Kuriose Helligkeitsregelung beim Eschenbach-Mikroskop

Begonnen von Peter V., Juli 15, 2010, 20:29:21 NACHMITTAGS

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Peter V.

Hallo!"

Bei der "Sektion" eines Eschenbach Kolleg zwecks Gewinnung einer Durchlichtbeleuchtung für ein Stemi fand ich folgende simple wie kuriose ( aber erstaunlich gut funktionierende ) Konstruktion zu Regelung der Helligkeit:

Unter einer halbkugeligen Linse befindet sich das Halogenleuchtmittel. Durch einfaches Verschieben ( "Entfernen" ) des Leuchtmittels von dieser "Linse" läßt sich die austretende Lichtintensität tatsächlich recht linear und homogen steuern, also "dimmen".
Der Schiebeschalter macht also hier seinem Namen alle Ehre und bewegt kein Poti, sondern verschiebt einfach nur das Leuchtmittel.

Zumndest mir war dieses Prinzip der Lichtregulierung bislang nicht bekannt.





Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Klaus Herrmann

Hallo Peter,

genial, aber das kann ja eigentlich nicht mehr homogen sein, das gibt dann schiefe Beleuchtung!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Peter V.

Zitat von: Klaus Herrmann in Juli 15, 2010, 22:13:15 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

genial, aber das kann ja eigentlich nicht mehr homogen sein, das gibt dann schiefe Beleuchtung!

Lieber Klaus,

..genau das sollte man meinen! Dem ist aber nicht so! Die halbkugelige Plastiklinse "unten" an der Spitze des zum Lichtaustritt führenden Kegels sorgt offenbar dafür, dass das Licht, wenn es seitlich einfällt, nur wenigr intensiv ist, aber dennoch "geradlinig" den Weg in den Lichtaustritt findet.

Habe mich auch gewundert, dass das funktioniert!

Herzliche Grüße
Peter
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Klaus Herrmann

Hallo Peter dann wäre es wirklich genial!

Wenn ich mir mal den Strahlenverlauf in der Halbkugel aufmale, dann kann ich es nicht verstehen!

Kannst Du mal ein Beweisfoto machen?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Nomarski

Ist doch dasselbe Prinzip wie das Dimmen durch Absenken des Kondensors!  ;)  :D  ;D  8)

Peter V.

Zitat von: Klaus Herrmann in Juli 15, 2010, 23:42:36 NACHMITTAGS


Kannst Du mal ein Beweisfoto machen?

Lieber Klaus,

..wie? Was soll ich fotografieren? Mache ich gerne, wenn Du mir sagst, was ich fotografieren soll.
Aber wenn Du mir nicht glaubst, führe ich noch Bernhard Lebeda als vertrauenswürdigen Zeugen an. Auch er hat ja ein Eschenbach seit Jahren in Betrieb und zahlreiche Fotos gepostet; schief beleuchtet waren die nur, wenn Bernhard es auch beabsichtigte   ;)

Herzliche Grüße
Peter

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Klaus Herrmann

Lieber Peter,

ZitatBernhard Lebeda als vertrauenswürdigen Zeugen an
der ist doch Musiker  ::) ;D

Ich will einen naturwissenschaftlichen Beleg. Mach einfach eine Leeraufnahme: ein geköhlertes scharf gestelltes Präparat und dann auf eine "Leerstelle" gefahren, so als würdest du einen Weißabgleich machen. Nicht zu hell einstellen!

Und das mit zentrierter Lampe und einmal mit ganz raus gefahrener Lampe.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Florian Stellmacher

Also, Freunde!

Wozu dieser konstruktive Aufwand? Wenn man einer Vielzahl von ebay-Anbietern Glauben schenken darf, ist doch die Aperturblende zur Helligkeitsregelung gedacht, oder?  ;D

Gedimmte Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Nomarski

Hallo Florian,

eine Aperturblende mit den komplizierten Lamellen ist doch viel aufwändiger als dieser umgebaute Türspion mit der verschiebbaren Lampenfassung. Linear ist dabei allerdings nur die Führung der Lampenfassung. ;D
Was eben so alles gibt...

