Carl Zeiss Ringschwalbe Maße

Begonnen von Bastian, März 20, 2011, 10:31:02 VORMITTAG

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Bastian

Hallo liebe Zeiss-Weise, Drehbänkler, Fräser, Zerspanungskünstler und Mikroskopadaptierer,

für meine Kameraadaption am Zeiss Universal (Canon A620) bin ich auf der Suche nach den Maßen für die Ringschwalbe, um eine komplett neue Lösung zu realisieren. Meine momentane Lösung mit hat zu viel Spiel in den zahlreichen Verbindungen.
Ich weiss dass Nomarski sowas schon mal gemacht hat, habe da auch schon einige Forenbeiträge durchstöbert aber die Infos die ich suche waren nie dabei.

Um meinen guten Willen zu demonstrieren habe ich meine Ringschwalben vermessen und ihr könnt das Ergebnis unten sehen.  ;)
Mit der Schieblehre kommt man allerdings  nicht in alle Ecken. In der Grafik könnt ihr die Bemaßung sehen. Es handelt sich um eine Ringschwalbe die bei meiner alten Kameraadapterlösung dabei war und aussen ein 58 mm Gewinde hat (Habe ich in der Zeichnung weggelassen...).

Falls also jemand genauere Maße hat, und diese teilen möchte, würde ich mich sehr darüber freuen. Besonderes Interesse hätte ich an den Winkeln...

Beste Grüße,
Bastian

Klaus Herrmann

Hallo Bastian,

so traumhafte Zeichnungen kann ich nicht, aber was zeigen. Von Zeiss gabs diese Teile ganz edel ich habe leider das falsche für M 49, deshalb habe ich mir aus Edelstahl eines nachmachen lassen mit M 52 (Edel und edel teuer!).

Wieso brauchst Du M 58 für die A 620? das Filtergewinde  des Televorsatzes ist doch M 52?

Man sieht nicht so gut aber ahnt vielleicht, dass die Flanken des Nachbaus nicht diesen Absatz haben passt aber trotzdem sehr gut!



Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Bastian

Hallo Klaus,

ich kenne den 52 Adapter auch, aber meiner hat 58 mm. Es scheint da zweierlei zu geben. Fakt ist, dass ich das Gewinde garnicht benötige, da ich vorhabe einen ganz neuen Adapter zu bauen und zwar vom Tubuskopf bis zur Kamera und nicht aus drei Verbindungen besteht)  Die Canon-Zubehör-Glocke hat durch die Schraubenbefestigung am Das Zeiss Winkel "Ofenrohr"  ein Spiel von fast 1mm aus der Senkrechten. Nicht gerade ideal, wenn man schon (wie ich) zunächst mal keine neue Kamera kaufen will.
Da ich die Ringschwalben selber drehen werde wollte ich eben so nah wie möglich an die Zeiss Originale..

Bastian

Nomarski

ZitatDa ich die Ringschwalben selber drehen werde wollte ich eben so nah wie möglich an die Zeiss Originale..

Hallo Bastian,

sag mal, du wirst doch sicherlich noch einen Okulartubus haben, den du vorne am Universal befestigst, oder etwa nicht? Die Schwalbe davon hat übrigens dieselben Maße, warum nimmst du nicht die ab?
So habe ich das übrigens auch gemacht, ohne daß hinterher was klappert.
Mich würde bei deiner Zeichnung allerdings mal interessieren, wie du die beiden Winkel in dem Bemaßungsdschungel so präzise vermessen konntest.

Viele Grüße
Bernd

moräne

Hallo Bastian
Ich weiß, es ist schwierig die Durchmesser zu vermessen, da die abgeschrägte Kante stört.
Du könntest eine dieser Schieblehren aus Messing  - ich weiß nicht ob Du die kennst - sie sind etwa 10 cm lang, nehmen und die beiden schrägen Winkel  in die Meßschenkel einfeilen, und wenn Du noch genauer sein willst, danach einschaben.
So kannst Du dir eine Art Winkelmeßlehre herstellen.
Es kommt natürlich auch darauf an daß Du diese kerben auf gleicher Höhe der Meßflächen anbringst, Endmaße wenn Du die hast sind dabei hilfreich
Grüße
Gerd

Bastian

Hallo Gerd und Bernd,

die Winkel sind schlicht und ergreifend konstruiert, nachdem ich alle Dimensionen die ich messen konnte ausgemessen habe. Probleme machen eben nur die Winkel:147.75 und 128.94 sind mit Sicherheit nicht die richtigen Winkel. Deswegen ja auch mein Beitrag.-

Nein Endmaße habe ich nicht...

Vielen Dank euch!
Bastian

Nomarski

Hallo Bastian,

der Winkel 128,94 hat ohnehin keine Relevanz, da es sich nur um Fase bzw. Senkung der Offnung handelt.
Auch die Kantenbrechungsmaße 0,5 müssen nicht sklavisch eingehalten werden. Hauptsache, man hat keinen Grat oder eine harte Kante, an der man sich verletzen könnte.

