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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Bachianer in Januar 22, 2012, 13:50:55 NACHMITTAGS

Titel: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 22, 2012, 13:50:55 NACHMITTAGS
Hallo,

wer kann mir ein paar Infos zu folgenden Lupenobjektiven geben?

Olympus Om 3,5 38mm
Olympus OM 2,8 38mm
Olympus OM 3,5 20mm
Olympus OM 2,0 20mm

Ihr seht schon, ich bin OM Anhänger! ;D
Wer hat eines dieser Objektive und kann mir was zur Abbildungsqualität sagen!
Leider sind diese Lupen-Macro-Objektive recht teuer und selten zu bekommen, gibt es Alternativen? (Gibt es sicherlich... :D)
Bis zu welchen Maßstab (Vergrößerung) macht es noch Sinn mit einem Lupenobjektiv zu arbeiten?

Ich habe bisher nur mit Macroobjektiven gearbeitet und wäre daher dankbar für Tipps.

Danke,
Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Rawfoto in Januar 22, 2012, 14:36:38 NACHMITTAGS
Hallo Andreas

Ich kenne sie alle, waren besser wie die Canon (zu FD-Zeiten) aber sind den Leitz Photaren optisch unterlegen, daher habe ich sie schon lange nicht mehr ...

Siehe auch diesen Link: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11246.0

20:1 ist die theoretische Grenze mit dem 12,5er, da ist es schon finter im Sucher und es hilft nur noch Livebild und natuerlich Einstelllicht ..., praktisch bist Du bei 15:1 ...

Du solltest bedenken, dass es auch noch die Moeglichkeit gibt mit einem Mikroskopobjektiv am Balgen zu fotografieren, die Nikon CF sind da am besten (ich habe ein 5x, ein 10x und ein 20x im Einsatz. Allerdings brauchst Du dann 1,6 fach Cropfaktor. Der Abfall gegen den Randbereich ist sonst toetlich ....

Dort hast Du zwar keine Blende, dafuer aber ein viel helleres Sucherbild. Ein weiterer Vorteil ist, Du hast bei allen drei Objektiven einen gleichen Auszug am Balgen ...

Die Linienaufloesung wird am ca. 10:1 besser wie die der Lupenobjektive ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 22, 2012, 17:02:46 NACHMITTAGS
Vielen Dank Gerhard,

aber wie bekomme ich denn ein Mikroskopobjektiv an den Balgen befestigt ??? ??? ???
Das habe ich noch nie gehört... 8)
Ich habe ein Leitz SM Lux Mikroskop, geht das mit den Leitz-Objektiven auch?
Würde das gerne mal ausprobieren.

Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kay Hoerster in Januar 22, 2012, 17:14:31 NACHMITTAGS
Hallo Andreas,

z.B. hiermit: http://www.ebay.de/itm/230733537747
Die gab es immer mal recht billig bei ebay, aber heutzutage doch schon ehr selten, anscheinend haben die Leute begriffen, was man damit machen kann. Als Alternative kannst Du Dir natürlich auch den Deckel einer Objektivdose entsprechend anpassen und z.B. auf einen M42-Zwischenring befestigen.

Gruß Kay
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Günther Langer in Januar 22, 2012, 18:04:34 NACHMITTAGS
Hallo Andreas,

wie bekommst Du denn Deine Lupenobjektive an Kamera oder Balgengerät? Die haben doch auch Mikroskopgewinde (RMS, außer dem 2.8/38)!D hast doch sicher die Platte mit OM Bajonett und Loch mir RMS-Gewinde. Da kannst Du im Prinzip jedes Mikroskopobjektiv einschrauben.

Viele Grüße

Günther L.

Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 22, 2012, 18:10:48 NACHMITTAGS
Ja, deshalb habe ich nach den Olympus gefragt, die haben einen extra PMTob-Adapter für OM!
Ich habe ein Novoflex mit M42 Anschluss welchen Adapter brauche ich denn jetzt genau um Mikroskop-Objektive anzuschließen!
Sind die Leitz-Objektive dafür denn sinnvoll?
Funktionieren tut es, dass habe ich eben mal kurz sporadisch probiert. ;D

Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kay Hoerster in Januar 22, 2012, 18:28:13 NACHMITTAGS
Na, genau den, den ich oben gezeigt habe: Vorne RMS-Innengewinde (weiblich), hinten M42 Aussengewinde (männlich).

Gruß Kay
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Stuessi in Januar 22, 2012, 19:02:08 NACHMITTAGS
Hallo Andreas,

mit der Suchanfrage "Adapter RMS" findet man viele Adapter bei ebay.

Gruß,
Stuessi
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Günther Langer in Januar 22, 2012, 23:03:20 NACHMITTAGS
Hallo Andreas,

was meinst Du mit Leitz-Objektiven? Wenn Du Photare meinst: Die sind sehr sinnvoll - besser als die Olympus Macro/Lupenobjektive! Hat Gerhard schon bemerkt. Jedoch nicht ganz billig.

Jetzt verrate doch mal an welches Gerät Du die Objektive adaptieren willst. Was ist ein Novflex? Ein Balgengerät? Aber wenn Du doch Olympus Fan bist, solltest Du doch beim System bleiben. Fotografierst Du noch analog mit dem OM-System, digital mit dem E-Sytem oder Micro 4/3 oder...?

Viele Grüße

Günther L.
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 23, 2012, 01:31:26 VORMITTAG
Hallo Günther,

meine Erläuterung war wohl etwas konfus... ;D

Mit Leitz-Objektiven meinte ich natürlich die Objektive die an meinem Leitz SM Lux Mikroskop sind, also da wären ein 4:1, 10:1, 25:1, 40:1 und 100:1
Also einfach die Mikroskopobjektive!

Das Novoflex ist mein Balgengerät mit M42 Bajonett!

Ich habe viele Objektive vom OM System die ich sowohl analog wie auch digital benutze, meine Kameras sind etliche OMs und zwei digitale, eine Olympus E 510 u. eine Canon 450 D
Die Objektive benutze ich mit passenden Adapter an den digitalen Kameras.

