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Sony Alpha 200 ?

Begonnen von OE5HFM, Januar 02, 2017, 17:27:47 NACHMITTAGS

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OE5HFM

Geschätzte Forumsmitglieder !

Ich möchte meine Sony Alpha 200 Spiegelreflexkamera für Mikro Aufnahmen nutzen. Lohnt sich dazu die Anschaffung eines Foto-Adapters ???
Oder ist diese Kamera für unsere Zwecke sowieso ungeeignet? Sie kann kein "LiveView" Mode, d.h. ich müsste immer durch den Sucher schauen für Aufnahmen, oder ist das nicht unbedingt ein Nachteil?
Die Kamera hat einen CCD-Sensor APS-C 23,6 x 15,8 mm (Cropfaktor 1,5)
Vielleicht gibt es ja jemanden hier, der mit dieser Kamera schon Erfahrungen gesammelt hat.
Ansonsten werde ich mich doch nach einer gebrauchten Canon EOS 450D umschauen, die gibt es bereits ab ca. 150,- bei Ebay (nur Gehäuse)
Welche Kameras kommen noch in Frage, auch ältere Modelle zu einem bezahlbarem Preis?
Derzeit mache ich meine Aufnahmen mit dem Smartphone, direkt durch das Okular, aber das ist eine ziemliche Fummelei und auf Dauer sicher keine Lösung.

Hier noch einige Testaufnahmen mit dem Smartphone (Huawei P9 Lite)









Als "blutiger" Anfänger bin ich über jede Antwort und Hilfe sehr dankbar !!!

Beste Grüße aus dem Mühlviertel,
Hermann.


Bob

Hallo Hermann,

Deine smartphone-Bilder sind eigentlich ziemlich gut. Vielleicht solltest Du eher diese Methode perfektionieren, indem Du Dir eine ordentliche Auflage für das Smartphone schaffst, so dass es sich dauerhaft ordentlich ausrichten lässt.
Bei größeren Kameras kommt es stark auf die Erschütterungen vor Bildaufnahme an. Da sind die Canons und einige Nikons am Besten, der Rest oft nur eingeschränkt nutzbar.

Viele Grüße,

Bob

Rawfoto

#2
Hallo Hermann

Es wurde viele Jahre ohne Livefew fotografiert, technisch gesehen geht das also. Die Frage ist, will man auf diese technische Neuerung verzichten. Meine Antwort würde mit nein ausfallen, Deine kannst Du Dir nur selbst geben ...

Um näher auf ein Kameramodell eingehen zu können müsstest Du mehr über Deine Mikroskopausrüstung und vor allem über Deine Ziele bezüglich Verwendung des Bildmaterials verraten. Mit einer kostengünstigen Canon mit elektronischen Verschluss aus dem Livebild bist Du schon einmal auf einer guten Spur ...

Liebe Grüsse aus Wien

Gerhard

Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

OE5HFM








Hallo Bob und Gerhard,

Danke für die Tipps, was mich wiederum bestärkt doch eine Canon Kamera anzuschaffen.

Was sind meine Ziele?

Als jugendlicher hatte ich ein einfaches Schülermikroskop und hatte damit etliche ,,Wassertierchen" beobachtet. Nun bin ich in Pension (Rente) und möchte das Mikroskopieren wieder aufleben lassen

Als ,,Käfersammler" brauche ich zur sicheren Bestimmung scharfe und detailreiche Bilder. Dazu habe ich mir nun ein STM8 Trino Stereo Zoom Mikroskop besorgt und was ich damit sehe, begeistert mich..... ich könnte stundenlang davor sitzen. Da aber meine Objekte nicht plan sind, sondern meist kugelig gewölbt, bekommt man mit einer einzigen Aufnahme nie scharfe Fotos. Also muss man stacken, aber das wird mit dem Smartphone nicht einfach möglich sein.

Mein zweites Interessensgebiet liegt in der Mykologie und als ,,Pilzer" braucht man hier ganz andere Vergrößerungen, also werde ich nicht umhinkommen, mir auch ein biologisches Mikroskop anzuschaffen.
Somit liegt noch ein weiter Weg vor mir, aber man muss ja das ,,Rad" nicht zweimal erfinden und darum bin ich für jede Hilfe dankbar.

Beim Stemi, mit einer max. Vergrößerung von 45 wird eine leichte Erschütterung bei der Auslösung des Kameraverschlusses nicht so ins Gewicht fallen wie z.B. bei 400x denke ich mal....

