Sporengröße mit Zeiss Standard kf2 messen

Begonnen von HeikoH, Oktober 31, 2026, 18:08:06 NACHMITTAGS

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HeikoH

Hallo zusammen,
Ich würde gerne eine Mikrometerplättchen  in ein Okular meines Zeiss Standard KF2 einbauen, um Sporen messen zu können. Ich bin mir nicht sicher ob es hier überhaupt geht oder ich ein fertiges Messokular ( Einsteckmaß 23,2mm )kaufen muss. Im Anhang Bilder vom auseinander geschraubten Okular mit Maßen. Hat hier jemand Erfahrung?
Grüße Heiko

HeikoH

Der Rest der Bilder

Peter Reil

Hallo Heiko,

das sieht irgendwie nicht aus wie ein ZEISS Okular.
Wenn das ein einfaches Chinateil ist, dann empfehle ich, bei Aliexpress ein einfaches Messokular zu kaufen. Das kommmt fast billiger, als eine Strichplatte einlegen.


Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

HeikoH

Da ich das vor einem Jahr auf Kleinanzeigen gekauft habe, kannst du recht haben das die original Okular durch Chinadinger ersetzt wurden  :o
Ich gucke dann auch mal nach den vorgeschlagenen China Messokularen. Nur für mein Verständnis würde man hier eine 24mm Mikrometerplatte auf der dünnen "Ringmutter (die die Linse hält) aufliegen lassen und das ganze zuschreiben oder müsste diese auch raus und das Plättchen käme direkt auf die Linse? Hab da absolut keine Ahnung wo das Plättchen sitzen muss
Grüße Heiko

Lupus

Hallo Heiko,

das ist ein chinesisches Okular. Die Position der Mikrometerplatte kann man ganz einfach testen, indem man einen kleinen Gegenstand von vorne soweit in die Okularhülse hält bis er scharf erscheint. Denn diese Art der Okulare sind optisch meist so aufgebaut, dass sie wie eine Lupe verwendet werden können. Falls es nicht gelingt, vor dem Linsensystem ein Objekt scharf zu stellen ist das Okular nicht geeignet für den Einbau eines Okularmikrometers.

Hubert

K. B.

Hallo Heiko,

ja, normalerweise kommt die Platte auf den etwas eingerückten Bereich der Hülse.
Die Strichplatten bekommt man auch günstig aus China, meine habe ich für Preise um die 5€-12€ gekauft und die sind sehr gut gefertigt (gibt aber auch vereinzelt welche die nicht so gut sind).


Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

Peter Reil

Hallo Heiko,

falls du das richtige Maß und die richtige Stelle in diesem Okular finden solltest, muss die Strichplatte auch irgendwie dort befestigt werden (Ringmutter, Kleben, Klemmen,...). Schaue dir das vorher genau an. Da erlebt man gerne mal Überraschungen.
Das anschließende Saubermachen des Plättchens ist eine Sisyphusaufgabe. Das Dingens staubfrei zu kriegen ist nicht so einfach.

Deshalb meine Empfehlung ein fertiges Mess-Okular (< 20 Euro) zu kaufen.
Aber jeder wie er mag.  ;)

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

HeikoH

#7
Hallo Peter,
Ja ich denke auch das ein fertiges Okular sinnvoller ist.
Seit unseren letzten Pilzmikroskopie treffen bin ich auch ein bisschen in ein Olympus Bh2 mit Phasenkontrast und Hellfeld verliebt. Vielleicht kommt das ja irgendwann mal wenn ich ein gut erhaltenes Modell zu einem fairen Preis finde. Bis dahin ( und länger) bin ich mit meinem Zeiss aber auch sehr zufrieden und muss es nur noch ein bisschen anpassen.
 Hat jemand gute Erfahrungen mit einem günstigen Modell gemacht für 23,2mm was WF10x 18mm für Brillenträger ist?
Grüße Heiko

Peter Reil

Zitat von: HeikoH in Oktober 31, 2026, 20:01:06 NACHMITTAGSHat jemand gute Erfahrungen mit einem günstigen Modell gemacht für 23,2mm was WF10x 18mm für Brillenträger ist?
Grüße Heiko

Hallo Heiko,

Erfahrungen ist zuviel gesagt. Ich hatte einmal eines für jemanden besorgt, der damit zufrieden war. Der hat es aber nur für die Messungen benutzt, sonst nicht.
Zur Qualität kann wohl niemand etwas sagen. Es handelt sich bei solchen Okularen immer um "Universalokulare" ohne auf die Mikroskopieobjektive einer bestimmten Marke abgestimmt zu sein. Das kann gut hinhauen, aber auch fürchterliche Ergebnisse bringen. Insofern enthalte ich mich einer genauen Empfehlung.

Das KF2 ist ein brauchbares Mikroskop für Pilzmikroskopie. Damit wirst du bestimmt Freude haben.

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

beamish

Zum KF2 gehören eigentlich die CPl-Okulare. Auf jeden Fall muß dasjenige für die Strichplatte fokussierbar sein, damit man diese scharfstellen kann.

Grüße
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Peter_le

Martin sagt das wichtigste: Okular sollte fokussierbar sein. Es gibt auch nicht stellbare China-Okulare mit Strichplatte, Vorsicht (nur vernünftig nutzbar, wenn man Normalsichtig ist, aber wer ist das schon).

Die meisten KF2 wurden in der Tat wohl mit CPL 10x/18 Brille ausgeliefert, aber auch einige mit C 8x und später mit dem CPL-Nachfolgern, den KF 10x/18 Brille.
Ohne Nachteile in der Leistung sind die KPL-W 10x/18 Brille.

Welche Objektive sind denn an deinem KF2? Vermutlich die schwarzen Achromaten?

Willst du mit Brille oder ohne Mikroskopieren?

HeikoH

Danke euch für die Erkenntnis!
Mein KF2 ist mit den schwarzen Achromaten und ich mikroskopiere mit Brille.
Kann ich mit einer Verbesserung des Bildes rechnen wenn ich passende Zeiss Okulare finde?
Grüße Heiko

Peter_le

Mit einer Verbesserung des Bildes ist zu rechnen, da die gelben Ränder um kontrastreiche Strukturen verschwinden sollten. Direkt im Zentrum des Bildes ist mit einer Besserung eher nicht zu rechnen.

Mit Brille ist eigentlich nur das KPL-W 10x/18 Brille wirklich empfehlenswert. Dessen Austrittspupille liegt höher als die des auch geeigneten CPL 10x. (Und vermutlich höher als die des KF 10x).


Peter Reil

Zitat von: beamish in Oktober 31, 2026, 21:57:40 NACHMITTAGSZum KF2 gehören eigentlich die CPl-Okulare. Auf jeden Fall muß dasjenige für die Strichplatte fokussierbar sein, damit man diese scharfstellen kann.

Hallo Martin,

eine fokussierbare Strichplatte wird nur selten wirklich benötigt (Brillenträger ohne Brille). Von den Pilzmikroskopikern hat sowas praktisch fast niemand.

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom