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Trypanosomen

Begonnen von peter-h, Januar 21, 2017, 14:42:24 NACHMITTAGS

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peter-h

Liebe Mikroskopiker,

lang lang ists her dass ich 1979 bei Dieter Gerlach in Erlangen einen Kurs belegte und mich noch gut an ihn erinnern kann. Zum großen Glück habe ich die selbst hergestellten Präparate noch gut aufbewahrt. Und so wollte ich doch noch einmal sehen, was mit guten Objektiven und heutiger Fototechnik zu dokumentieren ist.
Trypanosomen sind zum Glück in unseren Breiten nicht sehr häufig und so kann ich hoffentlich mit diesen Bildern einen kleinen Beitrag leisten.







Alle Aufnahmen sind Einzelbilder, Olympus SPlanApo 100/1,40 mit immergiertem Kondensor NA 1,4
Bilder 2 + 3 mit Vergrößerungswechsler 1,5x , Projektiv NFK 1,67x , Canon 450D , nachbearbeitet.
Präparat mit Giemsa Färbung in Caedax eingedeckt ( fast 40 Jahre alt ! )

Ein schönes Wochenende und Grüße
Peter


ruhop

Hallo, Peter.

Da werden Erinnerungen wach! Protozoenkurs im Tropeninstitut: Trypanosomen frisch aus der Maus.

Dauerpräparate haben wir damals nicht gemacht. Leider. Dafür sind die von Dir Gezeigten um so schöner. Vielen Dank fürs Zeigen.

Holger

Alfons Renz

Lieber Peter,

Dass Trypanosomen hierzulande selten seien, trifft glücklicherweise nur für die pathogenen Arten im Mensch und Nutztier zu!

Apathogene Arten wie Trypanosoma theileri in Rindern, Tr. avium in Vögeln und Tr. carassii in Fischen (Karpfen, Döbel) sollen nämlich recht häufig vorkommen. Ich habe solche Trypanosomen auch schon in einer Zecke aus dem Schönbuch beobachtet. In unseren Kamerun ist mehr als die Hälfte befallen!

Es lohnt sich also durchaus, Blut von Wildtieren, Vögeln und Fischen - wenn immer verfügbar - auf solche Parasiten zu untersuchen! Am besten durch Mikroskopieren der frischen Buffy-Schicht nach Zentrifugieren in der Haematokrit-Zentrifuge: Das Röhrchen an der Grenze zwischen Erythrozyten und Serum brechen und die Grenzschicht (Buffy-coat) mit den Weißen Blutzellen unter einem Deckglas bei 40-facher Vergrößerung und Phasenkontrast durchmustern. Die Trypanosomen und ev. vorhandene Mikrofilarien verraten sich durch ihre Bewegungen.

Viel Erfolg und herzliche Grüße,

Alfons

d65

Hallo Peter,

whow, ich hätte nicht gedacht, dass da so viele von den Dingern im Blut rum schwimmen. Besonders gelungen finde ich das Bild mit dem Neutrophilen in der Mitte. Welche Spezies ist das? Mensch? Maus? Rind?

Gruß
Steffen