Restauration eines "Leitz Sm-Lux" bitte um hilfe

Begonnen von revnu, Dezember 28, 2009, 18:18:41 NACHMITTAGS

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revnu

hallo allerseits im forum Smile

ich habe mir neulich ein mikroskop geleistet und wollte mich nun daran machen es zu "reanimieren".
ich bin jetzt "einer von euch" Laughing

ich arbeite mich auch schon soweit es mir die zeit ermöglicht in die mikrofibel ein (ist ja ein sehr nützliches werk:) )

das mikroskop, welches ich erworben habe ist dieses

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=160387067654&ssPageName=ADME:X:RTQ:DE:1123

ein LEITZ WETZLER SM-LUX

das einzige welches ich mir leisten konnte, welches für den preis eine einigermassen gute qualität hat.

lasse mich da aber auch gern eines besseren belehren...auch wenns es wehtuen könnte...mag mein mikroskop nämlich sehr.

habe allerdings auch schon gehört, dass es von einem erfahrenen user als "trübe funzel" bezeichnet wurde....das hat mir wenig mut gemacht.

warum ich diesen treat überhaupt schreibe:

erstmal um alle hier im forum zu bergrüßen....dann würden mir alle erfahrungswerte weiterhelfen die ich bekommen kann.

die triebe von meinem leitz sind eher mäßig erhalten. sie quietschen. man merkt einfach, dass das nicht richtig gefettet sein kann.

eine profesionelle reinigung sprengt mein budgee leider. deswegen muss ich es selber versuchen. traue mir einiges zu was mechanisches geschick angeht.

aber habe auch gehört, dass es je nach modell zu erheblichem aufwand kommen kann.

HAT JEMAND ERFAHRUNGEN DAMIT WIE MAN DIE TRIEBE BEIM SM-LUX PROFESSIONELL WIEDER FIT BEKOMMEN KANN ??

habe auch vor alle objektive und das okular nach dem prinzip wie es in der mikrofibel erklärt ist, zu reinigen. die haben es bitter nötig.

also ich bin zwar noch relativ unerfahren. aber generell macht das mikroskop einfach einen eindruck, als ob es lange keine liebe mehr gesehen hat, man es aber durch die richtigen kniffe wieder in den ursprungszustand zurückversetzen kann...mal abgesehen von einigen nicht abwendbaren materialabnutzungen.

ich würde gerne blutuntersuchungen zu forschungszwecken machen. aber eher semiprofessionell aus eigeninteresse. aber hierzu muss ich wie gesagt das mikroskop erstmal reanimieren.

funktionieren tut es ....habe mir mal meine spermien angeguckt, weil es auf anhieb das interessanteste war, was mir einfiel, um das mikroskop überhaupt einmal zu testen. mit 1000x öl macht das schon was her. faszinierend diese kleinen fiecher Smile


aber ich will mal nicht abschweifen.

würde das mikroskop verdammt gerne auf dunkelfeld umrüsten.
habe gehört, dass man mit provisorischen aperaturen auch erstaunlich gute resultate ereichen kann. ich denke da gerade an so etwas wie ein "externes stativ" welches man fixieren kann. also quasi den vorhandenen kondensor entfernen, einen dunkelfeldkondensor einer belibigen marke dann an das mikroskop dranbasteln.
wenn ich da sehr penibel und durchdacht arbeite hätte das doch evt eine chance ...oder?

prinzipiell geht es mir darum den effekt zu erreichen (zb wesentlich bessere kontrastmöglichkeiten, bei der beobachtung von microorganismen). wenn es nicht schön aussieht, bzw etwas unpraktisch ist...dafür aber funktioniert ist das alles was ich will. mein budgee ist wirklich sehr winzig, bis nicht vorhanden...aber mein wille und taten/erfindungsdrang ist groß.



