Bobs Klingenhalter im Einsatz

Begonnen von Fahrenheit, März 04, 2023, 08:41:40 VORMITTAG

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Fahrenheit

Liebe Pflanzenschnippler,

passend vor dem Wochenende habe ich von Bob seinen neuen Klingenhalter (schwarze Ausführung) mit einer OLFA Klinge Typ LBB erhalten. Den habe ich dann gestern gleich im Vergleich mit meinem Lieblings-SHK Halter mit Leica 818 Klinge ausprobiert.
Sehr gut: der Halter kommt mit einer bebilderten Gebrauchsanleitung, die dem Anfänger zugute kommt.
Als Schneidgut hatte ich einen einjährigen und einen zweijährigen Spross von der Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus). Beide Proben sind nicht ganz einfach zu schneiden: der einjährige Spross wegen der schwammigen Struktur des Rindenparenchyms und der zweijährige wegen des doch recht harten Holzteils.

Hier einige Bilder vom Setup:

Bild 1: Die beiden Werkzeuge, oben der ältere SHK Halter ohne Stellschrauben, meine übliches Werkzeug, unten Bobs Halter


Bild 2: Trockenübung auf dem Tempelchen


Bild 3: Bobs Halter im Einsatz


Und hier nun die Ergebnisse am frischen, unfixierten Schnitt:

Bild 4 bis 6: Einjähriger Spross




Bild 7: Zweijähriger Spross


Besonders Bild 4 zeigt an der linken Seite ein Schnittartefakt im schwammigen Rindenparenchym des einjährigen Sprosses. Ansonsten sind die gut 50 µm dicken Schnitte einwandfrei.
Der "Ausschuss" war bei Bobs Halter höher (etwa 6 von 10 gegenüber 2 von 10 beim SHK Halter), was ich aber nicht dem Werkzeug anlaste, denn Handhabung und Schnittführung sind bei beiden Haltern unterschiedlich und die optimale Schneidtechnik für Bobs Halter habe ich nach einem Versuch sicherlich noch nicht gefunden.
Beim Schnitt durch Holz geht die Leica Klinge glatt durch, bei Bobs Halter mit der Cutterklinge meint man fast, ein leichtes Raspeln zu hören. Das mag an den Sollbruchkanten der Klinge liegen, die recht nah an der eigentlichen Schneide beginnen oder daran, dass die Leica Klinge sperziell beschichtet ist. Eine direkte Auswirkung auf das Ergebnis sehe ich nicht. Allerdings musste ich einigemale die Schnittrichtung ändern oder neu ansetzen, da ich nicht ganz durch gekommen bin. Das schreibe ich aber zunächst auch einmal mir und nicht dem Halter zu.

Achtung, Beschichtung! Die "Brünierung" der OLFA Klinge wird über die Zeit vom Ethanol (ich verwende 70% zum Schneiden) angelöst und könnte die Schnitte verfärben. Klinge nach dem Schnitt immer trocken halten.

Erstes Fazit:
Bobs Halter mit der OLFA Klinge ist mit einem guten Zylindermikrotom ein vollwertiges Schneidwerkzeug zur Erstellung botanischer Schnitte, das nur ganz leicht gegenüber dem Platzhirschen SHK Halter mit Leica 818 (oder Roundfin) abfällt. Die Handhabung will auch hier geübt sein, dann sind gute Ergebnisse zu einem doch etwas günstigeren Einstandspreis und vor allem mit deutlich günstigeren Klingen möglich. Dass die Erfolgsquote eventuell etwas niedriger ist, spielt da keine Rolle, einfach ein paar Schnitte mehr machen.
Für den Einsteiger ist das Paket aus Halter, 50 Klingen und Anleitung ein guter Start zu etwa einem Drittel des Preises des SHK Halters mit 50 Klingen. Auch wenn die Anleitung sicher nicht das gemeinsame Üben mit einem erfahrenen Schnippler ersetzt. Persönlich ziehe ich jedoch den SHK Halter vor, und sei es nur wegen seiner Haptik.
Ganz persönlich: wer es mit der Erstellung botanischer Schnitte ernst meint und ein Zylindermikrotom nutzt, hat den SHK Halter. Wer es sehr ernst meint, hat beide. :D

Vielen Dank fürs Lesen! Mit mehr Erfahrung werde ich hier entsprechende Fortsetzungen schreiben. Diesmal freue ich mich besonders auf Kommentare und eigene Erfahrungen der Leser - und Bob sicher auch.
Herzliche Grüße
Jörg 

p.s.
Das muss gesagt werden!
Vielen Dank sowohl an Detlefs Team rund um den SHK Halter als auch an Bob! Ohne die Mühen und den Erfindungsgeist der Kollegen würden wir Hobbyschnippler ziemlich in die Röhre gucken!

