Pleurosigma angulatum : Auflösung

Begonnen von Carsten Wieczorrek, Heute um 16:48:53 NACHMITTAGS

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Carsten Wieczorrek

Hallo,
Rolf hatte in meinem letzen Beitrag "Historische Diatomeenpräparate" zu recht gefragt, ob denn mit den "normalen" Objektiven wirklich nichts zu sehen ist. Ich habe das jetzt mal Überprüft. Es gibt zwei Probleme:
a) die Verkleinerung der Bilder auf die Forumsgröße
b) alte Mikroskope, die manchmal, wenn man zu lange mit dem Foto wartet, etwas den Fokus verstellen...

Ich habe die drei dafür wichtigsten Bilder neu gemacht.

Viel Spaß beim betrachten,

Carsten


Bild 1: Pleurosigma angulatum, DIK, Schieflicht, GF Planachromat 40/0,65
auf1.jpg


Bild 2: Pleurosigma angulatum, DIK, Schieflicht, Planapochromat 40/0,95
auf2.jpg


Bild 3: Pleurosigma angulatum, neg. Phasenkontrast, Apochromat 50/0,95
auf3.jpg
Für's grobe : GSZ 1
Zum Durchsehen : Amplival Hellfeld, Dunkelfeld, INKO, Phasenkontrast
Zum Draufsehen : Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Polarisieren : Amplival Pol u Auf-/Durchlicht
Für psychedelische Farben : Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : Epival Interphako

Lupus

Hallo Carsten,

das "Auflösungproblem" bei Pleurosigma angulatum ist die hexagonale Struktur der Schalenöffnungen, wodurch sich aufgrund des größeren Reihenabstandes etwa in 30° Richtung zur Längsachse die Strukturen leichter auflösen lassen. Hier ein REM-Bild aus http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/artjan13/fs-diatom-micro.html

Pleurosigma angulatum 2.jpg

Daher ist auch die Ausrichtung beim DIK oder schiefer Beleuchtung wichtig, kann aber dadurch nie in allen Richtungen gut werden. Hier von mir mit einem Objektiv 40/0.65 mit ringförmiger Beleuchtung zur Kontrasterhöhung, also nicht richtungsselektiv, aufgenommen  https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48001.msg364019;topicseen#msg364019



Hubert

Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

ein weiterer Faktor dürfte auch die Art des DIC sein: Spaltblende im Kondensor oder Prisma. Der Spaltblenden-DIC hat ja eine dtl. größere Richtungsabhängigkeit.
Beste Grüße !

JB

Peter Reil

Irgendwie dachte ich, es geht hier um die Auflösung der Diatomee aus dem antiken Präparat. Vielleicht habe ich es aber auch falsch verstanden.  :-\

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Jürgen Boschert

Hallo Peter,

so hatte auch das auch verstanden. Nun war ja Rolf aufgefallen, dass in Carstens Bildern die "Punkte" nicht aufgelöst sind, wie man es ja eigentlich bei einem Objektiv 40/0.65 erwartet. In den letzten jetzt von Carsten eingestellten Bildern, fand ich es nun bemerkenswert, dass im DIC-Bild nur Streifen zu sehen sind (auch in der Herausvergrößerung); das kenne ich so nur von DIC-Einrichtungen mit Spaltblende.
Beste Grüße !

JB