Die Mikroskopobjektive würde ich also gerne an das Balgengerät anschließen und meine Frage war halt ob die Objektive dafür gut genug sind, weil es wohl "nur" einfache Achromaten sind, jedenfalls steht nichts besonderes darauf!

Ich hoffe ich konnte den Knoten etwas lösen ;D der hinter meiner Frage stand?

Zumindest habe ich mir provisorisch schon mal einen Adapter gebaut und mit dem 4:1 Objektiv ein paar Fotos von einem Floh gemacht ;D, den ich unserer Katze vor einigen Tagen aus dem Fell gefriemelt habe!
Das Ergebnis hat mich nicht in Glückseligkeit fallen lassen, aber das ist egal, ich wollte ja nur sehen ob das geht!

Welchen Adapter ich benötige habe ich jetzt verstanden :-[ bleib die Frage ob die Objektive für solche Fotos taugen, aber das sieht man dann.

Erstmal danke Euch für die Geduld und weitere Tipps sind immer erwünscht.

Gruß,
Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Rawfoto in Januar 23, 2012, 11:38:29 VORMITTAG
Hallo Andreas

Die Antwort ist leider einfach ==> nein :-)

Die CF-Objektivserie von Nikon sind die einzigen die auskorrigiert sind und nicht wie die anderen Objektive nur in Verbindung mit den Okularen/Projektiven gesamtheitlich korrigiert werden ...

Du brauchst Plan-Objektive um ein akzeptables Ergebnis zu bekommen, auch diese Bedingung erfüllst Du mit Deinen derzeit verwendeten Objektiven nicht ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 23, 2012, 13:14:54 NACHMITTAGS
Danke Gerhard,

wie teuer sind die Dinger denn und woher kann man sie beziehen?
Vielleicht hat ja hier jemand noch so ein Ding rumliegen, dass er nicht mehr braucht, dann bitte melden.
Gibt es für die Nikons evt. Alternativen?

Andreas
Titel: Lupenobjektive vs. Mikroskopobjektive
Beitrag von: TPL in Januar 23, 2012, 19:23:50 NACHMITTAGS
Hallo Andreas,

ich habe mir erlaubt, Deine Frage ein wenig umzumodeln.

Wenn ich es recht verstehe, möchtest Du größere Abbildungsmaßstäbe fotografieren, als es mit den üblichen Makro-Objektiven möglich ist.
Das geht mit den genannten Lupenobjektiven, die von den großen Vier (L, N, O, Z), Canon und vielleicht noch ein paar wenigen Anderen angeboten wurden. Aber sie sind selten und teuer.

Es geht auch mit den Nikon-Mikroskop-Objektiven, aber die sind (in Deutschland) ebenfalls selten und auch international stark überteuert. Für stark räumliche Objekte - insbesondere solche, die in der Bildmitte liegen - fällt mir kein Grund ein, warum Plan-Objektive verwendet werden sollten. Für wichtiger halte ich es, Objektive mit einer möglichst großen Tubuslänge auszuwählen, um mit dem Auszug (Balgen, Einstellschnecke, Zwischenringe) mehr Spielraum zu haben. Bei Nikon sind das die Auflicht-Objektive (210 mm) und Gerhard liegt insofern richtig, als diese allesamt plankorrigiert sind.

Das sehr übersichtliche Angebot dieser Objektive wird von ein paar wenigen Händlern in China und den USA dominiert, die sich oftmals kaum Mühe mit der Beschreibung machen, auf Nachfrage wenig Sachverstand erkennen lassen und  dennoch atemberaubende Preise verlangen. Zieht man das Risiko und die Kosten eines Kaufs über eine echte Zollgrenze hinweg in Betracht, dann sind solche Angebote oft weniger attraktiv als die paar wenigen Lupenobjektive, die gelegentlich in der Bucht oder bei den hiesigen Händlern auftauchen.

Beste Grüße, Thomas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: CMB in Januar 23, 2012, 19:40:48 NACHMITTAGS
Moin,
kleine Ergänzung:
Nicht nur die CF - Objektive von Nikon sondern auch die CF 250 Reihe von Zeiss Jena ist voll auskorrigiert und damit für dieses Zweck geeignet.

Grüsse in die Runde
CMB
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Rawfoto in Januar 23, 2012, 19:53:26 NACHMITTAGS
Hallo Thomas

Wie viele Leitz Photare hättest Du denn gerne, die werden ständig angeboten ...

Im Vergleich zum damaligen Neupreis sind die jetzt ein Geschenk, zwischen 500 und 280.- Euro liegen die in der Bucht ...

Die Objekte sind tot, aber Du hast recht gerade bei 10x, 20x und 40x sollten es schon LWD-Objektive wegen der Möglichkeit zur Lichtführung sein ...

@ Alle, wenn jemand ein geeignetes Nikon CF 5x und 10x sucht, ich besitze da einen Überschuss. PN an mich und ich melde mich ...

Aber ja, gute Objektive kosten Geld und die sind in Europa sehr selten ...

:-)

Gerhard

Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: TPL in Januar 23, 2012, 22:18:48 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,
danke, ich bin mit meinen Photaren 40mm 1: 3,5 und dem 25 mm (beide aber noch mit Kondensor-Signet, also mehr als 50 Jahre alt) gut bedient. Klar, die sind selten; wie auch ihre jüngeren Nachfolger. Was häufiger auftaucht sind die Luminare.

Von LWD (langer Arbeitsabstand) hatte ich eigentlich nichts geschrieben, und bei den mit einem "x" gekennzeichneten Objektiven handelt es sich (wenn von Nikon, Zeiss, oder Leitz) um solche mit unendlicher Tubuslänge. Ob diese Objektive so gut geeignet sind...

@ Mathias: die CF 250-Reihe ist doch auch für unendliche Tubuslänge gerechnet und erfordert eine Tubuslinse im Strahlengang. Ich habe zwar gelesen, dass beide CZJ-Systeme (Objektiv und Tubuslinse) frei von der chromatischen Vergrößerungsdifferenz (CVD) sind, aber so eine Tubuslinse einem fotografischen Aufbau korrekt zu positionieren macht die Sache sicher etwas komplex...