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Der Klein

Grüß Euch zusammen,

Zitatp.s. Das muss gesagt werden!
Vielen Dank sowohl an Detlefs Team rund um den SHK Halter als auch an Bob! Ohne die Mühen und den Erfindungsgeist der Kollegen würden wir Hobbyschnippler ziemlich in die Röhre gucken!
Gleich vorneweg, schließe ich mich diesem Dank uneingeschränkt an.
Einen herzlichen Dank gleichfalls an Dich Jörg. Danke fürs Testen und fürs Schreiben Deiner Erfahrungen. Besonders das Fazit hat mich sicherer werden lassen.
Momentan bin ich noch recht eingespannt und mit anderen Angelegenheiten belegt, so dass für Beiträge hier wenig Zeit bleibt. Ich hoffe, das sich das ab Herbst etwas löst.

ZitatFür den Einsteiger ist das Paket aus Halter, 50 Klingen und Anleitung ein guter Start zu etwa einem Drittel des Preises des SHK Halters mit 50 Klingen.
Den Ausschlag für mich gab mehr die Verfügbarkeit der Klingen, weniger der Preis.
Dank dem Forum ist die Versorgungslücke auch hier geringer geworden.
Mittlerweile liegen bei mir beide "Systeme" bereit. ;-)
Außer der "Haptik" (Länge, Gewicht, Anzahl der Schraubsel) merke ich keine Unterschiede.
Ich habe allerdings erst ganz wenig Erfahrung.

ZitatAuch wenn die Anleitung sicher nicht das gemeinsame Üben mit einem erfahrenen Schnippler ersetzt.
Die Anleitung war für mich sehr hilfreich. Gleichwohl gab Letzteres (das Üben mit erfahrenen Schnipplern) mir Anfänger den entscheidenden Schub. Das wäre meine Empfehlung an alle Anfänger, die hier mitlesen. Mein Danke geht an alle "Weinberger" vom August 2022.

Herzliche Grüße

Peter
Großes entsteht immer im Kleinen.
Jeder hat einmal klein angefangen.

Bob

Lieber Jörg,
vielen Dank, dass Du Dich mit meinem Klingenhalter so detailliert beschäftigt hast so differenziert berichtest!
Zu zwei Dingen, die Dir aufgefallen sind, kann ich vielleicht etwas beitragen:

-Die Cutterklingen sind ja recht lang und ich wollte guten Gebrauch davon machen. Deshalb verfügt mein Halter über zwei lange Schneidefenster, Arbeitsbereiche innerhalb derer der ziehende Schnitt erfolgen kann. Getrennt sind die Bereiche durch einen mittigen Stützfuß, der nach vorne fast bis zur Schneide reicht. Man entscheidet sich also vorher für einen der Bereiche und sieht zu, seinen Schnitt darin zu Ende zu bringen. Darin unterscheidt er sich vom SHK-Halter, wo das Schneiden ja in der "goldenen Mitte" erfolgt. Ob man beide Bereiche nutzen möchte oder sich für einen entscheidet ist Geschmackssache. Man sollte nur bei einer Schnittserie bei einem Bereich bleiben, um zu einer möglichst gleichförmigen maschinenartigen Bewegung zu kommen.

-Das rauhere Gefühl beim Schnitt kommt daher, dass die Leica-Klingen Teflon-beschichtet sind und die OLFA-Klingen nicht. Beim Ziehen der Klinge durch das Material flutscht es mit Teflon besser. Dafür sind die unbeschichteten Klingen vom ersten Schnitt an voll da während an beschichteten Klingen erst die eigentliche Schneide auf den ersten Schnitten unter der Beschichtung freigelegt werden muss bis sie richtig gut schneiden. Wirklich bewerten könnte ich die Nützlichkeit der Beschichtung für unsere Einsatzbedingungen aber nicht. Beschichtete OLFA-Klingen gefielen mir nicht gut, die Beschichtung ist sicherlich auf rauhere Einsatzbedingungen als bei uns abgestimmt.

