Ich bitte um Euren kreativen Rat:
Ich hab nun auch eine Jansjö-Leuchte erworben. Wie schon
hier berichtet, ist das Licht mittlerweile ziemlich gelblich.
Mir schwebt nun vor, ein Blaufilter vor die Leuchte zu setzen.
Habt Ihr eine Idee, wie man das Filter am besten befestigt ?
Ich hätte z.B. die Vorstellung mit einer Gummimanschette aus
dem Sanitärhandel, die ich über den Kopf der Lampe schiebe
und in die ich das Filter setze. Wird die Leuchte bei längerem
Betrieb heiß, sodass der Gummi schmelzen könnte ?
Schönes Wochenende,
Bernhard G.
Hallo,
Das wird vermutlich nicht funktionieren, da der Lampenkopf doch sehr heiß wird.
Herzliche Grüße
Peter
Servus Bernhard,
ich habe eine übrige Staubschutzkappe für einen (ca 30mm) Stereomikroskoptubus aus Kunststoff dazu benutzt. Dazu hab ich aus der Kappe mit dem Skalpell ein rundes Loch ausgeschnitten und für meinen Zweck kein Filter sondern eine Linse eingelegt.
Bis jetzt (paaar Wochen) hält es...
schöne Grüße
Manfred
Hallo Bernhard,
eine davon nutze ich als Tischlampe vor meinem PC und die bleibt den ganzen Tag eingeschaltet. Das Anfassen ist so an der Grenze zum unangenehmen, was bei mir 50°C bedeutet. Das nicht dafür gedachte billibe chinesische Strahlungspyrometer meint 44,8 Grad, was ja in der Nähe liegt. Das dürfte deiner Gummimuffe noch bekommen.
Lieben Gruß
Lothar
Hallo,
nur mal so am Rande: Was mittlerweile schon mit den Jansjös in der Mikroskopie alle gemacht wurde....
http://www.lmscope.com/produkt22/Makrofotografie_mit_IKEA_LED_JANSJOE_en.shtml
http://i943.photobucket.com/albums/ad273/rparkhurst/Img3456_01.jpg
http://i175.photobucket.com/albums/w130/Janos11/ByomicST-340metIkeaLEDverlichting.jpg
http://www.mineral-forum.com/message-board/files/mic_light2_459.jpg
Herzliche Grüße
Peter
Hallo
Von den Jansjö Lampen habe ich 4 Stk..
Zwei gebrauche ich, um im Bett, Literatur über gute Beleuchtung zu lesen,
die anderen zwei um die Objekte vor der Linse zu betrachten,
Ausschnitt und Schärfebereich zu wählen.
Damit zu fotografieren, getraue ich mich nicht!
Ich habe bei meiner Art der Makro- und Mikrofotografie volle künstlerische Freiheit,
was die Farbtreue angeht, ich bin nicht Wissenschaftler,
dennoch traue ich den Lampen ein Lichtspektrum zu, das erstens nicht
bei jeder Leuchte gleich ist und bei keiner einem gleichmässigen natürlichen Spektrum entspricht.
Gerade in der Mikroskopie verwendet man bei Kaltlichtquellen Filtereinsätze die
um einiges teurer sind wie eine Jansjö Leuchte, um ein ausgeglichenes klar definiertes
Lichtspektrum zu erhalten. Weshalb bloss?
In der Fotografie wägt man mit viel Wissen und Erfahrung die richtige Lichttemperatur ab.
Diese ° Kelvin funktionieren nicht mit Lampen die ein Chaos an Lichtfrequenzen erzeugen!
Siehe Erfahrung mit dreibanden Fluoreszenz Beleuchtung.
Qualität in der Beleuchtung ist scheinbar nicht mehr modern!?
Hat schon jemand nähere Daten und Spekten dieser Leuchten beurteilt.
Hat dieses Billigteil überhaupt einen verlässlichen Spektral-Durchschnitt, der von der
Mehrheit dieser Leuchten (ein beleidigendes Wort in der Schweiz, sofern man es auf Menschen anwendet) abgegeben wird?
