Autor Thema: Deckgläser  (Gelesen 556 mal)

Eckhard F. H.

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Deckgläser
« am: Dezember 23, 2019, 08:14:17 Vormittag »
Hallo zusammen,
es steht wieder mal der Kauf von Deckgläsern an. Dazu eine Frage:
Haben DG Auswirkungen auf die Bildqualität oder ist es ziemlich egal, ob man billige oder teure kauft?
Gruß - EFH

knipser009

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Re: Deckgläser
« Antwort #1 am: Dezember 23, 2019, 18:22:19 Nachmittag »
hallo Eckhard

die meisten Objektive sind auf eine Deckglasdicke von 0,17mm gerechnet. Ausnahme : Objektive mit Deckglaskorrektur . Größere Abweichungen davon verschlechtern das Bild.

Ich habe mir vor 2-3 Jahren 5P a 100 Deckgläser als Chinaware gekauft und deren jeweilige Dicke mit Mikrometerschraube gemessen - geht rel schnell. Die für mich zu tolerierende Variation in der Dicke reichte von 0,15 - 0,18 mm ( 0,15 statt 0,16mm deshalb, weil sehr viele 0,15er dabei waren).

Der Ausschuss betrug ca 30%. Es waren im Originalpack Dicken von 0,11 - 0,21 dabei.
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

Bob

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Re: Deckgläser
« Antwort #2 am: Dezember 23, 2019, 18:52:13 Nachmittag »
Es waren im Originalpack Dicken von 0,11 - 0,21 dabei.

Hallo Wolfgang,
da haben sie Dir die Sparversion geschickt, meine waren sogar bis 0,25mm. ;D

Bei Verwendung mit Ölimmersionsobjektiv kann man ja bei dünneren Deckgläsern die Ölschicht etwas dicker halten. Zu dicke Deckgläser sind nichs, manche Objektive haben ja bei 0,17mm Deckglasdicke schon nur noch wenig freien Arbeitsabstand.

Aber mal was anderes: Bei älteren, keineswegs historischen Packungen von Objektträgern habe ich oft festgestellt, dass diese an der Oberfläche angegriffen sind. Das hat wohl mit dem verwendeten Kalk-Natron-Glas und dessen geringer Hydrolyseresistenz zu tun. Vereinzelt im Präparatekasten ergibt sich das Problem allem Anschein nach nicht. Bei Deckglas-Schachteln habe ich diesen Verfall auch fesgestellt, aber viel seltener. Also auch aus der Wahl des Glases heraus kann sich ein Qualitätsunterschied ergeben. Und wer die Dicke nicht halbwegs einhält, dem ist auch zuzutrauen, dass er ungeeignetes Glas verwendet.

Viele Grüße,

Bob

Eckhard F. H.

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Re: Deckgläser
« Antwort #3 am: Dezember 23, 2019, 19:13:22 Nachmittag »
Zitat
Der Ausschuss betrug ca 30%. Es waren im Originalpack Dicken von 0,11 - 0,21 dabei.

Hallo Wolfgang,
ich dachte bezüglich Einfluß auf die Bildqualität nicht so sehr an generelle Dickenabweichungen. Solche DG lassen sich ja aussortieren, sondern vielmehr an Dickenabweichungen innerhalb eines Deckglases. Vielleicht rede ich auch wie ein Blinder von Farben, denn zwischen DG und OT ist bei mir eh immer Wasser und da spielt eine konstante Dicke über das gesamte DG wohl nicht die Rolle wie Trockenpräparaten hoher Vergrößerung. Ich kann mir aber vorstellen, dass das bei Dickenabweichungen innerhalb eines DG anders wäre, vor allem dann, wenn die Dickendifferenzen eng beieinander liegen. Sorry, ich habe noch nie eine Deckglasdicke gemessen.
Gruß - EFH