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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: schuppi in Februar 25, 2017, 16:28:04 NACHMITTAGS

Titel: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: schuppi in Februar 25, 2017, 16:28:04 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

bei diesen tollen Bildern entwickelt sich bei mir die Lust, doch mal auf eines unserer Firmendächer zu klettern:

http://www.br.de/themen/wissen/mikrometeorit-weltall-larsen-astronom-staub-100.html

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Mikrometeoriten-auf-dem-Dach-Astronomen-finden-winzige-Schaetze-3619788.html

Jon Larsdon macht es vor und es scheint machbar für den Laien zu sein.

Hat jemand von Euch das schon einmal probiert und kann eine praktikable Anleitung posten? Oder gar selbst gemacht Bilder? Super reizvoll ist es allemal.

Liebe Grüße
Rainer
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: CMB in Februar 25, 2017, 18:17:34 NACHMITTAGS
Moin in die Runde,
das ist ein spannendes Thema, welches  sowohl Astronomie als auch Mikroskopie vereint.

Das Sammeln ist für (Mikro)eisenmeteoriten ziemlich einfach.

Saubere kleine Plastiktüte auskehren, Magnet hineinstecken, über Dächer usw. dicht am Boden entlangführen, Tüte umkehren, Magnet entfernen, Tüteninhalt auf Objektträger entleeren und Meteoriten heraussammeln. Wenn man weiss, welche charakeristischen Merkmale sie haben ist das nicht so schwierig.
Grüsse in die Runde
CMB
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Herbert Dietrich in Februar 25, 2017, 18:24:14 NACHMITTAGS
Hallo CMB,

genial, man lernt doch nie aus. :)

Herzliche Grüße

Herbert
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Dünnschliffbohrer in Februar 25, 2017, 19:15:31 NACHMITTAGS
Ich dachte, die fischt man am besten über die Dachrinne (bzw. das Fallrohr - oder wie auch immer das heisst) heraus. Eine genaue Anleitung, wie man das am besten bewerkstelligt, habe ich allerdings nicht. Sonst hat man sie für wissenschaftliche Zwecke auch auf mit Silikonfett bestrichenen Blechen an hoch fliegenden Fugzeugen (20 Km) gesammelt.
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Tausendblatt in Februar 25, 2017, 21:34:27 NACHMITTAGS
Hallo,

sehr interessant, da könnte ich mal einen starken Nd-Magneten in die Regentonnen meiner Eltern abseilen...
Ob die Partikel nach einiger Zeit im Wasser schon oxidiert sind?
Metall aus "Weltraumschrott" kann man davon unterscheiden?

Beste Grüße
Jens
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Dünnschliffbohrer in Februar 25, 2017, 22:18:27 NACHMITTAGS
Zitatsehr interessant, da könnte ich mal einen starken Nd-Magneten in die Regentonnen meiner Eltern abseilen...

An einem Neodym-Magneten hatte ich auch gedacht. Ich würde aber, um frische Exemplare zu finden, ihn lieber an den unteren Ausfluss eines Trichters anbringen, der sich zwischen der Regentonne und dem Ausfluss des Fallrohres befndet. Durch diese hohle Gasse müssen sie kommen. Den Trichter iederum würde ich in ein paar Zentimeter Abstand unterhalb des unteren Endes des Fallrohres anbringen, damit bei einem starken Gewitteregen das Wasser ober über den Trichterrand überlaufen kann.
Hallo Jens,

ZitatOb die Partikel nach einiger Zeit im Wasser schon oxidiert sind?
Olivin verwittert unter unseren humiden klimatischen Bedinungen sehr schnell, und so ein Mikrometeorit hat ja aufgrund seiner geringen Größe ein sehr ungünstiges Oberflächen-Volumen-Verhältnis, d.h. viel Angriffsfläche. Und Glas, egal ob künstlich oder natürlich entstanden, dürfte auch schnell hydratiseren, wenn es als so kleine Partikel vorliegt. Deshalb lieber versuchen die MM frisch aus der Rinne, und vieleicht eher nicht aus der Tonne fischen?

Leider hab ich keine Regenrinne, an die ich ran könnte...

