Jansjö-Leuchte mit Blaufilter

Begonnen von Bernhard Gutwenger, Januar 28, 2012, 10:19:29 VORMITTAG

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Kurt Wirz

Hallo Lothar, hallo Martin
Es geht mir nicht darum, euch die Freude an der Jansjö Lichtquelle zu verderben,
sondern um zu erwähnen, welche "Gefahren" sich hinter dieser Lichtquelle verbergen.
Ein weiteres Beispiel aus dem täglichen Licht-Leben.
Wer nicht mitlesen will soll weiter klicken.
Es mag sich sicherlich jeder erinnern, als die Leuchtstofflampen dünner wurden.
Die Lichtausbeute der dünnen Röhren war höher wie die der alten dicken.
Dies wurde erreicht, weil sich die Umsetzung der elektrischen Energie in Licht,
auf sichtbares Licht in drei Frequenzen konzentrierte, deshalb der Name
Dreibanden-Leuchtstoff-Lampen.
Sie strahlten blaues, grünes und rotes Licht ab, zwischen diesen Farben war es dunkel, also keine
Lichtabstrahlung.
Für graphische Betriebe waren diese Lampen unbrauchbar, doch bleiben wir beim Alltag.
In einem Mode-Kleidergeschäft eingesetzt liess sich Strom sparen, da weniger Lampen benötigt wurden.
Eine braune Lederjacke mit Strickbund in gleicher Farbe an den Ärmeln hatte unter diesem Dreibanden Licht,
auffällig anders gefärbte Strickbünde. So zeigte sich auch hier einem normalen Verbraucher und
nicht Mikroskopiker was schlechtes Licht anrichten kann.
Die Leuchtstofflampen mussten durch "alte" dicke ersetzt werden und die Lampenhersteller boten
wieder Lampen mit natürlich gleichmässig verlaufendem Spektrum an.

Ihr könnt eure Präparate so popig wie ihr wollt beleuchten und an den Farben Freude haben.
Mir ist das wurst, Mickey Mouse und weitere Comik Figuren sind auch beliebt und haben ihre Berechtigung,
doch wer glaubt, dass die Färbung in der Mikroskopie nur zur Schönheit dient .....

Die Realität macht Spass genug!!!
Auch in der Kunst sagt die gewählte Farbe mehr aus wie rot, gelb, grün, usw.

Gut Licht und alles Gute,
ich hab informiert, das war alles.

Kurt

P.S. Ja, eigentlich ging es nur um die Befestigung eines Filters.
Guet Nacht

beamish

Hallo Kurt,

Dein griffiges Beispiel aus dem Textilbereich ist natürlich nachvollziehbar.
Müßte ich derart farbkritische Mikros abliefern, würde ich selbstverständlich auf eine genormte Ausrüstung zurückgreifen für reproduzierbare Ergebnisse.
Ein Gros der Teilnehmer in diesem Forum beschäftigt sich jedoch mit biologischen Präparaten, wo es um die Nuance in der Farbe nicht ankommt (oder täusche ich mich da?).

Herzlich und gute Nacht!

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Kurt Wirz

Hallo Martin
Genau das ist es.
Ich wollte darauf hinweisen, dass du dich täuschst?!
Es geht bei biologischen Präparaten um die Farbnuancen.
Natürlich nicht immer, aber immer öfter.

Gut Licht

kurt

Lothar Gutjahr

Hallo Kurt,

von mir nur noch kurz eine eigene Erfahrung. Ich habe vor Jahren fast die gesamten Werke meiner hobbymäßig betriebenen Temperamalerei auf zwei Ausstellungen verkauft. Es gab regelrechte Fans, die mir die Bilder aus der Hand rissen und es gab auch einzelne Personen, die mir sagten, daß meine Farben kalt wirken würden. Das hat mir damals schon zu denken geggeben, daß es womöglich unterschiedliche Farbwahrnehmungen gibt. Inzwischen habe ich mehrfach versucht, mir ein System auszudenken, wie man das untersuchen könnte. Aber ich ende immer wieder an der Stelle, daß selbst wenn du in Komplementärfarben sehen würdest wir beide das selbe sehen, weil du mein grün rot empfindest aber wegen der vereinbarten Wellenlänge grün dazu sagst. das ist nur ein überzogenes Beispiel. Aber in den Nuancen mußt du mir vermutlich recht geben, daß es dann fast egal ist wie jemand persönlich die Farben sieht, solange es als harmonisch empfunden wird.

Was nützt dann die beste Messtechnik ? Sie stellt lediglich sicher, daß wir vereinheitlicht falsch sehen. ;D

Gruß und guts Nächtle

Lothar

Peter V.