Herzliche Grüße, Thomas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 23, 2012, 22:29:25 NACHMITTAGS
Hallo
Man verzeihe mir, wenn ich mit Fragen an Andreas, zur eigentlichen Frage zurückkehre.
Du möchtest mit einer Olympus Kamera, Crop Faktor 2 fotografieren?
Besitzt du ein 105mm Makro Foto-Objektiv?
Dein gewünschter Abbildungsmassstab ist 4:1?

Vorerst, gut Licht

Kurt
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 23, 2012, 23:00:34 NACHMITTAGS
Hallo Kurt u. die Anderen,

ja Kurt, ich besitze ein Sigma 105mm 2,8 allerdings mit Canon-Digital-Bajonett und Adapter von Canon-Olympus gibt es meines wissens wirklich nicht!
Ansonsten habe ich noch das Olympus Macro 50mm 3.5 allerdings analog mit Maßstab 1:2.

Die Profis sind jetzt mal am Fachsimpeln ;) was ja auch o.k. ist, für mich als "Neuling" in der Lupenfotografie schwer nachzuvollziehen! ;D
Die Nikons wie angedeutet scheinen ja sehr teuer und meine Frage war halt ob es zu denen noch günstigere Alternativen gibt?

Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 23, 2012, 23:16:48 NACHMITTAGS
Also Andreas
Kamera, Balgen mit Vollauszug und dann das 105mm montieren.
Wenn dir das gelingt hast du bis 4:1 eine super Auflösung.
Da es sich vermutlich um Auflicht-Fotografie handelt, hast du mit dieser Lösung einen hohen Arbeitsabstand
der dir viel Spielraum für eine optimale Beleuchtung gibt.
Einen Abfall der Auflösung am Bildrand ist nicht sichtbar.
Eine Gute Beleuchtung erhöht die Qualität der Bilder.
Schön wäre ebenfalls, wenn du ein gutes Weitwinkel-Foto-Objektiv umgekehrt (in Retro)
am Balgen montieren könntest, damit erreichst du einen noch höheren Abbildungsmassstab
mit noch akzeptabler Abbildungsleistung ohne Randunschärfe und ebenfalls mit einem
geeigneten Arbeitsabstand (bitte keine Zoom Objektive verwenden, die Qualität leidet sonst spürbar).
Bei Auflicht-Fotografie von z.B. Insekten in diesem Abbildungsmasstab ist die Schärfentiefe für
informative Bilder sehr gering, mach dich deshalb klug über das Focus Stacking.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 23, 2012, 23:36:50 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,

wahrscheinlich bin ich zu doof ;D, aber wie bekomme ich denn ein Objektiv mit EF Bajonett an einen M42 Anschluss???
Von EF nach M42 das geht ja, aber umgedreht?
Der Balgen hat doch M42!

Das mit dem Retro habe ich auch schon überlegt, dachte aber die Abbildung sei dann eher schlecht, stimmt also nicht!
Ich hätte da ein gutes 24mm Weitwinkel, wenn das geht, ich bin für alles offen... ;D

Clear skys,
Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Lothman in Januar 24, 2012, 00:22:54 VORMITTAG
Zitat von: Bachianer in Januar 23, 2012, 23:36:50 NACHMITTAGS
...aber wie bekomme ich denn ein Objektiv mit EF Bajonett an einen M42 Anschluss???
Von EF nach M42 das geht ja, aber umgedreht?
Der Balgen hat doch M42!

Zwei billig Zwischenring sets kaufen wie diese http://www.ebay.de/itm/Camera-Macro-Extension-Tube-Set-For-Canon-EOS-30D-10D-20Da-1Ds-D60-D30-Camera-/260901791038?pt=AU_Cameras_Photographic_Accessories&hash=item3cbef5653e, dann das EOS-Bayonett abschrauben und an das M42-Set dranschrauben .

Übersicht zu den verschiedenen Lupenobjektiven gibt's hier: http://www.macrolenses.de/objektive.php?lang
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 24, 2012, 00:43:59 VORMITTAG
Hey Lothman,

das ist ja mal Clever mit dem ersten Link und dank dir auch für den zweiten! ;)

Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Stuessi in Januar 24, 2012, 09:36:33 VORMITTAG
Zitat von: Bachianer in Januar 23, 2012, 23:00:34 NACHMITTAGS...Ansonsten habe ich noch das Olympus Macro 50mm 3.5 allerdings analog mit Maßstab 1:2....
Hallo Andreas,

mit diesem 50mm Objektiv besitzt Du genau das gesuchte Objektiv. Nimm einen Umkehrring, z. B. http://www.ebay.de/itm/M42-Reversering-M42-Umkehrring-fuer-49mm-Filtergewinde-/350495984630?pt=DE_Foto_Camcorder_Objektive&hash=item519b304bf6 oder http://www.fotobrenner.de/default.asp?UIDASP=20120124093200766384801341683&ARTNR=1395003&UG=umkehrring&Anzahl=11&Anf=1&Ende=10&SON=5&UE=0,0,0&MENPRO=&ES=0, und Du hast bei Blende 5,6-8 eine sehr gute  Abbildung im Maßstab etwa 2:1 bis 3:1 mit dem Novoflex-Balgen.
Vor  einigen Jahren habe ich diese Tabelle gemacht. Statt der manuellen Objektive von Minolta kann man auch gleichwertige von Olympus, Canon,  Nikon, .... nehmen.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/83794_15554268.jpg)

Objektbreite und -höhe gelten für Cropfaktor 1,5. Abbildungsmaßstab und Arbeitsabstand (Vorderkante der Linse ... Objekt) sind natürlich vom Cropfaktor unabhängig.

