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Frischblut im DIK

Begonnen von Peter V., Februar 14, 2010, 12:23:25 NACHMITTAGS

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Peter V.

Hallo!

Beim Testen meines neuen DIK am Jenaval habe ich einmal einen Tropfen Frischblut mikroskopiert. Dem "Blut beim Vergammeln zuzusehen" ( wie es einmal Jörg Weiss hier ausdrückte ), bringt zwar keine nennenswerten medizinischen Erkenntnisse, ist aber dennoch von gewissem ästhetischen Reiz.
Wer übr DIK verfügt, sollte das einmal ausprobieren. Einen Tropfen Blut auf den Objektträger, Deckglas auflegen, 100er-Ölimmersion.

Leider habe ich derzeit noch ein Fotoproblem ( siehe Hauptforum ), aber ich zeige dennoch ein paar Aufnahmen ( durch das Okular sieht es WESENTLICH besser und beeindruckender aus ). Eigentlich ist mein DIK-Hintergrund angenehm hellgrau, aber durch die auffgrund des "Fotoproblems" notwendigen Nachbearbeitung wurde er grünlich-blau und ein Teil der Plastizität ging verloren.

Rote Blutkörperchen ( Erythrocyten ) mit der typischen "Delle" in der Mitte


Sogenannte "Geldrollenbildung" der Erys


In der Bildmitte zwei weiße Blutkörperchen ( Leukocyten )


Noch ein Leukocyt in der Bildmitte


Durch die Blutgerinnung einsetzende Bildung von Fibrinfäden


Herzliche Grüße
Peter



Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

peter-h

Hallo Peter,

blau-grünes Blut  ;D ich hab es schon immer gewußt, dass Du eine besondere Spezies bist  ???
Du hast sicher zuviel Frozen Blue Hawai getrunken. Oder hast Du mit einer blauen Luftschlange geschunkelt  ;D ;D ;D

Närrische Grüße
Peter (H)

Ralf Feller

Hallo Peter,
das sind schöne Aufnahmen. Man erkennt sehr schön die räumliche
Form der Erythrozyten, die im gefärbten Ausstrich ja immer nur als
Scheiben erscheinen, eigentlich aber bikonvex sind.
Interessant ist auch die Fibrinpolymerisation, die wohl von den
Enderleinisten gedeutet wird (ich denke, das ist es was da beschrieben
wird).
Ich hatte am Freitag eine ähnliche Idee und wollte mir mal Frischblut
in verschiedenen Schichtdicken ansehen (angeregt durch die platt gedrückten
Ciliaten von Martin Kreuz). Weil ich aber Angst vorm Stechen habe,
natürlich nur wenn ich der Gestochene bin, habe ich antikoaguliertes
Citratblut von einem Patienten verwendet.
Einen DIC habe ich leider nicht, also Hellfeld, Dunkelfeld, schiefe
Beleuchtung und Phasenkontrast mit 40x, 63x und 100x am Universal.











Es ist keine Fibrinbildung zu sehen. Das Innenleben der Leukos wird
umso deutlicher, je mehr diese platt gedrückt werden. Thrombozyten
sind schwer scharf darzustellen, weil sich im Flüssigpräparat je alles
etwas bewegt. Vielleicht bekommt man bessere Aufnahmen mit dem
Mikroblitz. Warum bestehen die Enderleinisten denn nur so hartnäckig
auf Dunkelfeld? Mit DIC, Phako und Kollegen bekommt man doch
auch ein sehr schönes Kino.

Gruß aus Mülheim, Ralf