Autor Thema: Bleichen botanischer Schnitte  (Gelesen 322 mal)

jako_66

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Bleichen botanischer Schnitte
« am: Mai 03, 2020, 20:06:27 Nachmittag »
Liebe Foristen,

wie bleicht Ihr denn Eure botanischen Schnitte?

Habe Versuche unternommen mit DanKlorix 1:2 verdünnt 1-2 min auf den Objektträger bei 30°C. Länger heißt "Schnitt-ade". Fixiert sind die Schnitte mit einem Heißluftföhn (Danke Alf!) auf entfetteten Objektträgern. Trotzdem sind noch Reste im Zellinneren zu sehen. Schnittdicke 15-20 µm, Nachbehandlung mit 3%iger Essigsäure.

Dank` Euch vorab & viele Grüße

Sven

jako_66

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Re: Bleichen botanischer Schnitte
« Antwort #1 am: Mai 17, 2020, 18:58:54 Nachmittag »
Hallo zusammen,

habe heute eine Methode zum Bleichen gefunden, die für mich ganz gut funktioniert:

1 min DanKlorix (1:3 mit dest. Wasser verdünnt, Zugabe von 1 g KOH pro 100 ml) bei 42°C, 3 x mit dest. H2O waschen, Zugabe von 3-4 Tropfen 3%iger Essigsäure und Auswaschen mit Wasser. Weiter nach dem Färbeprotokoll verfahren.


Das erste Foto zeigt den Paraffinschnitt eines Stieles Littetari caduta (Leitz Grundschlittenmikrotom, 20 µm, sequenzielle R2A-Färbung, Euparal) ohne Bleichung.

Auf dem zweiten Foto ist die (Über)-Verbesserung durch die Bleichung zu sehen (auch Leitz Grundschlittenmikrotom, 15 µm, W3ASim III, Euparal). Die Schnitte kommen vom gleichen Block und wurden hintereinander geschnitten. Die Epidermis ist auf weiteren gefärbten Schnitten ohne Bleichung durchgehend in Ordnung. Wenn mit Alcianblau bei Raumtemperatur gefärbt wird, sieht es mit der sequenziellen Färbung in etwa so aus wie die Simultanfärbung. Da ich das Blau gerne mag, färbe ich mit Alcianblau 2 min bei 40°C.

So wie es ausschaut liegt das Optimum wohl in der Mitte...

Die nächsten Versuche werden mit einer stärkeren Verdünnung durchgeführt.


Viele Grüße


Sven
« Letzte Änderung: Mai 17, 2020, 22:42:38 Nachmittag von jako_66 »

jako_66

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Re: Bleichen botanischer Schnitte
« Antwort #2 am: Mai 20, 2020, 18:18:11 Nachmittag »
Hallo zusammen,

beim Lesen im Romeis gestern kam mir der Gedanke, dass eventuell die Proben überprozessiert sein könnten? Rhodamin B zieht selbst bei sehr kurzen Einwirkzeiten um die 1 min sehr stark auf. Vielleicht Artefakte durch Formalinniederschäge oder noch Wasser im Schnitt? Das ist bei diesem Block wie auch beim ersten Block mit einem Thuja-Präparat so gewesen.

Viele Grüße

Sven
« Letzte Änderung: Mai 22, 2020, 16:30:31 Nachmittag von jako_66 »