Licht ist ein sehr entscheidender Faktor in der Mikroskopie,
sind diese Jansjö LED Leuchten wirklich so gut, dass sie alle alten "DIN Normen" in ihrer Qualität
überbietet, oder ist der heutige Mikroskopiker derart arm, dass er sich keine für die
Qualität entscheidende gute Lichtquelle (kein beleidigendes Wort in der Schweiz) anschaffen kann
und somit etwas tiefer in seinen Geldbeutel greift.
Ich möchte mal LED Spektren sehen, die es auch mir Blausiebel machen, weshalb ich
mich für diese Lichtquelle entscheiden soll!
Schon die Diskussionen über den schlechten Schalter der Jansjö Leuchte sollte ein Lichtlein in jedem Hirn aufgehen lassen!
Gut Licht
Kurt
Hallo,
Die Jansjö Leuchte ist nicht nur gut für Stereomikroskopen, sie ist auch manchmal brauchbar im Durchlicht. Eine blaue Mattscheibe ist hier in der Eingang meiner Zeiss Standard platziert, die Aufnamen wurde gemacht mit das Neofluar 25/0.60:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84244_52425822.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84244_1975077.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84244_13869296.jpg)
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
um Gottes Willen!!! Ohne vorher das Spektrum der Lampe überprüft zu haben? Ich jedenfalls sehe direkt das Chaos der Lichtfrequenzen! :o ;D
Herzliche Grüße
Peter
Hallo,
ob der Schalter der Jnaskö schlecht ist, mag dahingestellt sein - ich habe jedenfalls (bis auf den einen Fall) hier insgesamt weder über den Schalter noch über die Jansjö an sich Klagen gehört, und es gibt offenbar Unmengen zufriedener Anwender.
Niemand behauptet, dass die zwei Lampen für zusammen 19.98 EUR gleichwertig sind mit einer Kaltlichtquelle mit Filtersatz für 500 - 1000 EUR. Aber sie reichen für den Durchschnittsanwender eben doch zumeist aus.
Wenn man am Stereomikroskop, mit dem Makroskop oder einer Makroeinrchtung in höchster künstlerischer Qualität fotografieren möchte, mag sie vielleicht nicht mehr ausreichen. Aber wer macht das schon? Die meisten Anwender benutzen das Stemi zur Kontrolle und zur Präparation und nicht zur Erstellung von Fotos für einen GEO-Kalender.
Ein Hobbyfilmer kommt in der Regel auch ohne 10 Arri-Scheinwerfer und Steadycam wie beim professionellen Filmset aus....
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
Vielen Dank für das GEO-Kalender Kompliment, doch davon bin ich weit entfernt.
Die Färbmethoden in der Mikroskopie besitzen eine klare Aussage, von jedem Farbstoff
weiss man genau seine Wirkung und Äusserung, das weiss auch ich, ohne dass ich
ein Kenner der Färbung bin.
Beleuchtet man eine mit Wissen und Erfahrung verbundene Methode der Färbung nun mit einer
spektrumchaotischen Lichtquelle, dann wird die Aussage einer Färbung verfälscht!
Um fest zu stellen, ob eine Lichtquelle Tageslicht (gleichmässiges Lichtspektrum) abgibt,
braucht es nicht unbedingt 10'000.- Euronen.
Es gibt seit Jahrmillionen Sensoren die sehr schnell anzeigen ob es sich um Tageslicht handelt.
Montiert man eine LED Lichtquelle über einem einwandfrei funktionierenden Aquarium
mit Anemonen und Korallen, so sieht man innert einer Woche klar und eindeutig, ob das Lichtspektrum
der LED's dem Tageslicht entspricht. Wenn nicht, sterben die Zooxanthellen in den Anemonen und Korallen sichtbar ab.
Bei HQL (Hochdruck-Quecksilberdampf Leuchten) hat man es über Jahrzehnte geschafft die richtige Menge
an seltenen Edelgasen beizumengen um wirkliches Tageslicht zu erzeugen.
Bei den LED Lichtquellen ist man immer noch dabei die richtigen LED's in der richtigen Menge
dem Feld von hunderten von LED's beizufügen.