VG
Bernd

mikromeister

Der einzig wichtige Winkel ist doch der 147,... Grad
Klassischerweise ist ein Schwalbenschwanzwinkel im allgemeinen Maschinenbau oft 55° (+90°=145°)

Da die Zeiss-Konstrukteure ohne Not sicher keinen exotischen krummen Winkel genommen haben, weil man dafür einen teuren Sonderfräser hätte schleifen müssen, würde ich mal von 55° ausgehen und zur Kontroille eine Papierschablone schneiden und hinhalten.

Genauer bekommst du den Winkel ohne Winkelmesser nicht bestimmt.
Die Breite des Schwalbenschwanzes bestimmt man typischerweise mit 2 eingelegten Passstiften leicht messbarer Dicke und dann misst man den Stiftabstabstand mit einer Schieblehre.
Einfach zu messen, genau, aber mit ein bisschen Mathematik.

Vielen Dank und freundliche Grüße

Markus


.

Nomarski

Ich wußte gar nicht, daß man die Schwalbe mit einem Fräser einfräsen muß. Könnte man natürlich auf der Fräsmaschine mit einem Rundtisch machen...

Bastian

Zitat von: mikromeister in März 20, 2011, 22:22:12 NACHMITTAGS

Da die Zeiss-Konstrukteure ohne Not sicher keinen exotischen krummen Winkel genommen haben, weil man dafür einen teuren Sonderfräser hätte schleifen müssen, würde ich mal von 55° ausgehen und zur Kontroille eine Papierschablone schneiden und hinhalten.
Da bin ich ganz Deiner Meinung. Ich werde es schon noch ausgemessen bekommen. Schablone! Oh Mann, da hätte ich ja auch wirklich selber drauf kommen können.

Besten Dank,
Bastian

junio

#10
Lieber Bastian,

zunächst wird der Schwalbendurchmesser auf 43,7 gedreht, dann wird die Schräge in einem Winkel von 22,5° angefertigt. Anschließend wird die scharfe Kante gebrochen auf 43,5 . Die Schwalbentiefe (oder auch -stärke) beträgt 5,3. Ich fertige alles - so gut es geht- auf Nennmaß. Alle anderen hier nicht genannten Maße sind für die Funktion nicht relevant.

Das kann man alles am Original messen bei Einsatz entsprechender Technik, die mir im Ruhestand aber auch nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung steht.

Viel Spaß beim Basteln und beste Grüße von Jürgen aus Hagen!

PS: Die Kondensorschwalbe hat etwas andere Maße. Diese Maße spielen aber keine so große Rolle, da Zentrierungen vorhanden sind.

Bastian

Lieber Jürgen,

danke für die Info. Die 22.5 Grad hatten mir noch gefehlt. Jetzt kann ich das noch einpflegen, so dass es ein schöner verstellbarer Adapter wird.
Danke auch fuur die praktischen Fertigungsratschläge  :) Den Spaß beim Basteln werde ich bestimmt haben...

Bastian

Klaus Herrmann

Hallo Bastian,

ich kann mir das Teil noch nicht vorstellen. Das ist doch letztlich ein Ofenrohr mit Bajonett für die Kamera (oft der Schwachpunkt, weil durch Fertigungstoleranzen Luft in der Verbindung ist) und ein Schraubadapter auf das Okular (so das ein Gewinde besitzt) Oder ein Überwurfklemmer.

Wie willst Du das nun lösen?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Bastian

Hallo Klaus,

ja Du hast Recht ist ein Ofenrohr. Nichts anderes. Aber da ich ein Spielkind bin, gerne in der Werkstatt stehe, und sehr neugierig bin will ich mir ein Ofenrohranschluss bauen der weniger Toleranzen hat als meine jetzige Lösung.

Okular im Schnitt ist nur Platzhalter. Ansonsten ist das Ganze ein mit einem Feingewinde in der Höhe verschiebbarer Tubus, da sich die Eintrittspupille der A620 ja nach Zoom Stellung verändert. Außerdem ist die Höheneinstellung andernfalls ziemlich frickelig.

Was dann letztendlich daraus wird wird man sehen. Die Zeichnung unten ist als Gehirnstürmung gedacht und wird sich sicher noch ändern, sollte aber die Grundgedanken meiner Idee wider spiegeln...


Klaus Herrmann

Hallo Bastian,

das Teil gibt (gab) es bei Zeiss in verschiedenen Varianten, dafür braucht man keinen verschärften Wind im Oberstübel, aber wie wird da jetzt die A 620 angeflanscht - oder habe ich Deine Zeichnung falsch verstanden.

Wenn ich das richtig verstehe setzt Du das Ringschwalben-Ofenrohr an Stelle des Bitubus bei einem CZ-Standard "mono" auf? Oder oben auf den Kopf eines Universal?



Hier die neueren ganz edlen Versionen, von CZ für die A 620 ausdrücklich angepriesen; gibt es aber auch für die 160 mm-Reihe, aber eben nur mit Abstrichen für die A 620, weil es keine Okulare mit Austrittspupille 40 mm und Kompensation gibt.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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