Eiweiß-Denaturierung aufgrund von Ethanol

Begonnen von Frank Fox, April 02, 2010, 22:14:28 NACHMITTAGS

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Frank Fox

Hallo,

ich habe folgendes Problem.

Meine Schnitte klebe ich mit einem Eiweiss-Glycerin Gemisch auf dem Objektträger auf.
Nach dem Beseitigen des Paraffins mit Xylol möchte ich die Schnitte über
eine Alkoholreihe in Wasser überführen.
Dabei denaturiert der Eiweiss und das ergibt auf dem Objektträger einen weißen Film.  :(

Wie kann ich das verhindern?

Herzliche Grüße
Frank Fox
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Dieter Stoffels

#1
Hallo Frank,

die Denaturierung des Eiweißes im Eiweiß-Glycerinansatz erfolgt durch die Wärmeeinwirkung während des Streckens und des anschließenden Trocknen der Schnitte im Wärmeschrank (oder auf der Heizbank). Diese thermische Denaturierung sorgt dafür, dass Deine Schnitte auf dem Objektträger kleben. Aufgrund der Brechungsindices von Xylol und konzentrierten Alkoholen ist der Film des Eiweiß-Glycerines auf Deinen Objektträgern zunächst nicht zu erkennen. Erst beim Übertrag in Wasser quillt die Kleberschicht und erscheint weiß-milchig. Deine Beobachtung lässt vermuten, dass eine viel zu dicke Eiweißglycerinschicht aufgetragen wurde. Hierbei handelt es sich um einen typischer Anfängerfehler (bitte nicht übel nehmen!) bei dem der Glaube besteht, Viel hilft viel. Leider ist das Umgekehrte richtig. Ein sehr dünn aufgebrachter Film klebt deutlich besser als eine Dickschicht, bei der nur die untersten Schichten hitzedenaturierten und der verbleibende, überstehende Kleberreste anschließend in Wasser quillt und so ein Abschwimmen der Schnitte begünstigt. Des Weiteren werden solche "Kleberdickschichten" häufig mitgefärbt und stören anschließend die histologische Auswertung. Werden derartige Schnitte nach einer Färbung in Kunstharz eingeschlossen (DePeX, Entellan, usw.) sind nach Wochen häufig kleine Versikel in den Präparaten zu beobachten, die eine starke Lichtstreuung bewirken und somit ein flaues mikroskopische Bild verursachen.

Beim Kleben von nicht Hartgewebeschnitten (Kochen, Knorpel, Zahn) empfehle ich Dir, das meist zu "fette" Eiweißglycerin im Verhältnis 1:1 oder 2:1 mit destilliertem Wasser zu verdünnen (wenn möglich zentrifugieren und den klaren Überstand als Kleberlösung verwenden). Zum Kleben werden die fettfreien Objektträger mit einer Fingerkuppe sehr dünn mit dem Kleber bestrichen und im noch feuchten Zustand mit einem gefalteten Kosmetiktuch (biligste Ware, nicht imprägniert!!! und aus reiner Zellulose) abgezogen. Als Kleber darf im Gegenlicht nur noch ein hauchdünner, irisierender Belag auf der Glasoberfläche zu erkennen sein. So beschichtete Objektträger kleben gut und verursachen keine Probleme bei der weiteren Präparation oder mikroskopischen Auswertung.

Viele Grüße!

Dieter

Peter V.

#2
Alllllsoo, dass Weissei..hicks....also, äh, nochmals, also dass Eiweiss, äh...weiss.... von Ethan...äh, alllllso Allllohhooohol  denatudings...schlick!... kannnich sein!!! Kannich!!!  Hab das...hicks....gerade getestetetet...hicks....und...allle Eier..hicks...sind noch weiss...äh... weiss,...äh weisse gezz Bescheid?...hicks!
Frohoohe...äh...Dingsda....ähhh...Weihnachten.......Äh...tschuldigung für..für die Einmisch...mischung in diesen f..ffff.fread!  ;)



( ...nicht böse sein, dass ich diesen ernsthaften thread verblödel....bin schon weg!)
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.