Kurt
Lieber Peter, hallo Kurt,
dem Kommentar von Peter schließe ich mich voll an und ergänze noch. Meine 4 JANSJÖ habe ich im IKEA Salzburg warum auch immer für 6.90 das Stück bekommen. Die schon erwähnte "Schreibtischlampe wird schon mal als Beleuchtung hergenommen, wenn ich experimentiere. Von Objektiven, die mir die Farben der Wirklichkeit in die Kamera projezieren träume ich noch.
Ich habe mich kürzlich über einen Apochromaten der Prinzessin gefreut und um den zu testen eine meiner Leichen ausgegraben, eine Mikroschlupfwespe und mal etwas gestackt. Woher will ich wissen, wie das Tier wirklich aussieht ? Die gezeigten Farben sah ich so im Okular und war ehrfürchtig erstaunt, daß dieses Objektiv deutlich mehr zeigt als ein Normalobjektiv. Ja und das mit einem 23 € -Nachkriegs-Russenzeiss als Zwischenring und der nicht gerade tolle Schärfe abliefernden Coolpix.
Wenn ich nun Kunst machen will, nehme ich das Bild mit in den PhotoShop und bastle etwas daraus. Von daher verstehe ich die Probleme der absoluten Farbtreue für einen Künstler schon gar nicht.
Gibt es überhaupt eine Möglichkeit festzustellen, ob der Farbeindruck den ein Mensch sieht auch so von all den anderen gesehen wird?
Da melde ich mal Zweifel an und sage, daß sind schnöde Vereinbarungen, die zwar messtechnisch an die Physik gekoppelt sind, aber nicht explicit nachprüfbar sind. So möge der eine mit JANSJÖ seine Probleme haben. Mir macht die Leuchte Spaß.
Hier noch die winzige Schlupfwespe:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84253_8212951.jpg)
Liebe Grüße
Lothar
Hallo Kurt,
der Wackler im Schalter meiner einen Jansjö ist offenbar ein zu verschmerzender Einzelfall. Ich hab ja auch nicht nur eine, sondern wie viele andere hier auch mehrere. Ich verwende sie am Bino oder um einfach nur Licht am Arbeitplatz zu haben. Und ich verschenke sie an Freunde, die sowas brauchen können und nicht haben.
Ich kenne und verstehe Deinen sehr schweizerischen Standpunkt, der solch währschafte Produkte wie Saurer Kraftfahrzeuge oder optische Geräte bei Wild, Kern etc. hervorgebracht hat. Die geniale Ledertasche unter der Querstebe der Velos der Fahrradeinheit der schweizer Armee möchte ich in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen... Aber darum geht es hier nicht. Viele hier, und auch ich, haben einfach ihren Spaß daran, mit einfachen Mitteln ein gutes bis sehr gutes Ergebnis zu erreichen. Nach dem Motto: es muß nicht gleich eine Schott Kaltlichtanlage sein... und nicht, weil ich "derart arm" wäre...
Du sagst doch selbst, daß Du bei der Fotografie "volle künstlerische Freiheit" hast. Warum "traust" Du Dich dann nicht, das umzusetzen??? Was zählt, ist das Ergebnis und nicht der (finanzielle) Aufwand, der dazu führte...
Herzliche Grüße
Martin
Wieder mal klasse hier; eigentlich ging es um die Befestigung eines Filters...
viel Spass weiterhin mit Spektrensalat.
Zitat von: Kurt Wirz in Januar 28, 2012, 23:29:20 NACHMITTAGS
...
Um fest zu stellen, ob eine Lichtquelle Tageslicht (gleichmässiges Lichtspektrum) abgibt,
braucht es nicht unbedingt 10'000.- Euronen.
Es gibt seit Jahrmillionen Sensoren die sehr schnell anzeigen ob es sich um Tageslicht handelt.
...
Hallo Kurt,
Deine Bemerkung macht mich sehr nachdenklich und läßt mich zweifeln, ob es bei dieser Diskussion um eine brauchbare Anwendung oder ganz was anderes geht.
Äußerst nachdenkliche Grüße
Rolf-Dieter
Hallo -
seit ich ein Taschenspektroskop erworben habe, macht es mir großen Spaß die Spektren verschiedener Lichtquellen zu bewundern.