.....

werde mich später noch in den laden für medizinischen bedarf machen und gucken ob ich die sachen zur linsenreinigung bekomme

mikrofibel sagt:

chemisch reine augenwatte

hochgereinigtes, besonders flüchtiges (schnell verdunstendes)
rückstandsfrei trocknendes wundbenzin mit siedepunkt 40-60 grad


mal sehen, ob ich das auftreiben kann.

mir gehts aber gerade auch um die reinigung der triebe. wo bestell ich am besten das richtige fett ?

würde das sm-lux so gerne wieder butterweichgängig bekommen Smile

freue mich über alle tipps, weil ich ehrlich gesagt noch nicht weiß, was auf mich zukommt, wenn ich das mikroskop auseinander baue. nicht, dass ich dann erst den richtigen salat habe. könnte ja sein, dass es relativ simpel ist (wmoit ich nicht meine anspruchslos Wink )


Lg ünver

Piper

Hallo,

ein SM-Lux ist für einen Einsteiger mit knappem Budget m.E. eine gute Wahl. Die Leitz-Objektive aus dieser Zeit konnten im Bereich der Frontlinse gut mit Xylol gereinigt werden (bitte jetzt nicht um Aufschreie wegen der Giftigkeit...). Fett von Fingerabdrücken etc. gehen so nach eigener Erfahrung sehr effektiv weg. Auch die augenseitigen Linsen der Leitz-Okulare sind Xylol-fest. Die inneren Linsen sollte man, falls eine Reinigung nötig ist, mit destilliertem Wasser (oder weichem Leitungswasser) mit so wenig mechanischem Druck wie möglich reinigen. Das Eigengewicht einer weichen Taschentuchecke mag hier schon genügen. Wenn sich der Dreck auch an den Xylol-festen Linsen mit Aqua dest. gut entfernen lässt, genügt dies natürlich auch.

Für Dunkelfeld könnte ein gebrauchter Dunkelfeldkondensor gesucht werden, oder, man bastelt Ringblenden zum Anklemmen oder Einstecken in den Kondensor (auch solche gab es von Leitz,; sie sind aber nur selten zu finden).  Alternativ kann man im niedrigen oder mittlkeren Vergrößerungsbereich auch versuchen, einen Dunkelfeld-Effekt zu erzielen, indem man eine runde schwarze Pappscheibe von geeignetem  Durchmesser auf den Lichtdurchlass legt und mit der Höhenverstellung des Kondensors spielt.

Die teurere Lösung lautet: Phasenkontrast-Kondensor 402a nach Zernike. Dieser Kondensor ermöglicht Hellfeld, Dunkelfeld (meist Lichtblende Nr. 4) und Phasenkontrast (Lichtblenden Nr. 1-3). Für Phasenkontrast müssten natürlich noch Phasenkontrast-Objektive angeschafft werden.

Der monokulare Tubus könnte noch durch einen Bino-Tubus zum konfortableren Beobachten ausgetauscht werden (gibt´s so für EUR 50,00 immer wieder mal bei Ebay).

Der Koaxialtrieb ist meines Wissens sehr diffizil. Ich persönlich würde hiervon die Finger lassen, so lange sich die Optuik noch ordnungsgemäß fokussieren lässt. Wenn´s quietscht, vielleicht einen Hauch eines gering viskösen Öls für feinmechanische Teile vom Rand her in den Mechanismus einleiten. Habe hiermit aber selbst keine Erfahrung, ist also nur eine Idee.

Sollten einzelne Objkektive so ramponiert sein, dass man sie nicht verwenden kann, sind Ersatzobjektive für überschaubares Geld immer wieder zu haben, wenn man sich ein wenig umschaut und die Bucht beobachtet (auch die Planachromate NPL kosten nicht allzu viel)..

Hoffe, die paar Tipps helfen fürs Erste ein wenig weiter und wünsche viel Spaß mit dem guten Stück

Jörg Piper


Piper

Hallo,

noch schnell ein kleiner Nachtrag. Habe mir die Ebay-Fotos noch mal angesehen. Wenn ich die Einzelheiten dort richtig erkenne, scheint der Hellfeldkondensor leider nur über eine Hülsenfassung zu verfügen und nicht über eine Schlittenfassung. Meines Wissens existierten vom SM-Lux zwei Varianten, eine mit Hülsenfassung, gedacht für einfache Hellfelduntersuchungen und eine mit Schlittenfassung, gedacht für anspruchsvollere Beleuchtungsarten.

