Restauration eines alten Mikroskops

Begonnen von Winfried Berberich, Februar 28, 2024, 13:43:42 NACHMITTAGS

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Winfried Berberich

Hallo die Runde,

habe mich gestern erst anbemeldet und weiß noch nicht so genau, wo man was postet.

Ich bin Hobbyastronom und Fotograf. Daher interessiere ich mich auch für das "ganz kleine". Nun hat mir ein Freund ein Mikroskop überlassen, das aus dem Jahre 1960 stammt (laut Rechnung) und ziemlich vergammelt ist. Die Stockflecken lassen sich leicht säubern, gut. Der Kreuztisch funktioniert einwandfrei.

Das Gerät ist ein ROW Rathenow Mikrofot D-16-B, also ein Fotomikroskop.

Es ist komplett, hat 6 Okularpaare, der Trafo ist dabei und Filter sowie Ersatzlampen.

Leider läßt sich der Tisch nicht mehr bewegen, weder nach oben noch nach unten. Der Fotoadapter (er funktioniert) läßt sich herausnehmen, aber man kann den Verschluß des gesamten Geräts im Bügel nicht mehr festmachen, auch hier klemmt das Befestigungsrad.

Frage: kann ich mit Waffenöl darangehen, um es gangbar zu machen oder muß das Gerät fachmännisch repariert werden? Immerhin hatte es mal DM 3600- (Ost) gekostet.

Über Antworten würde ich micht freuen.

Gruß
Winfried

Jürgen Boschert

Hallo Winfried,

Waffenöl ist nun nicht das Ideale für mikroskopische Feinmechanik, allenfalls zum lösen von Verharzungen, um überhaupt wieder eine Beweglichkeit zu erhalten; die ist ja i.d.R. für die Demontage, Reinigung und Neufetten erforderlich. Wie schon angedeutet sollte man so etwas schon zerlegen, reinigen und neu fetten. Dann kann man an so einem feinmechanischen Gerät noch Jahrzehnte Freude haben. Um die eingebaute Kamera würde ich mich, ehrlich gesagt, nicht wirklich bemühen, die Film-Fotografie ist da von der Zeit längst überholt worden (ja, ja, ich höre da den ein oder anderen Aufschrei, aber gerade bei der technisch-naturwissenschaftlichen Fotografie ist die Digiknipse eindeutig im Vorteil).
Beste Grüße !

JB

Winfried Berberich

Danke für Deinen Beitrag.

Ja, ich habe gerade in unserem Astroforum gehört, daß Waffenöl der falsche Weg wäre. Es kann Aluminuim oxidieren. Bleibt also nur der Auseinanderbau. Zum Glück habe ich auch die Bedienungsanleitung, die muß ich ja nur "rückwärts" anwenden. Mal schauen, ob ich das hinbekomme. Da nehme ich wohl besser einen Bekannten mit dazu, ich bin feinmechanisch nicht so der Feinmotoriker...

Nochmals vielen Dank in meine Heimatstadt Mannheim, bin im Sommer öfter dort, wohne aber in der Nähe von Würzburg, aber immernoch im Badischen....

Lieben Gruß
Winfried