Gruß,  
Stuessi
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 24, 2012, 11:51:35 VORMITTAG
Hallo Stüssi u. alle Anderen,

ihr seit echt Top hier im Forum, so gute Tipps und Hilfe hätte ich nicht erwartet... ;)

Ich muß aber noch was zu den digitalen Kameras mit Crop-Faktor schreiben!
Der Maßstab bei z.B einer Olympus E 510 mit Crop 2x erhöht sich ja nicht um 2x sondern man bekommt mit einem z.B. 50mm Objektiv den Bildausschnitt wie bei einer 35mm Kamera mit 100mm Objektiv!
Das Objekt das man fotografiert wird durch den Crop-Faktor also nicht größer, es verkleinert sich nur der Bildausschnitt!
Deshalb ist es ja häufig irreführend wenn letztlich ein Normalobjektiv (50mm) an der Olympus mit Crop 2x als 100mm Portraitobjektiv beworben wird!
Letztlich bleib es ein 50mm mit kleinerem Bildausschnitt.

Ich danke Euch allen :-*
Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Januar 24, 2012, 13:52:34 NACHMITTAGS
Hallo Andreas,

du schreibst ganz richtig:
ZitatLetztlich bleib es ein 50mm mit kleinerem Bildausschnitt.

Dazu habe ich mir für die Praxis die umgekehrte Betrachtungsweise zugelegt. Ich muß doch davon ausgehen, daß mein zukünftiges formatfüllendes Bild auf eben diesem kleineren Sensor entsteht. Bei mir mit der D7 dann  1,5 x fach in der Telewirkung.

Astrofernrohr 1000 mm Brennweite macht daraus 1500 mm mit der D7 angeflanscht. Randschärfeprobleme des Objektivs zufällig auch noch abgeschnitten. Ist doch so schlecht nicht. Erst wenn ich aus den Altbeständen ein Weitwinkel für die digitale suche habe ich es mehr als schwer.

Lieben Gruß

Lothar
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 24, 2012, 14:28:42 NACHMITTAGS
Genau Lothar,

durch den Crop-Faktor werden ja auch viele analoge Objektive für die digitale Fotografie attraktiv!
Bei Weitwinkel wird es natürlich etwas schwerer das passende zu finden!

Ich denke halt durch die Werbung "Machen Sie aus Ihrem 50mm 1,4 ein super starkes 100mm 1,4" glauben viele Leute das sich durch den Crop-Faktor auch der Maßstab erhöht, aber das ist halt falsch.

Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 24, 2012, 16:33:23 NACHMITTAGS
Hallo Andreas
Betr. Crop Kamera:
Ganz klar der Abbildungsmassstab hat nichts mit der Sensorgrösse zu tun.
Was bei einer Crop Kamera positiv ist, wenn sie gleich viel MPixel hat wie eine Vollformat (z.B. 14MPixel),
dann löst die Crop Kamera feinere Details auf (da die Pixel des Sensors kleiner sind).
Nun könnte man sagen, dass mann eine Vollformat Kamera mit z.B. 24Mpixel verwendet und mit ebenfalls
kleinen Pixeln. Diese Überlegung ist richtig, doch kämpft man dann ev. mit Randunschärfe und
beim Stacken mit sehr grossen Dateien.

Gut Stack

Kurt
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Jürgen Boschert in Januar 24, 2012, 20:17:19 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

natürlich bleibt ein -sagen wir- 50-mm-Objektiv ein 50-mm-Objektiv unabhängig vom Format des Aufnahmemediums, z.B. des Sensors. So bleiben folgerichtig natürlich die Perspektive wie auch die Schärfentiefe unverändert, unabhängig davon welches Format der Sensor hat; gerade letzteres ist ja durchaus für Fotgrafen ein Problem, die mit selektiver Schärfe arbeiten wollen, wenn sie mit kleineren Sensoren werkeln müssen.

A--B--E--R: und Lothar hat das ja oben schon angedeutet. In der Regel wird ja für die Betrachtung des Bildes wiederum unabhängig von der Sensorgröße ein immer gleich großes Format gewählt -sei es nun der Monitor oder ein Papierabzug. Damit geht natürlich der Crop-Faktor als zusätzlicher Vergrößerungsfaktor ein; in der Mikroskopie überschreitet man daher bei Verwendung kleinerer Sensoren schnell die förderliche Vergrößerung.

Beste Grüße !

JB
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Januar 24, 2012, 21:33:06 NACHMITTAGS
Zitat von: Kurt Wirz in Januar 24, 2012, 16:33:23 NACHMITTAGS
Hallo Andreas
Betr. Crop Kamera:
Ganz klar der Abbildungsmassstab hat nichts mit der Sensorgrösse zu tun.
Was bei einer Crop Kamera positiv ist, wenn sie gleich viel MPixel hat wie eine Vollformat (z.B. 14MPixel),
dann löst die Crop Kamera feinere Details auf (da die Pixel des Sensors kleiner sind).
Nun könnte man sagen, dass mann eine Vollformat Kamera mit z.B. 24Mpixel verwendet und mit ebenfalls
kleinen Pixeln. Diese Überlegung ist richtig, doch kämpft man dann ev. mit Randunschärfe und
beim Stacken mit sehr grossen Dateien.

Gut Stack

Kurt



Lieber Kurt,

hier stolpere ich schon wieder mal und muß vereinfachend denken. Gehen wir doch mal vom gleichen Motiv aus und fotografieren mit den vorgeschlagenen 14 Mpixel. Dann habe ich für das gleichbleibende Motiv bei beiden Sensoren die gleiche Pixelanzahl.

Nur für das auf dem kleineren Sensor aufgezeichnete Bild habe ich zierlichere Pixel als auf dem größeren. Auf A4 gedruckt sind sie aber beide wieder gleich groß. Wo bleibt dann die höhere Auflösung. Dieses Thema ist und bleibt ein "Gehirnwindungstwister" und ähnelt dem Eis vor dem Haus oder nicht ?

