Grösse Leitz Phasenblende 0

Begonnen von Florian D., März 22, 2024, 21:29:58 NACHMITTAGS

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Florian D.

Hallo,

ich habe hier 160 mm EF Objektive von Leitz 6,3 und 10-fach, Phaco 0, sowie 20 und 32-fach Phaco 1. Leider habe ich nur einen Phaco 1 Lollypop. Weiss jemand, wieviel grösser der Durchmesser des Phaco 0 Ringes im vergleich zum Phaco 1 Ring ist?

Viele Grüsse
Florian

HCLange

Hallo Florian,

für welchen Kondensor ??

Herzliche Grüße
Christoph

Florian D.

Ich möchte die Blende an einem Leitz Diavert mit Kondensor Nr. 91 verwenden. Dafür scheint es keine Phaco 0 Blenden zu geben. Die relative Grösse der Blendenringe sollte doch aber kondensorunabhängig sein?

Viele Grüsse
Florian

Aljoscha

Zitat von: Florian D. in März 23, 2024, 11:19:00 VORMITTAGDie relative Grösse der Blendenringe sollte doch aber kondensorunabhängig sein?


Hallo Florian,

Das ist sie nicht. Die Blenden müssen zur Apertur des Kondensors passen.

Viele Grüße

Alexander

HCLange

Hallo Florian,

man sollte eine Ph-Blende (LD-Kondensor) evt. für mehrere Objektivblenden Ph einsetzen können durch Höher- oder Niederstellung des Kondensors - einfach probieren. Bei Zeiss wurde das mal so angegeben.
Die Ph0-Blende gab es nicht fürs Diavert. Aber eine Phaco L1 für den Kondensor 92.

Herzliche Grüße
Christoph

Florian D.

Zitat von: Aljoscha in März 23, 2024, 11:46:09 VORMITTAGDas ist sie nicht. Die Blenden müssen zur Apertur des Kondensors passen.

Natürlich kann ich mit einem Kondensor mit einer niedrigen numerischen keine grossen Phasenblenden benutzen. Aber die Phasenblende 0 sollte doch einen kleineren Durchmesser als die Blende 1 haben und das Radienverhältnis vom Kondensor unabhängig sein?

Viele Grüsse
Florian

HCLange

Hallo Florian,

so einfach ist das nicht. Beispiel :
Zwei unterschieldliche Ph-Kondensoren von Leitz für TL160-Stative mit jeweils n.A. 1,25 haben deutlich unterschiedlich große Phasenringsätze. Das hat offensichtlich mit dem unterschiedlichen optischen (Linsen-) Aufbau zu tun.

Herzliche Grüße
Christoph

Florian D.

Das die Phasenblenden je nach Kondensor unterschiedlich gross sind, ist schon klar. Allerdings sollte die Größe der Ringe relativ zu einander doch konstant sein. Ich hab' mal ein Bild einer Phaco 1 Blende mit dem Phaco 0 Objektiv aufgenommen (mit Bertrandlinse). Werde mal versuchen, einen entsprechend kleineren Ring herzustellen.

Viele Grüsse
Florian

Florian D.

Habe jetzt mal probiert, mit dem 3d Drucker eine entsprechende Blende zu drucken. Die sieht zwar lausig aus, funktioniert aber. Wenn alle Parameter stimmen, kann ich sie ja immer noch professionell drucken lassen. Leider ist mein Mikroskop auch noch nicht in Ordnung. Daher nur 2 vorläufige Bilder mit dem Handy aufgenommen. Der Phakoeffekt ist sehr gut sichtbar, vor allem an den Rissen im Eindeckmittel. Die Ringblende lässt sich so einstellen, dass die vollkommen innerhalb des Phasenrings des Objektivs zu liegen kommt.

Unbenannt.jpg
msg-325648437-68520.jpg
msg-325648437-68521.jpg




Viele Grüsse
Florian

Florian D.

Von Wolfgang "ortholux" habe ich ein neues Umlenkprisma bekommen, wofür ich Ihm sehr zu Dank verpflichtet bin!
Anbei ein paar weitere Bilder.
Die Blenden habe ich diesmal einfach auf Transparentfolie gedruckt,
Phaco0Blenden.pdf
ausgeschnitten, und in eine 3d gedruckte Halterung gelegt
photo_5251236903007674461_y.jpg
photo_5251236903007674462_y.jpg
Damit ergeben sich folgende Bilder eines Diatomeenpräparats
photo_5251236903007674364_y.jpg
und Bild durch das Phaco-Fernrohr.
photo_5251236903007674441_y.jpg
Irgendwo ist noch reichlich Dreck :-)

ortholux

Zitat von: Florian D. in April 14, 2024, 22:17:23 NACHMITTAGSIrgendwo ist noch reichlich Dreck :-)


Aber bestimmt nicht auf meinem Prisma!!!  ;)

Die Bilder schauen doch gut aus. Ich hab auch noch solch ein Phase-0-Objektiv rumliegen. Magst Du mir auch so einen Phasenring auf Folie Drucken?

Wolfgang

Peter V.

#11
Hallo Florian,

vielleicht täuscht der Eindruck, aber ich für mich sieht das eher nach Schieflicht (oder einer Art ringförmige Beleuchtung?) als nach Phasenkontrast aus - zumindest meine ich eine deutliche Schieflichtkomponente zu erkennen. Manche Diatmoeen auf Deinem Bild wirken sehr plastisch mit "Schattenbildung", was ja kein typischer Phakoeffekt ist.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

ortholux

Ich denke schon, dass das Phaco ist. Es werden ja die Umrisse und  Mittel-"nerven" hell dargestellt. Der Untergrund ist dunkel. Diatomeen sind im Hellfeld kaum sichtbar. Bei schiefer Beleuchtung wird man sicher mehr erkennen, aber dann ist der Untergrund immer noch hell.

Meine Meinung
Wolfgang

Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

die Position der Phasenblende relativ zum Kondensor ist bei schwachen Objektiven sehr kritisch und in >deinem Fall nicht optimal, das Ph-Bild ist nicht homogen, sondern zentral hat man Ph, am Rand zunehmend Hellfeld. Das ist ein häufiges Problem bei Ph mit schwachen Vergrößerungen, kenn ich nur zu gut!
Im Micscape habe ich diesen Artikel gefunden, der vielleicht hilfreich sein kann:

http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/artjan08/rp-low-phase.html
Beste Grüße !

JB

Peter V.

#14
Hallo,

dem schwarz markierten Bereich würde ich Phako zubilligen, aber die rot markierten Diatomeen z.B. sehen mir eben sehr schief beleuchtet aus. Soll ja keine Kritik sein, muss ja vielleicht systembedingt so sein. Ich habe mich nie mit Phako bei so kleinen Vergrößerungen bewusst beschäftigt und am Inversmikroskop ist ja oftmals noch vieles anders.

Und: Solange ihr mir immer mit euren blöden Diatomeen kommt und nicht das einzig wahre "Universaltestobjekt nach Voigt" 8) verwendet (Mundschleimhautzellen) kommt, kann man sowieso gar keine Aussage treffen  ;)  :P

Herzliche Grüße

Peter
Fachmikroskopiker für Mundepithelien
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