Autor Thema: Unbekannter Langschwanz  (Gelesen 404 mal)

Fraenzel

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Unbekannter Langschwanz
« am: Juni 26, 2020, 16:44:46 Nachmittag »
Hallo Experten des Mooses,
in einer älteren gewässerten Moosprobe fand ich dieses eigentümliche Gebilde. Hier half mir leider nicht der Streble/Krauter.
Ich hoffe ihr könnt helfen.
Mikrogrüße aus HH
Peter

auch ich mag das "Du"

Herbert Dietrich

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #1 am: Juni 26, 2020, 16:51:28 Nachmittag »
Hallo Fraenzel,

das erinnert mich an Ascosporen, eventuell Camaropella lutea?

Herzliche Grüße

Herbert

Alex H.

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #2 am: Juni 28, 2020, 06:44:57 Vormittag »
Hallo Peter,

hast Du schon herausgefunden was Du da fotografiert hast? In FOTT, Algenkunde (1971) hab' ich eine Zeichnung gefunden die dem Gebilde auf Deinem Bild sehr ähnlich sieht. Google mal nach Korshikoviella, vielleicht handelt es sich um eine Grünalge dieser Gattung.

Grüße
Alex
Ich befasse mich mit der Botanik, vorrangig mit der Morphologie der Blüten, Samen und Früchte der Spermatophyta und mit Kryptogamen.
Stereolupe: LZOS MBS-10; Mikroskop: bressergelabeltes, gut ausgestattetes LOMO Biolam

Fraenzel

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #3 am: Juni 28, 2020, 10:31:45 Vormittag »
Hallo Alex,
da ich bisher keine weitere Identifizierung erhalten habe hatte ich mich mit Herberts Vorschlag "abgefunden". Deinen Vorschlag habe ich in der Algae Database gefunden. Hier fand ich folgenden Vermerk: Taxonomic status: currently recognized as a distinct genus. Diesen Satz erkläre ich mir so, dass diese Taxa möglicherweise ausgestorben ist.
Ich habe in meiner Moosprobe noch ein weiteres Exemplar gefunden und mit dem 40iger Objektiv abgelichtet.
Mikrogrüße
Peter
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Alex H.

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #4 am: Juni 28, 2020, 10:37:11 Vormittag »
Hallo Peter,

Hier fand ich folgenden Vermerk: Taxonomic status: currently recognized as a distinct genus. Diesen Satz erkläre ich mir so, dass diese Taxa möglicherweise ausgestorben ist.

Das heißt auf deutsch: Taxonomischer Status: derzeit als eigenständige Gattung anerkannt

Grüße
Alex
Ich befasse mich mit der Botanik, vorrangig mit der Morphologie der Blüten, Samen und Früchte der Spermatophyta und mit Kryptogamen.
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Fraenzel

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #5 am: Juni 28, 2020, 10:50:28 Vormittag »
Hallo Alex,
da habe ich distinct und extinct durcheinander gebracht, danke.
Gruß
Peter
auch ich mag das "Du"

Fraenzel

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #6 am: Juni 29, 2020, 11:09:07 Vormittag »
Dank eines sehr erfahrenen schweizer Mikroskopikers konnte mein "Langschwanz" als Rostpilzspore der Gattung Phragmidium sicher identifiziert werden. Hier half eine Abbildung in dem Buch von Gustav Lindau, Die Mikroskopischen Pilze. Die Art konnte ebenfalls als Phragmidium rubi idaei bestimmt werden, eine Pilzspore auf Himbeeren.
Mikrogrüße
Peter
« Letzte Änderung: Juni 29, 2020, 14:56:32 Nachmittag von Fraenzel »
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Herbert Dietrich

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #7 am: Juni 29, 2020, 12:03:04 Nachmittag »
Hallo Peter,

Vielen Dank für die Mitteilung. Da lag ich mit Pilzspore, zwar Ascomyceten-Spore vermutet, gar nicht so schlecht.
Vor Pilzen habe ich großen Respekt, das ist ein Fass ohne Boden. aber durch diesen "Langschwanz" bin ich auf ein interessantes Buch gestoßen:
Faszinierende Pflanzenpilze: Erkennen und Bestimmen von Julia Kruse. Vielleicht sind die Rostpilze ein überschaubares Gebiet zum Einstieg.
Schau mer mal, dann seh mer scho :)

Herzliche Grüße
Herbert

Fraenzel

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #8 am: Juni 29, 2020, 14:47:44 Nachmittag »
Moin Herbert,
ja für die Erstbestimmung gebührt dir ein besonderer Dank.
Mikrogrüße
Peter
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Heiko

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #9 am: Juni 29, 2020, 22:15:26 Nachmittag »
Hallo Peter,

vorsichtige Zweifel. Phragmidium rubi-idaei sieht so aus:



Viele Grüße,
Heiko

Fraenzel

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Re: Unbekannter Langschwanz
« Antwort #10 am: Juni 29, 2020, 22:27:00 Nachmittag »
Hallo Heiko,
vielen Dank für deinen Kommentar. Die dunkelbraune Färbung ist offensichtlich bei Phragmidium recht häufig anzutreffen. Ob die hellere Färbung bei meinem Exemplar an der langen Lagerung (ca. 3 Wochen) liegt oder am Kontakt mit dem Moor bedarf weiterer Klärung. Vielleicht hat ja ein erfahrener Pilzler weitere Vorschläge.
Mikrogrüße
Peter
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