Hauptmenü

Altes Zeiss Phoku?

Begonnen von GW, August 18, 2024, 14:49:00 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

GW

Herzliche Grüße,

darf ich Euch mal kurz um Eure Expertise bitten, ob das ein frühes Foto-Okular ist, das in meinen Besitz gekommen ist? Ich denke es wird aufgrund der zwei leeren Fächer nicht ganz vollständig sein.

Besten Dank und viele Grüße an diesem verregneten Sonntag. Perfektes Wetter, um in Kisten zu stöbern  ;)
Gerhard     

anne

#1
-

Werner

#2
Sieht eher wie ein Aufsatz für Planfilme/Glasplatten 9x12 aus. Die Kassetten fehlen, gibts aber noch.
Könnte wegen des Gewindes und Winkelokulars von einem Werkzeugmikroskop oder Mtallmikroskop sein.

Gruß - Werner

beamish

Ja, "Phoku" scheint mir richtig:
Phoku_1927.jpg

Grüße
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

beamish

Hier noch mit etwas mehr Beschreibung (1934):
Phoku_1934.jpg
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

GW

Hallo Martin, hallo Werner,

ganz herzlichen Dank und das sieht sehr sehr identisch  ;)
Damit weiß ich jetzt wofür es mal bestimmt war und zeigt wie unendlich aufwändig früher die Fotografie gewesen ist. Man muss sich zusätzlich nur die Entwicklung der Platten noch vorstellen- einfach Wahnsinn. da sind wir heute mit der digitalen Fotografie schon sehr verwöhnt.

Nochmals danke für Eure Expertise und Euch einen schönen Sonntag
Beste Grüße
Gerhard 

GW

#6
Ein herzliches Hallo und ein kleiner Nachtrag zum Phoku.

Heute hat das Zeiss Archiv geantwortet und das Phoku ist aus dem Jahre 1930 und war damals an einen Arzt in Heilbronn ausgeliefert worden.

Beste Grüße und Euch eine schöne, restliche Vorweihnachtszeit
Gerhard 

K. B.

Hallo Gerhard,

das ist ja ein tolles Teil, für damalige Verhältnisse muss das eine extrem gute Möglichkeit zum Fotografieren am Mikroskop gewesen sein.
Es wäre schon interessant zu sehen welche Aufnahmen mit dem Spiegel als Beleuchtung möglich waren und welche Belichtungszeiten man erreichen konnte.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

GW

Hallo Kay,

vielen Dank für deine Antwort und zunächst einmal tut es mir leid erst heute darauf zu antworten, aber wir hatten einen Krankheitsfall in der Familie.

Du hast absolut recht, es war schon eine tolle Erfindung zu einer zeit, da wir meilenweit von den heutigen Möglichkeiten entfernt waren. Ich kann es nur leider nicht testen, da mir sowohl Kenntnis & Expertise wie auch entsprechendes Equipment fehlen.

Herzliche Grüße und Dir einen schönen, verschneiten Sonntag
Gerhard

GW

Guten Morgen Werner, Martin & Kay,

ich hoffe es geht Euch gut und nochmals vielen Dank für die umfangreichen Informationen zum Phoku. Ich habe inzwischen versucht mich einzulesen und dabei festgestellt, dass dies für mich als Rookie in der Mikroskopie in einer anderen Liga uns weit über meinen Fähigkeiten liegt.

Ich würde das Phoku daher gerne in kundigere Hände geben und bevor ich es hier einstelle, wollte ich Euch fragen, ob eurerseits Interesse besteht, da ihr mir bei dem ganzen Thema so wertvolle Tips gegebn habt. Ich habe nochmals ein paar aussagefähigere Fotos eingestellt.

Beste Grüße
Gerhard

K. B.

Hallo Gerhard,

da ich ab und an gerne mit Fotoemulsionen und selbst beschichteten Platten herumexprimentiere hätte ich definitiv interesse an dem Phoku.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

Alfons Renz

#11
Hallo, liebe Photofreunde,

Zur Ergänzung noch eine etwas spätere Version eines ZEISS-Photoansatzes (Nr 16910) in einer Kriegs-Not-Verpackung aus dem ehemaligen Besitz von Dr. Walter Loos, der damals (1941) das Phasenkontrast-Verfahren bei Zeiss eingeführt hat.

Eigenartig ist, dass der Aufbewahrungskasten nicht exakt für den Ansatz passt - aber es waren Kriegs- und Notzeiten, als Loos den Phasenkontrast für Zeiss entwickelt hat. Er schrieb: Alle Aufnahmen wurden mit der Aufsetzkamera Miflex in Verbindung mit der Kleinbildkamera Contax hergestellt.

Das Bild mit der Dame stammt aus einem ZEISS-Jena-Katalog (1953, Internet)

Herzliche Grüße,

Alfons



GW

Hallo Alfons,

vielen Dank für die tollen Informationen und Bilder. Das war schon alles sehr perfektioniert für die damaligen Möglichkeiten.

Der Artikel zum Phasenkontrast erklärt vielleicht auch, warum n dem Phoku noch eine Kiste mit einem quasi neuem Set an Objektiven und einem Kondensor mit Drehrad liegt sowie das skurrile Teil, das ich gerade unter ,,Umlenkspiegel oder wer kennt denn sowas" gepostet habe.
Alles stammt aus der Vitrine des Großonkels. Ich muss gleich mal nachschauen gehen.

Beste Grüße
Gerhard

K. B.

Hallo Alfons,

ist der ZEISS-Photoansatz (Nr 16910) zum anklemmen an den Tubus?
Der Zeiss Miflex müsste ja ene Ringschwalbe zur Befestigung besitzen.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

Alfons Renz

#14
Hallo Kay,

Zur Adaptation am Mikroskop gibt bei meinem MIFLEX ein spezielles Teil, mit einem Klemmring unten, der auf einen 23 mm Tubus passt, und einer Ringschwalbe oben, an die der Photo-Zwischenkörper gesetzt werden kann.

Die Schwalbe ist kleiner als die spätere 'ZEISS-Schwalbe' des Standard-Systems und gerade umgekehrt: Sie zeigt nach oben, nicht nach unten. Michel hat also offenbar ein schon vorhandenes Konzept 'auf den Kopf gestellt'.

Dies gewährleistet, dass man ganz normal durch das Okular beobachten kann und nur bei Bedarf den Photoansatz anflanscht. Mit einer Schraubendrehung (im Bild ist dies die rechts nach schräg unten Ragende).

Es gab wohl zwei Systeme der Photadaptation: Entweder durch Anflanschen an den 23 mm Standard-Beobachtungs-Tubus (wie hier) oder durch eine Rändelschraube mit Gewinde (mit viel größerem Durchmesser) in den mittleren Teil des Tubus (sog. "Großer Phototubus"), so wie bei Deinem.
 

Beste Grüße,

Alfons