Sollte das Mikroskop keine Schlittenfassung für den Kondensor haben, kann der Phasenkontrast-Universalkondensor 402a nicht angebracht werden, und auch nicht die Original-Leitz-Dunkelfeldkondensoren mit Schlittenfassung. Dann bliebe nur die Möglichkeit, Fremdkondensoren mit vielleicht passender Hülsenfassung zu verwenden, oder auf Selbstbaulösungen auszuweichen.

Jörg Piper

Klaus Herrmann

#3
Noch eine kleine Ergänzung zum schon erkannten Problem "Funzel" da ist ein kleines 10W Birnchen drin - nicht mal eine Halogenlampe - die besonders bei Dunkelfeld etwas schwach auf der Brust ist. Ansonsten stimmt alles was Jörg Pieper sagt. Das ist ein solides Stativ.

Aber Enderlein-Blutuntersuchungen - habe den Wunsch so zwischen den Zeilen gelesen - werden mit der Beleuchtung sicher schwierig.

Da Hilft nur mit LED nachrüsten. Geht wenn man drehen und fräsen kann. Der Lampenhalter sitzt nämlich senkrecht zur optischen Beleuchtungs- Achse, was die LED-Adaption etwas kompliziert macht! Wenn man ein gut ausgerüsteter Feinmechaniker ist eigentlich kein Problem.
Ich könnte es nicht! ;)

Habe gerade gelesen:

ZitatSollte das Mikroskop keine Schlittenfassung für den Kondensor haben, kann der Phasenkontrast-Universalkondensor 402a nicht angebracht werden, und auch nicht die Original-Leitz-Dunkelfeldkondensoren mit Schlittenfassung. Dann bliebe nur die Möglichkeit, Fremdkondensoren mit vielleicht passender Hülsenfassung zu verwenden, oder auf Selbstbaulösungen auszuweichen.

Die Dunkelfeldkondensoren gabs natürlich auch in Steckfassung. Ich habe einen  - sogar übrig! :D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Druse

Zitat von: revnu in Dezember 28, 2009, 18:18:41 NACHMITTAGS
funktionieren tut es ....habe mir mal meine spermien angeguckt, weil es auf anhieb das interessanteste war, was mir einfiel, um das mikroskop überhaupt einmal zu testen. mit 1000x öl macht das schon was her. faszinierend diese kleinen fiecher Smile

::)

mit 1000x öl???

:D

Gruß, Mila

Klaus Herrmann

Hallo Mila,

Zitatmit 1000x öl???

noch nie was von Öl-Sardinen gehört? ;D Und davon gehen mehr als 1000 in eine Büchse! ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Frank D.

Zitat von: Mila in Dezember 28, 2009, 23:57:03 NACHMITTAGS
Zitat von: revnu in Dezember 28, 2009, 18:18:41 NACHMITTAGS
funktionieren tut es ....habe mir mal meine spermien angeguckt, weil es auf anhieb das interessanteste war, was mir einfiel, um das mikroskop überhaupt einmal zu testen. mit 1000x öl macht das schon was her. faszinierend diese kleinen fiecher Smile

::)

mit 1000x öl???

:D

Gruß, Mila



Ich liebe diese Knieschüsse und plädiere für eine OT-Rubrik!

Fahrenheit

Lieber Frank,

aber so völlig OT macht OT doch gar keinen Spaß!

;D
Jörg
Hier geht's zur Vorstellung: Klick !
Und hier zur Webseite des MKB: Klick !

Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

Bernhard Lebeda

Zitat von: Mila in Dezember 28, 2009, 23:57:03 NACHMITTAGS
Zitat von: revnu in Dezember 28, 2009, 18:18:41 NACHMITTAGS
funktionieren tut es ....habe mir mal meine spermien angeguckt, weil es auf anhieb das interessanteste war, was mir einfiel, um das mikroskop überhaupt einmal zu testen. mit 1000x öl macht das schon was her. faszinierend diese kleinen fiecher Smile

::)

mit 1000x öl???

