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Mikromanipulator

Begonnen von Michael K., Juli 23, 2023, 12:13:31 NACHMITTAGS

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Nochnmikroskop

Hallo,

sehr interessant diese 3D Pantographen, kannte ich noch nicht.
Bei Youtube hat den MK1 auch schon jemand nachgebaut, hat noch den Haltegriff zum Drehen des Manipulators eingebaut. Da sind auch Details gezeigt, wie das funktioniert.
https://youtu.be/XiY2XWG8VE8

LG Frank
Meistens Auflicht, alle Themenbereiche
Zeiss Axiolab, Leitz Orthoplan, Keyence VHX, Olympus SZX16, Canon EOS 700D, Panasonic G9, Touptek u.a.
keine KI

Siegfried

#16
Hallo Rudolf
Na ja, ich will es mal Legehilfe nennen. Links habe ich einen fein einstellbaren Will Objektführer angeschraubt, rechts eine mit feiner Zahnstange versehene Höhenverstellung mit einer Aufnahme der Legeborste (Igelbauchhaar)
Alles aus meinem Teilefundus, welcher sich halt immer im laufe der Jahre ansammelt. Im Objektführer ein Objektträger mit in UV-Kleber eingebetteter Legeschablone in Form eines Mikrofilmes.



darüber ein großes Deckglas 26x60, ebenfalls mit der UV-Einbettung verbunden. Darüber eine Arretierung für das zu legende Deckglas. links von diesem Deckglas ein Deckglas mit den ausgesuchten Diatomeen. Ich schaue dann durch die Okulare bei Vergrößerung 60x und fahre mit dem Objektführer zu einer Diatomee. Die Legeborste ist angehoben, aber immer in der gleichen Stellung. Legeborste mit rechter Hand senken, aufnehmen, anheben und Objektführer nach links bewegen bis über des Fadenkreuz und Legeborste absenken. Diatomee liegt.
Beide Hände liegen auf Auflagen. so kann ich auch mit nicht ganz ruhigen Händen legen.
Es ginge zwar auch mit einer halben Flasche Portwein, ich bin allerdings Antialkoholiker.  :)
Aber das Legen ist das eine, ich kämpfe halt immer noch mit dem Klebegründen und Einschlußmitteln. Selbst bei 5 gelegten Diatomeen ist meist nach dem Einbetten eine oder mehr nicht mehr an ihrem Platz. leider.
   Gruß von Siegfried
PS: Probiert habe ich ja schon mit Schellack Kebegrund (Hermann Sachse Abstreichpolitur), da haben die Diatomeen zwar gehalten, aber mit dem Einschlußmittel Caedax ist der   Brechungsindex schon sehr gering. Was anderes, was sich mit Schellack verträgt habe ich nicht.
Im Moment versuche ich mit dem Klebegrund nach Michael Haak und Pleurax.


Siegfried

#18
Danke Anne, für den Hinweis. Habe ich bis jetzt anscheinend doch übersehen. Werde ich umgehend durchlesen.  :-[
  lg von Sigi

Michael K.

Hallo zusammen,


Ich denke es mag jeder seine eigene Art des legens heraus finden. Bei den Objektführern muss man ja eine Achse nach der Anderen bewegen also erst die X, dann die
Y Achse oder umgekehrt. Bei grösseren Legungen ist man da eine ganze Weile beschäftigt. Keine Frage, genau und fein genug bewegbar ist es.
Auch die Singer 3D Pantografen hab ich mir angesehen. Ist für mich auch nicht geeignet. Das sehe ich mehr in der Elektronik z.B beim durchmessen von Schaltungen in der
SMD Technik. 
Ich nutze zur Zeit 2 Legeborsten, eine grössere und eine feinere. Diese halte ich wie ein Stift und suche, bzw lege auch so die Diatomeen. Damit kann man schnell Diatomeen aufnehmen und legen ohne an Rädchen drehen zu müssen.  Im Grunde habe ich mit den Fingern; die den "Stift" mit der Legeborste halten; einen Aktionsradius von 2 cm. Dieser Aktionsradius muss bei maximaler Auslenkung auf 0,5 mm herunter gebrochen werden. Es ist somit eine Untersetzung von 1:40.
Ich denke ich werde das Teil so versuchen zu bauen, wie ich es in der Zeichnung dargestellt habe. Etwaige Schwierigkeiten, die auftreten, gilt es beim bau zu lösen.


Gruss
Michael


rlu

Hallo,
scheinbar geht es auch um das Übersetzungsverhältnis.
Der Mk1 wäre dann zu grob.
Bei einem anderen Verhältnis ist halt die Frage, wie schnell kann ich mich bewegen und wie weit ist der Fahrweg.

photomacrography.net/forum/Micromanipulator
Beatsy schreibt:
Zitat
8:1 is a pretty coarse ratio though, wonder what it's intended for?
From about 75:1 to 300:1 but the thread on the adjustment collar is bound up and won't move. I'm sure it only needs releasing agent and a bit of force to free it, but the current setting (175:1) is perfect for my setup so I've let it be. Everything else works perfectly, including the joystick tensioner, so best not to mess IMO.

1. Welchen Zylinder könnte man nehmen, kaufen, selber bauen um eine Hydraulik-Lösung zu bekommen.
Wie kann man das Übersetzungsverhältnis ändern - wie ist das gelöst?

2. Dann fällt mir noch ein, dass Anne erzählt hat, die Diatomeen-Leger arbeiten mit einem Spiegel-Vorsatz , damit sie sie nicht umdenken müssen.
Mikroskope drehen ja das Bild um. Kann man so was  noch bekommen oder selber bauen?

