Brauche Hilfe: Wie lassen sich weiche Objekte für die Makro-Fotografie fixieren?

Begonnen von Bernd Miggel, Oktober 26, 2021, 22:15:05 NACHMITTAGS

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Bernd Miggel

Hallo miteinander,

mir kippen kleine, weiche Fotoobjekte, z.B. kleine Pilzfruchtkörper, beim Fotografieren auf der Unterlage immer wieder um. Gibt es pastenartige Substanzen, in die man so ein Objekt etwas hineindrücken kann und die das Objekt dann fixieren?  - Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Herzliche Grüße
Bernd

Heiko

Hallo Bernd,

einfältige Frage – ist die Fotografie liegender Objekte eine Option?
Kommt das Licht dann seitlich, kann das Arrangement einigermaßen natürlich wirken.

Viele Grüße,
Heiko

Bernd Miggel

#2
Hallo Heiko,

die Anordnung ist vorgegeben: Die Kamera ist seitlich an einer Mikroskopsäule moniert und und nimmt immer von oben auf. Das Objekt (z.B. ein Helmlingshut mit Lamellen nach oben) befindet sich auf dem Mikroskop-Kreuztisch unterhalb der Kamera. Den Pilzhut möchte ich nun leicht in das Fixiermedium hineindrücken und dabei optimal ausrichten. Ich denke dabei an so etwas wie eine superweiche! Knetmasse.

lg - Bernd

beamish

Hallo Bernd,
Experimentiere doch mal mit Tapetenkleister, dick angerührt.

Grüsse
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Bernd Miggel


Thomas Böder

Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Bernd Miggel

Hallo Thomas,
Knete ist viel zu hart. Es muss weich wie Zahnpasta sein.
lg - Bernd

reblaus

Hallo Bernd -

da nutze ich eine kleine Platte, die per Ringmagnetchen auf einer runden Kugel frei drehbar sitzt (von KLAUS HERRMANN sel.). Das Objekt kann da auf der Platte ziemlich robust fixiert werden - sei es mit Knete, Tapetenkleister, UHU-Plus or whatsoever und ist nachher trotzdem beliebig schwenkbar

Viele Grüße

Rolf

Bernd Miggel


Thomas Böder

Zitat von: Bernd Miggel in Oktober 26, 2021, 23:14:10 NACHMITTAGS
Hallo Thomas,
Knete ist viel zu hart. Es muss weich wie Zahnpasta sein.
lg - Bernd


Knete wird eigentlich durch die Körperwärme geradezu butterweich.
Apropos... Butter oder anderes Fett?

Grüße, Thomas.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Michael Müller

Hallo Bernd,

Heißkleber, Alleskleber, Glyzeringelatine, Gelantie, Tortenguss ...
Alles was beim Auftragen flüssig ist und dann aushärtet.

Viele Grüße

Michael
Gerne per Du

Lupus

Hallo,

eine neigungsjustierbare Auflage kann man alternativ zur Konstruktion von Klaus H. auch anders mit einem beliebigen Magnet, Beilagscheibe und Stahlkugel improvisieren.

Hubert

hebi19

Zitat von: Thomas Böder in Oktober 27, 2021, 07:51:35 VORMITTAG
Knete wird eigentlich durch die Körperwärme geradezu butterweich.

Das ist ein sehr weit verbreiteter Trugschluss. Wäre das so, dann würde Knete auf der Heizung oder im Wärmeschrank auch weich werden. Ein einfacher Versuch zeigt aber, dass dem nicht so ist.

Das Prinzip der "weichen Knete" ist die Thixotropie -> https://de.wikipedia.org/wiki/Thixotropie

Es gibt Gemische/Stoffe welche durch Rühren oder Kneten weich werden. Die sind eben thixotrop. Geschüttelter Ketchup läuft leichter aus der Flasche. Wenn er darin steht wird er wieder eher gelartig. Und "Knete" (Knetgummi/Plastillin etc) ist auch ein thixotroper Stoff. Die Weichheit ist unter 50° nicht von der Temperatur abhängig. Drüber trennen sich die Bestandteile langsam.

Vielleicht hilft das bei der Frage von Bernd - ein Thixotroper Stoff, vielleicht aus der verlinkten Liste von wikipedia könnte ggfs. weiterhelfen.   
Grüße von
Martin alias hebi19

Motic BA-300, div Lomo, Stereo-Mikroskop noname

Thomas Böder

Meine letzten Erfahrungen mit Knete waren noch zu DDR Zeiten.  ;D
Und diese Knete wurde sogar ziemlich weich, um nicht zu sagen, geradezu schmierig.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

hebi19

Zitat von: Thomas Böder in Oktober 27, 2021, 09:50:50 VORMITTAG
Und diese Knete wurde sogar ziemlich weich, um nicht zu sagen, geradezu schmierig.

Ist bei der "West-Knete" auch nicht anders......habe eine "moderne Knete" erst kürzlich mit meinem Enkel "zwischen den Fingern gehabt". Die Thyxotropie hat mich da ganz besonders interessiert. Hatte auch lange gedacht es liegt an der Handwärme.

Kennengelernt habe ich die Thyxotropie durch meinen Beruf bei der Batterie-Technologie. Es gibt Bleibatterien bei denen wird die Schwefelsäure durch Silikat-Zusatz thixotrop. In unserer Fertigung läuft dieses Gemisch aus großen Rührbottichen in die Batterie-Zellen und wird dort zum Gel - wie Wackepudding. Läuft auch beim auf den Kopf stellen nicht mehr raus. Fängt man zu Rühren an wird es aber wieder richtig flüssig......der Effekt ist noch viel drastischer als bei Knete.

Sorry für "off-topic".....ich mach jetzt Schluss mit Thixotropie....
Grüße von
Martin alias hebi19

Motic BA-300, div Lomo, Stereo-Mikroskop noname