recht viele.
Man erkennt auch nicht jeden Schaden auf diese Weise, da ja kaum Kontrast vorhanden ist. Auch täuscht die eine oder andere Erscheinung einen Schaden vor. Grobe Kratzer oder Ablösungen kann man aber schon erkennen.
Viele der Präparate sind noch gut brauchbar, ich habe jetzt schon einige bearbeitet.
Die Idee von Oliver mit der Tauschbörsefür doppelte Präparate finde ich übrigens sehr gut, sollten wir machen!!!
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Beste Grüße
Harald
Beste Grüße
Harald

Klaus Herrmann

Hallo Harald,

schöne Färbung und der Schnitt ist doch ganz gut erhalten! hat sich also gelohnt. Frage am Rande: ist das "mein" W3 ASim II? ich frage deshalb, weil es das ist, was ich für Wohldenberg angesetzt habe, dann kann ich es beruhigt mitnehmen.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Dr. Jekyll

Hallo Klaus,

Der W3A-Ansatz stammt von unserem verstorbenen Kollegen "Rundholzmacher".
Ober selbst angesetzt hat oder die Färbelösung fertig von irgendwo bezogen hat entzieht sich meiner Kenntnis.

Beste Grüße
Harald

Beste Grüße
Harald

Oecoprotonucli

Hallo Harald,

Danke für die Antworten und Tips! Deine Fotos erzeugen ja schon ein gewisse Lust darauf, es zu tun, das Färben!!! Ehe ich eigene Schnitte in der Art erzeugen würde, müssten wohl sonst noch ein paar Jahre vergehen! Andererseits traut man sich dann nicht, mit den "Restchemikalien" hier zu arbeiten, man will ja nichts verderben...

Ich tendiere bisher zur Euparal-Eindeckung, dann bräuchte ich nämlich evtl. gar kein Xyol oder neues Rotihistol anzuschaffen. (Was ist denn Tissue-Clear nun wieder für eine Variante...?). Andererseits habe ich ebenfalls noch etwas Vitroclud zum Eindecken hier (Xylol- bzw. Rotihistol-löslich) und müsste nichts Neues anschaffen. Scheint gute Eigenschaften zu haben, aber wird hier im Forum wohl kaum verwendet (Forumssuche = Null Suchergebnisse). an Fluoreszenz denke ich bisher bei den Schnitten nicht - oder sollte ich vielleicht? (Vitroclud ist auch fluoreszenzgeeignet.)

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Klaus Herrmann

#19
Hallo Sebastian,

wenn ich so lese, was du hier geschrieben hast dann fällt mir der leicht abgewandelte Spruch ein: "Reden ist Silber, tun ist Gold!" Du machst mir den Eindruck eines Theoretikers:
Zitatund verfolge die Diskussion theoretisch, um dann irgendwann soäter mal umzurüsten.
Zitat aus einem anderen langen Beitrag in dem du auch viel geschrieben hast. :D

Übrigens: http://www.langenbrinck.com/katalog/chemikalien/shop/vitro-cludsupRsup/anzeigen/
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Oecoprotonucli

Hallo Klaus,

das stimmt und ist mir schon selbst bewußt, ich will mich ja auch in Richtung Praxis bewegen aber ich will auch die Schnitte nicht versauen und muss daher etwas planen. Umso mehr, als gleichzeitig bei mir Spardruck und Platzmangel besteht. Daher kommt auch noch die Preisrecherche dazu (Isopropanol, evtl. Xylol (oder Limonen = Rotihistol) und evtl. Euparal). Wenn ich Geld und Platz hätte, würde ich einfach alles neu bestellen und benutzen und müsste mich weniger mit solchen Fragen herumquälen. Und ich habe zwar etwas "Handwerk- und Mikroskopie-Erfahrung", aber noch nicht mit solchen botanischen Färbungen. Aber ich versuche, mir das vorwiegend still durchzulesen, ich hoffe, das hilft Euch  ;) !