Falls Du meinen Halter regelmäßig einsetzt würde es mich interesieren wie lange die Klingen bei Dir scharf bleiben. Ich experimentiere ja gerne mit Färbungen und mache dann sehr viele Schnitte nacheinander, und dabei wundert es mich, wie lange die Klingen unverändert scharf bleiben. Wenn ich mal dran denke ziehe ich sie rückwarts ein paar mal über ein Stück nacktes Aktentaschen-Futterleder, wechseln muss ich die Klingen nur alle paar Hundert Schnitte und dann eher weil ich mal eine harte Einlagerung getroffen habe.

Eine große Motivation mich mit dem Schneiden und Hilfsmitteln dazu zu befassen ist die Tatsache, dass die Beiträge vieler Personen zu einer Methode geführt haben, mit der man mit überschaubarem Equipment unter vertretbarem Zeiteinsatz zu Ergebnissen kommt, über die man sich wirklich freuen kann. Dabei denke ich an die Entwickler und Hersteller des SHK-Halters, die Entwickler der Färbungen, die Chemiker die sie uns in der Vergangenheit und besonders heute unkompliziert zugänglich machen, die Verfasser der Berichte zu diesem Thema im Forum, sei es von Anfängern oder altgedienten Fachleuten und nicht zuletzt den fleißigen Webmaster der MKB Bonn, der den wohl größten Wissensschatz zu diesem Thema aufgebaut hat und pflegt! Vielen Dank dafür an Euch alle!

Den Cutterklingenhalter hatte Jörg übrigens ganz überraschend bei mir bestellt und ganz normal bezahlt, auf meine Karibikinsel habe ich ihn auch nicht zum Anfertigen von Palmen-Schnitten eingeladen.

Viele Grüße,

Bob

P.S.: Das mit der Karibikinsel holen wir nach, Jörg! ;-)

Fahrenheit

Guten Morgen Peter,

vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Also auch jemand, der es sehr ernst meint. ;)

Guten Morgen Bob,

ja, ich denke auch, dass es an der Beschichtung liegt. Die Roundfin ist ja auch unbeschichtet und ich meine mich zu erinnern, dass sie ein ähnliches Schneidegefühl vermittelt. Werd ich die Tage auch mal wieder testen.

Ob ich zum Schneiden die untere Hälfte nutzen werde, weiß ich noch nicht, die Fingerhaltung ist noch zu ungewohnt, aber ich werde es probieren und klar nutze ich den Halter weiter, um mehr Erfahrungen zu sammeln.
Hast Du eigentlich auch schon das "Abfärben" der Olfa Klingen beobachtet? Du empfiehlst ja auch Ethanol 70%. Ich muss dazu sagen: da ich beide Halter parallel mit zwei unterschiedlichen Proben getestet habe, haben beide Geräte je gut 15 bis 20 Minuten ethanolfeucht auf der Arbeitsplatte gelegen.

Unser nächster MKB Abend geht übrigens über die diversen Schneidewerkzeuge, die sich zwischenzeitlich bei mir gesammelt haben und ich hoffe, dass unsere Mitglieder und Besucher eifrig mit den unterschiedlichen Haltern und Klingen pröbeln werden. Danach gibts noch mehr Erfahrungsberichte.

Wer mag und nicht einfliegen muss, kann gerne dazu kommen: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=45972.0

Herzliche Grüße
Jörg

p.s.
Lieber Bob, bitte send' mir mal die Geokoordinaten des Flugplatzes Deiner Privatinsel, damit ich die an den Piloten meines Privatjets weiter geben kann. :D 
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Bob

Guten Morgen Jörg,
das Abfärben ist mir nicht aufgefallen, auch nicht, dass sich der rote Halter verfärbt hätte. Ich befeuchte aber vielleicht eher etwas sparsamer. Da ich die Klingen lange nutze und zwischendurch abwische ist vielleicht nach einer Benutzung schon alles gelöst was sich lösen lässt und dann ist Ruhe. Ich werde da aber mal drauf achten.

Zu den Schneidewerkzeugen: Meine letzten Schnitte habe ich weder mit Zylindermikrotom und Klingenhalter noch mit einem größeren Mikrotom gemacht, sondern mit einem gut geschärften Einhandhobel. Für Holzschnitte ist das keine schlechte Alternative.

