Schweres Rätsel zur Olympus E-30

Begonnen von Eckhard F. H., Dezember 27, 2010, 16:16:47 NACHMITTAGS

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Gerd-G

Hallo Franz Heinrich,

hmm, wie sind denn Deine Verschlusszeiten für die unscharfen Bilder ?
Gibts ein Bild von Deiner Adaption ?
Dieses Problem hatte ich so noch nicht, angefangen mit E1 bis E620.....

Gerd

Eckhard F. H.

Hallo Gerd,
die letzten Aufnahmen entstanden mit 1/100s/Bl 4. Eben hatte ich mit meiner kleinen Knipse ein Bild der Adaption gemacht, aber deren Karte wird vom PC plötzlich nicht mehr erkannt. Ein Bild ist also derzeit nicht verfügbar. Der mechanische Aufbau ist aber überstabil und Verwacklung halte ich für ausgeschlossen und die Art der Bildunschärfe untermauert das:  Typisch falscher Fokus oder beschlagene Optik.
Gruß - Franz Heinrich

Eckhard F. H.

Ein berechtigter Einwand! Die besagte Einstellung entnahm ich unkritisch der Anzeige auf dem Kameradisplay. Wieso dort eine Blende angegeben war, weiß ich auch nicht.
Gruß - Franz Heinrich

Guy Marson

#18
Hallo EFH,

Vielleicht hilft es, die Kamera auf Unendlich (im manuellen Modus) einzustellen - wenn das nicht übers Objektiv gemacht werden muss, sondern sich an der Kamera, unabhängig von Objektiv überhaupt einstellen lässt. Die Scharfstellung würde dann rein über den Feintrieb erfolgen.
OT: Mich wundert es dass man die Kameras nicht sowieso auf unendlich einstellt und das auch so beim Abgleich der Parfokalität vorsieht.  

Ciao,
Guy  

Detlef Kramer

Lieber Eckhard alias Franz-Heinrich,

die Schwingungen durch Spiegelschlag und Schlitzverschluss übertragen sich bei starrer Verbindung auf das Mikroskop-Stativ. Dagegen bist du (fast) machtlos. Schau Dir einmal die diversen Tests an, über die Peter Höbel hier mehrfach berichtet hat.
ZitatDeine Argumentationn akzeptiere ich widerspruchslos. Aber selbige Mechanismen wirken auch bei ´normalen´ Fotografien, und dort unterbleibt besagter Unschärfeeffekt.

Genau das ist der entscheidende Irrtum (s.o.). Deswegen trennen Charles Krebs und Andere die Kamera mechanisch vom Stativ!


@ Guy: wenn Eckhard kein Objektiv verwendet, spielt die Entfernungseinstellung auch keine Rolle.
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Nomarski

Hallo,

die Schwingungen durch den Spiegelschlag sind zwar nicht besonders förderlich für die Bildqualität, aber bei langen Belichtungszeiten >1s fallen sie weniger ins Gewicht, insbesondere, wenn man von der Spiegelvorauslösung Gebrauch macht.
Aber scheinbar kann diese Olympus E-30 nur mit 1/100s belichten. Und alle anderen Hilfsmittel, die helfen sollen, dem Problem auf der Spur zu kommen, wie z.B. "die kleine Knipse", funktionieren nun komischerweise auch nicht mehr. Bilder die zeigen, wie stark sich diese Unschärfe auswirkt bei langen oder kurzen Belichtungszeiten oder irgendwelchen anderen Einstellungen der Kamera gibt es auch nicht. Wie soll man da noch irgendwo ansetzen?

Eckhard F. H.

Lieber Detlev,
ich hatte diese Doku auch sehr interessiert verfolgt.  Aber daß ein Spiegelschlag so große Unschärfe bewirken soll, kann ich mir einfach nicht vorstellen. Während des Auslösens hielt ich paar mal die Hand an die Kamera, spürte aber nicht die geringste Vibration. Als qualitative Begründung von Unschärfe paßt dieser Gesichtspunkt gut.
Gruß - EFH (danke, Guy  :) )

@Bernd: Die Knipse funktioniert wieder. Wahrscheinlich bringt sie aber keine Erleuchtung.


Gerd-G

Hallo Franz Heinrich,

na, bei dem superlangenlangen Ofenrohr könnte es durchaus Verwacklungen durch Verschuss-Schwingungen geben,
auch wenn man das manuell eher nicht spürt....
Einfach mal Bilder mit 5 sec. belichten anstatt 1/100 und dann hier posten bitte....

