Amphipleura pellucida in ZRax von Peter - Versuch im Hellfeld

Begonnen von Bob, März 22, 2021, 19:43:50 NACHMITTAGS

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piu58

Lieber Carlos,

das was du schreibst, ist zweifelsohne richtig und ein gut verständlicher Text des Phänomens.

Die abbildende Optik und dessen Blende ("effektive Blende") kommen isn Spiel bei Veränderung der Kamerabrennweite. Das bedeutet dann aber auch, dass nur ein Teil des Präparates abgebildet wird, und dieser Teil sich von Format zu Format unterscheidet.

Oder anders: Wenn ich dieselbe Kamerabrennweite benutze, dann merkt der Strahlengang gar nicht, was für ein Sensor hinten dran ist. Die Leuchtdichte bleibt gleich. Wenn ich dies aber tue, dann benutze ich bei kleineren Sensoren nur einen Ausschnit des Bildfeldes.

Wenn ich die Brennweite der Kameralins so einrichte, dass das Bild den Sensor gerade ausfüllt (wie man es wohl normalerweise macht), dann steigt die Leuchtdichte auf dem Sensor. Mit ihr steigt auch die effektive Blende (die Blendenzahl wird kleiner), und das muss auch so sein. Es hängt ja alles zusammen.
Bleibt dran, am Okular.
--
Uwe

Aljoscha

Auch ich hatte das Glück ein wunderschönes Präparat von Peter Höbel zu bekommen.

Ich habe mich fotografisch daran versucht. Das Ergebnis meiner anfängerhaften Bemühungen ist dieses:


Rawfoto

Guten Morgen

Die ,, 24 x 36 =  864 Quadrat-Zentimeter" hätte ich gerne, die würden meine digitale Hasselblad adabsurdum führen :P

Was ihr bei euren Betrachtungen noch nicht berücksichtigt sind die Mikrolinsen vor dem Sensor die sich in den letzten Jahren immer mehr verbreiten.Dann gibt es ja auch noch die unterschiedlich großen sensorpixel die auch bei der Betrachtung der auftreffenden Lichtmenge pro Pixel eine Rolle spielen.

Dann gibt es noch die unterschiedliche Lichtdurchlässigkeit der vor dem Sensor liegenden Filterschichten ...

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Carlos

#18
Hallo Gerhard,
Du hast natürlich recht! Ich habe übersehen, dass das Komma fehlt! Es muss heißen: ,, ... 2,4 x 3,6  = 8,64 Quadrat-Zentimeter . Damit fällt 8,64 x mehr Licht ...". Sorry, ich habs geändert!
Deine Hinweise auf andere, belichtungswirksame Faktoren sind natürlich für eine genauere Abschätzung auch zu berücksichtigen. Es würde mich allerdings sehr wundern, wenn diese die Unterschiede zwischen einer Vollformat- und CMOS-Okular-Kamera aufheben.
Gruß Carlos

regulus56

Hallo Aljoscha,
dein Foto zeigt doch schon eiges.
Vielleicht teilst Du uns ja noch mit, mit wecher Technik ( Mikroskop, Objektiv, Art der Beleuchtung, ....... ) dieses Bild entstand.
Gruß vom Klaus
,,Ich weiß, dass ich nichts weiß"
Und gern per Du.

Aljoscha

Zitat von: regulus56 in März 27, 2021, 09:43:46 VORMITTAG

Vielleicht teilst Du uns ja noch mit, mit wecher Technik ( Mikroskop, Objektiv, Art der Beleuchtung, ....... ) dieses Bild entstand.


Das Mikroskop ist ein Hund V300 mit Objektiv Will A40/0.65 Ph. Als Kamera wurde eine Canon EOS R verwendet. Diese wurde mit einem einfachen Adapter ohne Optik am Okulartubus befestigt. Die Aufnahme entstand im Phasenkontrast und besteht aus 20 Einzelbildern, Schrittweite 2 Mikrometer, die ich mit Helicon Fokus gestackt habe. Der dunkle Hintergrund ist erst durch die Bildbearbeitung in Photoshop entstanden.

Peter Reil

Hallo Aljoscha,

nur vermag ich keine Amphipleura pellucida zu erkennen.

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Bob

Hallo Peter,
da muss Du nur genau hingucken - genau in der Mitte ist sie, und wird zart dargestellt wie sie ist ihrem Namen gerecht.

@Alexander: Die Amphipleura pellucida ist eine ganz feine Diatomee, die sich gerade eben so mit dem Lichtmikroskop auflösen lässt. Falls an Deinem Mikroskop auch ein 100:1 Ölimmersionsobjektiv ist, wäre es einen Versuch wert, sie damit aufs Korn zu nehmen. Schiefe Beleuchtung kann es erleichtern, sie aufzulösen.

Viele Grüße,

Bob

Peter Reil

Hallo Bob,

danke für deinen Hinweis, du hast Recht. Wenn ich schräg auf den Monitor schaue, kann ich tatsächlich zart was erahnen.

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Aljoscha

Hallo,

Ich hatte mich nicht auf diese konkrete Spezies konzentriert, sondern einfach eine attraktive Stelle aus diesem schönen Präparat ausgewählt und versucht, sie fotografisch zu erfassen. Meine nicht vorhandene Fachkenntnis über Diatomeen spielt da mit.

Ich werde mal mit dem 100er versuchen, eine Amphipleura pellucida abzubilden. Phasenkontrast habe mit diesem Objektiv leider nicht zur Verfügung. Das geht an meinem Mikroskop nur mit dem 20er und dem 40er.

Viele Grüße

Alexander