ZitatMetall aus "Weltraumschrott" kann man davon unterscheiden?
Der enthält kein Silikat, erst recht keine Fieder/Skelett-förmigen Kristalle.


Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: schuppi in Februar 26, 2017, 09:43:28 VORMITTAG
Hallo zusammen,

herzlichen Dank für die guten Infos. Ich werde mal, bewaffnet mit Kehrblech, Plastiktüte und Magneten auf eines unserer Firmendächer klettern. Keine Bange, es sind alles Flachdächer. Hab da eh zu noch tun. Einen passenden Magneten habe ich auch bestellt.

Ich weiß nicht, ob die Wiedergabe dieses Amazon Links gestattet ist, aber dieser Magnet scheint sich toll zu eignen, um ihn unter einer Plastiktüte (Danke CMB!) als Metallsammler einzusetzen:

https://www.amazon.de/gp/product/B01AQXSFIY/ref=oh_aui_detailpage_o01_s00?ie=UTF8&psc=1

Da das ganze günstiger als 10 € ist, kann mans ja mal probieren. Ich werde wieder berichten!

Liebe Grüße
Rainer
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Ulrich S in Februar 26, 2017, 12:30:02 NACHMITTAGS
Moin moin,

Das Gerücht, man könne Mikrometeorite einfach auf dem Dach mit dem Magneten sammeln, hält sich leider hartnäckig seit rund 50 Jahren im Amateurbereich.
Das gros dieser Kugeln ist irdischen, menschlichen Ursprungs. Die entstehen beim heizen, schweißen, Auto-bremsen, einfach überall. einige sind ganz sicher auch extraterrestrischer Natur, aber halt nicht von dem ganzen anderen Zeugs mit einfachen und auch nicht ganz so einfachen Mitteln zu unterscheiden. Nicht ohne Grund gehen die Forscher dazu in die Antarktis und schmelzen dort Unmengen von Eis oder nutzen Flüge in die obere Atmosphäre oder den erdnahen Weltraum. Wenns halt so einfach wäre.

ZitatWenn man weiss, welche charakeristischen Merkmale sie haben ist das nicht so schwierig.
stimmt halt leider nicht!!!!!!!!! Optisch ist da nichts, aber auch Garnichts zu machen.

wer sich näher damit befassen will:
https://www.amazon.de/Micrometeorites-Mysteries-Advances-Astrobiology-Biogeophysics-ebook/dp/B00FQ0PHJS/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1488108187&sr=8-2&keywords=Micrometeorites
auch wenn nicht unbedingt kostensparend

Grüße
Ulrich

Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: liftboy in Februar 26, 2017, 12:51:47 NACHMITTAGS
Hallo erstmal,

Horst-Dieter (HDD) hat da mal was zu gemacht:
http://hdds-mikrowelten.de/Steine%20und%20Mineralien/Atacama%20Sand.html (http://hdds-mikrowelten.de/Steine%20und%20Mineralien/Atacama%20Sand.html)
ist vielleicht ganz interessant.

Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: CMB in Februar 26, 2017, 13:21:51 NACHMITTAGS
Moin, moin,

Das Verfahren ist zum Beispiel hier beschrieben.

http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/indexmag.html?http://www.microscopy-uk.org.uk/mag/mar06ind.html

Auch auf der Website von Mc Crone, finden sich eine Reihe von Hinweisen auf  der Basis auflichtmikroskopischer Studien.

Das erinnert mich so ein bisschen an die Diskussion, ob man Ciliaten taxonomisch korrekt lichtmikroskopisch bestimmen kann oder ob nur die DNA Analyse weiterhilft. Da gibts halt unterschiedliche Auffassungen.

Grüsse sendet
CMB
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Frank D. in Februar 26, 2017, 13:46:27 NACHMITTAGS
Hallo Partikeljäger,

leider ist es so, wie von Ulrich bereits geschrieben.
Wer magnetische Hinterlassenschaften des Homo sapiens sammeln möchte wird natürlich nicht enttäuscht, extraterrestrisches wäre äußerst selten und nicht zuzuordnen.

