DIK - bunter DIK - alter DIK

Begonnen von Carsten Wieczorrek, April 27, 2026, 21:26:20 NACHMITTAGS

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Carsten Wieczorrek

Hallo,
aufgrund eines aktuellen unglaublichen Fadens über DIK an einem extrem modernen Mikroskop, in dem ich eine "dumme" Frage zur Farbigkeit gestellt habe, muss ich hier meinen Senf dazu geben.
Interessante Lösungen für farbigen DIK mit unzähligen Filtern werden da parallel vorgestellt.
Wie gut, dass ich die modernen Varianten nicht kenne und nicht verstehe.

Hier mein Vorgehen:

- 55 Jahre altes DDR Mikroskop
- 55 Jahre alte DDR DIK Einrichtung
- ein banaler Foto-Polfilter auf der Lichtaustrittsöffnung
- ein Amplival-DIK Kondensor mit Prisma "40"
- ein einfacher Planachromat 40/0,65 160mm
- ein DIK Schieber im Tubus (ja, nur einer für alle Objektive).

Und dann dreht man nur noch an einem Schräubchen. Mehr hat das System auch nicht.

Das Ergebnis zeige ich an einer Suriella, ein 160 Jahre altes Präparat.

Das alter hat also nichts mit dem Ergebnis zu tuen.

Viel Spaß beim Betrachten,
Carsten

dik1.jpg
Bild 1: hellgrau


dik2.jpg
Bild 2: dunkelgrau

 
dik3.jpg
Bild 3: orange/beige


dik4.jpg
Bild 4: blau


dik5.jpg
Bild 5: purpur

P.S.: Ich gebe gerne zu, dass ich heilfroh bin, eines der quasi nicht existierenden Amplival-DIKs zu besitzen.
Für's grobe : GSZ 1
Zum Durchsehen : Amplival Hellfeld, Dunkelfeld, INKO, Phasenkontrast
Zum Draufsehen : Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Polarisieren : Amplival Pol u Auf-/Durchlicht
Für psychedelische Farben : Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : Epival Interphako

Thomas Böder

Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Peter Reil

Es kann doch so einfach sein!  :)

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Daniel Scheibenstock

Hallo Carsten,

Mir gefallen die grauen Versionen doch noch am besten 🙂

Liebe Grüße Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol, DIC, PH)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Olympus SZX12
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Spectrum

Hallo Carsten,
,,Wer kann, der kann"
Ein Augenschmaus!
LG Holger
Holger
Duzen und meine Bilder (auch ungefragt)  bearbeiten, mit eigenen Aufnahmen ergänzen und weitergeben erwünscht!

GerhardL

Hallo Carsten,
mir gefällt dein Andy Warhol Stil auch sehr gut.
LG Gerhard

Jürgen Boschert

Beste Grüße !

JB

Siegfried

Hallo Carsten,
Ich bin ja auch ein Freund von Bunt. Sehr schön. Bild 1 und zwei sind doch mit dem grauen Hintergrund ein prima normaler DIK. Mich wundert daß du fast nie Bilder mit diesem "normalen" DIK zeigst?
Übrigens mit meinem Pluta-DIK, den ich im Moment meinem Enkel überlassen habe geht Andy Warhol auch.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=45034.0
Mit meinem Jenaval-Kontrast hab ich bis jetzt noch gar nicht probiert, ist auch etwas anders aufgebaut.
  Gruß von Siegfried

Carsten Wieczorrek

@Gerhard
Jetzt weiß ich, woran es mich erinnert hat   ;D
Carsten
Für's grobe : GSZ 1
Zum Durchsehen : Amplival Hellfeld, Dunkelfeld, INKO, Phasenkontrast
Zum Draufsehen : Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Polarisieren : Amplival Pol u Auf-/Durchlicht
Für psychedelische Farben : Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : Epival Interphako

purkinje

#9
Hallo Carsten,
Dank Dir für diese ästhetisch schönen Bildern mit Deiner ausgesprochenen Rarität- waren unter ein paar Dutzend Nomarski-DIK-Exemplaren die für das Amplival überhaupt gebaut worden sind, oder?
Wie ist denn der Kontrast bei diesem DIK mit einem 100er Öl-Objektiv?

Und für dieses Farbspiel (ohne zusätzliche Hilfsobjekte) muss das obere Prisma natürlich die passenden Interferenzstreifen höherer Ordnung überhaupt bereit halten.

Interessant wäre, ob Jena da Verbindungen zum französichen CNRS hatte, welches das Patent für das Nomarski-DIK-System hielt. Es gab ja in den 1960er und 70ern eine "Völkerfreundschaft" zwischen Frankreich und der DDR.

Nun mit dem "einfach" ist das so eine Sache...
einfach ists wenn
• Konstrukteure sich nen Kopf gemacht haben, welches Prismendesign (winziger Keilwinkel u. somit Aufspaltungswinkel) im Kondensor und oberhalb geeignter Objektive mit deren Brennweiten überhaupt harmonieren und an der richtigen Position verbaut haben
• spätere Nutzer und Verkäufer diese abgestimmten Systeme nicht zerupft haben, sicher manchmal auch bedingt durch teilweise delaminierte Komponenten die nicht mehr gut zu gebrauchen waren.

Bedauerlicher Umstand natürlich auch, dass zueinander passende Serien(nummern) oder gar technische Werte bei so gut wie allen Herstellern entweder unter Verschluss oder durch die Zeitläufe verschütt sind, was ein Zusammenpuzzeln der Komponenten zu einer Lotterie machen kann .

Beste Grüße Stefan




peter-h

Angeregt, habe ich auch mal wieder zum DIC gegriffen.
Wobei ich die Frage stelle : Ist das Kunst oder kann das weg  ;D
Campylodiscus-1.jpg
Campylodiscus-2.jpg
Campylodiscus-3.jpg

Vermutlich Campylodiscus aus einem Präparat von den Mofetten bei Soos.
Zeiss DIC am Olympus BH-2, Zeiss Plan 40/0,65, Kamera ASI178MC , HeliconFocus.

Viele Grüße
Peter

Jürgen Boschert

Hallo Peter,

schöne Aufnahmen.

Zu Deiner Eingangsfrage kann ich nur antworten: Das meiste, was wir als Amateure tun, ist Kunst und könnte eigentlich weg. ;)
Beste Grüße !

JB