Da es ja keinen 3D - Effekt(Durchlichtmikroskop) gibt, könnte man doch auch gleich am Bildschirm arbeiten?
Den Bildschirm kann man drehen und spiegeln.

Liebe Grüße
Rudolf

anne

Hallo zusammen,
ich habe mal aus Interesse bei Singer ein Angebot angefordert für den MK1, "nur" rund 8600€ netto.....
lg
anne

Michael K.

Hallo zusammen,

Ja der MK1 ist teuer.
Der Bauplan für meinen ist fertig, ein wenig anders als dargestellt. Kurz gesagt meine Handbewegungen wird durch mehrere Hebel untersetzt. Diese Untersetzungen könnte man soweit treiben das am letzten Glied quasi keine Bewegung sichtbar wäre. Jetzt geht es dran das zu bauen.


Gruss
Michael

Michael K.

Hallo zusammen,


Heute möchte ich euch den Eigenbau Mikromanipulator vorstellen, den ich in letzter Zeit gebaut habe. Der Verstellmechanismus für das Legewerkzeug und die Höhen
einstellung ( eigentliche Untersetzung ) sind Teile eines alten Mikroskoptisches.
Alle anderen Teile wurden aus Rohmaterial Alu,Messing gefertigt. Fast alle Aluminium Teile sind schwarz eloxiert. Mit der Verstellung des oberen Drehpunktes 2 kann ich die
Untersetzung der Handbewegung von 1:467 bis 1:43 einstellen.  Die Werte sind jetzt auf die Höheneinstellung (DP2) 0,10,20,30... bezogen.
Beispiel: Höheneinstellung fast 0, der Hebel bewegt sind von der Senkrechten 7 cm nach rechts, dann macht das Legewerkzeug einen Weg von 150 µm. (70mm/0,150mm=467)
Den Werkzeughalter kann man in der Höhe verstellen. so kann ich es einmal für das Stereomikroskop und einmal für das normale Mikroskop nutzen. Um Diatomeen auf zunehmen reicht es wenn man den Handhebel nach oben drückt, das reicht um die Diatomee auf zunehmen.
Hier habe ich einige Bilder.


Gruss
Michael



purkinje

Hallo Michael (K.), faszinierend deine Konstruktion !  (Die Gifs sind übrigens auch Klasse)
Bester Gruß Stefan

anne

Hallo Michael,
einfach grandios!
Das ist fast patentwürdig.
lg
Anne

Siegfried

#26
Hallo Michael
Meine Hochachtung für die Entwicklung und den Bau dieses Mikromanipulators. 8)
Die Präsentation ist dir auch hervorragend gelungen.
Nur eine Frage, zum Versetzen einer Diatomee, bewegst du aber den Objektträger?
    Gruß von Siegfried


Michael K.

Hallo,

Danke für die Rückmeldungen. Was die Videos angeht, ich wollte kein extenen Link einfügen, deshalb habe ich es als GIF gemacht.
Es ist schon erstaunlich wie es sich mit einem MP arbeiten lässt. Es ist in der Tat einfacher als nur mit der Hand.
Man kann sicherlich das ein oder andere noch ändern. Die Feinverstellung der Höhe ist nicht unbedingt nötig, nur ich wollte das Teil mit einbringen.
Die Sorge das es zu grosse Vibrationen an der langen senkrechten gibt, ist nicht gegeben. Wenn man an die Stange kommt vibriert die natürlich. Die kann man aber mit einem halb oder 3/4 Rohr von der Handseite abschotten.
Man könnte unterhalb der Stange auch noch eine gelagerte Stahlkugel anbringen, wo die Stange quasi aufsitzt. Das würde zudem die einseitige Belastung des
Laufwagens minimieren.

@ Siegfried:
Zum versetzten habe ich die Objektträger verschoben. Fürs Video hab ich nur 1 OT mit paar Diatomeen benutzt.  Im normalfall werden ja 2 OT benutzt.


LG
Michael

Michael K.

Hallo zusammen,


Fragen an die Technikexperten:
Wie kann man eine Last aufnehmen bei minimalster Reibung?

Hintergrund:
Bei dem Mikromanipulator sind oben 2 Linearführungen verbaut. Aber bei Montage des Legewerkzeughalters kommt einige Kraft einseitig auf die Kugeln in den Lagern. Das möchte ich vermeiden. Dazu habe ich zuerst so ein Transportkugellager getestet. Das funktioniert nicht zufriedenstellend. In dem Lager ist eine grosse Kugel auf mehreren kleinen Kugeln gelagert. Bei Bewegung der senkrechten Achse ruckelt diese leicht, also ist die Reibung durch die vielen kleinen Kugeln zu gross.
Aus diesem Grunde habe ich mir selber so eine Lagerfassung gefertigt, so das nur eine grosse Stahlkugel darin läuft. Nun läuft es genau so wie ich es möchte, zudem werden auch Schwingungen vermieden. Die "Kraft" durch das Gewicht des Legewerkzeughalters wird somit über die Kugel aufgenommen und abgeführt.

Meine Frage dazu:
Gibt es noch eine andere Möglichkeit oder ist das mit der Kugel die beste Wahl?



Gruss
Michael 

ManK

#29
Hallo Michael,
die Stahlkugel ist eine gute Lösung, wird auch bei manchen Wirebondern so gemacht. Da läuft dann ein ganzer xy Tisch auf dreien von diesen "Kugellagern". Nur ist das Gegenlager nicht nur aus Aluminium, sondern ein Federstahlblech eingelegt. Verhindert dass sich die Kugeln einlaufen.
https://siliconpr0n.org/media/ks/4124/ks_4124_manual.pdf , Seite 3-5 ff.
Viel Spass weiterhin beim optimieren
Manfred