Erstaunt war ich, dass die alten, dicken Leuchtstofflampen doch schon recht gut an das Tageslicht herankommen, wenn man davon absieht, dass die Quecksilberlinien noch etwas durchschimmern. Also hat sich fast ein Jahrhundert Entwicklung doch bemerkbar gemacht.
Depressionen schon beim Betrachten können die Spektren der neuen Kompakt-Leuchtstofflampen hervorrufen (ja, genau die, die 10 min brauchen bis ein Licht rauskommt, das dann immer noch zum Wiedergeben von Speisen anregt). Das besteht wirklich nur aus einigen Linien, die nicht mal das menschliche Auge betrügen können. Ich vermute mal, da wird angesichts der LEDs eh nicht mehr weiterentwickelt, sondern nur noch Marketing betrieben.
Die LEDs bringen subjektiv doch das beste Licht von allen Energiesparern, sie haben nur noch die bekannte Grünlücke, aber ich bin überzeugt, dass selbst ich deren Schließung noch erleben werde. Bis dahin müssen wir halt mit einer etwas fahleren Beleuchtung leben oder in unsere Vorratskiste mit den Heizkörpern greifen.
Die Halogenlampen will ich mal nicht erwähnen - sie dienen nur als Beleg, dass es beim Glühlampenverbot nicht um Energiesparen sondern um die Ankurbelung der Lampenindustrie geht.
Gruß
Rolf
Hallo Lothar, hallo Martin
Es geht mir nicht darum, euch die Freude an der Jansjö Lichtquelle zu verderben,
sondern um zu erwähnen, welche "Gefahren" sich hinter dieser Lichtquelle verbergen.
Ein weiteres Beispiel aus dem täglichen Licht-Leben.
Wer nicht mitlesen will soll weiter klicken.
Es mag sich sicherlich jeder erinnern, als die Leuchtstofflampen dünner wurden.
Die Lichtausbeute der dünnen Röhren war höher wie die der alten dicken.
Dies wurde erreicht, weil sich die Umsetzung der elektrischen Energie in Licht,
auf sichtbares Licht in drei Frequenzen konzentrierte, deshalb der Name
Dreibanden-Leuchtstoff-Lampen.
Sie strahlten blaues, grünes und rotes Licht ab, zwischen diesen Farben war es dunkel, also keine
Lichtabstrahlung.
Für graphische Betriebe waren diese Lampen unbrauchbar, doch bleiben wir beim Alltag.
In einem Mode-Kleidergeschäft eingesetzt liess sich Strom sparen, da weniger Lampen benötigt wurden.
Eine braune Lederjacke mit Strickbund in gleicher Farbe an den Ärmeln hatte unter diesem Dreibanden Licht,
auffällig anders gefärbte Strickbünde. So zeigte sich auch hier einem normalen Verbraucher und
nicht Mikroskopiker was schlechtes Licht anrichten kann.
Die Leuchtstofflampen mussten durch "alte" dicke ersetzt werden und die Lampenhersteller boten
wieder Lampen mit natürlich gleichmässig verlaufendem Spektrum an.
Ihr könnt eure Präparate so popig wie ihr wollt beleuchten und an den Farben Freude haben.
Mir ist das wurst, Mickey Mouse und weitere Comik Figuren sind auch beliebt und haben ihre Berechtigung,
doch wer glaubt, dass die Färbung in der Mikroskopie nur zur Schönheit dient .....
Die Realität macht Spass genug!!!
Auch in der Kunst sagt die gewählte Farbe mehr aus wie rot, gelb, grün, usw.
Gut Licht und alles Gute,
ich hab informiert, das war alles.
Kurt
P.S. Ja, eigentlich ging es nur um die Befestigung eines Filters.
Guet Nacht
Hallo Kurt,
Dein griffiges Beispiel aus dem Textilbereich ist natürlich nachvollziehbar.
Müßte ich derart farbkritische Mikros abliefern, würde ich selbstverständlich auf eine genormte Ausrüstung zurückgreifen für reproduzierbare Ergebnisse.