Stack mal wieder

LG Lothar
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 24, 2012, 23:15:48 NACHMITTAGS
Hallo Lothar
Bei der Crop Kamera ist der vom Chip erfasste Auschnitt kleiner und somit (bei gleicher Pixelzahl) beser aufgelöst.
Nehmen wir eine Oly, Crop Faktor 2 und eine Vollformat Kamera.
Die Vollformat hat eine Sensorbreite von 36mm, die Oly etwa die Hälfte, 17,3mm.
Bei gleicher Anzahl Pixel und gleichem Seitenverhältnis.
Die Fläche der Oly ist somit 1/4 der Vollformatfläche, so sind auch die Pixel bei der
Vollformat Kamera doppelt so breit und doppelt so hoch.
Das heisst auf die Fläche eines Pixels der Vollformatkamera kommen
4 Pixel der Oly, dies bewirkt eine höhere Detailzeichnung!
Der Oly Chip erfasst aber vom Original das abgelichtet wird nur die Hälfte in der Höhe und in der Breite.
Vergrössert man beide Bilder auf A4, dann sind diese nicht identisch, die Oly zeigt nur einen Ausschnitt
des Bildes der Vollformatkamera.
Fotografiert man bei gleichem Abbildungsmassstab mit einer Vollformatkamera ein Haus bildfüllend
und das Haus hat 6 x 4 Fenster, dann bildet der Oly Chip bei gleichem Abbildungsmassstab nur
3 x 2 Fenster ab. Die Oly hat aber für den kleineren Ausschnitt die gleiche Anzahl Pixel auf dem Chip
zur Verfügung, somit zeigt sie mehr Detail!

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Werner in Januar 24, 2012, 23:57:17 NACHMITTAGS
Hier noch meinen Senf zu den Objektiven...

50mm ist NICHT gleich 50mm ! Ein Kameraobjektiv ist berechnet auf Unendlich zu 50 mm entfernter Film-EBENE ("Sinusbedingung").
Durch Umdrehen des Objektivs kann man die Fehler im Nahbereich etwas verkleinern.
Bessere Bilder sind mit von vornherein für den Nahbereich berechneten Objektiven zu bekommen.

Die billigsten derartigen sind aus geschlachteten Flachbettscannern erhältlich, oder aus Fotokopierern oder Mikrofilm-Lesegeräten (mit ebener Mattscheibe, nicht mit gewölbter). Da die CCD-Chips ziemlich belichtungstolerant sind, braucht man oft gar keine Blende.

Mit benötigter Blende nimmt man Objektive aus Farbvergrößerern, allerdings auch umgedreht, um den Korrektionsstatus einzuhalten. Diese Objektive sind oft leichter zu adaptieren, weil kleiner und ohne Bajonett.
Das optimale wäre ein Objektiv aus einer Repro-Kamera, das ist extrem auskorrigiert, aber auch extrem schwer zu ergattern...

Ich hatte mich mit der Lupenfotografie beschäftigt, genauer gesagt, mit dem Lupen-Fernsehen. Meine Augen werden auch nicht besser, aber dafür werden die Elektronikteile immer kleiner. Ein "geerbters" Lesegerät für Sehbehinderte brachte mich auf die Idee.

Viele Grüße   -   Werner







Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 25, 2012, 00:25:13 VORMITTAG
Zitat von: Kurt Wirz in Januar 23, 2012, 23:16:48 NACHMITTAGS
Also Andreas
Kamera, Balgen mit Vollauszug und dann das 105mm montieren.
Wenn dir das gelingt hast du bis 4:1 eine super Auflösung.

Gut Licht

Kurt

Diese Aussage hat mich ja noch einmal nachdenklich gemacht, da hier doch der 2X Crop - Faktor der Oly eingerechnet ist!
Also ergibt das dann doch "nur" einen Maßstab von 2:1. ;)

Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Rawfoto in Januar 25, 2012, 07:08:35 VORMITTAG
Guten Morgen

Das mit der Vergroesserung ist einfach, Du hast 1:1 wenn das reale Pbjekt und das Abgebildete am Sensor gleich gross sind ... Wenn die Abbildung am Sensor doppelt so gross ist wie das Objekt hast Du 2:1 ....

Ich wiederspreche Kurt ja nur ungrrn, aber das mit der "super" Aufloesung konnten meine Tests nicht bestaetigen ...

Wenn ein Objektiv fuer 100 Linienpaare bei 1:1 gerechnet ist und Du davon einen Ausschnitt vergroesserst, in dem Beispiel 4 fach, wie viele Linienpaare bleiben dann?! Nach meiner Logik 25 und genau so schauen auch die Bilder aus, zumindest bei dem von mir gemachten Tests ...

Ich habe die max. akzeptable Vergroesserung an der EOS 1DS Mark III vor fast 4 Jahren getestet und dabei 3 Objektive getestet:

Leitz 1:2,8/100mm Apo (mit und ohne Elpro) => 2:1 mit und 0,7 ohne und darueber hinaus ging es drastisch nach unten. Die Tests haben das bestaetigt was Leitz dazu bewegt hat einen eigenen Vorsatz (Elpro) fuer dieses Objektiv zu rechnen, Aufgrund der Optischen Konstruktion fuer Auszugsverlaengerung unbrauchbar ...

Der naechste Testkanditat war das Canon 1:3,5/180mm L, gleiches Bild, das Objektiv verkraftet nur einen Zwischenring von 25mm. Dann faellt der Kontrast und die Aufloesung in den Keller

Der 3. Kanditat war der legendaere Zeiss Makrokopf 100mm (f4), der war ja nur am Balgen einsetzbar und theoretisch bis 2:1 am Doppelbalgen topp. Der schlechteste Kanditat im Test, der volle flopp, ab 0,5:1 ein totaler Ausfall beim Kontrast, die Aufloesung hat das Teil bis fast 1,5:1 gehalten aber bei dem Kontrastverlust auch in der Bildmitte untragbar. Da ich das nicht glauben konnte habe ich ein 2. Exemplar mit einer Fertigungsdifferenz von vier Jahren getestet => exact der gleiche Jammer ...

