Autor Thema: Präparation von Schaumstoffen / geschäumten Polymeren  (Gelesen 300 mal)

SoSFishBone

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Präparation von Schaumstoffen / geschäumten Polymeren
« am: August 12, 2021, 17:43:36 Nachmittag »
Guten Tag zusammen,

kennt sich vielleicht einer mit der mikroskopischen Untersuchen geschäumter Kunststoffe bzw. Schaumstoffen aus? Vor allem was die Vorbereitung und Präparation betrifft?

Es gilt, sehr kleine und dünne Schnitte zu erzeugen, um dessen Zellstruktur / Blasengestalt zu untersuchen und auszuwerten. Die Theorie besagt, dass es einige Mikrotome von Leica existieren, mit denen sind auch bei Kunststoffen sehr dünne Schnitte (1-30 um) möglich. Nur solche Geräte sind realtiv teuer für den privaten Bereich. Aktuell fertige ich Quer- und Längsschnitte von geschäumten Kunststoffen mit einem Rasiermesser von einer Dicke bis 0,05 mm, aber die Proben reißen teilweise auf, es entstehen Schlieren, es verschmiert und somit wird die Oberfläche und die Probe ein wenig deformiert, sodass die Schnitte auch krum werden und für die Lichtmikroskopie unbrauchbar sind. Dieses Problem könnte man z.B. mit Stickstoff-Kühlung unterbinden, also die Proben auf -40 Grad kühlen und dann erst mit der Rasierklinge schneiden. Hat jemand da Erfahrung gemacht bzw. kann man Stickstoff für solche Anwendung privat kaufen? Idealweise kombiniert man Stickstoff-Kühlung mit so einem Mikrotom von Leica, aber gerade letzteres wäre für mich zu teuer. Also wer vielleicht Erfahurngen damit hat oder wenn Bedarf an einer weiteren Erläuterung besteht, gerne hier drunter schreiben. Danke.

Fraenzel

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Re: Präparation von Schaumstoffen / geschäumten Polymeren
« Antwort #1 am: August 12, 2021, 21:32:17 Nachmittag »
Hallo,
willkommen hier im Mikroforum. Mein Vorschlag wäre statt einer Kühlung mit flüssigem Stickstoff könnte ich mir das mit festem Trockeneis (Kohlendioxid) vorstellen. Zum Schneiden reichts bei mir über eine Rasierklinge nicht hinaus.
Mikrogrüße
Peter
auch ich mag das "Du"

plaenerdd

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Re: Präparation von Schaumstoffen / geschäumten Polymeren
« Antwort #2 am: August 12, 2021, 23:21:44 Nachmittag »
Hallo,
auch von mir ein herzliches Willkommen!
ich würde mal probieren, die Schaumstoffe in ein Einschlußmittel einzuschließen. Das geht natürlich nur, wenn die Hohlräume offen und in Verbindung sind. Dann kann man 2-K-Kunstharze mit einer rythmischen Vakuumierung in die Hohlräume bringen bzw. die Luft heraus. je nach Kunstharzhärte kann man dann Dünnschnitte oder Dünnschliffe herstellen.
Was soll denn beobachtet werden? Eventuell reicht auch eine Auflichtbeobachtung eines Anschnitts, um die notwendigen Informationen zu gewinnen.
Beste Grüße
Gerd
« Letzte Änderung: August 12, 2021, 23:24:07 Nachmittag von plaenerdd »
Fossilien, Gesteine und Tümpeln mit
Durchlicht: Olympus VANOX mit DIC, Ph, DF und BF; etliche Zeiss-Jena-Geräte,
Auflicht: CZJ "VERTIVAL", Stemi: MBS-10, CZJ SMXX;
Inverses: Willovert mit Ph