Hauptmenü

wer kann mir helfen?

Begonnen von elmar, April 10, 2010, 16:47:04 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

elmar

liebe forumfreunde,
gerade habe ich bei meinem neuen alten sm-lux (leitz) den objektführer demontiert um ihn neu zu fetten. er war extrem schwergängig.
mit den kugeln darin habe ich nicht gerechnet. jetzt sitze ich mit tränen in den augen vor dem scherbenhaufen. 10 kugeln konnte ich retten,
aber wie ich das wieder zusammenfügen kann ist mir in rätsel.
ich nehme JEDEN rat gerne an.
mit frustrierten grüssen   elmar
gerne biete ich allen forummitgliedern das DU an.

Klaus Herrmann

Hallo Elmar,

zeig mal Deinen Scherben (Kugel-) Haufen.

Leider fällt mir da ein Kalauer ein: durch Scherben wird man klug!  ;D

Sorry, alle können Deine Tränen nachfühlen.

Du hast Lektion 1 nicht beachtet: Bei Reparaturen erst hier fragen!

Lektion 2: immer ein Tablett drunter legen, wenn man was zerlegt! Siehe dazu:  http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4005.0
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

elmar

lieber klaus,
dein mitgefühl rührt mich.hier habe ich den schaden mal dokumentiert.
liebe grüsse  elmar
gerne biete ich allen forummitgliedern das DU an.

Nomarski

Hallo Elmar,

waren nur 10 Kugeln in der Führung oder noch 99 weitere mehr? Ein Magnet könnte helfen, den Rest zu fangen.
Wenn es ein Standard-Durchmesser der Kugeln ist, könnte man beim Kugellager-Lieferanten anfragen.

VG
Bernd

Rawfoto

Mitleid aus Wien :-))

Wenn ich die Löcher in den beiden Messingteilen hinter der Dose mit den Kugeln sehe erinnert mich das an etwas, bei mir war's eine Kugel pro Loch und ich konnte sie einfangen ...
Hast Du gesehen ob die Kugeln daher stammen, ich habe auch mal so ein Teil zerlegt, da war's so! Wenn ja steht wenigstens fest wie viele Du suchen musst!

:-)

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Thilo Immel

Hallo Elmar!

Die Schwergängigkeit kann bei diesem Modell zwei Ursachen haben: entweder ist das Fett auf den Gleitbahnen verharzt was seltener die Ursache ist, oder häufiger es ist das Fett im Trieb. Wenn Du jetzt den Trieb benutzt und es geht immer noch schwer, dann ist es das Fett im Trieb!

Den Trieb fettest Du wie folgt neu:

Auf dem Bild ist das nicht genau zu sehen: da müsste ein 'Plastikstopfen' mit Schlitz unten am Trieb sein (so wie er auf dem Bild liegt natürlich oben). Den gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen, anschließend kann man den Rechts-Links-Triebknopf ebenfalls gegen den Uhrzeigersinn drehen. Dann benötigst Du einen kleinen Schraubendreher für die seitliche Sicherungsschraube des folgenden Elementes, dieses dann ebenfalls herausdrehen und alle Scheibchen, die Dir bei dieser Prozedur entgegenkommen schön der Reihe nach auf ein Papier legen. Die müssen später alle mit Benzin gesäubert werden und vor dem Wiedereinbauen neu gefettet werden.

Der Vor/Zurücktriebknopf läßt sich nun abziehen (bitte NICHT drehen). Anschließend kannst Du die zwei schwarzen Schrauben lösen, die die gesamte Triebeinheit hielten. Danach läßt sich die innenliegende Achse des Rechts-Links-Triebes herausziehen.

Alles - aber auch wirklich alles -  von Fettresten befreien.


Neu Fetten, am besten mit sogenanntem 'Esso-Öl' (sehr zähes Öl, welches die Zeissianer früher verwendeten), oder ein dünnflüssiges Fett.

In der richtigen Reihenfolge wieder zusammenbauen.

Dabei ist darauf zu achten, dass mittels Regulierung des Anpressdrucks auf die sogenannten Reibscheiben (ja, dass sind die Kunststoffscheibchen, die Dir in der Zwischenzeit in die Hände gefallen waren) die Schwergängigkeit des Triebes eingestellt wird! Der rechts-Links-Trieb wird zum Beispiel auf die Achse gedreht, dann mit dem Plastikstopfen gekontert und anschließend probierst Du die Gängigkeit. Ist's zu schwer: Plastikstopfen wieder abdrehen, Triebkopf wieder etwas herausdrehen, Plastikstopfen wieder gegenkontern. Probieren. Solange, bis es richtig ist.

Es so hinzubekommen, dass anschließend KEIN Spiel im Trieb ist, ist nochmal ein Thema...

Wenn Dir Kugeln abhanden gekommen sind: ich habe Ersatzkugeln, bitte via Mail anfragen: Optik_Immel(GroßerKringel)Atroplan.com

Liebe Grüße

Thilo Immel

Klaus Herrmann

Hallo Elmar.

Trieb hin oder her: mit dieser super-Beschreibung von Thilo Immel, die man unbedingt in Gerätetechnik aufnehmen sollte!!!
ist dieses Problem zu beheben, aber das andere bleibt.
Die beiden Kugelkäfige nehmen die Kugeln auf. Am Besten klebst Du sie mit einen zähen Fett in die Löcher, dann die Kugelkäfige in die sauberen Schlitze stecken und das  bewegliche Teil des Objektführers draufstecken. So bei Zeiss. Deinen kenne ich nicht. Vielleicht meldet sich noch ein Kenner!

Tablett nicht vergessen. Auch der größte Kugelvorrat ist mal aufgebraucht! ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

elmar

#7
liebe forumfreunde,
nach einem ausgiebigen abendessen bin ich wieder online und ratzbegeistert. ein technisch versierter freund kümmert sich jetzt mit euren anleitungen um mein problem. sogar ein taschentuch für meine tränen hat er mir gereicht. ...und, lieber klaus, er hat ein tablett für die weiteren arbeiten bereitgestellt.
vielen dank an euch alle + liebe grüsse aus der owl-provinz     elmar

reparatur wurde erfolgreich durchgeführt.alles läuft wie "geschmiert" und das war ja der sinn des unterfangens.
gerne biete ich allen forummitgliedern das DU an.