Im Mineralien u. Meteoritenforum wurde dazu bereits diskutiert:

http://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=11627.0 (http://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=11627.0)
(dort den beiden jgr-apolda Links folgen)

Viele Grüße
Frank
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Ulrich S in Februar 26, 2017, 14:00:13 NACHMITTAGS
Moin,
danke an Wolfgang für den Link.
und genau das was dort steht ist das Problem:

ZitatDas Ergebnis des Raman Protokolls über unsere Atacama Kügelchen aus Berlin lautete:

Zitat:

"Mit Hilfe der Raman Spektren konnte weder bestätigt, noch widerlegt werden dass bzw. ob es sich um Meteoriten-Materie handelt. Die wesentlichen Bestandteile der Kügelchen bestehen aus irdischem Material, welches aber auch in den Stardust Teilchen der amerikanischen Kometen Sonde gefunden wurde".

Natürlich werden überall Unmengen von magnetischen Kügelchen gefunden, und klar, davon ist auch ein wie auch immer gearteter Anteil nicht-irdischen Ursprungs, aber man kann es eben NICHT unterscheiden, welche von wo kommen.Die Kollegen vom DLR haben von den Kugeln Raman-Spektren gewonnen und es nicht geschafft sie zu klassifizieren. Wenn es ein Lichtmikroskop auch getan hätte...

Weiterhin spricht nun gerade Magnetit nicht für Meteorite, denn da kommt das Eisen in der reduzierten elementaren Form vor.
Habe gerade nachgelesen, kann nicht so stehen bleiben, beim Eintritt in die Atmosphäre bildet sich aus dem Eisen eine Magnetit-Schale um den Mikrometeorit, die typisch ist und diagnostisch herangezogen werden kann bei Einsatz von SEM.

Ungeachtet dessen sind natürlich schöne Bilder drin.

@ CMB
kannst Du den Link posten, ich finde gerade Garnichts.

Grüße
Ulrich
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Udo Hammermeister in Februar 26, 2017, 14:42:32 NACHMITTAGS
Hallo,

Wenn es stimmt, dass jedes Jahr 100 Milliarden Mikrometeoriten auf die Erde fallen (Heise online), dann ist das einer auf ein Quadrat von 67m Kantenlänge. Also ein bis zwei Krümel auf einem Fußballfeld pro Jahr. Da muss man aber lange warten, bis man mal einen erwischt. Oder hat man mal wieder die Zehner-Potenzen heillos durcheinander gebracht; kommt ja häufig vor.

Grüße Udo
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Frank D. in Februar 26, 2017, 15:22:19 NACHMITTAGS
Zitat von: Udo Hammermeister in Februar 26, 2017, 14:42:32 NACHMITTAGS
.... Also ein bis zwei Krümel auf einem Fußballfeld pro Jahr. ...

Hallo Udo,

ja, da wundert man sich doch warum dort so viele Kügelchen gefunden wurden....

"In der Umgebung der ESO Sternwarten in Chile wurden Sandproben genommen"
"Die von dort mitgebrachten Sandproben enthielten schwarz glänzende Kügelchen, die faszinierend aussahen und zum Anlass wilder Spekulationen wurden."

Aber zum Glück war das Gelände der ESO dort keine Großbaustelle, sonst hätte ich was anderes vermutet  ;)

Viele Grüße
Frank
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerd Schmahl in Februar 26, 2017, 17:46:55 NACHMITTAGS
Hallo,
also ich finde einige der Fotos schon sehr überzeugend, wie z.B. dieses hier:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/211204_19342748.jpg)
Was die Zahlen und das Fußballfeld angeht: Die Zahlen müssen ja auch irgendwo her kommen. Da ist es sicher nicht anders als in anderen Gebieten der Wissenschaft: Ein namhafter Mensch schreibt etwas und andere schreiben fleißig und unkritisch ab. Vielleicht ist er ja doch noch etwas häufiger als gedacht, der Sternenstaub.
LG Gerd
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Ulrich S in Februar 26, 2017, 18:04:46 NACHMITTAGS
Moin,
den Artikel gibt es open Access
http://geology.gsapubs.org/content/45/2/119.full.pdf+html
und nach der Lektüre ist meine Welt auch wieder in Ordnung:
30000 m2 Dachfläche als Sammelfläche, 300 kg Dreck bearbeitet, sortiert, gewaschen.
500 Teilchen gefunden (300-400µm) , davon 48 genauer untersucht mit SEM und Mikrosonde.

