Autor Thema: Männernetz und Frauennetz  (Gelesen 296 mal)

plaenerdd

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Männernetz und Frauennetz
« am: Februar 08, 2020, 21:39:43 Nachmittag »
Hallo,
heute stelle ich zwei verschiedene Netze gegenüber:
1. ein typisches Männernetz: Siebdruckgaze, wie ich sie für den Bau von Planktonnetzen verwende. Sie ist klar und einfach strukturiert. Damit fangen Männer kleine Wasserlebewesen.
2. Wie trickreich und kompliziert dagegen die Netze, mit denen Frauen Männer fangen: Die Damenstrupfhosen (Danke Alex, für die Anregung!). Je nach Beinregion finden sich unterschiedliche Strickmuster.
Alle Bilder sind Einzelaufnahmen mit X-Pol ohne Kompensation.
Beste Grüße
Gerd
« Letzte Änderung: Februar 08, 2020, 21:52:05 Nachmittag von plaenerdd »
Fossilien, Gesteine und Tümpeln mit
Durchlicht: CZJ-Nf mit Phv, Pol, DF, HF; Auflicht: VERTIVAL, Stemi: MBS-10; Inverses: Willovert mit Ph

bergarter

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Re: Männernetz und Frauennetz
« Antwort #1 am: Februar 08, 2020, 22:21:13 Nachmittag »
ja Gerd
 
das liegt an der textilen Natur.
So ein Fangnetz ist ja nur ein stupider Käfig.( männlicher natur ? )

Die Schlingen drunter sind aber schon etwas beweglicher .

grüße
Gerd

mikropit

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Re: Männernetz und Frauennetz
« Antwort #2 am: Februar 08, 2020, 22:32:44 Nachmittag »
Nun, Damenstrümpe werden aus verschieden feinen Garnen hergestellt.Das Mass ist "DEN". Ich tümple nur mit solch einem selbstgebauten Planktonfänger.

Google Ergebnis:
Welche Bedeutung hat die DEN-Angabe bei Strümpfen?
Im Grunde ist das ganz einfach erklärt: Je geringer die Zahl desto transparenter und feiner ist das Produkt. Je höher die DEN-Zahl desto blickdichter fällt der Strumpf aus. Strumpfhosen mit 40 DEN sind in der Regel semi-blickdicht. Strumpfhosen mit nur 8 DEN sind dagegen nur ein Hauch und besonders fein gearbeitet. Blickdick sind besonders Feinstrümpfe ab 50 DEN, durch die keine Haut mehr durchschimmert.

vG Peter

mikropit

Bob

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Re: Männernetz und Frauennetz
« Antwort #3 am: Februar 09, 2020, 08:32:26 Vormittag »
Hallo Gerd,
danke für den interessanten Vergleich! Fürs Planktonfischen dürfte das Siebdruckgewebe auch deshalb günstig sein, weil es aus Einzelfäden besteht, und die Kreuzungspunkte verschweißt und die Öffnungen so unveränderlich sind. Dadurch bietet sich weniger Gelegenheit, dass sich etwas im Netzmaterial verfangen kann, was man dann von Probe zu Probe verschleppt.

Ich hatt hier schon einmal solche Gewebe gezeigt, z.T. mit etwas komplizierterem Aufbau: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34738.0

Viele Grüße,

Bob