Technische Daten zu einem Objektiv von Zeiss

Begonnen von DanielDD, April 07, 2026, 00:52:44 VORMITTAG

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DanielDD

Hallo Leute,

ich habe auf einem Flohmarkt das folgende Objektiv für 5€ mitgenommen.

Ich will versuchen, damit zu fotografieren.
Es gehört vermutlich zu einem Technival 2 von Carl Zeiss Jena.   Ich habe aber
(auch in der Anleitung von Technival 2) keine technischen Daten gefunden. 
Hat jemand Informationen zu dem Objektiv?

Wann wurde es gebaut?

Wie sind Brennweite und Lichtstärke?

Gibt es eine Skizze vom Linsenaufbau?

Wie viel Material kann ich von dem braunen Flansch abdrehen, ohne dass es zerfällt?

Mit freundlichen Grüßen,
Daniel

Gerd Schmahl

Hallo Daniel,
deutet "DD" auf Dresden hin?

Das Objektiv kann ich nicht identifizieren. Wenn es von einem TECHNIVAL sein soll, muss es ziemlich fett sein. Gibt mal Maße an!

Aber warum um Himmelswillen willst Du mit so einem Teil fotografieren? Da kommst Du doch mit jedem 50mm-Objektiv mit Umkehrring und Balgenauszug besser. Noch besser natürlich mit einem echten Macro-Objektiv.

In welchem Größenbereich willst Du fotografieren und was?

Beste Grüße aus Dresden
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Thomas Böder

Allein schon die fehlende Blende, macht das Objektiv für die Fotografie untauglich.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

jochen53

Bist Du denn sicher, daß das Objektiv vollständig ist? Es sieht so aus, als ob da noch irgendwas, vielleicht eine weitere Linsengruppe, vor der konkaven Linse fehlen würde.
Jochen

Thomas Böder

Zitat von: jochen53 in April 07, 2026, 09:15:18 VORMITTAGBist Du denn sicher, daß das Objektiv vollständig ist? Es sieht so aus, als ob da noch irgendwas, vielleicht eine weitere Linsengruppe, vor der konkaven Linse fehlen würde.
Jochen


Da fehlen die beiden drehbaren Halterungen für die Lampen und somit auch das Gewinde, um das Objektiv in das Technival schrauben zu können.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

DanielDD

Zitat von: Gerd Schmahl in April 07, 2026, 07:48:10 VORMITTAGHallo Daniel,
deutet "DD" auf Dresden hin?

Ja, richtig.

Zitat von: Gerd Schmahl in April 07, 2026, 07:48:10 VORMITTAG... Wenn es von einem TECHNIVAL sein soll, muss es ziemlich fett sein. Gibt mal Maße an!

Das mit dem Technival 2 habe ich über google-Bildersuche gefunden.  Es gibt im Netz
Anleitungen zum Technival, da kann man dieses Objektiv (oder zumindestens ähnliche)
erkennen.  Dort sind aber keine Angaben wie Brennweite, usw.

Es hat an der dicksten Stelle 64mm Durchmesser und ist 62.5mm lang.

Zitat von: Thomas Böder in April 07, 2026, 08:59:56 VORMITTAGAllein schon die fehlende Blende, macht das Objektiv für die Fotografie untauglich.
Das Cyclop H3T ist, trotz fehlender Blende, in der Altglasszene als Ersatz für das Helios-40 recht beliebt. Das Bild ist mit einem Cyclop H3T gemacht:


Es geht mir nicht um größtmögliche Abbildungsqualität, sondern um Experimentierfreude und künstlerische Experimente.

Daniel


Mart

Dann könntest du auch mit einer Karton-Röhre,Schere,T2-Adapter mit Macroringe und Ducktape ausprobieren/Experimentieren was dieses Objektiv so alles "bringt". ;)
Habe so viele Objektiven auf Flohmärkte getestet.

Viel Spass,
Gregor

Schuhmicro

#7
.

DanielDD

Hallo Leute,

vielen Dank.  Ich bin jetzt mit dem Bessel-Verfahren (unter der Annahme es sei eine dünne Linse)
auf 106,4mm gekommen.  Der Wert ist zu hoch, da es sich um eine dicke Linse handelt.  Vielleicht
sind es 100mm?

Ich habe das Teil mal auseinandergenommen.  Vorn ist eine einzelne Linse oder ein verkittes
Gaußglied, die Frontfläche ist plan.

In der Mitte ist eine Einzellinse(?) die vorn konvex und hinten konkav ist.

Hinten ist eine Einzellinse (oder ein verkittetes Linsensystem) die ebenfalls vorn konvex
und hinten konkav ist.

Es ließ sich nicht herausfinden, wieviel man hinten abdrehen kann.  Irgendwann würde man
in das Glas der hinteren Linse(ngruppe) drehen.

 
Mit freundlichen Grüßen,
Daniel
 
 

Werner

Verkittete Linsen kann man mit einem GRÜNEN Laserpointer erkennen, indem man sie durchleuchtet. Wenn da eine Verkittung vorhanden ist, ist das an einem Lichtschimmer innerhalb der Linse zu erkennen.
Das funktioniert nur, da die grünen Laser durch Frequenzverdopplung eines IR-Lasers realisiert werden. Es gibt wohl noch eine zweite Harmonische, die dann an der Verkittung sichtbar wird (vermute ich mal).

Gruß - Werner