Immer noch schokiert habe ich der 135 Makrokopf von Zeiss dazugenommen, den haben die fuer Hasselblad am Balgen gabaut. Da es zwei gab, ich hatte den mit F 4 in Haenden. Auch dieser Kopf bringt seine optimalsten Werte bei 0,5:1, hat aber den Kontrastabfall des 100er Kopfes nicht. Ich konnte aber mit diesem Teil nur bis 1,2:1 testen, mehr Auszug habe ich fuer das Hasselbladanschluss nicht zur Verfuegung. Aufgrund des sich darstellenden Qualitaetsabfall liegt der Grenzwert zwischen 1,5:1 und 2:1, ist aber nicht durch Tests hinterlegt, ist nur eine Prognose ...

Die Tests haben damals dazu gefuehrt, dass ich bei den Photaren aufgeruestet habe und jetzt auch das 4:50mm einsetze. Die Tests haben bestaetigt, die Hersteller optimieren ihre Objektive fuer einen Massstab und es gibt in beide Zrichtungen leichte Abfaelle in Richtung Kontrast und/oder Aufloesung ...

Das von Kurt beschriebene Nikon ist sicher fuer den Berich von 0,5:1 bis 1:1 optimiert, da gibt es ja unterschiedliche Modelle ... Aber 4:1, sicher handelt es sich da nicht um einen Bereich wo die Optik optimal eingesetzt ist ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Januar 25, 2012, 08:20:21 VORMITTAG
Hallo Kurt,

bei diesem Thema redet man schnell aneinander vorbei. Bei meinem Beispiel bin ich davon ausgegangen, daß objektivmäßig sicher gestellt ist, daß auf beiden Sensoren das selbe Bild erscheint. Daß die Auflösung dann aus Gründen der mangelnden Präzision der Optik sogar schlechter wird zeigt die Eräuterung von Rawfoto auf. Von daher meine ich nach wie vor, daß diese Behauptung irreführend ist.

Lieben Gruß

Lothar
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 25, 2012, 12:23:03 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard
Der fragende Andreas sucht nach einer verwirklichbaren und preisgünstigen Lösung, das schliesse ich aus seinem Satz:
"Leider sind diese Lupen-Macro-Objektive recht teuer und selten zu bekommen, gibt es Alternativen? (Gibt es sicherlich...)".
Der damit verbundene Kosten / Qualität Faktor sollte deshalb hoch sein.
Da er schon einiges an Ausrüstung besitzt, sollte man vorerst auf Möglichkeiten dieser Ausrüstung ein gehen.
Es ist jedoch nicht die selbe die ich habe! Bei 100mm Objektiven ist nicht jedes gleich gut.
Seit einiger Zeit suche ich im Internet vergleichende Testresultate von Objektiven der gleichen Serie. Ich habe den Test schon einmal gesehen, finden ihn aber nicht mehr.
Der Tester hatte die Möglichkeit etwa 10-20 original verpackte Objektive der gleichen Lieferung (gleiches Modell, gleicher Hersteller) auszutesten und zu vergleichen. Die Abweichungen waren erschreckend, z.B. bei der Auflösung (LP/mm) unterschieden sich die Objektive mit bis zu etwa 10%(LP/mm)!
Besitze ich ein extrem gutes 100mm Objektiv und ein eher schlechtes Zeiss Luminar 63mm, dann gelten meine Resultate ganz klar für meine Objektive. Ein anderer Tester erwischt ev. ein schlechtes 100mm, dann sind die Ergebnisse anders.
Aus diesem Grund habe ich mir das teure Zeiss Auflösungstest-Objekt 3000 besorgt. Für mich sind die Ergebnisse mit meinen Objektiven wegweisend.

Deine Tests mit Linsen und Aufbau entsprechen der Realität und haben somit eine gewisse Relevanz. Dies beanspruche ich ebenfalls für meine Test's.
Mit den Jahren wird man auch klüger und stellt Fehler bei den eigenen Test's fest und wiederholt sie deshalb.
Sobald ich einen Faktor in meinem Testaufbau verändere, teste ich erneut meine Objektive. Erkennt man mit der Zeit eine Tendenz, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass diese Erkenntnisse zutreffend sind.
Immer wieder vergleiche ich meine Zeiss Luminare 100mm, 63mm (da habe ich zwei Exemplare) und das Luminar 40mm mit meinem AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D (auch da habe ich noch weitere 105mm Makro-Objektive) und stelle fest, dass das AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D, die beste Wahl ist.
Eigentlich sind die Luminare für grosse Filmformate berechnet, dennoch stelle ich einen Abfall der Auflösung (bei optimalem Abbildungsmassstab) am Rand fest und dies bei einem kleinen Chip der Nikon D7000.

Deine Bemerkung:
"Das von Kurt beschriebene Nikon ist sicher fuer den Berich von 0,5:1 bis 1:1 optimiert, da gibt es ja unterschiedliche Modelle ... Aber 4:1, ...."
So vom Schiff aus, aus der Ferne gesehen, ist deine Bemerkung verständlich, bei näherer Betrachtung komme ich mit meiner Ausrüstung bis jetzt aber auf andere Ergebnisse.
Bei 3:1 ist das AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D besser in der Auflösung wie das Luminar 40 und das Luminar 25mm.
Bei 4:1 ist das Luminar 25mm in der Bildmitte etwas höher in der Auflösung wie das AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D, am Bildrand sind beide gleich.
Bei 5:1 ist das Luminar 25mm die bessere Wahl.

Ein entscheidender Vorteil des AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D ist der höhere Arbeitsabstand im Vergleich zum Luminar 25mm, bessere Beleuchtungsmöglichkeit!

Einst hatte ich ein Photar und habe es mit dem Nikon 105mm verglichen, das Nikon war minim besser, das Photar wechselte inzwischen den Besitzer, der Käufer dieses Photars lobt inzwischen seine hohe Abbildungsleistung. So ist das Leben.

Meine Äusserung:
"Wenn dir das gelingt hast du bis 4:1 eine super Auflösung."
Da hätte ich an Stelle des "super", das Wort "gut" verwenden sollen, denn die Qualität ist nicht "AAA+" sondern nur "AA". da hast du absolut Recht.

Gut Licht

Kurt

Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Rawfoto in Januar 25, 2012, 13:12:22 NACHMITTAGS
Hallo Kurt

Nur eine Bemerkung zum von Dir zitierten Photar 120, ich hatte dann 4 gleiche, die Streuung war auch da sehr deutlich. Das von Dir angesprochene ist im Mittelfeld und ich besitze es immer noch ...