:D

Gruß, Mila

Ja sichee, Mila, aus Viskositätsgründen. Damit die flinken kleinen "Fiecher" es nicht zu bunt treiben und "Mann" auch mitkommt  ;D

Ich persönlich hätte noch einen Schuss Essig dazu getan, von wegen der Sterilität...ach, was quatsch ich denn da!!


Lass Dich nicht veräppeln, ünver(?): Spermien sind in der Tat faszinierend. Das hat schon der alte van Leeuwenhoek festgestellt. Dabei legte er besonders Wert darauf hinzuweisen, dass er lediglich die Reste des ehrenwerten ehelichen Beischlafs benutzte..na ja, tempi passati  ;)


Hier noch was zu lesen als Betthupferl und viel Spass mit dem Mikroskop!!

http://books.google.de/books?id=bBbId41yoacC&pg=PA20&lpg=PA20&dq=Leeuwenhoek+Spermien&source=bl&ots=rEnhOKhCuf&sig=JYWBrFIk3s1KGtG_zRCzfV5MTbY&hl=de&ei=7zo5S96zJsLJ_gb7ltz5CA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=6&ved=0CBsQ6AEwBQ#v=onepage&q=Leeuwenhoek%20Spermien&f=false

http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/artikel_id420.htm

http://diepresse.com/home/science/falsifiziert/517331/index.do


Viele Grüsse

Bernhard


Ich bevorzuge das "DU"

Vorstellung

revnu

enderlein...sehr gut zwischen den zeilen gelesen ;)

ich will sehen, forschen, staunen....nicht hören, mutmasen, raten.

danke für die vielen kostbaren tipps. habe mir fast gedacht, dass ich auf led umrüsten muss. traue mir das auch zu

habe schon einige knifflige projekte beenden können, wo ich am anfang selber kaum geglaubt habe, dass es funktionieren könnte. das einzige problem ist bei mir das budgee. das ist sehr knapp bemessen, da ich noch anderweitig forsche und nicht alles in das mikroskop fliessen durfte.

ich werde deswegen versuchen das mikroskop erstmal ordenlich zu restaurieren. dann muss ich gucken wie schwierig das wird einen dunkelfeldkondensor daran zu bauen.

mal davor abgesehen, dass ich mit einer alten freundin, (die biologin ist) noch viel basics üben muss.


nochmal zu den trieben...meine innere stimme sagt mir: alles auseinander nehmen, von staub und schmutz befreien, neu fetten, freuen.

oder aber: alles auseinander nehmen, feststellen, dass einem ein haufen feinmechanik entgegen springt und hoffen es wieder funktionfähig zusammenzubekommen.

ich meine gelesen zu haben, dass die reinigung/neufettung bei einigen mikroskopen sehr einfach ginge, dass es beim "leitz sm-lux" aber ein

größerer aufwand wäre....oder es bozog sich auf den umbau auf LED....ich glaube aber es bezog sich auf beides :D


lg ünver

Fahrenheit

Lieber ünver,

noch zwei Tipps am Rande: stelle das Mikroskop bei der Demontage in eine flache Schale. Kleinteile lassen sich dann bei Bedarf viel leichter wieder auffinden.  ;D
Besonders, falls Du an den Objektivrevolver rann musst: dort ist mit jeder Menge Kugeln zu rechnen.

Zum Entfetten nimm am besten Xylol - Achtung, es ist gesundheitsschädlich.

Zu den richtigen Fetten wurde glaube ich weiter oben schon etwas geschrieben: bei Leica kannst Du nachfragen, was Du benötigst.

Um eine Idee zu bekommen, auf was Du Dich einlässt, schau doch mal in das Unterforum Gerätetechnik, falls Du es nicht schon längst gefunden hast.

Herzliche Grüße
Jörg

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Und hier zur Webseite des MKB: Klick !

Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

Nomarski

Zitatich meine gelesen zu haben, dass die reinigung/neufettung bei einigen mikroskopen sehr einfach ginge, dass es beim "leitz sm-lux" aber ein

größerer aufwand wäre....oder es bozog sich auf den umbau auf LED....ich glaube aber es bezog sich auf beides

Hallo ünver,

dem ist auch so und falls es dir gelingen sollte, das Mikroskop zu zerlegen wäre es ein absoluter Glückstreffer,
wenn es nach dem ersten Zusammenbau wieder so läuft, wie damals, als es als Neugerät das Werk verlassen hat.
Aber wer weiß, vielleicht schaffst du es ja, daß es noch besser laufen wird. ;)

Im Unterforum wird zur Reinigung immer gerne Xylol genommen, das du nur in der Apotheke bekommst, wenn überhaupt. Ich nehme für solche Zwecke Reinigungsbenzin aus dem Baumarkt. Das ist günstiger, insbesondere für deine schmale Kasse. ;D

Mehr Tipps kann ich dir an dieser Stelle leider nicht geben. Entweder versuchst du es auf eigenes Risiko oder läßt es lieber von einer Vertragswerkstatt machen.

Gruß
Bernd

Jürgen Boschert

Hallo Ünver,

ich habe im Laufe der Zeit schon einiges zerlegt und auch wieder halbwegs zusammenbekommen, aber an einen Kombinationstrieb von Leitz - und den hat Dein SM-Lux - würde ich mich auch heute nicht rantrauen; die Technik ist da nicht so einfach zu durchschauen, es wird u.a. nicht nur mit "einfachen Zahnrädern", sondern auch mit Schneckenrädern gearbeitet, die Getriebeachsen verlaufen teilweise senkrecht zueinander und und und ... . Auch wär ich mit blindem Einschütten von Ölen vorsichtig, da z.T. Kunsstoffräder eingesetzt sind.
Alles in Allem würde ich sehr zur Vorsicht raten und eher einen Fachmann zu Rate ziehen.

Zur Reinigung der Objektive: nur die unmittelbar zugänglichen Oberflächen reinigen, auf keinen Fall zerlegen. Für eine Neuzentrierung der einzelnen Linsengruppen braucht man Spezialgerät !

Beste Grüße !
Beste Grüße !

JB

Frank D.

Hallo Ünver (ist doch Dein Vorname oder?),

Jörg hat es bereits geschrieben
eine Unterlage sollte vorhanden sei. Manchmal haften Teile an und fallen erst später ab.
Benutze kein billiges Werkzeug und wähle für die Verbindungsschrauben passende Schlitzbreiten und Längen aus.
Dokumentier jeden Schritt per Foto und mach Dir Notizen. Es sind häufig mehr Arbeitsschritte notwendig als vermutet.
Betrachte Dir vor jedem Arbeitsschritt die Einheit und achte auf kleine "Fixier-Madenschrauben".
Halte kleinere und größere Schalen für einzelne Baugruppen mit ihnen zugehörigen Schrauben bereit und nummeriere die Schalen.
(wenn möglich, stecke die Schräubchen nach dem Ausbau in die entsprechenden Bohrungen zurück)
Wenn Du ein Bauteil entfernst, vergewissere Dich, dass es nicht noch mit einem anderen, sich dahinter befindlichen Teil, verbunden ist.
Achte auf die Positionen und Lagen der einzelnen Bauteile zueinander. (wie gesagt, fotografieren und schreiben)

Da es sich um ein hochwertiges Mikroskop handelt, erkundige Dich nach den Schmiermittelempfehlungen des Herstellers.
Du ersparst Dir damit doppelte Arbeitszeit, sollten die Triebe nach dem Zusammenbau zu leichtgängig laufen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg
Frank


Werner Jülich

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, feinmechanische Arbeiten sind die Domäne der Fachleute, ganz besonders dann, wenn man Verschleiß abschätzen muß. Die Antriebe selber sind kein Hexenwerk, wohl aber die genaue Justage. Hier hat man es als Amateur mit einem Unikat zu tun, da kann man nicht lange experimentieren.
Werner Jülich