Ein Gros der Teilnehmer in diesem Forum beschäftigt sich jedoch mit biologischen Präparaten, wo es um die Nuance in der Farbe nicht ankommt (oder täusche ich mich da?).
Herzlich und gute Nacht!
Martin
Hallo Martin
Genau das ist es.
Ich wollte darauf hinweisen, dass du dich täuschst?!
Es geht bei biologischen Präparaten um die Farbnuancen.
Natürlich nicht immer, aber immer öfter.
Gut Licht
kurt
Hallo Kurt,
von mir nur noch kurz eine eigene Erfahrung. Ich habe vor Jahren fast die gesamten Werke meiner hobbymäßig betriebenen Temperamalerei auf zwei Ausstellungen verkauft. Es gab regelrechte Fans, die mir die Bilder aus der Hand rissen und es gab auch einzelne Personen, die mir sagten, daß meine Farben kalt wirken würden. Das hat mir damals schon zu denken geggeben, daß es womöglich unterschiedliche Farbwahrnehmungen gibt. Inzwischen habe ich mehrfach versucht, mir ein System auszudenken, wie man das untersuchen könnte. Aber ich ende immer wieder an der Stelle, daß selbst wenn du in Komplementärfarben sehen würdest wir beide das selbe sehen, weil du mein grün rot empfindest aber wegen der vereinbarten Wellenlänge grün dazu sagst. das ist nur ein überzogenes Beispiel. Aber in den Nuancen mußt du mir vermutlich recht geben, daß es dann fast egal ist wie jemand persönlich die Farben sieht, solange es als harmonisch empfunden wird.
Was nützt dann die beste Messtechnik ? Sie stellt lediglich sicher, daß wir vereinheitlicht falsch sehen. ;D
Gruß und guts Nächtle
Lothar
Hallo Kurt,
grundsätzlich hast Du natürlich völlig Recht! Das ist ja auch der Grund, warum ich weiterhin ein großer Freund der Halogenleuchte bin und eigentlich immer, insbesondere dann, wenn es um "Farbe" geht (Pflanzenschnitte, Histologie ) Mikrokopkäufern stets zur "alten" Halogenbeleuchtung rate. Da ich mehere Mikroskope sowowhl mit verschiedenen LEDs als auch Halogen habe, sehe ich stets deutlich den Unterschied. Und so sehr ich auch die Jansjö am Stemi als pragmatische und sehr preiswerte Lösung schätze - als Leselampe am Bett kommt bei mir keine LED in Betracht, auch nicht die Jansjö.
Ich habe Sylverster in einem recht neuen holländischen Ferienhaus verbracht, das modernst durchgehend LEDisiert war! Alle Deckenspots, Leseleuchten etc. LEDs. Ich fand das Licht irgendwie "unangenehm" und "funzelig".
Danke übrigens für den Hinweis auf die Neonröhren, Kurt. Das wusste ich so nicht. Mir war nicht bewußt, dass die dünnen Röhren bauartbedingt andere Spektren haben. Aber jetzt weiß ich endlich, wieso ich mich mit dem Licht der erst vor einem Jahr für viel Geld ( :'() eingebauten flachen Neoleuchten mit den dünnen Röhrem in meinem häuslichen Arbeistzimmer, in dem ich gerade diese Zeilen schreibe, trotz expliziter Wahl von Warmtonröhren nie richtig anfreunden konnte!
Zum Thema der in jeder Beziehung gruseligen Energiesparleuchten ( m.E. einer der schlimmsten Fehlentwicklungen der Technik, bei der man nur hoffen kann, dass sie bald tatsächlich überholt ist ) äußere ich mich lieber nicht weiter....
ZitatDas hat mir damals schon zu denken geggeben, daß es womöglich unterschiedliche Farbwahrnehmungen gibt.