Leider setze ich noch einen drauf mit der Theorie: In Etzolds Mikrokosmos-Artikel habe ich gesehen, dass auf dem Objektträger erhitzt wird - Frage: besteht die Gefahr, dass die Schnitte abschwimmen, wenn ich sie einfach stattdessen in Färbelösung tauche (Oliver hat's ja wohl so gemacht)?

Die Vitroclud-Info hatte ich auch schon ergoogelt, aber trotzdem Danke.

Danke für Geduld und Verständnis... (die Mikrokosmos-Geschichte bearbeite ich auch gerade noch etc. ...)

Sebastian
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Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Osilu

Zitat von: Oecoprotonucli in April 16, 2016, 10:12:28 VORMITTAG
Hallo Klaus,

das stimmt und ist mir schon selbst bewußt, ich will mich ja auch in Richtung Praxis bewegen aber ich will auch die Schnitte nicht versauen und muss daher etwas planen. Umso mehr, als gleichzeitig bei mir Spardruck und Platzmangel besteht. Daher kommt auch noch die Preisrecherche dazu (Isopropanol, evtl. Xylol (oder Limonen = Rotihistol) und evtl. Euparal). Wenn ich Geld und Platz hätte, würde ich einfach alles neu bestellen und benutzen und müsste mich weniger mit solchen Fragen herumquälen. Und ich habe zwar etwas "Handwerk- und Mikroskopie-Erfahrung", aber noch nicht mit solchen botanischen Färbungen. Aber ich versuche, mir das vorwiegend still durchzulesen, ich hoffe, das hilft Euch  ;) !

Leider setze ich noch einen drauf mit der Theorie: In Etzolds Mikrokosmos-Artikel habe ich gesehen, dass auf dem Objektträger erhitzt wird - Frage: besteht die Gefahr, dass die Schnitte abschwimmen, wenn ich sie einfach stattdessen in Färbelösung tauche (Oliver hat's ja wohl so gemacht)?

Sebastian

Hallo Sebastian,

ich habe getropft, nicht getaucht. Aber wie auch immer, die Schnitte sitzen Bombenfest und Du müßtest die schon abkratzen. Schließlich tauchst Du das ganze sowieso schon die ganze Zeit in diverse Flüssigkeiten, das macht denen gar nichts.

Anstatt Isopropanol sollte auch Ethanol gehen. Das kriegst Du in jedem Baumarkt für 2 Euro den Liter. Aus welcher Ecke von Deutschland kommst Du eigentlich? Wenn Du aus der Nähe von Ludwigshafen kommst, kann ich Dir von allem was Du brauchst was abgeben.

Vg
Oliver
Mikroskopie-Neuling und Optik-Freak

Für das Kleine: Zeiss Jena Lumiplan; Will Wetzlar BX-300, Leitz Stativ H
Für das Große: MEADE LX200-GPS 7" Maksutov-Cassegrain
Für das Normale: Canon 5D MKII, 50D, 70D
Für das Ferne:  Minox BD 10x58 BR ED, Nikon 10x50 Compass

Jürgen Boschert

Hallo Oliver,

Zitat... Anstatt Isopropanol sollte auch Ethanol gehen. Das kriegst Du in jedem Baumarkt für 2 Euro den Liter. ,,,

Also das kann ich mir nicht vorstellen. Das ist dann kein reines Ethanol, sondern vergälltes, damit es nicht der Alkoholversteuerung unterliegt, also Brennspiritus. Das würde ich nicht nehmen: denn die Vergällungsbeimischungen machen das Ganze sehr unberechenbar. Reines Ethanol ist "sauteuer", dazu noch sehr hygroskopisch, Isopropanal ist hier definitiv die bessere und günstigere Variante.

Gruß !

JB
Beste Grüße !

Jürgen

Osilu

Jürgen, da hast Du sicher recht, mit dem Bioethanol. Ich bin da sicherlich als Neuling keine Kompetenz dafür. Wenn aber als letztes Bad Xylol genommen wird, könnte ich mir vorstellen, dass dies keine allzu größeren Einwirkungen hat. In Beschreibungen im Netz findet sich beides, Ethanol und Isopropanol.

