Kieslalgen aus einem Entwässerungsgraben

Begonnen von A. Büschlen, Februar 05, 2024, 20:58:03 NACHMITTAGS

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A. Büschlen

Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

A. Büschlen

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purkinje

Hallo Arnold,

ein sehr schöner Vergleich der 3 Kontrastverfahren.
Aber besonders dein Bild des Bruchstücks der Fragilaria (#5) mit dem Nikon DIK gefällt mir sehr. Der Hintergrundsgradient ist bei dieser Ausprägung, finde ich zumindest, völlig egal, viel wichtiger ist dass die zellulären Binnenstrukturen deutlich, aber nicht überkontrastiert sind.
Dies sagt man den DIKs von Zeiss wie Nikon ja nach, dass sie über die verschiedenen Vergrößerungen, wenn abgestimmtes Gerät vorhanden, das ausgewogendste Kontrast-Auflösungsverhalten bieten.  Dein Leitz-DIk scheint, wie mein älterer endlich 160mm Leitz-DIK, da schon deutlich kräftiger zu kontrastieren.
Daher meine Frage: verwendest du diesen (Leitz) auch für höhere Vergrößerungen (40x und mehr) und wie ist er da deiner Meinung nach? Ähnelt er da deinem Nikon-DIK eher (zarterer Kontrast)?
Beste Grüße Stefan

KayZed

Hallo Arnold,

der Kontrastvergleich an Fragilaria ist interessant.

Phasenkontrast ist bei flachen, dünnen Objekten oft optisch und ästhetisch am ansprechendsten.
Allerdings würde ich meinen, dass der DIK etwas detailklarer wirkt.
Das Hellfeld bräuchte vielleicht eine etwas kleinere Aperturblende zur Kontraststeigerung.

Beim "Amöben"-Bild zeigt sich ein Problem des Phasenkontrastes bei tiefenausgedehnten Organismen. Hier ist - natürlich auch durch das 20er Objektiv - die Auflösung zu schwach. Ein Springtier (Halteria), wie Wolfgang vermutet, ist es wahrscheinlich nicht, weil die dunklen Fortsätze unterschiedlich dick sind und Cilien daher weniger in Frage kommen. Es schaut schon eher nach den Pseudopodien einer (Schalen)-Amöbe aus.

Vampyrella ist es vermutlich auch nicht, weil dort die Pseudopodien (Filopodien) strahlenförmig angeordnet sind.
Ich weiß nicht ob die orange Farbe echt oder kontrastbedingt ist.
Am wahrscheinlichsten ist wohl eine Schalenamöbe. Zur näheren Eingrenzung bräuchte es Bilder mit einer höheren Auflösung.

Verwendest du Phasenkontrast und/oder DIK auch an anderen Objektiven?

Herzliche Grüße
Klaus
Zeiss Stemi 508
Zeiss Jenaval Kontrast
Nikon Z7

Gerd Schmahl

#19
Hallo Arnold,
schaue mal bei Penard.de unter 2.1.Leptophyrs

Hallo Wolfgang,
meist Du das Kreiseltierchen Urceolaria, das man in diesem Video sehen kann?

LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

A. Büschlen

Hallo Stefan,

ZitatDaher meine Frage: verwendest du diesen (Leitz) auch für höhere Vergrößerungen (40x und mehr) und wie ist er da deiner Meinung nach? Ähnelt er da deinem Nikon-DIK eher (zarterer Kontrast)?

Ja, die DIK Einrichtung für das 63x und das 100x ist am Leica DMRD auch vorhanden, aber mir fehlt zur Zeit die Erfahrung damit. Deshalb möchte ich mich mit vergleichen zurückhalten.

Die vorhandende DIK Einrichtung am Leica DMRD lässt an drei Stellen eine Feinjüstierung zu. Da ist noch Spielraum um den Kontrast abzustimmen.

Gruss Arnold

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liftboy

Hallo Gerd,

da kreiselt nix :-) die Dinger sind unheimlich schnell (deswegen auch kein Bild). Ich versuch mal eines in der Ruhephase zu erwischen, außerdem recht winzig. Ohne das 60x brauch ich da gar nicht anfangen. Gemäß Wassertropfen hätte ich das jetzt als Halteria spec. eingeordnet (heißt ja nicht umsonst "Springtierchen").

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

purkinje

Hallo Arnold,

dank Dir trotzdem für die Antwort und wenn Du dazu kommen solltest freu ich mich über Deine Bilder auch mit dem Leitz DIK und ja evtl auch einem Vergleich.
Beste Grüße Stefan

A. Büschlen

Hallo Klaus,

ZitatVerwendest du Phasenkontrast und/oder DIK auch an anderen Objektiven?

Am Leica DMRD ist die Einrichtung HF/Ph/DIK für die Objektive 10x/20x/63x/100x vorhanden. Das 40x "nur" für HF/DIK.
Weil meine Objekte nicht die Dünnsten sind verwende ich das 20x sehr gerne.

Gruss Arnold
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A. Büschlen

Hallo Gerd,

danke für deinen Hinweis zu Leptophyres.

Gruss Arnold
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A. Büschlen

Hallo,

bei dieser herrlichen Wettersituaton Wasserproben holen ist schon ein besoderes Privilg.

Landschaft 1200.JPG

Meine Probebecher fassen ca. 180ml, der Schraubdeckel schliesst absolut dicht und man kann sie auch im Gelände sicher abstellen.

Probebecher .JPG

Und hier eine erste Kostprobe aus dieser Aufsammlung.

Wirbellos 1200 .jpg

Zum Bild: Objektiv Leica 40x/0.85C 0.17-0.24; DIC; Halogenbeleuchtung.

Gruss

Arnold Büschlen


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KayZed

Hallo Arnold,

auch das macht Vorfreude auf den Frühling.
Es geht ja beim "Tümpeln" nicht nur um die Mikroorganismen, sondern auch um das Erleben ihrer Habitate, die zum Glück oft noch relativ naturnah sind.

Vielleicht könnte es sich bei dem Sonnentier um Actinophrys sol handeln des zentralen Nukleus wegen.
Allerdings fehlt die typische Blasenbildung im Zellkörper.

Beste Grüße
Klaus
Zeiss Stemi 508
Zeiss Jenaval Kontrast
Nikon Z7

A. Büschlen

Hallo Klaus, danke für deine Anregungen.-

hier noch zwei Bilder ohne grossen Kommentar. Beide Bilder sind am Nikon Optiphot mit dem Objektiv 40/1.0 Oel im DIC gemacht. Kein Stapel. Der Balken betrögt 20µm.

Gruss Arnol Büschlen


im Doppelpack Balken 20µm .jpg


Sonnentier Balken 20µm.jpg
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KayZed

Hallo Arnold,

wunderbar zarte Aufnahmen.
Dein fein zeichnender DIK gefällt mir.

Das erste Bild könnte eine Pinnularia in Gürtelbandansicht sein. In der Mitte vemute ich ansatzweise die Dictyosomen. Die zweite Aufnahme zeigt wohl ein Nadel-Sonnentier Acanthcystis sp.

Wenn du noch mehr zu zeigen hast, wäre es fast zu überlegen, unsere Kieselalgenserie in einem Faden zusammenzuführen.

LG Klaus
Zeiss Stemi 508
Zeiss Jenaval Kontrast
Nikon Z7

A. Büschlen

Hallo,

riesig sind sie! Oft füllen sie in ihrer Länge das Bild ganz aus. Hier hat sie mit dem 40er Objektiv noch gut Platz. Der Balken beträgt wiederum 20µm.

Grüsse

Arnold Büschlen

123 Balken 20µm.jpg
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