Natürlich ist die Farbwahrnehmung ( wie alle Reizwahrnehmungen ) extrem subjektiv! Sie ist ja nicht einmal beim Individuum gleich! Leider bin ich ja "funktionell einäugig", dass heißt, dass ich nur mit dem linken Auge monokular mikroskopiere und somit z.B. auch keinen Stereoeindruck am Stemi habe. Ich kann die zwei getrennten Bilder beim Bino, Stemi oder Fernglas nicht fusionieren, offenbar Folge eines nicht ausreichend behandelten Schielens in der Kindheit, wobei das rechte Auge auch deutlich schwächer ist. Nur im "normalen Leben", bei dem man nicht duch getrennte Rohre schaut, sehe ich mit beidem Augen. Mir ist nun schon vor langer Zeit aufgefallen, dass ich, wenn ich nur mit einem Auge schaue, Farben mit dem rechten Auge ( das aber nicht mein "besseres" Auge ist! ) gesättigter, kräftiger sehe. Mein Augenarzt konnte mir dazu nicht so viel sagen und Googlen erbrachte auch keine Klarheit, ob das ein generelles Phänomen auch bei völligen Augengesunden ist oder bei mir andere Ursachen hat.
Da ich aber nun eben immer nur mit dem linken Augen durch ein Mikroskop schaue, erschienen mir manche Objektive gelegentlich etwas farbkontrastschwach. Um hier nicht falsch zu urteilen, habe ich mir deshalb angewöhnt, auch mal mit dem rechten Auge zur Vergleich hindurchzuschauen uznd musste dann mein initiales Urteil revidieren.
Hier habe ich mal mit Photoshop simuliert, wie unterschiedlich etwa mein Seheindruck mit meinem beiden Augen ist:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84271_40432274.jpg)
Herzliche Grüße
Peter
Hallo.
Zur Psychologie der Farbwahrnehmung wurden vermutlich hunderte von Titeln veröffentlicht, die auf die eine oder andere Weise zeigen, daß Farbwahrnehmung ein kombinierter Prozeß (Physik+Physiologie/Psychologie) ist (s. z.B. die Benham-Scheibe, wo Farbe wahrgenommen wird, aber "physikalisch" nicht vorhanden ist). Selbst theoretisch ist nicht eindeutig geklärt, was bei der Farbwahrnehmung genau geschieht: vgl. die beiden gegensätzlichen Theorien (trichromatische T./Helmholtz+Young und die Gegenfarben-Theorie von Hering) Von daher begegne ich den Vertretern "richtiger Farben" eher skeptisch. Ich mag eher kühlere Farben und ziehe deshalb der Halogen die LED-Beleuchtung vor. Ausnahmen bestätigen die Regel: an meinem Makroskop nutze ich z.B. fast lieber die TruLux von Olympus. Wenn man denn schon meint, stattdessen mit "richtigen" Farben arbeiten zu müssen, dann muß den Prozeß der Bilderstellung und -bearbeitung aber konsequent betreiben, d.h. den billigen Scherben von LCD-Monitor gegen einen mit größerem Farbraum tauschen, den Monitor farbkalibrieren, den Drucker dabei aber auch nicht vergessen. Es nutzt doch wenig, die Grünlücke von LEDs zu beklagen und dann an einem (nicht kalibrierten) 200 € Schirm sich über die "Originalfarben" zu freuen.
Sonntägliche Grüße
Peter
Hallo lieber Peter,
wenn sich sonst niemand traut, sage ich es dir: du hast zwei gleiche Bilder gepostet denn ich sehe weder mit dem linken noch dem rechten oder beiden Augen zusammen einen Unterschied. Wolltest du herausfinden, wer bei zwei nebeneinanderstehenden Bildern Unterschiede sieht?
Dann wechsle mal das verkehrte aus. Danke,
Gruß Lothar
Hallo Peter,
Also ich würde sagen, fast gleich, das Rechte ist eine Nuance saftiger in den Farben ?
fg
Bernd
Zitat von: Lothar Gutjahr in Januar 29, 2012, 14:48:03 NACHMITTAGS
Hallo lieber Peter,
wenn sich sonst niemand traut, sage ich es dir: du hast zwei gleiche Bilder gepostet denn ich sehe weder mit dem linken noch dem rechten oder beiden Augen zusammen einen Unterschied. Wolltest du herausfinden, wer bei zwei nebeneinanderstehenden Bildern Unterschiede sieht?