also nicht mit Kehrblech und Handfeger mal raus und die Meteoriten zusammenfegen, und Zugang zu SEM und MS haben nur einige wenige hier, ich nicht.
Grüße
Ulrich
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Peter V. in Februar 26, 2017, 23:21:57 NACHMITTAGS
Hallo,

hier im Forum gab es doch auch schon einmal eine Diskussion dazu:

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18396.60 (http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18396.60)

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: schuppi in Februar 27, 2017, 12:22:03 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

nochmals danke für die Infos. Ich lasse mich aber nicht entmutigen - denn wer forschen möchte, muss das unmögliche probieren.

Lieben Gruß
Rainer
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: the_playstation in Februar 27, 2017, 15:47:51 NACHMITTAGS
Zitat von: Peter V. in Februar 26, 2017, 23:21:57 NACHMITTAGS
Hallo,

hier im Forum gab es doch auch schon einmal eine Diskussion dazu:

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18396.60 (http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18396.60)

Herzliche Grüße
Peter

Hallo Peter.

Yup. Oder wo ich sagte, ich hätte Mikrometeoriten mikroskopiert und allle sagten, das es keine gäbe und alles wahrscheinlich Rückstände aus der Industrie, ... wären.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: smashIt in März 14, 2022, 23:31:00 NACHMITTAGS
ich muss das thema aus aktuellem anlass ausgraben:

wir haben heute das dach nach gebrochenen ziegeln abgesucht.
neben 2 gebrochenen haben wir dabei aber auch einen mit winzigen krater gefunden (siehe anhang).
rost im krater, das grünliche links oben neben dem rost sieht geschmolzen aus.
war das ein mikrometeorit?
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Werner in März 15, 2022, 12:19:13 NACHMITTAGS
Eher ein Teil von einem Flugzeug oder von Satelliten-Weltraumschrott, sind häufiger als Meteoriten.

Gruß - Werner
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Thomas Böder in März 15, 2022, 13:12:05 NACHMITTAGS
Also Flugzeug würde ich bei diesem Bild definitiv ausschließen.
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: beamish in März 15, 2022, 13:17:41 NACHMITTAGS
rosten Meterioriten überhaupt?

Grüße
Martin
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Thomas Böder in März 15, 2022, 13:47:12 NACHMITTAGS
Zitat von: beamish in März 15, 2022, 13:17:41 NACHMITTAGS
rosten Meterioriten überhaupt?

Grüße
Martin

Eisenmeteoriten definitiv ja!
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerd Schmahl in März 15, 2022, 16:26:31 NACHMITTAGS
Hallo Chris,
ist das ein Dachstein aus Beton? Könnte auch ein Eisenteil (oder Pyrit) im Beton gewesen sein, das verrostet ist und die Betonoberfläche gesprengt hat, wie ein Baustahl mit zu geringer Betondeckung.
Da wirst Du wohl noch mal mit dem Mikroskop auf das Dach ;D
LG Gerd
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Bob in März 15, 2022, 17:30:56 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,
waren diese typischen Mikrometeoriten nicht dadurch gekennzeichnet, dass sie Eisen und Nickel aber kein Chrom enthielten?
Das müsste man doch mit einem REM mit EDAX-Scanner oder auch so einem Handgerät vom Schrotti prüfen können.

Von der Größenordnung her entspricht das aber auch nicht den Mikrometeoriten von Larsen, es gab wohl einen Grund warum die gehäuft im Bereich von 0,2-0,4mm groß sind.

