Autor Thema: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.  (Gelesen 957 mal)

liftboy

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #15 am: Oktober 08, 2021, 13:41:44 Nachmittag »
Hallo Peter,

den "Ersatzbalsam" Malinol kann ich Dir gut und reichlich abfüllen.

Grüße
Wolfgang

Wutsdorff Peter

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #16 am: Oktober 08, 2021, 15:51:48 Nachmittag »
Grüß´ Dich  Wolfgang,
vielen Dank für Deine Offerte!
Dann fülle mir bitte so 30 - 50 ml ab.
Teile mir bitte Deine Kto No mit.
Meine Adresse:

Peter Wutsdorff
Tassilostr. 4
64653 Lorsch

Fahrenheit

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #17 am: Oktober 08, 2021, 17:03:31 Nachmittag »
Liebe Kollegen,

ich decke seit Jahr und Tag in Euparal ein und spare mir so die Zwischenstufe mit Xylol.
Ja, bis Euparal vollständig ausgehärtet ist, kann es schon mal 6 Monate dauern, aber nach 7 Tagen auf der Wärmeplatte kann man die Präparate senkrecht stellen und auch mit Iimmersionsöl nutzen.

Meine alte Platte mit Bimetal-Regelung ist laut Analogthermometer regelmäßig bis 55°C gekommen, die neue mit elektronischer Regelung schwankt +-2 Grad um 45°C.
Blasen habe ich da noch nie bekommen. Die Lösungsmitteltheorie zweifele ich daher deutlich an. Zumal Euparal auch kleine Luftblasen recht schell adsorbiert, wie sie beim
Eindecken manchmal auftreten. Größere bis zu rund 2 mm wandern zuverlässig auch auf der Wärmeplatte an den Rand.
 
Zwei Vermutungen:
- Die Schnitte sind zu dick, es ist also auch eine recht dicke Schicht Euparal unter dem Deckglas.
  Damit wirkt sich ggf. auch der geringe Volumenverlust des Materials beim Trocknen aus und das Präparat
  zieht Luft vom Rand, was mir auch gelegentlich passiert.

- Die Temperatur liegt deutlich höher als 50C. Auf den klassischen Speisewärmern hingegen werden es bei nominell 80 oder 85°C gerne auch schon mal 90°C, da kocht das Isopropanol regelrecht aus.

Herzliche Grüße
Jörg
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Wutsdorff Peter

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #18 am: Oktober 08, 2021, 18:09:10 Nachmittag »
Guten Abend Jörg,
vielen Dank für Deinen Hinweis.
Die Temperatur der Oberfläche mit der der OT in Berührung kommt, hat ca 50°C.
Ich lege das Präp. nie direkt auf die Wärmepl. Im Abstand von 15mm liegt eine 10mm St-leiste, darauf eine 3mm Aluleiste. An deren Oberfl. habe ich 50°C mit einem Hg-Fadenthermometer gemessen.
Was hälst Du von meiner Vermutung?:
           "mein Eupar. befindet sich in einem kleinen Marmeladenglas von 40 mm Durchm. und 50 mm  Höhe und ist inzwischen nur zu 6 mm Höhe gefüllt. In diesem Zustand stand es  ca. 3 - 4 Monate im Zimmer bei ca. 20°C. Da konnte es natürlich viel Luft aufnehmen.
Den Beweis sehe ich darin, daß ich  früher mit gut gefülltem Eupar. gearbeitet habe."

Daß meine Schnitte etwas zu dick sind, hat schon Klaus Herrmann beanstandet.
Aber auch mit diesen  rel. dicken Schn. hatte ich keine Probleme.
Vor meinem Urlaub ging alles wunderbar. Ich mußte nicht  einmal entlüften.

Kontrolle unmittelbar nach dem Eindecken :
"unterm Mikro> Sieht gut aus, keine Blasen!!" __Dann nach 6 - 8 h Blasen!

Muß man bei Verwenden von Malinol mit Xylol arbeiten?

Ich werde also mit frischem Eupar. und mit Malinol arbeiten

Gruß Peter

unkenheini

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #19 am: Oktober 09, 2021, 13:24:59 Nachmittag »
Moin Peter,
Ich nutze Euparal(häufig),Malinol(selten)oder Entellan(kaum noch)alle werden und ca 250ml Chemikalienflaschen aufbewart,dort ist auch der Glasstab zum Tropfen drin.Alter ca 3-20 Jahre.Euparal und Malinol ca 3,Entellan ca 20.Ich habe keine Probleme mit Luftblasen.Die Präparate liegen zum trocknen in einem Joghurtbereiter mit ca 45 Grad.
Mit freundlichen Grüßen Jörg
Mit freundlichen Grüßen
Jörg G.

p.s. Mir ist es lieber mit Du angesprochen zu werden als mit Sie.Danke.

liftboy

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #20 am: Oktober 09, 2021, 13:28:44 Nachmittag »
Hallo Peter,

Dein Malinol ist unterwegs; Verdünnungsmittel ist Xylol.

Grüße
Wolfgang

Wutsdorff Peter

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #21 am: Oktober 10, 2021, 20:47:43 Nachmittag »
Guten Abend  Wolfgang,
was bin ich Dir schuldig?
Kann ich Malinol  auch mit Isoprop verdünnen?
Gruß Peter

Peter V.

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #22 am: Oktober 10, 2021, 21:07:37 Nachmittag »
Lieber Peter,

Malinol...ok, Versuch macht kluch, keine Frage. Ich denke jedoch, dass es seinen Grund hat, dass praktisch alle erfolgreichen Schnippler sich für Euparal entschieden haben: Jörg Weiss, der verstorbene Rolf-Dieter, Klaus Herrmann - und alle betreiben/berieben die Schnippelei viele Jahr bis Jahrzehnte. Und alle haben sicher auch mal andere Eindeckmedien ausprobiert.

Herzliche Grüße
Peter

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Dr. Jekyll

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #23 am: Oktober 11, 2021, 08:55:36 Vormittag »
Moin,

für bot. Präparate verwende ich seit vielen Jahren das Euparal. Probleme mit Luftblasen kenne ich nicht. Es liegt wohl nicht am Euparal wenn sich Luftblasen im Präparat befinden. Lange Trockenzeiten sind auch kein Thema. Wärmeschrank oder Heizplatte sind ja doch Standard im mikroskopischen Labor  :D
Beste Grüße
Harald

liftboy

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Re: Entlüftung eines fertigen frischen Präp.
« Antwort #24 am: Oktober 11, 2021, 09:48:07 Vormittag »
Hallo Peter,

nix mit schuldig :-) die paar Tropfen machen mich nicht arm; man hilft sich doch wo man kann.
Isoprop geht gar nicht, das wird milchig.
Einbettungsmittel hab ich verschiedene am Start. Je nach Zweck und Wirkung. Bei mir kommt viel direkt aus Wasser; ohne Alkohol- oder Xylolstufen, weil das manche Objekte nicht gut vertragen. Magnacol hat funktioniert, bringt aber mit der Zeit Artefakte, Hoyers Gemisch macht Probleme bei manchen Algen (Zellen kollabieren). Zur Zeit experimentiere ich mit Fructose; geht ganz gut, braucht aber Lackrand. Am besten hat immer noch das alte Rezept mit Glyzerin funktioniert aber da geht ohne Lackrand gar nichts und die Präparate müssen waagerecht liegen (jedenfalls bei dickeren Schichten und es dauert endlos lange).

Grüße
Wolfgang