Dann wechsle mal das verkehrte aus. Danke,
Gruß Lothar
Lieber Lothar,
ups - dann sind ja meine Augen besser, als ich dachte! ;D ;D Ich sehe da einen Unterschied, Aber o.k. - dann mache ich es mal noch etwas deutlicher:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84301_12918383.jpg)
Wenn Ihr nun einmal ein farbiges Bild im Mikroskop monokular abwechselnd mit dem rechten und dem linken Auge betrachtet, bemekt Ihr da auch einen Unterschied in der "Sättigung" der Farben?
Herzliche Grüße
peter
Hallo Peter,
jetzt sehe ich in der rechten Abbildung die Farbe rot etwas intensiver. Das grüne ist jedoch weitgehend identisch. Das linke rot sieht etwas "vergraut" aus. Was bei mir links und rechts anbelangt muß ich sagen, daß mein linkes Auge zu wenig intensiv genutzt wird um mit dem rechten mithalten zu können. Aber den wahrgenommen Unterschied sehe ich mit beiden Augen gleich.
Lieben Gruß
Lothar
Lieber Lothar,
ich glaube, Du hast nicht so recht verstanden, was ich eigentlich genau mit meinen Bilder zeigen wollte: Sie selbst stellen keinen Test dar, sondern eine mit Photoshop erzeugte Simulation meines unterschiedlichen Seheindrucks, den ich von dem gleichen Bild habe, wenn ich es einmal nur mit dem rechten und einmal nur mit dem linken Auge betrachte!!!!
Und nun würde mich interessieren, ob es auch andere Leute gibt, die dieses Phänomen bei sich beobachten können.
Alles klar?
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
auch ich kann dieses Phänomen bei mir beobachten - schon seit Jahrzehnten. Ich sehe mit beiden Augen, jedenfalls mit Brille bzw. am Mikroskop. (Zur Erklärung: nur mein rechtes Auge ist kurzsichtig, weswegen es von meinem Zentralcomputer in dem Augenblick ausgeschaltet wird, in dem ich die Brille absetze)
Herzliche Grüße
Detlef
Ja Peter,
ich habe zu weit mitgedacht. Wenn ich aschließend schrieb: "Aber den wahrgenommen Unterschied sehe ich mit beiden Augen gleich."
dann sollte das heißen, nein ich habe das Problem nicht. Und der Rest ist mit der Äußerung von Detlef vergleichbar, jedoch vertauscht was links und rechts angeht. Soweit habe ich schon verstanden, um was es dir geht.
Liebe Grüße
Lothar
ingesamt wärs ja schön wenns auch mal wieder einen Beitrag zum eigentlichen Thema gäbe..
herzliche Grüsse
Manfred
solche gekaperten Threads gehen mir echt auf den Wecker!
Hallo Manfred
Vielen Dank für deine Antwort,
leider bezieht sie sich ebenfalls nicht zum Thema.
Gut Licht
Kurt
Hallo Kurt,
mein Beitrag zum Thema steht ganz am Anfang als 3 Beitrag, falls Du lesen kannst.
schöne Grüße
Manfred
Zitat von: ManK in Januar 29, 2012, 17:18:54 NACHMITTAGS
Hallo Kurt,
mein Beitrag zum Thema steht ganz am Anfang als 3 Beitrag, falls Du lesen kannst.
schöne Grüße
Manfred
Hallo Kurt,
manche Leute halten sich hier primär zum Stänkern auf und befleißigen sich nicht immer eines höflichen Tones - auch damit muß man leben....
Genau so muss man damit leben, dass gelegentlich Threads abgleiten - glücklicherweise, denn gerade das belebt auch dieses Forum.
Herzliche Grüße
Peter
Jetzt aber, an die eigene Nase fassend:
Der Außendurchmesser einer Jansjö beträgt 34 mm. Man könnte versuchen, ein Stückchen Rohr von ebensolchem Innendurchmesser aufzustecken (gibts: http://www.ebay.de/itm/Plexiglas-Rohr-40-34-mm-Lang-1000-mm-/250925207514?pt=Modellbauwerkzeuge&hash=item3a6c4ecfda ) und mit einem Schlitz zum Einführen des Filters zu versehen... Da passen dann am ehesten die "wappenförmigen"...