Ein wesentlicher Qualitätsfaktor bei dieser Type ist die Montage einer Streulichtblende, das 80er und das 120er sind da sehr empfindlich und das wirkt sich genau auf den Kontrast aus. Auch diese Objektive ...

Bei 4:1 würde ich aber das (Photar) 50mm einsetzen, mit 50mm hast Du einen Kompromiss bezüglich Arbeitsabstand und dem benötigten Auszug, bei 4:1 hast Du bei dem von Dir besagten 105er ja einen benötigten Auszug von ca. 30cm (wir sprechen also von einem Balgengerät und Tuben um auf diesen Auszug zu kommen und das ist nicht leicht stabil zu bekommen) ...

Du verwendest in Deinem Test einen deutlich kleineren Sensor (was die Ergebnisse sicher noch einmal verschiebt), ich habe damals beim Test im Vollformat gearbeitet und bekomme mit dem 1,3 fach Crop der Mark IV jetzt noch bessere Ergebnisse da ich den (schwachen) Randbereich ausblende und das trägt noch einmal zur Verbesserung bei ...

Noch eine Randbemerkung, ich hatte damals auch noch eine Mark II mit 16 Megapixel, die war viel gnädiger zu den Objektiven wie das 21er Gehäuse, diese gilt es auch noch zu betrachten ...

Beides hat aber keinen Einfluss auf die kritische Blende ...

Mit dem nicht standardisierten Testverfahren hast Du eindeutig recht, eine Streulichtblende zu verwenden verschiebt die Ergebnisse, einen anderen Sensor zu verwenden ..., einen anderen Cropfaktor zu verwenden, ja sogar ein anderer Reprostand verändert die Zuverlässigkeit der Qualität ...

Liebe Grüße nach CH :-))

Gerhard

Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 25, 2012, 13:26:36 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard
Deine Feststellung, dass sich deine Photare individuell unterscheiden, zeigt uns, dass es bei
Spitzfindigkeiten zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann.
Die Qualität meiner Test's sind nicht AAA+ sondern eher AA, aber für mich genügend.
Mein Glück ist, dass es bei meinen Test Aufnahmen nicht um reproduzierbare,
hieb und stichfeste Ergebnisse gehen muss, mit absoluten Zahlen, sondern ich versuche neben anderen
Faktoren die zu einem "schönen" Bild führen, auch die optisch- technische Seite zu optimieren.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 25, 2012, 13:36:16 NACHMITTAGS
Hallo Leute,

ich danke Euch noch einmal für die rege Beteidigung! ;)

Ich ziehe mal in Erwägung mich nach einem Zeiss Luminar 25mm 3,5 oder 16mm 2,5 umzusehen!
Laut eines sehr erfahrenen Makrofotografen sollte man damit nichts Falsch machen!
Hat jemand vielleicht ein Preislimit wie viel man etwa ausgeben sollte?
Müsste da sowieso noch etwas sparen hat aber Zeit!

Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 25, 2012, 14:32:00 NACHMITTAGS
Hallo Andreas
Ein Zeiss Luminar 25mm sollte etwa um die 500.- Euro kosten.
Mit dem Luminar 16mm währe ich zurückhaltender,
da ist ein Mikroskop Objektiv um einiges besser.

Gut Licht

Kurt
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Rawfoto in Januar 25, 2012, 16:05:11 NACHMITTAGS
Hallo Andreas

Gute Entscheidung, um den Preis solltest Du Glück haben und ein schönes Exemplar bekommen können ...

:-)

Gerhard
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Stuessi in Januar 25, 2012, 17:38:05 NACHMITTAGS
Zitat von: Kurt Wirz in Januar 25, 2012, 12:23:03 NACHMITTAGS
...Immer wieder vergleiche ich meine Zeiss Luminare 100mm, 63mm (da habe ich zwei Exemplare) und das Luminar 40mm mit meinem AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8 D (auch da habe ich noch weitere 105mm Makro-Objektive) ...

Hallo Kurt,

Deine Objektifvergleiche sind sehr interessant. Mich interessiert aber ganz konkret, welche Auflösung Du im Makrobereich bei 1:1, 2:1, ... bis 10:1 erreichst?

Gruß,
Stuessi
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: reblaus in Januar 25, 2012, 17:59:18 NACHMITTAGS
Liebe Makroskopiker -

darf ich eine naive Zwischenfrage stellen -

Prolog: In meiner beruflichen Jugend hatte ich für mein Labor-Phomi neben der üblichen Objektivausstattung auch ein Luminar (ich glaube 25 mm). Von der Abbildungsleistung war ich damals im Vergleich zur Mikroskopobjektiven ziemlich enttäuscht und habe so was seither nicht mehr benutzt.

Anmerkung: Makroaufnahmen mache ich schon hin und wieder. Heutzutage meist mit einem Canon EF 100/2,8 , ggf. mit Vorsatzachromaten.

Frage: Was wäre bei stärkeren Vergrößerungen der Vorteil der Luminare gegenüber der Mikroskopoptik, abgesehen davon, dass erstere eine Irisblende haben und keinen eingeplanten Farbfehler besitzen?

Viele Grüße und Dank im Voraus für eine meinem Niveau angepasste Aufklärung!