Fotoadapter für mein Stemi gibt es für ca. 20 Euro in der Bucht und ein Versuch wäre das sicher wert, da ist nicht viel verspielt und die Alpha 200 liegt ohnehin ungenutzt herum und das Fotografieren durch den Sucher finde ich für den Anfang nicht so schlimm. Natürlich ergibt der 20 Euro Adapter kein ,,Fullframe" Bild, aber mit einer kleinen oder größeren Randabschattung kann ich auch leben, ist halt mehr Arbeit bei der Bearbeitung.

Ungeachtet dessen werde ich weiterhin die Augen offen halten um günstig ein Cannon Gehäuse ans Land zu ziehen.
Bis dahin habe ich ja genügend ,,Arbeit" mit dem Lesen von Beiträgen hier im Forum und die tollen Bilder zu bewundern.

Hier noch ein Foto von meinem Stereozoommikroskop:




Viele Grüße

Hermann

Peter V.

#4
Lieber Gerhard,

ZitatEs wurde viele Jahre ohne Livefew fotografiert, technisch gesehen geht das also.

Na ja, so ganz würde ich diese Aussage nicht stehen lassen. Es geht eigentlich "nicht", zumindest nicht ohne Kunstgriffe wie sehr lange Belichtungszeiten, Mikroblitz etc., ggf. mechanische Entkopplung von Mikroskop und Kamera (wobei Letzteres wohl auch nur bedingt hilft).  Ansonsten gibt es immer die Verwackelungsproblematik durch Spiegel und Verschluß, selbst bei den "Spiegellosen".

State of the art ist somit sicher eine verschluß- und spiegelschlagfreie Kamera. Und da sind wir im mittelpreisigen (neu) oder niedrigpreisigen (gebraucht) Sektror direkt bei den bekannten Canon-Modellen wie z.B. 450D, 500D, 550D, 600D, 1000D, 1100D und und und.... Wichtig ist hier bei der "EFSC"-LivfView  (electronic first shutter curtain, den all diese Canons sicher haben). Live View ist nämlich nicht gleich Life View, es gibt auch LiveView, bei dem es dennoch zu einem Verschlußschlag kommt. Das hat Heike mal sehr schön mit bestimmten Nikon-Modellen gezeigt.
Man kommt man aber glücklicherweise mittlerweile wirklich sehr preiswert zu einer idealen Kamera fürs Mikroskop, gebaruchte 450D gibts für 100 - 150 EUR! Einfach mal bei Ebay nach entsprechenden Modellen suchen. Teilweise gibt es auch neue Canons mit dieser Funktion für Preise unter 400 EUR für einen Body, meine ich (allerdings kenne ich die aktuellen Modelle nicht wirklich).

Ich schreibe so ausführlich für den Fragesteller, Du, Gerhard, weiß das natürlich genau so gut oder bessr als ich.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

OE5HFM

Hallo Peter !

Danke für die verständliche Erklärung, da konnte ich  einiges lernen, auch wenn sich schon wieder neue Fragen ergeben haben.

Da ich nun Ausschau nach einer gebrauchten Canon 450D halte, stoße ich da in der Verkaufsbeschreibung häufig auf die Angabe wie oft die Kamera ausgelöst hat. Ist diese Zahl für einen Kauf wichtig bzw. sagt sie etwas über den technischen Zustand aus oder sollte man z.B. bei über 20000 Auslösungen lieber die Finger davon lassen??? Wenn kein Spiegel mehr vorhanden und der Verschluss elektronisch gesteuert wird sollte es ja keine Abnützung geben..... oder liege ich damit falsch?? Bewegt sich da noch etwas in der Kamera?

Als nächstes interessiert mich, wie mit so einer Kamera ohne Objektiv ein Foto ensteht? Soweit ich bis jetzt gesehen bzw. gelesen habe, brauche ich außer der Kamera nur noch einen T2 Ring mit einem Adapter auf 23,2 mm, das Ganze steckt man in den Fototubus und das wars dann??
Klingt zu einfach für mich....
Entschuldigung für die nervigen Fragen, aber ich bin kein Optiker und fototechnisch bin ich eine Null.

Beste Grüße
Hermann.

Peter V.

