Hauptmenü

Mikroskopbestimmung

Begonnen von Scardale, Mai 25, 2026, 19:49:22 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Scardale

Hallo,
meine Name ist Stefan Sikeler, ich habe bei einer Lagerauflösung ein Mikroskop? der FA. Carl Zeiss übernommen welches ich, auch nach Recherche im Netz, nicht zuordnen kann. Es stammt aus der FA. Mauser Werke in Oberndorf, Waffen, Maschinen und Messwerkzeug Fabrik. Ob das Gerät vollständig ist kann ich nicht sagen, was wundert ist, dass Leuchtmittel anbei sind jedoch kein elektrischer Anschluss. Im Anhang die Bilder, vielleicht kann ja jemand Licht ins Dunkel bringen, würde mich sehr darüber freuen.

Gruß StefanIMG_20260525_153743.jpgIMG_20260525_155127.jpg

Gerd Schmahl

#1
Hallo Stefan,
es dürfte sich um ein Lichtschnittmikroskop zur Rauhigkeitsmessung von Oberflächen handeln.
Interessanterweise stimmen die Inventarnummer am Gerät und die im Kasten nicht vollständig überein.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Kay Hoerster

Hallo Stefan, es könnte sich um ein Carl Zeiss Jena Lichtschnittmikroskop wie in dieser ebay Auktion handeln, die jeweils doppelt vorhandenen Objektive lassen auch darauf schließen. Zur Funktion eines Lichtschnittmikroskops siehe den Forums-Beitrag.
Die Ausrüstung scheint jedoch nicht vollständig zu sein und für normale mikroskopische Untersuchungen ist dieses Instrument ehr nicht geeignet, es ist schon sehr speziell in seiner Anwendung.

Vielleicht melden sich noch Kollegen zu diesem speziellen Thema, viele Grüße
Kay
Mit freundlichen Grüßen
Kay

Kay Hoerster

Da war der Gerd etwas schneller  ;D
Mit freundlichen Grüßen
Kay

Gerd Schmahl

Hallo,
Gibt es irgendwo ein "Banding", eine Firmenbezeichnung oder so? Leider ist das Foto von den Okularen unscharf.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Kay Hoerster

Hallo Gerd, meiner Meinung nach ist das Messschrauben-Okular oben rechts im Kasten recht gut als Carl Zeiss Jena identifizierbar...

Viele Grüße KAy
Mit freundlichen Grüßen
Kay

Werner

Ein Lichtschnittmikroskop wird in der Praxis nur selten benutzt. Ein Bediener der Fräsmaschine hat, wenn nötig, ein Musterstück mit gestuften beschrifteten Rauhtiefen vorliegen. Durch Drüberkratzen mit dem Fingernagel kann er die Rauhtiefe abschätzen und einstufen.
Wenn es zu grob ist, Fräser wechseln oder die Maschine oder die Schneidbedingungen richtig einstellen.
Glatte Teile müssen sowieso anschließend geschliffen werden.

Das Lichtschnittmikroskop kann man höchstens zum Ausmessen des Musterstückes verwenden, das geht aber auch mit anderen Methoden.

Ich habe auch noch so ein Teil eingelagert, vor allem wegen des sauschweren massiven Gußeisen-Stativs.

Gruß - Werner

Markus Hirt

Hallo,
das Stativ fehlt an diesem Lichtschnittmikroskop wohl, da es zur Messung auf Wellen ausgerüstet ist: durch Aufsetzen mittels der prismatischen Führung.

Anscheinend fehlt auch die Beleuchtung, die auf den messingfarbenen Flansch (links) gesteckt wird. Rechts der Tubus (oben) und das Messokular.

Wie von Kay erwähnt ist letzteres von Carl Zeiss Jena, die Objektive auch, habe Paare mit ebensolcher Beschriftung (Met bzw. Oprü) hier rumliegen. Auf den Okularen scheint das auch zu stehen. Also ziemlich sicher CZJ.

LG
Markus

 

Markus Hirt

Du kannst zum Ausprobieren in den linken Flansch mit der Taschenlampe reinleuchten und das Mikroskop auf einen Metallzylinder - Bierdose? :-) stellen. Wenn unten zwei passende Objektive drin sind, oben der Tubus und ein Okular, und sich alles scharf stellen lässt - voila, dann kannst Du die Metalloberfläche prüfen - "Met/Oprü".

 :D

Markus