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Weidenrostpilz

Begonnen von Alf, August 11, 2025, 19:17:00 NACHMITTAGS

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Alf

Der Weidenrostpilz ist ein verbreiteter pathogener Rostpilz. Die Krankheit führt zu sichtbaren Schäden an den Weidenblättern, die sich in Form von gelben bis rostbraunen Flecken äußern. In fortgeschrittenen Stadien kann der Pilz die Blätter stark schädigen, was die Photosynthese beeinträchtigt und das Wachstum der Pflanze hemmt. Besonders junge Bäume sind anfällig für diese Infektionen.

Die Blätter wurden in AFE fixiert und Schnitte eine Dicke von 5 um, 3 um und 1 um angefertigt.

Es wurde eine gewöhnliche W3A Färbung, eine PAS-Alcianblau Färbung und eine Eosin-Trypanblau Färbung durchgeführt. Die PAS-Färbung führte zu einem unselektiven Rotton im gesamten Schnitt, dies lag an einem alten Reagenz - ein neuer Versuch erfolgt bei Zeiten und sollte eine selektive Anfärbung der Pilzzellen erlauben. Auch mit der Eosin-Trypanblau Färbung ergeben sich relativ gut differenzierte Ergebnisse.


Viel Spaß beim Betrachten!


Peter T.

Hallo Alf,

eindrucksvolle Bilder vom Weidenrost. Sind die von Dir gewählten Färbungen pilzspezifisch?
Liebe Grüße
Peter

Alf

Hallo Peter,

Die W3A Färbung zumindest nicht, die PAS Reaktion funktioniert teilweise hochselektiv (leider war mein Reagenz zu alt und ich war zu faul neues anzusetzen -  vgl. https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=47939.0). Auch Trypanblau färbt Pilze relativ selektiv an und liefert mit Eosin einen guten Kontrast. Die Schnitte sind jedoch fast zu dünn um die Ausbreitung im Pflanzengewebe gut darzustellen. Man sieht dünner ist nicht immer besser vor allem bei botanischen Proben. Werde hier auf jeden Fall noch eine bessere PAS-Färbung nachliefern.

Lg

jcs

Hallo Alf,

sehr schöne Färbungen mit klarer Differenzierung. Vor allem Trypanblau/Eosin finde ich spannend, da die Färbung offenbar recht einfach anzuwenden ist, oder?
LG
Jürgen

Alf

Hallo Jürgen,

Ja genau! 5 Minuten in 1% Eosin Lösung, mit Wasser abspülen, und dann mit 0,1% Trypanblau Lösung welche mit ein paar Tropfen Essigsäure versetzt wurde für ca 1 Minute, abspülen mit Wasser, habe die Scjnitte danach auf der 70°C warmen Wärmeplatte getrocknet (nicht wie üblich über Isopropanol Butanol und Xylol entwässert) und direkt in Histokitt eingedeckt.

Ein ähnliches Resultat nur mit umgekehrten Farben sollte eine Kongorot-Astrablau Föbrung ergeben auf Grund der strukturellen Ähnlichkeit zwischen Kongorot und Trypanblau. Versuche folgen.

Lg

Daniel Scheibenstock

Hallo Alf,

Nehme ich richtig an das dass Dunkelblaue der komplette Pilz ist?

Und hast du dir die Mühe gemacht das mal mit Fluoreszenz anzusehen? Eosin sollte unter blauem Licht aktiv sein 🙂

Liebe Grüße Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Alf

Hallo Daniel,

Ja das blaue ist der Pilz. Die Fluoreszenzaufnahme wurde mit der W3A Färbung aufgenommen.

Lg

Daniel Scheibenstock

Hallo Alf,

Ja das habe Ich verstanden 🙂 Ich wollte dich bitten mal die eosin trypanblau Probe unter blauem Licht zu betrachten Eosin ist ja fluoreszierend und trypan blau kann Fluoreszenz anderer Farbstoffe quenchen, wenn sie im gleichen Bereich liegen.

Also quasi die Begrenzung der Blattes zeigen. Müsste theoretisch funktionieren 😅

Lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Heiko

Hallo Alf,
im Bild drei meine ich unterseits ein Uredolager mit Sporen zu erkennen, was der für Melampsora salicina agg. typischen Orangefärbung der Weidenblatt-Unterseiten entspricht.
Gruß, Heiko