Für geführte Freihandschnitte an Blättern hatte Jürgen Ibs bei einem unserer Treffen ein schön einfaches Hilfsmittel mitgebracht: Ein schräg zugesägtes Stück Holz mit einem Anschlag und einer Schneidfläche aus Hartplastik. Das Blatt wird festgeklebt, ein Objektträger dient, am Anschlag geführt, als Führung für die frei geführte Klinge. Für flache Objekte wirklich nicht schlecht.

Euch viel Vergnügen bei Eurem Treffen!

Viele Grüße,

Bob

Wutsdorff Peter

Guten Morgen Jörg,
Du zeigst zwei Fotos vom Tempelchen. Innen ist die schwarze Glasplatte, außen ein Aluring mit feiner Oberfläche. Offensichtlich ist für den Benutzer die Glasplatte zu klein.
Liegt die Fläche der Glasplatte und die des Außenringes exakt in einer  Ebene?
Wenn der Ring nur etwas tiefer liegt, kippelt der Klingernhalter suf der Glasplatte, Umgekehrt nicht.
Die Glasplatte ist dann aber wirkungslos.
Wie ich schon berichtete, habe ich die Fläche meines Mikrotoms auf 90 mm Durchm. vergrößert. Ich schneide mit dem klass.  SHK_Klingenhalter.
Gruß vom Inschenör Peter

Peter V.

Hallo Peter,

bei Jörgs Tempelchen ist der "Außenring" einfach nur nur der Halter für das Handmikrotom. Da liegt natürlich der Klingenhalter nicht auf. Ich weiß, dass Du deine Fläche vergrößert hast, aber - ehrlich gesagt - habe ich noch nie von den zahlreichen Nutern von Handmikrotomen gehört, dass ihnen die Fläche zu klein war.  ;)

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Post wurde CO2-neutral erstellt und ist vegan. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

spectator

Hallo Bob,

vielleicht ein kleiner Vorschlag zur Verbesserung des Messerhalters:
Für viele Nutzer ist es sicher hilfreich, wenn sie beim Schneiden die Größe des nutzbaren Fensters direkt von oben sehen. Daher wäre auf dem Oberteil eine eingeprägte Markierung der Schnittfenster (oder des Mittelsteges) hilfreich, eine selbst angebrachte Markierung mit Edding hält wegen des Alkohols nicht lange.

Viele Grüße

Helmut
Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluß der Welt!

Bob

Hallo Ihr Peters,
die kleinen Durchmesser der Tische ausgeführter Handmikrotome sind aus meiner Sicht deshalb so klein weil sie für die Benutzung mit dem Messer konstruiert wurden und da würde der Griff mit einem größeren Tisch kollidieren. Ohne Klingenhalter ist die Leistungsfähigkeit der Methode sowieso recht begrenzt, da kam ein handliches Modell gerade recht.
Schneidet man mit einem Klingenhalter ist eine größere Tischfläche deutlich angenehmer, bessere Führung und mehr Platz zum Ablegen des Halters zwischen zwei Schnitten. Mein Handmikrotom hat 65mm Durchmesser, mein Tischmikrotom 80mm, für mich (der beides aktiv verwendet) dürft es gerne noch mehr sein.

@spectator-Helmut: Gute Idee, das ist problemlos umsetzbar, ich muss nur bei der nächsten Serie dran denken. Wer selbst eine Markierung anbringen möchte: Die Halter sind aus einem Kunststoff mit niedrigem Schmelzpunkt, mit einer angewärmten Nadel könnte man leicht zwei kleine Punkte zur Orientierung anbringen.

Viele Grüße,

Bob

Fahrenheit

Lieber Peter Ing,

der Peter Doc hat Recht: der Aluring des Tempelchens hält nur das eingelassene Zylindermikrotom und macht es so zu einem Tischmikrotom. Der Durchmesser der Glasplatte hat mir mit dem SHK Halter immer gereicht, mit Bobs Halter könnte es etwas mehr sein, aber es geht.

