Autor Thema: Schleifen mit dem Geigenbogen  (Gelesen 458 mal)

bergarter

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Schleifen mit dem Geigenbogen
« am: Mai 14, 2019, 16:19:42 Nachmittag »
grüß euch

als Ergänzung zu Ronalds schönem Video,
ein paar weitere Bilder
Ronalds Schleifmaus versuch ich mir mal aus weicherem und wärmeren Material ( Ebenholz, Pocknolz.... ) nachzubauen, da meine Finger sowieso schon vom  kaltem Metall ächzen.
 Weil  meine Frau andauernd rummeckerte das ich ihr den Ausguß verstopfe mit diesem Schleifpulver, habe ich mir wie im zweiten Bild zu sehen ist, ein Zwischenbad zu sauberspülen gebaut.
Die größe Glasplatte die ich hab ist ein von einem Glastisch, 10 mm dick, ca 60 Durchmesser.
 Ist für die feinen Pulver gedacht.

 Na ja, Ronald hat´s gut in Holland, hierzulande, was kann man da noch schleifen?
Hab mal gesehen, allein in Bayern über 1000 Geotope.
Alles was früher durch den  " Aufschluß " einem Buch mit den besten Aufschlüßen zu finden war, wird wohl heute verboten sein. Ist jetzt ein beschnittenes Hobby. Bleibt der Natursteinhandel, Fassaden , und die Friedhofsteinmetzen.....

grüß euch
 Gerd

« Letzte Änderung: Mai 14, 2019, 16:30:32 Nachmittag von bergarter »

Erik W.

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Re: Schleifen mit dem Geigenbogen
« Antwort #1 am: Mai 14, 2019, 19:16:53 Nachmittag »
Lieber Gerd,

hätte mir Bernhard von dieser Methode erzählt, so hätte ich es für einen Aprilscherz gehalten. Aktuell bezweifele ich ganz stark die Ergebnisse dieser Methode. Wie soll es damit möglich sein, einen zum Objektträger planparallelen Schliff zu erhalten?

Viele skeptische Grüße

Erik

bergarter

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Re: Schleifen mit dem Geigenbogen
« Antwort #2 am: Mai 14, 2019, 20:40:22 Nachmittag »
Hallo Erik
 
Saubere und planparallele Dünnschliffe sind nicht mein Ziel.
Ich hab auf diese Art  aber auch schon welche hingekriegt.
Ist das ein Keil, machts mir nix, denn ich habe sicher einige Gebiete die ich zeichnen kann.
Mir zerbrechen sie eher beim Umsetzen.
Ich hab dazu dieses Bügeleisen so ausgerüstet, das das geschliffene Plättchen von selber nach unter rutscht.
Das Ding hab ich letzten Herbst gemacht, und die ersten Steinplätchen mit denen ich das gemacht habe waren zu dünn, so das sie sich bogen, und später beim Schleifen gekrümmt aufgeklebt waren oder beim Kleben durch Druck zerbrachen.
 Aber warum soll man mit einem Geigenbogen nicht parallel schleifen können? So einer hat unten eine plan oder leicht gekrümmte Platte aus Plastik oder Perlmutt. Damit kann man sehr punktuell Druck ausüben.
Es kommt auch auf`s Gefühl an , das aber hab ich eher vom Spinnen.
Spinnen mit dem langen Auszug, gibt da einen gleichlautenden Film auf you tube.

grüß Dich
Gerd

« Letzte Änderung: Mai 14, 2019, 20:55:09 Nachmittag von bergarter »

Erik W.

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Re: Schleifen mit dem Geigenbogen
« Antwort #3 am: Mai 15, 2019, 19:39:58 Nachmittag »
Hallo Gerd,

vielen Dank für deine Antwort. Wenn du mit dieser Methode gut zurecht kommst, ist doch alles ok. Wie du schon schreibst ist es eigentlich egal ob die eine oder andere Ecke dann keilförmig ausläuft.
Vor gut fünf Jahren habe ich auch mal das Warmumbetten versucht, es ging ab und an gut und oft auch nicht. Irgendjemand gab mir den Tip, den Schliff zuvor mit Nagellack zu bestreichen, damit er nicht auseinanderfällt. Ausprobiert habe ich es nie.

Viele Grüße

Erik

plaenerdd

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Re: Schleifen mit dem Geigenbogen
« Antwort #4 am: Mai 15, 2019, 20:53:39 Nachmittag »
Hallo Namensfetter,
besten Dank für die Einblicke in Deine etwas eigenwillige Schleifmethode. Eine Frage habe ich noch:
Wieso setzt Du die fertigen Schliffe noch einmal um? Damit ist doch gemeint, dass sie auf einen anderen OT übertragen werden oder?
Beste Grüße
Gerd
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bergarter

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Re: Schleifen mit dem Geigenbogen
« Antwort #5 am: Mai 16, 2019, 08:30:31 Vormittag »
morgen Erik und Gerd

Früher wurden die fertigen Dünnschliffe auf einen ungebrauchten Objektträger übertragen.
Das hab ich bei:
D. W. Humphries: Methoden der Dünnschliffherstellung. Enke, Stuttgart 1994,
gelesen.
Die Schliffe kann man dazu mit etwas z. B. Nagellack  zur Verfestigung überziehen.
Humhries gibt an, das man  traditionell verdünnte  Kollodiumwolle  benutzte. Das wäre dann verdünnte Schiesbaumwolle, und das ist nix für mich, das wäre feuergefährlich. Ich erhitze ja fast bis 140 Grad.
Da ich auch zum plastikhassenden Bevölkerungsteil gehöre, ist mir Nagellack , der ähnlich aufgebaut, und noch dazu mit der üblichen Chemie versetzt ist, ebenso unangenehm.
Ich habe aber bisher nicht fertige, sonder noch etwas dickere umgesetzt.
-Wenn die ersten " Newtonschen Ringe " oder wie sie sonst heißen, anzeigen das das bald abgeht, zieh ich den Schkliff lieber gleich ganz ab und klebe neu.

mehr kann ich dazu nicht sagen.

grüß euch
Gerd
« Letzte Änderung: Mai 16, 2019, 08:58:07 Vormittag von bergarter »