#19
Hallo Kurt,

grundsätzlich hast Du natürlich völlig Recht! Das ist ja auch der Grund, warum ich weiterhin ein großer Freund der Halogenleuchte bin und eigentlich immer, insbesondere dann, wenn es um "Farbe" geht (Pflanzenschnitte, Histologie ) Mikrokopkäufern stets zur "alten" Halogenbeleuchtung rate. Da ich mehere Mikroskope sowowhl mit verschiedenen LEDs als auch Halogen habe, sehe ich stets deutlich den Unterschied. Und so sehr ich auch die Jansjö am Stemi als pragmatische und sehr preiswerte Lösung schätze - als Leselampe am Bett kommt bei mir keine LED in Betracht, auch nicht die Jansjö.
Ich habe Sylverster in einem recht neuen holländischen Ferienhaus verbracht, das modernst durchgehend LEDisiert war! Alle Deckenspots, Leseleuchten etc. LEDs. Ich fand das Licht irgendwie "unangenehm" und "funzelig".

Danke übrigens für den Hinweis auf die Neonröhren, Kurt. Das wusste ich so nicht. Mir war nicht bewußt, dass die dünnen Röhren bauartbedingt andere Spektren haben. Aber jetzt weiß ich endlich, wieso ich mich mit dem Licht der erst vor einem Jahr für viel Geld ( :'() eingebauten flachen Neoleuchten mit den dünnen Röhrem in meinem häuslichen Arbeistzimmer, in dem ich gerade diese Zeilen schreibe, trotz expliziter Wahl von Warmtonröhren nie richtig anfreunden konnte!

Zum Thema der in jeder Beziehung gruseligen Energiesparleuchten ( m.E. einer der schlimmsten Fehlentwicklungen der Technik, bei der man nur hoffen kann, dass sie bald tatsächlich überholt ist ) äußere ich mich lieber nicht weiter....

ZitatDas hat mir damals schon zu denken geggeben, daß es womöglich unterschiedliche Farbwahrnehmungen gibt.

Natürlich ist die Farbwahrnehmung ( wie alle Reizwahrnehmungen ) extrem subjektiv! Sie ist ja nicht einmal beim Individuum gleich! Leider bin ich ja "funktionell einäugig", dass heißt, dass ich nur mit dem linken Auge monokular mikroskopiere und somit z.B. auch keinen Stereoeindruck am Stemi habe. Ich kann die zwei getrennten Bilder beim Bino, Stemi oder Fernglas nicht fusionieren, offenbar Folge eines nicht ausreichend behandelten Schielens in der Kindheit, wobei das rechte Auge auch deutlich schwächer ist. Nur im "normalen Leben", bei dem man nicht duch getrennte Rohre schaut, sehe ich mit beidem Augen. Mir ist nun schon vor langer Zeit aufgefallen, dass ich, wenn ich nur mit einem Auge schaue, Farben mit dem rechten Auge ( das aber nicht mein "besseres" Auge ist! ) gesättigter, kräftiger sehe. Mein Augenarzt konnte mir dazu nicht so viel sagen und Googlen erbrachte auch keine Klarheit, ob das ein generelles Phänomen auch bei völligen Augengesunden ist oder bei mir andere Ursachen hat.
Da ich aber nun eben immer nur mit dem linken Augen durch ein Mikroskop schaue, erschienen mir manche Objektive gelegentlich etwas farbkontrastschwach. Um hier nicht falsch zu urteilen, habe ich mir deshalb angewöhnt, auch mal mit dem rechten Auge zur Vergleich hindurchzuschauen uznd musste dann mein initiales Urteil revidieren.

Hier habe ich mal mit Photoshop simuliert, wie unterschiedlich etwa mein Seheindruck mit meinem beiden Augen ist:



Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Mikroman

Hallo.

Zur Psychologie der Farbwahrnehmung wurden vermutlich hunderte von Titeln veröffentlicht, die auf die eine oder andere Weise zeigen, daß Farbwahrnehmung ein kombinierter Prozeß (Physik+Physiologie/Psychologie) ist (s. z.B. die Benham-Scheibe, wo Farbe wahrgenommen wird, aber "physikalisch" nicht vorhanden ist). Selbst theoretisch ist nicht eindeutig geklärt, was bei der Farbwahrnehmung genau geschieht: vgl. die beiden gegensätzlichen Theorien (trichromatische T./Helmholtz+Young und die Gegenfarben-Theorie von Hering) Von daher begegne ich den Vertretern "richtiger Farben" eher skeptisch. Ich mag eher kühlere Farben und ziehe deshalb der Halogen die LED-Beleuchtung vor. Ausnahmen bestätigen die Regel: an meinem Makroskop nutze ich z.B. fast lieber die TruLux von Olympus. Wenn man denn schon meint, stattdessen mit "richtigen" Farben arbeiten zu müssen, dann muß den Prozeß der Bilderstellung und -bearbeitung aber konsequent betreiben, d.h. den billigen Scherben von LCD-Monitor gegen einen mit größerem Farbraum tauschen, den Monitor farbkalibrieren, den Drucker dabei aber auch nicht vergessen. Es nutzt doch wenig, die Grünlücke von LEDs zu beklagen und dann an einem (nicht kalibrierten) 200 € Schirm sich über die "Originalfarben" zu freuen.