Herzliche Grüße
Jörg
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Der Klein

Grüß Euch zusammen,
zu Antwort#4:
Zitatdas Abfärben ist mir nicht aufgefallen, auch nicht, dass sich der rote Halter verfärbt hätte. Ich befeuchte aber vielleicht eher etwas sparsamer. Da ich die Klingen lange nutze und zwischendurch abwische ist vielleicht nach einer Benutzung schon alles gelöst was sich lösen lässt und dann ist Ruhe.
Das handhabe ich genauso, befeuchte jedoch üppig. Ich habe die schwarzen Klingen in Benutzung. Für die "blanken" habe ich keinen Vergleich. Bei der Entnahme aus der Box ist mir aufgefallen, dass die Klingen etwas "bappen". Das habe ich mir mit einen leichten, schützenden "Ölfilm" erklärt. Daher reinige ich die frisch entnommenen Klingen vor dem Einsetzen in den Halter mit 70%igem Alkohol oder Wundbenzin. Kann die festgestellte Verfärbung daher kommen?

Danke Bob für den Tipp, eine heiße Nadel zur Markierung des mittigen Steges einzusetzen.

Eeinen schönen Abend noch.

Peter
Großes entsteht immer im Kleinen.
Jeder hat einmal klein angefangen.

Bob

Hallo Peter,
die Klingen sind ja aus Kohlenstoffstahl und könnten rosten, daher sind sie ab Werk eingeölt. Ich wische sie mir Waschbenzin ab, bevor ich sie benutze.
Nach dem Schneiden sollte man die Klinge immer aus dem Halter nehmen und ganz sauber und trocken wischen. Lagern kann man die gebrauchte saubere und trockene Klinge (ggfs. auch umgedreht) im Halter, die Muttern dann aber nur ganz minimal anziehen. So betrieben hat bei mir nie eine Klinge Rost angesetzt, und ich benutze sie wirklich lange.
Das Reinigen kann eigentlich nicht zu dem Abfärben führen, das Jörg bemerkt hat, eher würde es das Abfärben vorwegnehmen und so reduzieren.
Mit der schwarzen Färbung werden bei OLFA Klingen gekennzeichnet, die besonders gut geschärft sind. Das muss chemisch nicht unbedingt eine Brünierung sein. Näher damit befassen würde ich mich eher, wenn ich Probleme damit bemerke, bislang war das nicht der Fall.

Viele Grüße,

Bob

Der Klein

Hallo Bob,
ZitatNach dem Schneiden sollte man die Klinge immer aus dem Halter nehmen...
Mache ich so ;D und umgedreht eingelegt. Ist es angebracht oder zu viel Aufwand, die Klinge vor einer längeren Pause wieder (mit einem dünnen Öl - z. B. nicht verharzendes Modellbauöl) einzuölen?

Ich meinte nicht, dass die Verfärbung vom Reinigen kommt, sondern dass sie evtl. vom Rostschutzöl aus der Packung kommen könnte.

Gutes Gelingen beim Pröbeln auch nach Bonn.

Viele Grüße

Peter
Großes entsteht immer im Kleinen.
Jeder hat einmal klein angefangen.

Bob

Guten Morgen Der Klein - Peter,
bei üblicher Luftfeuchtigkeit in Innenräumen halte ich ein Einölen für überflüssig. Bei uns fängt Kohlenstoffstahl unter diesen Bedingungen nicht an zu rosten.

Viele Grüße,

Bob

Fahrenheit

#14
Hallo iebe Schnippler,

heute habe ich in Vorbereitung von Testfärbungen zu Svens Hamburger Grün eine größere Menge Querschnitte vom Efeu Blattstiel (Hedera helix) erstellt. Je etwa die Hälfte mit der Leica 818 im SHK Halter und der OLFA in Bobs Halter. Alle auf dem Tempelchen.

Efeu Blattstiele lassen sich in aller Regel ohne Komplikationen schneiden und bieten auch dem Anfänger fast so etwas wie eine Erfolgsgarantie. Daher nutze ich sie immer, wenn ich neue Verfahren ausprobiere. So auch hier.
Beim schneiden und den Schnittergebnissen gab es bis auf das weiter oben beschriebene "rauhe" Schnittgefühl keine nennenswerten Unterschiede. Ab und an geht halt mal ein Schnitt kaput.

Erst jetzt aufgefallen: Bobs Halter ist etwas lästiger beim Reinigen nach dem Schneiden: es sind vier Schrauben zu lösen und die Standardmuttern sind für meine nicht allzu zierlichen Hände etwas umständlich zu handhaben.
Gibt es einen Grund dafür, hier keine Rädelmuttern zu verwenden? Besteht dann ggf. die Gefahr, den Halter mit zu hohem Drehmoment zu beschädigen?

Herzliche Grüße
Jörg   
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