Grüße,
Gerd

Guy Marson

ZitatEinfach mal Bilder mit 5 sec. belichten anstatt 1/100 und dann hier posten bitte....

Jaaa, super Idee: prozentual viel Licht und  % wenig Schwingung.. Hab mir noch kein Bild der Unschärfe machen können.. mal sehen wo das sich versteckt..

Ciao,
Guy

Herne

#24
Hallo zusammen,
ich hatte mit ´ner Canon EOS 100D auch unerklärliche Unschärfe-Probleme am Mikroskop. Nach einigen Überlegungen und Beobachtungen geriet der Verschlussablauf in mein Visier. Auch bei der Canon klappt der Spiegel, wohl zu Messzwecken, kurz und heftig wieder in die Ausgangslage.
Es gibt eine ganz einfache, objektive Methode, Schwingungen des Aufbau zu erkennen:
Man stelle ein kleines, zur Hälfte mit Wasser gefülltes Glas auf die Kamera und löse dann aus. Jede noch so kleine Erschütterung zeigt sich dann als Wellenmuster auf dem Wasserspiegel.
Der Test ist rasch durchgeführt, kostet nix und liefert etwas mehr Klarheit über die Ursachen.  ;)
Nach einschlägigen Beobachtungen habe ich dann Kamera und Mikroskop mechanisch getrennt und eine Lichtschleuse dazwischen gefügt. Seitdem ist buchstäblich Ruhe.  :D
Die Kamera "schwebt" dabei an einer Repro-Säule frei über dem Mikroskop. Sie schwingt zwar immer noch geringfügig, diese Schwingungen werden aber nicht mehr mit vergrößert und das Bild wird scharf.
Mit freundlichem Gruß
Herbert
Die animalcula infusoria sind Blasen mit Neigungen.
G. Chr. Lichtenberg

Eckhard F. H.

Moin Herbert,
danke für den Beitrag. Nachdem ich (unwillig) paar Fotos mit Spiegelvorauslösung und langer Belichtung machte und die sehr viel besser waren, schaue ich auch stirnrunzelnd in diese Richtung. Wahrscheinlich muß ich umdenken, schließlich ist man ja lernfähig. ;D  Aber letztlich soll eh der Blitz das Fotolicht liefern und so ist die mechanische Trennung der Kamera vom Mikro vorerst nicht auf dem Tapet.
Gruß - Franz Heinrich

Nomarski

#26
Moin,

so wie das hier abgelaufen ist, hätte ich gedacht, daß die Versuche bei langer Belichtungszeit schon längst stattgefunden hätten und zwar vor dem ersten Posting. Also scheint die Kamera nun doch in Ordnung zu sein und es liegt an dem Aufbau.

Eckhard F. H.

ZitatLäßt sich dieses Bild vielleicht auch auf den PC-Monitor übertragen?
Das geht, aber dazu bedarf es der Kartenerweiterung meines PCs, und in arbeite daran.
ZitatOder hat man im Display wenigstens eine Lupenfunktion?
Die hat man, aber soviel ich der Beschreibung entnahm, erst nach der Aufnahme.
ZitatDie optimale Schärfeeinstellung läßt sich sonst auf dem kleinen Flecken schlecht finden.
Wem sagst Du das! Erstens die dabei verrenkte Körperhaltung. 2. Selbst mit Brille ist meine Sehschärfe eingeschränkt. 3. Mittels Lupe ist nur die Rasterung des Kamera-Monitorbildes gut erkennbar.

Immerhin kann auf dieser Stufe die Schärfe-Feinarbeit beginnen und man kann sich auch den restlichen Bildmängeln widmen.
Gruß - EFH




Nomarski

ZitatImmerhin kann auf dieser Stufe die Schärfe-Feinarbeit beginnen und man kann sich auch den restlichen Bildmängeln widmen.
Das ist doch schonmal was und sieht doch gar nicht so schlecht aus!
Mit welcher Belichtungszeit und welcher Objektivvergrößerung wurde denn diese Aufnahme gemacht?

Eckhard F. H.

#29
@Safari:
Zitat... und nur da ist sie wirklich interessant
Eben, aber in der Beschreibung habe ich sie nirgends gelesen. Ist sie da überhaupt drin? Vielen Dank, Die Hilfe ist für mich ein weihnachlicher Geschenksepilog. ;D
@Bernd:
Danke! Mit dem Hunderter, einer Sekunde und 3 Sekunden Antishockmodus.

Gruß - EFH