Beste Grüße
Bernd

derda

#9
Guten Morgen Zusammen,

Zitat"... genial, aber das kann ja eigentlich nicht mehr homogen sein, das gibt dann schiefe Beleuchtung! ..."

Wahrscheinlich trägt ein Großteil des reflektierten Lichts vom Boden zur Beleuchtung bei. Sonst hätte man diesen auch mattschwarz gelassen. Die Kugel steht auch so weit nach unten heraus, so daß seitlich einfallendes Licht, welches direkt von der Lampe stammt, einfach die "Sammelkugel" durchläuft und nur einen geringen Beitrag zur Beleuchtung leistet.

VG

Erik


Bernhard Lebeda

Hallo Aschenbechfreunde

ich bin zugegebenermaßen etwas überrascht, dass Du Peter das nicht wusstest, oder wolltest Du nur eine Erklärung der Fachleute bekommen? Ich hatte von dieser Konstruktion mehrfach berichtet, nachdem mich Günter Dorn darauf aufmerksam gemacht hatte.

Die Beleuchtung am Eschi ist die beste und homogenste, die ich bei einem Kursmikroskop dieser Preisklasse gesehen habe!!  Mein Laborlux habe ich ja erst anderthalb Jahre, alle Fotos vorher sind natürlich mit dieser Beleuchtung gemacht. Da ich ja Musiker bin, hab ich mir keinen nutzlosen Kopf darum gemacht wieso das funktioniert  ;) Das überlasse ich gerne den Experten. Aber nun erwartet bitte keine Testbilder von mir, nachdem ich in den letzten Jahren hunderte Bilder gezeigt habe.




Viele homogen beleuchtete Grüsse

Bernhard
Ich bevorzuge das "DU"

Vorstellung

Klaus Herrmann

Lieber Bernhard,


ZitatAber nun erwartet bitte keine Testbilder von mir, nachdem ich in den letzten Jahren hunderte Bilder gezeigt habe.

Als Musiker hast Du Generaldispens  8) Dass Du nicht unterbelichtet bist hast Du schon ausreichend unter Beweis gestellt - deshalb kannst Du Dich gelassen zurücklehnen bis Peter seine wissenschaftlichen Untersuchungen abgeschlossen hat! ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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wilfried48

Hallo,

ich gehe mal davon aus, dass die Kugel auf der anderen Seite eine mattierte Fläche hat und diese die eigentliche
Lichtquelle darstellt.

Aber besonders effektiv kann diese Lichttquelle dann eigentlich nicht sein. Musste man denn da viel dimmen ?

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

Peter V.

Lieber Bernhard,

ich weiss - Du hattest davon schon berichtet. Abe ich dachte mir, es sei interessant, diese ungewöhnliche Konstruktion einmal vorzustellen, was sich ja anbot, nachdem ich das "Eschi" nun  einmal zerlegt hatte.

Allerdings wusste ich nicht, dass ich hier auf so viele ungläubige Thomasse ( oder besser: Kläuse ) treffe  ;D
Die glauben uns ja einfach nicht, dass die Beleuchtung ausreichend hell, linear dimmbar und homogen ist  :'(

Herzliche Grüße
Peter



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peter-h

Hallo Peter,

wieder was gelernt  ;D  Du schreibst :
Die glauben uns ja einfach nicht, dass die Beleuchtung ausreichend hell, linear dimmbar und homogen ist

......... und ich Dummerchen war bisher der irrigen Meinung dass :

Die Intensität mit zunehmendem Abstand von der Strahlungsquelle, im Quadrat des Abstandes abnimmt.
Aber das wäre ja nun garnicht linear  ???  Da sieht man wie der heiße Sommer sogar Naturgesetze aushebeln kann :o

Linear-quadratische Sommergrüße
Peter