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großes Rädertierchen

Begonnen von river, April 17, 2010, 17:53:14 NACHMITTAGS

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river

Halloo !

Dieses Prachtstück hab ich heute in einer Wasserprobe gefunden die ich vor etwa vier Wochen aus einem Tümpel entnommen hab.
In dem 3 - Liter - Einmachglas hat offenbar eine starke Vermehrung dieser Tiere stattgefunden. Meist sitzten sie ca 10 cm unter der Wasseroberfläche am Glas, wobei der Fuß knapp doppelt so lang werden kann wie der Körper. Die Gesamtlänge wäre dann etwa 2,5 - 3 mm, also ein wahrer Riese.
Ich weiß, die Aufnahmen sind ziemlich mies, ich hab freihändig letzte Nacht durchs Okular geknipst.

Vielleicht kann man ja trotzdem genug sehen um die Art zu bestimmen.

Hier ist das Räderorgan zu sehen. Eigentlich sind die Tiere eher kelchförmig.


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Noch eine Sache:
Nach einiger Zeit drohte der Wassertropfen unter dem Mikroskop zu verdunsten.
(Ich benutze einen Objektträger mit eingeschliffener Vertiefung)
Die Tierchen sondern dann eine Art Watteschicht in die Umgebung ab.
Ich hab dann einen Wassertropfen mit der Pipette nachgereicht woraufhin die Tierchen in einer spektakulären Aktion zerplatzten und
ihre Innereien und etliche Nahrungsvakuolen nach aussen abgaben.
Das sah dann so aus:



Ok, für die Bestimmung ist das Bild nicht mehr ganz brauchbar, aber ich fand das ungeheuer spannend letzte Nacht.


Schon mal Danke für eine Antwort!

Grüsse,
Christian

Jürgen Boschert

Hallo Christian,

das sind aber keine Räder-, sondern Trompetentierchen, Stentoren.

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

Joost van de Sande

#2
Hallo Christian,

Trompetentierchen haben eine pulsierende Vakuole um das durch Osmose hineindringende Wasser zu entfernen. Offenbar waren die Tierchen durch das Eintrocknen des Präparates beinahe tot und die pulsierende Vakuole functionierte nicht mehr. Als dann Wasser hinzu kam zerplatzten die Tierchen weil das hineindringende Wasser nicht mehr entfernt wurde.

Herzliche Grüße
Joost van de Sande

river

Tatsächlich? Ein Trompetentierchen? Gut, wir kommen der Sache näher.   

Ich werde mir mal aus der Stadtbücherei das Lexikon "Das Leben im Wassertropfen" ausleihen.
Daß das Zerplatzen wohl etwas mit Osmose zu tun hat, den Gedanken hatte ich auch schon; nur fand ich es erstaunlich daß der Vorgang keine 10 Sekunden dauerte.


Danke für die Antworten!

Grüße