Botanik: Oberflächenpräparate von Buche und Kiefer *

Begonnen von MSchwartz, Januar 06, 2017, 19:09:50 NACHMITTAGS

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MSchwartz

Hallo allerseits,

eigentlich wollte ich ja schon früher etwas präsentieren, aber die hier gezeigten Arbeiten haben mich doch ein wenig eingeschüchtert. Insbesondere bei den Färbungen komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus, deshalb starte ich mal mit ungefärbten Bildern von Buchenkernholz (Fagus sylvatica) und Kiefernsplintholz (Pinus sylvestris).
Für die Herstellung der Probenkörper haben ich ein Schlittenmikrotom von Sartorius mit einer Einmalklinge verwendet. Das Buchenholz habe ich zuvor 24h bei 60°C, das Kiefernholz für den gleichen Zeitraum bei Raumtemperatur in Wasser gelegt, um das Holz weicher zu machen.
Beide Aufnahmen wurden mit einem Zeiss Axioplan 2 mit 10x Objektiv und der Kamera DS-Fi2 gemacht. Nachbearbeitet wurden die Bilder nicht, aber das seht ihr bestimmt auch ohne den Hinweis...
Freue mich sehr auf eure Rückmeldungen!

Buchenkernholz:

Kiefernsplintholz:

Gerd Schmahl

#1
Hallo M
ich finde Du brauchst Dich mit Deinen Holzquerschnitten nicht zu verstecken. Sind das Auflichtaufnahmen?

Kennst Du "Die Hölzer Mitteleuropas - ein mikriphotographischer Lehratlas" von D. Grosser. Soll wohl sowas wie ein Standartwerk sein. Zum Erweichen lufttrockener Hölzer wird neben dem Kochen in reinem Wasser auch ein Glycerin-Wassergemisch (1:1) und Glycerin-Wasser-Alkohol (1:1:1) empfohlen. Im letzteren kann man Probenstücke, die am besten in den 3 Hauptrichtungen der Holzanatomie (Quer-, Tangantial- und Radialschnitt) vorbereitet sind quasie unbegrenzt lagern, um später davon Schnitte herzustellen.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Klaus Herrmann

#2
ZitatSind das Auflichtaufnahmen?

Sagt doch schon die Überschrift!

Edit: ich war nur zu faul nachzuschauen: Er heißt Marcus! Er hat nur vergessen mit seinem Namen zu unterschreiben! :)

@M (eine Stadt sucht...da gabs doch mal einen Krimi)

Schöne Anschnitte, besser als Schliffe, da setzen sich die Poren zu. Ein Trick ist Auflicht Pol und oberfläche Nass machen, da ist der Schleier weg!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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koestlfr

Hallo M!

Schöne Bilder!

Weiter so, wie Gerd schon geschrieben hat, Du brauchst dich nicht zu verstecken!

Liebe Grüße
Franz
Liebe Grüße
Franz

Bob

Hallo M,

die Schnitte sehen sehr gelungen aus. Ich kann mir vorstellen, dass unter dieser Voraussetzung ein Foto im Durchlicht besser aussehen würde. hast Du das mal ausprobiert?

Viele Grüße, Bob

Manfred Rath

Hallo M

aber die hier gezeigten Arbeiten haben mich doch ein wenig eingeschüchtert


vor Jahren hatte auch ich diese Bedenken  ;), dazu besteht aber absolut kein Grund.
Alles an Wissen und Ausrüstung habe ich von Mitgliedern dieses Forums, hier wird Die in jeder Hinsicht geholfen.
Deine Schnitte gefallen mir sehr gut, weiter so.

Gruß
Manfred
Ich lebe in der Region "Steirisches Vulkanland" - bin aber kein Vulkanier sondern waschechter Steirer.

Klaus Herrmann

#6
ZitatIch kann mir vorstellen, dass unter dieser Voraussetzung ein Foto im Durchlicht besser aussehen würde.

Hallo Bob,

beim ersten Bild würde ich annehmen, dass das ein Klötzchen von einem Durchmesser ist, der eine Durchlichtaufnahme nicht zulässt, beim 2 bin ich mir unsicher.

Aber warten wir mal die Klärung von Marcus ab.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Wutsdorff Peter

Hallo Gerd,
Deine Buchempfehlung ist interessant.
Einmal wird das Buch für 35€ und bei anderen für355€ angeboten!
Ist Dir der Unterschied klar?

Gruß Peter

Gerd Schmahl

#8
Hallo Peter,
das Original von 1977 soll eine wesentlich bessere Bildqualität haben als der Reprint. Mir reicht die Qualität. Hab es gebraucht erworben, da was's noch unter 35,-€, aber leider ohne die sehr wichtigen Beilagen (Merkmalstabellen), die ich mir dann von einem Freund kopieren lassen habe.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Klaus Herrmann

Lieber Peter,


Zitat3 neu ab EUR 35,00 2 gebraucht ab EUR 599,00

die 599 sind vielleicht etwas hoch gegriffen, aber hier handelt es sich um das Original, längst vergriffen und sehr gesucht. Das broschierte Buch ist ein meines Erachtens ein schlechter Reprint, die Abbildungsqualität ist mäßig; ich hatte es mal, bevor ich das Original bekam. Wenn du das Original für 35.- bekommst blind zugreifen, so schnell kann man sonst nicht reich werden! ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Gerd Schmahl

Hallo,
ganz so viel muss man für die Originalausgabe nun wirklich nicht ausgeben.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Klaus Herrmann

Hallo Gerd,

der Meinung bin ich auch, aber sehr amüsant ist die Inhaltsbeschreibung die in deinem Link angegeben ist. Schon seär befrämptlich! :D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Heribert Cypionka

Wunderbare Präparate - gratuliere! Aber wie so oft melde ich mich, weil ich was zu meckern habe  ;) Ist aber nett und aufmunternd gemeint!!!

ZitatNachbearbeitet wurden die Bilder nicht

Das glaube ich nicht. Es gibt wohl keine Kamera mehr, die Bilder - wie die hier eingestellten - mit nur 70 kB Dateigröße erzeugt. Sie haben also sicher mal verkleinert. Dabei, und auch wenn man nicht mit höchster jpeg-Qualität abspeichert, gibt es Verluste. Weiterhin ist nicht es so, dass eine Kamera ein 'objektives Abbild' der Wirklichkeit liefert, dass man nicht bearbeiten sollte. Selbst für RAW-Bilder gilt, dass man sie entwickeln muss.

Ich habe den kleinen Bildern mit PICOLAY einen Weißabgleich (anhand der aufsitzenden Partikel) verpasst, sowie Gamma-Wert, Schärfe, Kontrast und Farbsättigung etwas angehoben. Das hat etwa zwei Minuten pro Bild gekostet, sicher viel weniger Zeit als Sie für die Präparate investiert haben.





Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg!

Heribert Cypionka

P.S.:
ZitatSchon seär befrämptlich!
Die Rechtschreibung des Textes sieht stark so aus, als sei sie von einem OCR-Programm erzeugt. Probleme gibt es vor allem bei den deutschen Sonderzeichen ß -> B, völlig -> v611ig ...

Carlos

Hallo,
Waren die ersten Bilder schon sehr gut und informativ, sind die geringfügig nachbearbeiteten Bilder von H.C. zugegebenermaßen noch besser. Gekonnt ist halt gekonnt.
Gruß Carlos

MSchwartz

Hallo allerseits,

vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen!
Beide Präparate sind zu dick für Durchlicht, von der Kiefer habe ich zwar schon Schnitte mit 20 µm "Dicke" anfertigen können, aber die Qualität der Aufnahmen ist deutlich schlechter als die bei der direkten Betrachtung durch die Okulare, da mache ich vermutlich einen Fehler...
Das Buch von Grosser kenne und schätze ich, insbesondere wegen der prägnanten Beschreibungen. Die Verwendung von Glycerin oder Ethanol habe ich tatsächlich getestet, aber ziemlich schnell (wahrscheinlich zu schnell) wieder aufgegeben.

Ohne Nachbearbeitung sollte bedeuten, dass ich keine Bildbearbeitung durchgeführt habe. Dass durch Kamera und/oder Software Änderungen vorgenommen werden, ist natürlich richtig. Und ja, ich habe länger als 2 min für die Präparate gebraucht  :)

Den Hinweis mit polarisiertem Licht und angefeuchtetem Präparat werde ich gerne ausprobieren, der Schleier stört mich nämlich auch.

Viele Grüße,
Marcus