Reparatur eines 63x Objektives

Begonnen von rekuwi, November 14, 2009, 18:26:50 NACHMITTAGS

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rekuwi

Liebe Mikroskopiker/innen,

ich habe ein 63x NPL Fluotar Objektiv mit Deckglasdickenausgleich von Leitz. Leider ist der Deckglasdickenausgleich defekt. Ich bekomme es nicht hinreichend scharf eingestellt.
Bei Leica versprach man mir einen für mich kostenlosen Kostenvoranschlag zur Reparatur. Das nahm ich wahr und bekam dann die Nachricht das es 847,30 € kosten würde.  :o
Das war mir natürlich zu viel Geld.

Nun meine Frage: kennt jemand jemanden der das günstiger machen kann, würde?

Liebe Grüße
Regi

Nomarski

Hallo Regi,

in wiefern äußert sich das "nicht hinreichend" scharfgestellt? Läßt sich der Korrekturring nicht bewegen, weil total festgeharzt? Desweiteren lassen sich mit einem solchen Objektiv nur Objekte scharfstellen, die sich sehr nahe an der Deckglasoberfläche befinden. Ansonnsten wird sehr schnell der Objektschutz aktiv. Wenn der allerdings auch festgeharzt ist, könnte das auch die Unschärfe erklären.

Viele Grüße
Bernd

rekuwi

Lieber Bernd,

es ist alles beweglich, nichts verharzt.

Grüßle
Regi

Nomarski

Hallo Regi,

und sauber hoffentlich auch. Ich habe ein ähnliches Objektiv, das Plan-Neofluar 63x von Zeiss, das ist sehr empfindlich gegen Verschmutzung. Aber eine Frontlinsenreinigung dürfte nicht mit 847,30 € zu Buche schlagen.
Ob vielleicht innen irgendwelche Linsen delaminiert sind?

Grüßle
Bernd

rekuwi

Lieber Bernd,

ob Linsen delaminiert sind weiß ich nicht. Wie stelle ich das fest?
Ein guter Bekannter (gelernter Optiker, er mikroskopiert selbst) hat herausgefunden, daß die Deckglasdickeneinstellung defekt ist. Die "beste" Schärfe wird bei 0,11 mm erzielt. Das kann nicht sein da die Deckgläser 0,17 - 0,18 mm dick sind.
Fa. Leica vermutete noch das Linsen ausgetauscht werden müßten (falls Ersatz vorhanden!).

Liebe Grüße
Regi

Nomarski

Hallo Regi,

Delaminationen lassen sich mit dem Hilfsmikroskop erkennen.
Die Deckglasdickeneinstellung könnte vermutlich dejustiert sein, d.h. irgendwann einmal demontiert und nicht zusammengebaut wie es ursprünglich war. Ähnliches hat man, wenn man ein Fotoobjektiv zerlegt und die Schnecke beim Zusammenbau im falschen Gang sitzt. Dann kann man zwar noch im Nah- und Makrobereich fotografieren, aber nicht mehr in der Ferne, weil der Anschlag nicht mehr stimmt.
Ist das Bild bei 0,11 wenigstens sauber oder immer noch verwaschen?

Gruß
Bernd

rekuwi

Hallo Bernd,

auch bei 0,11 ist das Bild nicht wirklich scharf. Leider.

Grüßle
Regi

Nomarski

Hallo Regi,

Zitatauch bei 0,11 ist das Bild nicht wirklich scharf. Leider.

Und ich nehme mal an, daß sich 0,10 nicht einstellen läßt, da 0,11 schon am Anschlag ist.
Ohne das selbst vor sich zu haben, läßt sich weiter leider nur mutmaßen.

Gruß
Bernd

rekuwi

Lieber Bernd,

es geht mir auch nicht um eine Ferndiagnose. Wollte nur erfahren ob irgend jemand jemanden kennt der sich so eines armen Schätzchen annehmen kann und es reparieren würde.

Liebe Grüße
Regi

rekuwi

Liebe Mikroskopiker/innen,

freudige Mitteilung :D: mein 63x Objektiv ist erfolgreich repariert. Von einem lieben Teilnehmer dieses Forums!

habe mal zwei Bilder von Kieselalgen gemacht, jeweils nur eine Ebene, keine Nachschärfung. Ich habe nur den Farbstich entfernt und die Helligkeit erhöht.





Mit einer optimaleren Fotoadaption ließe sich noch mehr herausholen, der visuelle Eindruck am Mikroskop ist deutlich besser als auf diesen Fotos.

Liebe Grüße
Regi

Horst Isele

Hallo Regi

Was war den nun genau das Problem?

Gruss  Horst
das freundschaftliche Du ziehe ich vor

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Nomarski

Hallo Regi,

Glückwunsch zum geretteten Objektiv!

ZitatBei Leica versprach man mir einen für mich kostenlosen Kostenvoranschlag zur Reparatur. Das nahm ich wahr und bekam dann die Nachricht das es 847,30 € kosten würde.

Die Putzfrauen fahren dort bestimmt schon Mercedes oder Porsche. ;D

Gruß
Bernd