Hallo Hermann,

im Internet findet man Angaben, wonach die 450 D (und Canon-Modelle ähnlicher Klasse) für bis 100.000 Auslösungen ausgelegt sind (profi-Modelle bis 200.000)  Insofern sollte eine Kamera mit 20.000 Auslösungen noch lange ihren Dienst tun, ich selbst würde aber - weil der Markt es durchaus hergibt - nur Kameras mit unter 10.000 Auslösungen kaufen. Seltsamerweise sind die kameras mit 20.000 Auslösungen nämlich auch nicht preiswerter als Kameras mit vielleicht nur 7.000 Auslösungen. Und die Canons gibt es jareichlich bei Ebay.
Auch beim LiveView wird der Spiegel bewegt, nur direkt vor der Aufnahme nicht. Ich meine, dass NACH der Aufnahme der Spiegel einmal herunter- und wieder hinaufklappt (bin mir aber nicht ganz sicher).

Wie die Adaption funbktioniert, weiß ich nicht sicher. Eventuell reicht bei Deinem Mikroskop so ein Bauteil mit zusätzlich einem T2-Ring für die EOS.

Herzliche Grüße
Peter
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cabo

Zitat von: Peter V. in Januar 03, 2017, 19:32:37 NACHMITTAGS
Ich meine, dass NACH der Aufnahme der Spiegel einmal herunter- und wieder hinaufklappt (bin mir aber nicht ganz sicher).

Hallo zusammen,

das ist meines Wissens bei den dreistelligen Modellen der Fall. Diese haben nur einen Motor der den Spiegel hochklappt und dann den Verschluss spannt. Die zweistelligen haben dann schon zwei Motoren, da bleibt der Spiegel die ganze Zeit oben. Da ich oft Sachen stacke, die in einer dicken Wasserschicht schweben, hat mich das Spiegel-Runterklappen meiner EOS 500D schon sehr gestört. Ich hab nun eine 60D und mit der bin ich sehr zufrieden.

Man müsste noch darauf hinweisen, dass ein Stereomikroskop nach Greenough, zwei versetzte Strahlengänge hat, und deswegen zum Stacken nur bedingt geeignet ist.

Gruß

Christian

knipser009

Hallo

Es .gibt irgendwo im Netz eine Tabelle, welche die Lebensdauer einer Canon DSLR über die Anzahl der Auslösungen betrachtet. FÜr meine EOS 500 D sind 20 000 - 40 000 angezeigt, im Schnitt geben Sie bei 25 000 auf. Für meine einstellige EOS 5mark II werden im Schnitt 200 000 Auslösungen genannt. Die 2-stelligen EOS-Modelle rangieren etwa in der Mitte von 3-stelligen u 1-stelligen EOS-Modellen.
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

OE5HFM

Hallo Zusammen,

Herzlichen Dank für die Hilfe !!!
Momentan keine weiteren Fragen.

LG Hermann

Rawfoto

Hallo

Die Anzahl der Auslösungen sagt bei der Kamera nicht viel aus, es kommt darauf an unter welchen Umständen die Auslösungen zustande gekommen sind. Da gibt es die Gehäuse die im Studio ihren Dienst versehen und die die on Location unter widrigsten Bedingungen eingesetzt werden.

Meine Gehäuse haben hunderte Tausende Auslösungen und ich kenne die Nachbesitzer meiner Vergangenen Gehäuse ...

Wenn ich die letzten 38 Jahre Erfahrung betrachte und die Verschlussausfälle, ich hatte das Thema 4 Mal ==> in allen Fällen unter 10000 Auslösungen, in 3 unter 5000 (also in den ersten Monaten der Verwendung). Kein einziges von mir verkauftes Gehäuse hatte bis jetzt einen Verschlussschaden. Was aber zu tun ist, die Gehäuse gehören zum Service, dort wird bei Bedarf Fett getauscht. Wie oft ist natürlich eine Frage des Einsatzes. Der Spiegel und der Verschluss sind mechanische Teile ...

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

koestlfr

Hallo Gerhard!

Deine Aussage ist doch ein wenig zimmertsches Understatement!

So wie ich dich kenne, hast du auch in deinen Anfängen nicht mit den 3-stelligen EOS-Modellen gearbeitet, sondern mit den einstelligen, vorwiegend mit den 1en. Da ist im Preis und in den angegebenen möglichen Auslösungen doch ein eklatanter Unterschied! Diese Tatsache kann man auch mit Wartung nur mildern.

Nichts desto trotz denke ich aber, dass sich das am Mikroskop nicht 1:1 auswirken wird.

Liebe Grüße
Franz
Liebe Grüße
Franz