Vg
Oliver
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Oecoprotonucli

Hallo Ihr,

ich hatte bei histologischen Schnitten aus einem Mikroskopiekurs (den ich selbst mit veranstaltet habe) schon mal Probleme mit nachträglicher Eintrocknung und Luftkammern - für den Kurs reichte es, die Schnitte wurden kurz danach angeschaut, aber es zeigte sich, dass die Schnitte so überhaupt nicht gut dauerhaft haltbar waren (wahrscheinlich wurde beim Eindecken auch das benutzte Vitroclud zu sehr mit Roti-Histol verpanscht). Daher möchte ich dieses Mal und für mich und die Wacker-Schnitte besser und richtig entwässern. Ich werde definitv Isopropanol nehmen. Es fragt sich höchstens, ob man vorher noch eine aufsteigende Alkoholreihe macht, oder ob man direkt in Isoprop gehen kann. Ein paar Ethanolreste habe ich hier (vergällt, schon mal benutzt). Ich spekuliere darauf, dass man nur in der letzten Ethanolstufe und der letzten Isoprop-Stufe mit reinen Lösungen arbeiten muss. Natürlich wäre es aber interessant zu wissen, ob für die Vorstufen auch Brennspiritus ausreichend ist.

Viele Grüße

Sebastian
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Osilu

#25
Na hier mal meine ersten mikroskopischen Fotografieversuche...das ganze ist noch stark verbesserungsfähig. Ich bin derzeit nicht mit der Farbwidergabe so gar nicht zufrieden, das Rot ist viel intensiver. Auch die Scharfeinstellung kann sicher noch besser werden, aber ich habe das nur schnell über den eingebauten Monitor gemacht.

Das Objekt ist ein Schnitt durch einen Olivenzweig. Färbung ist Wa3Sim.
Die Übersichtsaufnahmen wurden mit einem Apo 3x gemacht.








Die obigen Aufnahmen wurden mit einem Projektiv gemacht. Hier ein paar Aufnahmen mit einer besseren Adaption.







Und jetzt das ganze mit einer Glühlampe beleuchtet und nicht mit einer LED...






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liftboy

Hallo Oliver,

wenn ich mir die Bilder ansehe, weiss ich, warum ich immer noch meine Halogenbeleuchtungen benutze. Die Aufnahmen wirken wesentlich wärmer und farblich ausgeglichener.

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
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Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Osilu

Hallo Wolfgang,

Da hast Du völlig recht. Das waren ja meine ersten Mikroaufnahmen und da habe ich schon etwas herumlaboriert. Erstens stand mir gestern nur ein Laptop und kein kalibrierter Monitor für die Bildbearbeitung zur Verfügung und zweitens bin ich an der Rotdarstellung fast verzweifelt. Immer nur matschig und so gar nicht wie im visuellen Eindruck. Bis ich dann mal die (extrem warme) Narva 6V/15w Birne eingeschoben habe. Da wurden dann auch die Rotdarstellung besser. Sehr offensichtlich hat die Nichia Led, die ich verwende im Rotbereich starke Defizite. Leuchtmittel die mit Glühfäden arbeiten haben durchaus noch ihre Berechtigung!

Weisabgleich etc. muss auch noch optimiert werden....ich bin am arbeiten dran.

Vg
Oliver
Mikroskopie-Neuling und Optik-Freak

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Dr. Jekyll

Hallo Oliver,

Die Weiterverarbeitung der Präparate ist aber offensichtlich gut gelungen😉

Beste Grüße
Harald
Beste Grüße
Harald

Osilu

Hallo Harald,

Jepp, sind sie. Deswegen einfach mal drauf los. Die ersten Schritte mit beschädigten Exemplaren machen und gerade nach der Färbung nicht zu lange im Alkohol baden, sonst bluten sie wieder aus.

Vg
Oliver
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