Sonntägliche Grüße

Peter
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

Lothar Gutjahr

Hallo lieber Peter,

wenn sich sonst niemand traut, sage ich es dir: du hast zwei gleiche Bilder gepostet denn ich sehe weder mit dem linken noch dem rechten oder beiden Augen zusammen einen Unterschied. Wolltest du herausfinden, wer bei zwei nebeneinanderstehenden Bildern Unterschiede sieht?

Dann wechsle mal das verkehrte aus. Danke,

Gruß Lothar

gast

Hallo Peter,

Also ich würde sagen, fast gleich, das Rechte ist eine Nuance saftiger in den Farben ?

fg
Bernd

Peter V.

#23
Zitat von: Lothar Gutjahr in Januar 29, 2012, 14:48:03 NACHMITTAGS
Hallo lieber Peter,

wenn sich sonst niemand traut, sage ich es dir: du hast zwei gleiche Bilder gepostet denn ich sehe weder mit dem linken noch dem rechten oder beiden Augen zusammen einen Unterschied. Wolltest du herausfinden, wer bei zwei nebeneinanderstehenden Bildern Unterschiede sieht?

Dann wechsle mal das verkehrte aus. Danke,

Gruß Lothar

Lieber Lothar,

ups - dann sind ja meine Augen besser, als ich dachte! ;D  ;D  Ich sehe da einen Unterschied, Aber o.k. - dann mache ich es mal noch etwas deutlicher:



Wenn Ihr nun einmal ein farbiges Bild im Mikroskop monokular abwechselnd mit dem rechten und dem linken Auge betrachtet, bemekt Ihr da auch einen Unterschied in der "Sättigung" der Farben?

Herzliche Grüße
peter


Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Lothar Gutjahr

Hallo Peter,

jetzt sehe ich in der rechten Abbildung die Farbe rot etwas intensiver. Das grüne ist jedoch weitgehend identisch. Das linke rot sieht etwas "vergraut" aus. Was bei mir links und rechts anbelangt muß ich sagen, daß mein linkes Auge zu wenig intensiv genutzt wird um mit dem rechten mithalten zu können.  Aber den wahrgenommen Unterschied sehe ich mit beiden Augen gleich.

Lieben Gruß

Lothar

Peter V.

#25
Lieber Lothar,

ich glaube, Du hast nicht so recht verstanden, was ich eigentlich genau mit meinen Bilder zeigen wollte: Sie selbst stellen keinen Test dar, sondern eine mit Photoshop erzeugte Simulation meines unterschiedlichen Seheindrucks, den ich von dem gleichen Bild habe, wenn ich es einmal nur mit dem rechten und einmal nur mit dem linken Auge betrachte!!!!

Und nun würde mich interessieren, ob es auch andere Leute gibt, die dieses Phänomen bei sich beobachten können.

Alles klar?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Detlef Kramer

Lieber Peter,

auch ich kann dieses Phänomen bei mir beobachten - schon seit Jahrzehnten. Ich sehe mit beiden Augen, jedenfalls mit Brille bzw. am Mikroskop. (Zur Erklärung: nur mein rechtes Auge ist kurzsichtig, weswegen es von meinem Zentralcomputer in dem Augenblick ausgeschaltet wird, in dem ich die Brille absetze)

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Lothar Gutjahr

Ja Peter,

ich habe zu weit mitgedacht. Wenn ich aschließend schrieb: "Aber den wahrgenommen Unterschied sehe ich mit beiden Augen gleich."
dann sollte das heißen, nein ich habe das Problem nicht. Und der Rest ist mit der Äußerung von Detlef vergleichbar, jedoch vertauscht was links und rechts angeht. Soweit habe ich schon verstanden, um was es dir geht.

Liebe Grüße

Lothar

ManK

ingesamt wärs ja schön wenns auch mal wieder einen Beitrag zum eigentlichen Thema gäbe..
herzliche Grüsse
Manfred

solche gekaperten Threads gehen mir echt auf den Wecker!

Kurt Wirz

Hallo Manfred
Vielen Dank für deine Antwort,
leider bezieht sie sich ebenfalls nicht zum Thema.

Gut Licht

Kurt