Bitte um Hilfe zu Zeiss Jena JENAMED: Netzteil-Problem

Begonnen von mikro-bild, Juli 09, 2026, 17:01:40 NACHMITTAGS

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Liebe Foristen,
da habe ich nach langer Zeit mal wieder mein Jenamed aus dem Regal genommen, weil ich damit schöne Phasenkontrastuntersuchungen machen kann (Ph-Objektive und Ph-Schieber).
Allerdings gibt es nun das Problem, dass nach einigen Minuten Betrieb eine der kleinen 0,2A-Sicherungen durchbrennt. Und das, obwohl die träge sind.
Stromaufnahme bei mittlerer Helligkeit sind ca. 0,1 A, also ist da noch viel Reserve.
10x hintereinander ein- und ausgeschaltet: kein Problem. Eine Weile laufen lassen: Sicherung wieder durch.
Testweise habe ich das Mikroskop dann mal ohne Leuchteneinschub betrieben, also Trafo-Regelung im Leerlauf. Stromaufnahme 0,04 A, aber nach ca. 20 - 30 min war die Sicherung wieder durch.

Kennt jemand das Problem und vielleicht auch die Lösung?

Windungsschluss im Trafo? Überschlag im Entstörkondensator? Elkos gibt es ja keine, die sterben könnten.

Hat jemand einen kompletten Stromlaufplan vom Jenamed?

Freue mich auf jede Info. Will das Netzteil nicht einfach rausreißen und was neues basteln.

Viele Grüße,
Olaf

RainerTeubner

Hallo,
 
 ich hoffe, es hilft Dir: in der Anlage die Reparaturanleitung von Jenaval mit dem Schaltplan von Jenaval.

Viele Grüße!

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

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Hallo Rainer,
vielen Dank, das hilft bestimmt weiter.
Ich melde mich, wenn es Erfolge gibt!
VG, Olaf

Werner

Hallo Olaf!
Löte mal die Entstör-Kondensator-Kombi aus und schleife die Leitungen durch. Wenn dann die Sicherung drin bleibt, war das der Übeltäter. Man kann ähnliche Entstörkondensatoren neuerer Fertigung einbauen oder durch drei Kondensatoren ersetzen, Bauart X2. Die genauen Kapazitätswerte sind hierbei unkritisch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Entst%C3%B6rkondensator

Gruß - Werner

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Hallo Werner,
ich war dem umgekehrten Weg gegangen und hatte die Elektronik-Platine an X1 - X3 abgetrennt. Nur mit dem Entstörglied allein drin blieb die Sicherung mehrere Stunden drin. Zufall?
Jedenfalls habe ich nun einen neuen Triac-Regelbaustein aus meinem Bestand eingebaut, ein RC-Glied zum Schutz des Triac gegen die induktive Last drüber gelegt und jetzt ist Ruhe. Das alte Entstörglied ist auch raus. Zwar kann man nun die Lampenspannung nicht mehr zwischen 2 und 6,6 V voreinstellen, aber zwischen 0 und 7V sollte ja für die Routine auch gehen ;-).
Und sogar der grüne Bereich am Poti-Zeiger liegt zwischen 5 und 6 V Lampenspannung.
Mal sehen, ob das jetzt eine Dauerlösung sein kann.
VG, Olaf