"Nach Golde drängt, …

Begonnen von Heiko, Januar 29, 2017, 23:23:07 NACHMITTAGS

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Heiko

... am Golde hängt doch alles!"

Hallo,

nicht als Tragödie, schon aber im Sinne des Verlangens sehe ich obiges Zitat, nachdem Reinhard mich wieder einmal auf den Geschmack gebracht hatte: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=27756.0

Aus Königswasser (da hatte ich die erforderlichen und allenthalben angegebenen Konzentrationsvoraussetzungen durchaus überschätzt) und Blattgold ist schnell ,,Goldsäure" hergestellt.

Für die Rückreaktion musste ein Schnipselchen Kupferfolie herhalten. Die Reaktion erfolgte prompt und im Auflicht sind die ,,Goldflitter" mit dem 10er gut erkennbar:



Das Durchlicht zeigt Schlieren, die ich als Cassiusschen Purpur deute:



Größere Aggregationen muten fast kristallin an, hier mit dem 40er:



Bei x-Pol und dem 100er dann dieses Bild:



Für Fällungen des Tetrachloroaurats sollen Theobromin und Coffein geeignet sein. Für Coffein ist dies vollumfänglich zu bestätigen:





Viele Grüße,
Heiko

Schrodt

Guten Morgen Heiko,

das ist wieder eine interessante Serie !

Beste Grüße
Jürgen aus Hemer

Reinhard

#2
Hallo Heiko,

chemistry at it's best!
Freut mich, einen weiteren Kristallophilen gefunden zu haben.
Die Schönheit der Kristalle ist die eine Sache; die vielen Möglichkeiten, mit deren Hilfe interessante Nachweise zu führen, eine Weitere.
So kann man jetzt, wie von Dir hier demonstriert, mit Leichtigkeit auch das Coffein in einer nachmittäglichen Tasse Tee nachweisen, sofern man nur über etwas in Königswasser aufgelöstes Gold verfügt.  :D :D :D

viele Grüße
Reinhard
seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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limno

Hallo Heiko,
ich vermisse das "Goldbäumchen" als Gegenstück zum Silberbäumchen!  :'(  Zeig' es mir doch bitte!
Goldige Grüße und Dank
Heinrich
So blickt man klar, wie selten nur,
Ins innre Walten der Natur.

Heiko

#4
Liebe Goldsucher,

leider ist mein Tüpfel-Claim so ergiebig nicht, dass Goldbäume wachsen würden. Gülden Gesträuch kann ich natürlich gerne zeigen – nicht massiv, nur als Komplex Namens Zinkthiocyanatoaurat(III):



Viele Grüße,
Heiko


EDIT

Das schlechte Foto entfernt und durch ein weniger schlechtes ersetzt.


Heiko

Hallo,

als weiterer Nachweis von Gold(III) wird die Fällung mit Cäsium angegeben. Hier hadere ich nun etwas mit GEILMANN und KEUNE, denn bei all meinen Versuchen treten zwar sofort die angekündigten gelblichen Kristalle auf, aber viel kleiner und mit kaum erkennbarer morphologischer Ähnlichkeit zu denen, die bei den oben genannten Autoren abgebildet werden. Das so genannte Hemihydrat fand ich nur durch Zufall in einem schon eingetrockneten Präparat.


Cäsiumtetrachlor(id)oaurat(III), mikrokristalline Sofortfällung, 40er Obj.


Cäsiumtetrachlor(id)oaurat(III)-Hemihydrat, zeitverzögertes Kristallisat, 10er Obj.

Viele Grüße,
Heiko

Reinhard

#6
Hallo Heiko,

das erste Photo erinnert mich an Kristalle, die ich einmal im Rahmen der "Zerlegung" des Minerals "Liebigit" [ Ca2(UO2)(CO3)3 ] erhalten habe.
Es handelte sich in diesem Fall um NaUO2(CH3COO)3  (Natriumuranylacetat)



Obacht! Da hat Dir jemand Uran als Gold verkauft  :) :) :)

Spaß beiseite:  Keine Idee, was sich da gebildet hat. Wie sehen CsCl-Kristalle aus, wenn sie aus dem verwendeten Medium auskristallieren?
Würde aber vermuten, daß sie farblos sind. Das bedeutet viel Forschungsarbeit über's Wochenende! ;)


viele Grüße
Reinhard
seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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Reinhard

Nachtrag

beim Platin würde so "Ammoniumhexachloroplatinat" aussehen  (Keune 276) !
man könnte prüfen, ob es ein schwerlösliches Analogon für Gold gibt.

viele Grüße
Reinhard
seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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Heiko

Mach' mir keine Angst, Reinhard.

Aber vielleicht Silber, schließlich kann der Händler leicht 24 kt angeben ...

Und nach Cäsium-Silber-Aurat sehen die Kristalle eher aus.

Viele Grüße,
Heiko

Heiko

Hallo,

zur ,,Vernichtung" letzter Goldreste dient die Fällung mit Cäsiumchlorid und Kaliumiodid als Cäsiumtetraiod(id)oaurat(III).

Die kleinen intransparenten Kristalle erfordern das 16er bzw. 40er Objektiv:






Viele Grüße,
Heiko

Klaus Henkel

Zitat von: Heiko in Januar 29, 2017, 23:23:07 NACHMITTAGS
... am Golde hängt doch alles!"

Hallo,

nicht als Tragödie, schon aber im Sinne des Verlangens sehe ich obiges Zitat, nachdem Reinhard mich wieder einmal auf den Geschmack gebracht hatte: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=27756.0

Aus Königswasser (da hatte ich die erforderlichen und allenthalben angegebenen Konzentrationsvoraussetzungen durchaus überschätzt) und Blattgold ist schnell ,,Goldsäure" hergestellt.

Für die Rückreaktion musste ein Schnipselchen Kupferfolie herhalten. Die Reaktion erfolgte prompt und im Auflicht sind die ,,Goldflitter" mit dem 10er gut erkennbar:



Das Durchlicht zeigt Schlieren, die ich als Cassiusschen Purpur deute:



Größere Aggregationen muten fast kristallin an, hier mit dem 40er:



Bei x-Pol und dem 100er dann dieses Bild:



Für Fällungen des Tetrachloroaurats sollen Theobromin und Coffein geeignet sein. Für Coffein ist dies vollumfänglich zu bestätigen:





Viele Grüße,
Heiko

Hallo Heiko,
Warum kann ich Ihre Bilder nicht sehen? Leider habe ich Ihren Quellcode nicht so recht verstanden, was aber nicht viel besagt, weil ich einen früheren HTML-Code verwendet hatte.
Mein Browser: Seamonkey = Mozilla-Abkömmling.

Gruß
KH

Heiko

#11
Hallo Herr Henkel,

ob Ihr Browser Anstoß nimmt an dem ,,einem Grenzwert zusteuernden" Hoster www.directupload.net ?

Google Chrome und Microsoft Edge stehen jedenfalls auf Du & Du mit diesem ,,Werbegiganten".

Viele Grüße,
Heiko


Relativierung

Merke gerade, dass in etwas älteren Beiträgen die Fotos fehlen ...


Heiko

Hallo Herr Henkel,

auch auf die Gefahr spontaner Reinkarnation der verschwundenen Fotos – hier noch einmal die bei Ihnen fehlenden Exemplare:


Zinkthiocyanatoaurat(III)


Cäsiumtetrachloroaurat(III) bzw. die Silber-Mischvariante


Cäsiumtetrachloroaurat(III) als Hemihydrat



Cäsiumtetraiod(id)oaurat(III)

Viele Grüße,
Heiko