Rolf

Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 25, 2012, 18:28:53 NACHMITTAGS
Hallo Stuessi
Mit dem ZEISS Auflösungstest-Objekt 3000 ist es wichtig, dass man immer gleich beurteilt.
Er spukt keine digitale Zahl aus, sondern man muss sich selber eine Grenze setzen.
Es sind einzelne Felder von Strichen in unterschiedlicher Dicke und Abstand.
Diese Felder zeigen Linien, erkenne ich bei einem Feld keine Linien mehr, dann notiere ich mir
vom weniger feinen Feld wo die Linien noch halbwegs erkennbar sind den Wert der Linien/mm.
Dieser Wert ist mit Eindeutigkeit zu ermitteln, da die Unterschiede von Linien-Feld zu Linien-Feld
klar erkennbar sind. Dies entspricht natürlich keiner ISO Norm.
Ich stacke (verändere den Focus mit einem StackShot Schlitten) in Auflichtfotografie mit meiner üblichen Beleuchtung (Blitz) den Schärfebereich durch und
fertige Aufnahmen an mit einer Nikon D7000 im NEF (RAW) Format
mit einer Farbtiefe von 14Bit pro Farbkanal, unter diesen Bildern wähle ich das schärfste aus und beurteile es.
Da komme ich auf folgende Werte, jeweilen LP/mm; die Zahl in Klammern ist der Arbeitsabstand in mm:

AF MICRO NIKKOR 105mm 1:2.8D
Jeweilen sind Mitte und Rand gleich.
2:1 Blende 5.6 (am Objektiv) = 145 LP/mm (Arbeitsabstand = 97mm)
3:1 Blende 5.6 = 220 (85)
4:1 Blende 5.6 = 250 (80)
5:1 Blende 4.0 = 310 (75)
6:1 Blende 4.0 = 320 (73)
7:1 Blende 4.0 = 330 (72)

Zeiss Luminar 25mm, immer voll offen, Blende 1
4:1 Mitte = 280; Rand = 240 (19)
5:1 Mitte = 320; Rand = 280 (17)
7:1 Mitte und Rand = 400 (17)
10:1 Mitte und Rand = 450 (16)
15:1 Mitte und Rand = 480 (15)

Zeiss Luminar 16mm, immer voll offen, Blende 1
10:1 Mitte = 560; Rand = 530 (11)
15:1 Mitte und Rand = 600 (10)

Ein altes Reichert 10x/0.25
10:1 Mitte = 630; Rand = 550 (7)
15:1 Mitte = 800; Rand = 650 (6)
20:1 Mitte = 820; Rand = 820 (6)

Nikon CFN PLAN 10x/0.30 160/0.17
10:1 Mitte = 700; Rand = 450 (10)
15:1 Mitte = 900; Rand = 800 (9)
20:1 Mitte = 1000; Rand = 900 (9)

VORSICHT! Diese Werte können nicht mit anderen Messungen verglichen werden!

Gut Mess

Kurt

Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 25, 2012, 18:34:25 NACHMITTAGS
Hallo Reblaus
Ganz allgemein gesagt:
Foto-Objektive und Lupen Objektive lösen in der Bildmitte nicht so stark auf wie Mikroskop-Objektive,
haben aber am Rand keinen so grossen Auflösungsabfall und eben auch keine Farbränder.
Die Blende bei den Luminaren gebrauche ich nicht, bei offenster Blende haben sie die höchste Auflösung.
Die dadurch verbundene geringe Schärfentiefe überwinde ich mit Stacken.

Gut Stack

Kurt
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 25, 2012, 23:48:26 NACHMITTAGS
Hallo Safari,

ich kenne jetzt das neue 50mm Macro von Olympus nicht, habe aber zwei Gegenbeispiele!

Das digitale Canon 50mm 1,8 ist nicht so gut wie das 1,8 von OM!
Das Canon 100mm Macro ist m.E. nicht so gut wie das 2,0 90mm von OM!

Es gibt wohl in jeder Serie gewisse Ausreißer, sozusagen Montagsware, um wirklich zu Vergleichen muß man wohl mehrere Objektive ausprobieren!
Zudem wäre es ja auch peinlich wenn ein Objektiv, das 3-4X so teuer ist schlechter wäre!

Manchmal sind die neuen Objektive wohl besser, manchmal aber auch nicht und ob sie in 20-30 Jahren auch noch ihren Dienst tun? ;)

Andreas

Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Bachianer in Januar 26, 2012, 01:32:13 VORMITTAG
Naja, ich möchte ja nun auch keine Diskussion über alte und neue Objektive führen, nur wenn ich mir manchmal die Verarbeitung so manch neuer Scherbe anschaue, stelle ich mir schon die Frage ob die, die nächste Fotosession überlebt... ;D

Andreas
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: traisen in Januar 26, 2012, 17:32:43 NACHMITTAGS
Hallo,ich verwende am balgen Objetive aus den uralten microboxen(man hat damit damals die microfilme vergrösert heute ist das überflüssig -es gibt computer) Brennweite 7 bis50 mm es ist alerdings bastelarbeit notwendig ,deutsche boxen sind oft mit rodenstock ausgerüstet,andere mit noname,für das was sie kosten (5bis15euro) eine ausgezeichnete qualität ,falls interesse kann´ich dir mal eins zukommen lassen,vorteil ist billig aber hohe spitzenqualität hat eben seinen euro    mfg  hermann
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Stuessi in Januar 26, 2012, 21:56:44 NACHMITTAGS
Zitat von: Kurt Wirz in Januar 25, 2012, 18:28:53 NACHMITTAGS
...VORSICHT! Diese Werte können nicht mit anderen Messungen verglichen werden!....

Hallo Kurt,

danke für die ausführliche Liste mit Auflösungstestwerten. Soviel ich sehe, erreicht das Zeiss Luminar mit 280 Lp/mm bei 4:1 sogar die Grenze des mit der Kamera praktisch erzielbaren Auflösungsvermögens. Die Tabelle habe ich sofort ausgedruckt. Nun weiß ich, wonach ich Ausschau halten muss.

Wünsche weiter viel Freude mit dem tollen Auflösungstest-Objekt 3000,
Stuessi
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Lothar Gutjahr in Januar 26, 2012, 23:35:29 NACHMITTAGS
Lieber Kurt,

eine neugierige Frage hätte ich zu dem von dir erwähnten Zeiss Auflösungstest-Objekt 3000. Wie hoch ist diese Investition ?

Danke für etwas Info dazu.

Lothar
Titel: Re: Fragen zu Lupenobjektive
Beitrag von: Kurt Wirz in Januar 27, 2012, 08:42:50 VORMITTAG
Hallo Lothar
Siehe hier:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=3102.30
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9645.15

Gut Licht

Kurt