Leitz Ploemopak für Dialux

Begonnen von Piper, Oktober 05, 2009, 00:56:11 VORMITTAG

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Piper

Hallo,
ich habe vor einiger Zeit ein Leitz Dialux mit Ploemopak-Auflichtilluminator für Fluoreszenz bei Ebay erstanden. Zum Lieferumfang gehörte ein Lampenhaus 250 mit Quecksilberlampe HBO 200W (für die Auflichtanregung gedacht), zusätzlich ein Lampenhaus 100 mit regelbarer Halogenlampe.
Der Ploemopak enthält nur einen Filterblock I2 zur Blaulichtanregung. Habe durch viel Suchen im Web herausgefunden, dass dieser Block wohl dem Zeiss-Block 09 entspricht bzw. mit diesem identisch ist. Als Erregerfilter ist lt. meinen Informationen ein Bandpassfilter eingebaut (450-490 nm), der Sperrfilter blockt blockt Wellenlängen unter 515 nm.
Der Ploemopak enthält oberhalb der Filterblocks direkt unter dem Tubusbajonett, d.h. optisch hinter dem Sperrfilter eine schlitzförmige Öffunung von ca. 3 cm Breite, welche leer ist (offenbar zur Aufnahme eines nicht vorhandenen Filterschiebers gedacht). Das Lampenhaus 250 verfügt über 4 ein- und ausschwenkbare Filterhalter, welche ebenfalls leer sind. Vor dem Lichtauslass befindet sich im Lampenhaus eine runde farblose Scheibe, vermutlich ein Wärmeschutzfilter.
Ich habe vorsorglich, um meine Augen nicht zu schädigen, einmal das Lampenhaus 100 mit der Halogenlampe in Auflichtposition montiert und mit einigen Achromaten (keine Flouridsysteme!) einen Probelauf gemacht. Papierfasern von Beschriftungsetiketten meiner Dauerpräparate leuchteten auf (vermutlich wegen des Lignins in Papier?), ebenso einzelne Staubpartikel. Die Objekte selbst (ohne Eigenfluoreszenz) blieben logischerweise dunkel.
Nun einige Fragen an die Floureszenzianer und Leitzianer:
1. Können die Filterhalter im Lampenhaus 250 für Floureszenzbetrieb frei bleiben? Welche Filter könnte man dort sinnvoll einsetzen bzw. welche FIlter waren werksseitig vorgesehen?
2. Kann die schlitzförmige Filteraufnahme oberhalb der Filterwürfels in dem Ploemopak frei bleiben? Für was war diese gedacht?
3. Macht es Sinn, bei Verwendung des Filterblocks I2 vorsorglich in Eigenregie noch einen UV-IR-Cut-Filter in das Lampenhaus 250 einzubauen (z.B. von Baader-Planetarium, blockt alles unter ca. 420 nm und oberhalb etwa 680 nm, lässt aber langwelliges IR ab etwa 1130 nm wieder passieren)? Oder ist auch ein betagter Filterblock in einem Ploemopak noch in jedem Fall ohne sonstige Filter betriebssicher?
4. Ich habe im Forum gelesen, dass es zu dem Ploemopak auch einen Auflicht-Hellfeld-Block (HF-Filterblock) ohne Erreger- und Sperrfilter gibt. Diesen könnte ich doch sicherlich ohne Gefahr mit dem Lampenhaus 100 bei regelbarer Beleuchtung betreiben (für normales Auflicht). Weiß jemand, wie man an einen solchen HF-Block herankommen könnte bzw. könnte jemand mir einem solchen zum Kauf anbieten?
Über weitere Tipps und Anregungen freue ich mich natürlich auch.
Viele Mikrogrüße
Jörg Piper