Grüße
Martin
Hallo Manfred,
das Abschweifen war ja nicht zur Karnevalsvorbereitung gedacht sondern beinhaltete zum Teil hochinteressante Aspekte.
Ich habe die Temperatur der JANSJÖ noch einmal mit einem Quecksilberthermometer und Wärmeleitpaste gemessen und kam auf 43 Grad. Hier billige ich der Messung wegen schlechtem Wärmeübergang noch ein paar Grad mehr zu. Wir sind dann bei den im 4.ten Beitrag genannten 50 Grad und ob Bernhard hier noch wartet, um mehr zu hören weiß ich nicht. Zum Thema zurückkehren heißt dann auf Bernhard warten, der sich sicher aus dem eingangs schon gesagten geholfen hat.
Guts Nächtle
Lothar
Hallo in die Runde,
Vielen Dank für Eure Beiträge und Informationen. Ich finde es
interessant, welche Diskussionen sich da ergeben haben.
Mittlerweile hab ich es mit einer Gummimanschette einfach
ausprobiert. Auch bei langem Betrieb konnte ich keine
Anzeichen eines Schmelzens des Gummis feststellen.
Schönen Tag,
Bernhard G.
Hallo in die Runde,
nachdem ich mir das Elend lange genug angesehen habe, will ich mich nun auch nicht zurückhalten (ich kanns Basteln halt nicht lassen)
Das Orginal
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84488_33148042.jpg)
Weil doch ziemlich wackelig, mit schwerem Eisenfuß
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84488_16892466.jpg)
Fürs normale mikroskopieren doch etwas breiter Lichtfächer, also Vorsatzlinse drauf
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84488_21502480.jpg)
Die Linse in Fassung (ehemalige Fotozelle)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84488_9186478.jpg)
Der Lichtfächer im Vergleich zum Lichtpunkt, macht echt was aus
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/84488_41101309.jpg)
Zwei Linsen hab ich noch über!
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
jetzt aber bitte Butter bei die Fische... ;-)
Was ist eine "ehemalige Fotozelle" und wie hast Du die angebracht?
Grüße
Martin
Hallo Martin,
es handelt sich um eine schlichte "Lichtschranke", in diesem Fall das Linsenteil des Senders.
Jansjö Kopf nach oben gestellt (Strahl zur Decke) Linsenkörper aufgesetzt, zwei Tropfen Sekundenkleber dickflüssig, abwarten, fertig.
Viele Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Zitat...zwei Tropfen Sekundenkleber dickflüssig, abwarten, fertig...
Schlicht. Schnörkellos. Einfach.
Kurz: Genial.
Danke für die Beschreibung.
Welche (ungefähre) Brennweite hat die Linse?
Gruß
Joachim
Zitat von: liftboy in Januar 31, 2012, 21:22:33 NACHMITTAGS
es handelt sich um eine schlichte "Lichtschranke"...
und wo kriegt man sowas her??.. Doch nicht etwa aus dem Parkhausaufzug geklemmt? ;-)
Unschuldige Grüße,
Martin
ZitatDoch nicht etwa aus dem Parkhausaufzug geklemmt?
Nee, nee, Martin.
'sowas' wird der Wolfgang wohl zu Hauf in seiner Grabbelkiste
haben... ;D
Gruß
Joachim
Hallo Joachim,
die Brennweite der Linse liegt so zwischen 20 und 30 mm wenn man die vorhandene vorher rausnimmt. Wenn man die Originallinse drinn läßt etwas länger. (Tubuslänge beachten ) ;D
Gruß Lothar
Hallo erstmal,
@ Joachim: da hast Du recht mit der Kiste.
@ Martin: wie gesagt; es sind noch zwei da. Interesse?
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang, Du hast Post!
Grüße
Martin
Zitatund wo kriegt man sowas her??.. Doch nicht etwa aus dem Parkhausaufzug geklemmt? ;-)
huiii.. guuute Idee! Es gibt ja Stellen, wo einfach zuviel spioniert wird.
;D ;D ;D
Guy