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Diatomeen im Auflicht

Begonnen von sushidelic, September 30, 2019, 13:07:45 NACHMITTAGS

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sushidelic

Hallo Foristen,

angeregt durch interessante Ergebnisse der Mikroskopie-Gruppen auf Facebook habe ich einige Tests gemacht, eingebettete Diatomeen im Hellfeld-Auflicht zu fotografieren.
Bei allen Aufnahmen kam das Olympus PLAPON 60x/1.42 mit 2x Optovar und monochromatischem Auflicht @ 405nm zum Einsatz.
Die Methode eignet sich hervorragend, um feine Oberflächendetails abzubilden, da es sich um ein rein reflektives Verfahren handelt. So haben die resultierenden Bilder etwas von den Aufnahmen eines REMs, natürlich leider mit den physikalisch vorgegebenen Limitationen der Lichtmikroskopie.

LG Michael


Bob

Hallo Michael,
tolle Fotos und eine beeindruckende Auflösung! Ich dachte eigentlich, dass Facebook am aussterben wäre - muss ich da vorher doch mal reingucken?
Perfekt wären für solche Bilder natürlich Deckgläser mit Vergütung, das Licht geht ja gleich zwei Mal hindurch.

Viele Grüße,

Bob

Siegfried

Hallo Michael
Faszinierende Aufnahmen.
Und eine Anregung für mich.
Danke für's Zeigen.
   Gruß von Siegfried

Dr. Jekyll

Hallo Michael,

Da schließe ich mich Bob und Siegfried gerne an.
Die Auflösung ist wirklich super und die Motivwahl gelungen. Sehr schöne Fotos 👍
Beste Grüße
Harald

bernd552

Zitat von: sushidelic in September 30, 2019, 13:07:45 NACHMITTAGSSo haben die resultierenden Bilder etwas von den Aufnahmen eines REMs, natürlich leider mit den physikalisch vorgegebenen Limitationen der Lichtmikroskopie.

Hallo Michael,

gib es zu, Du hast eines ;)

Toll, was du so mit gerade noch sichtbarem Licht anstellst!!!

LG
Bernd

ps. schön, dass du hier im Forum wieder Zeit findest.

sushidelic

Danke für die Antworten!

@Bob - am besten funktionieren (wie bai Durchlicht auch) die Exemplare, die direkt unter dem Deckglas liegen. Dann gibt es durch interne Reflektionen sogar fast TIRF-artige Interferenzerscheinungen. Wäre mal interessant zu sehen, wenn man wirklich diese Reflektionen ausschalten könnte...

@Bernd - ich komme leider kaum ans Mikro, da es (noch ;) ) keinen festen Platz hat. Und zum Beobachten / Fotografieren jedesmal das Ding aus dem Schrank zu ziehen und die Peripherie aufzubauen, ist schon nervig. Hoffentlich ändert sich das mal, da ich zusätzlich hier an meinem neuen Standort am Bodensee deutlich mehr Möglichkeiten hätte, tolle Proben zu sammeln.

LG Michael

Alex H.

Hallo Michael,

das sind sehr interessante Bilder! Ich habe gar nicht gewusst dass im Auflicht so hohe Vergrößerungen möglich sind.
Kannst du bitte bei Gelegenheit mal ein Foto vom Aufbau mit der Peripherie zeigen?

Grüße
Alex
Botanik, vorrangig heimische Wildpflanzen, die Morphologie der Sporen, Pollen, Blüten, Früchte und Samen, Blütenökologie, Kryptogamen im Allgemeinen;
Stereolupe: optimiertes LZOS MBS-10; Mikroskop: gut ausgestattetes LOMO Biolam;

Rawfoto

Guten Morgen Michael

Du zeigst da mit Anne ja wieder ein nicht alltägliches Verfahren, finde ich super :)
Spannend das Du mit den Durchlichtobjektiven arbeitest.

Mich würde interessieren wie Du das Licht in die Auflichteinheit bringst, über den Lichtleiteranschluss?

Liebe Grüße
Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

sushidelic

#8
Hallo nochmal,

ein Bild des Aufbaus ist mir momentan zu chaotisch, da mache ich mal eines, wenn ich hoffentlich einen besseren Platz für das Mikroskop habe. Ist aber auch nicht spektakulär, im Prinzip ein Fluoreszenzaufsatz, der mit einem BF-Cube bestückt ist, der das Licht einfach direkt auf das Präparat und dann zum Okular/Kamera schickt. Als Lichtquelle diente ein normales 100w Halogen Lampenhaus (@Gerhard).

Ich habe jetzt zur Gaudi einmal eine HBO installiert und mit 365nm UV draufgeblasen, bringt nicht mehr wirklich viel (ausser einen Haufen Aufwand), aber das so entstandene das Bild einer weiteren Cymbella -Spezie stellle ich doch mal ein. Bildbreite ist 44µm. (Nicht wirklich ästhetisch, aber wie sagt man: Nicht schön, aber selten)

LG Michael


anne

Hallo Michael,
da kommt Freude auf - super!
lg
anne

Rawfoto

Hallo Michael

Wie bitte kommst Du mit den normalem Lampenhaus zu monochromatischen Licht ?!?
Ich habe das bisher nur von Zeiss als eigenes Lampenhaus mit 365 nm gesehen ...

Gespannte Grüße

Gerhard

PFS: theoretisch muss das ja auch mit einem Filter gehen der nur eine Wellenlänge durchgeht - kenne ich aber nur aus der Theorie
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

sushidelic

Hallo Gerhard,

Zitat von: Rawfoto in Oktober 01, 2019, 21:45:20 NACHMITTAGS
PFS: theoretisch muss das ja auch mit einem Filter gehen der nur eine Wellenlänge durchgeht - kenne ich aber nur aus der Theorie

Genau so habe ich es gemacht, beides mal mit Metallinterferenzfiltern. Die Bilder bei 405nm mit Halogen hatten ein Bandpassfilter mit 12nm Halbwertsbreite noch im Illuminator, also habe ich die Diatomeen schon mit monochromatischem Licht beleuchtet. Bei der 365nm - Variante hatte ich eine HBO angebracht, das Licht aber erst direkt vor der Kamera mit einem 6nm breitem Filter "gesäubert", also mit dem ganzen Spektrum drauf auf das Präparat. Ich habe hier den Filter erst an die letzte Stelle gesetzt, da ich jegliche Fluoreszenz damit direkt vor der Kamera blocken wollte.
Mit diesem Lichtweg wäre es alles andere als ratsam gewesen, direkt durch die Okulare zu blicken....

LG Michael

Carsten Wieczorrek

Hallo,

auch wenn das letzte Bild vielleicht nicht peferkt ist: die kleeblattartigen Öffnungen werden super und vor allen gleichmäßig/gleichartig abgebildet. Klasse!

Carsten
Für's grobe : GSZ 1
Zum Durchsehen : Amplival Hellfeld, Dunkelfeld, INKO, Phasenkontrast
Zum Draufsehen : Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Polarisieren : Amplival Pol u Auf-/Durchlicht
Für psychedelische Farben : Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : Epival Interphako

M.Butkay

Hallo Michael,

ich bin sprachlos..., wie Du es schaffst, an der Grenze des Auflösungsvermögens solche unglaublich guten Aufnahmen rausholst. Da kann mich ich mich nur meinen Vorrednern anschließen.

Diese Woche bekomme ich meine Auflichtobjektive für mein BX60. Bin gespannt was da ich da rausholen werde, oder kann!

Liebe Grüße,
Michael
Captain Kirk (Wächter des Plankton...)