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: mikropit in März 15, 2022, 19:32:08 NACHMITTAGS
Im Urlaub sammle ich immer Sand am Meer um Foraminiferen auszulesen. Nun habe ich vor einiger Zeit einen längere Nähnadel an einem Neodym Magneten befestigt und die Nadel durch den Sand gezogen. Ich habe tatsächlich einzelne kleine Kügelchen und ähnlich geformte Partikel gefunden. Das könnten auch Mikrometeoriten sein.
vG
Peter - mikropit
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerd Schmahl in März 16, 2022, 17:19:40 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
kugelförmig und magnetisch reicht noch nicht. Sicher kann man sich erst sein, wenn typische Oberflächen-Formen vom Flug eines geschmolzenen Partikels durch die Atmosphäre zu erkennen sind. Hast Du das Buch von Jon Larsen? Zeig doch mal Bilder!
LG Gerd
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Hugo Halfmann in März 16, 2022, 21:15:58 NACHMITTAGS
Zitat von: mikropit in März 15, 2022, 19:32:08 NACHMITTAGS
Im Urlaub sammle ich immer Sand am Meer um Foraminiferen auszulesen. Nun habe ich vor einiger Zeit einen längere Nähnadel an einem Neodym Magneten befestigt und die Nadel durch den Sand gezogen. Ich habe tatsächlich einzelne kleine Kügelchen und ähnlich geformte Partikel gefunden. Das könnten auch Mikrometeoriten sein.
vG
Peter - mikropit

Hallo Peter,

es könnte sich auch um Magnetit handeln, der ist an der Ostsee sehr häufig und mit bloßem Auge als rot-schwarzer Anteil im "normalen" Sand am Spülsaum zu erkennen.
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: mikropit in März 16, 2022, 23:19:10 NACHMITTAGS
Ja das weiß ich. Ich habe aber Sande vom Mittelmeer bis Israel und auch von Südafrika. Mehr oder weniger werde Ich überall fündig. Wir ziehen gerade um. Wenn ich wieder startklar bin zeige ich einige Fotos.
VG Peter mikropit
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerhard P. in März 17, 2022, 10:13:03 VORMITTAG
Zitat von: plaenerdd in März 16, 2022, 17:19:40 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
kugelförmig und magnetisch reicht noch nicht. Sicher kann man sich erst sein, wenn typische Oberflächen-Formen vom Flug eines geschmolzenen Partikels durch die Atmosphäre zu erkennen sind. Hast Du das Buch von Jon Larsen? Zeig doch mal Bilder!
LG Gerd
Hallo Gerd,

was aber könnte es sonst sein, was da aus dem Weltraum auf uns herunter rieselt, als Reste oder kleine Bruchstücke irgendwelcher Meteoriten?

Bei meinen im mehrjährigen Rhythmus durchgeführten Dachrinnen-Reinigungen (Schrägdach 35°) kehre ich regelmäßig eine Handvoll kleiner rostbrauner Körnchen (etwa Stecknadelkopfgröße) zusammen, die von einem  Magneten angezogen werden können.

Da die Dachziegel sehr wahrscheinlich keine magnetisch aktiven Partikel enthalten, kann es sich also wohl kaum um Teilchen oder Splitter der Dachziegel handeln.

Was also fällt in einer Menge von schätzungsweise einem Kilogramm (über mehrere Jahre hinweg kumuliert) auf eine Dachfläche herunter, wenn nicht Teile verglühter oder abgebrannter Meteoriten?

Wenn meine Vermutung zutrifft, handelt es sich dabei zwar nicht um solitäre kleine Meteoriten, sondern nur um Teile es solchen, die beim Verglühen frei wurden, aber doch trotzdem auch um "Grüße aus dem Weltraum"?

Liege ich mit meiner Vermutung daneben?

Rätselnde Grüße

Gerhard



Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: newbieDoof in März 17, 2022, 18:14:36 NACHMITTAGS
Hallo :)

Ich bin sicher es ist nicht nur ein Gerücht das man MMs auf Dächern finden kann. Beim durchlesen der englischen Wikipedia Seite zu MMs habe ich diese Studie gefunden, die von 2017 ist: https://pubs.geoscienceworld.org/gsa/geology/article/45/2/119/195213/An-urban-collection-of-modern-day-large darin sind noch mehr relevante Studien verlinkt, noch dazu gibt es auf der wikiseite viele Links die zeigen, dass es wohl eher ein Gerücht ist das es nur ein Gerücht ist.
Das einzige durch die Wikiseite als solches bestätigte Gerücht ist das diese MMs von Kometenstaub stammen sollen. Stattdessenstammen sie wahrscheinlich eher von oder sind Asteroiden.

Dazu sollte man bedenken das diese 2700t MMs nicht notwendigerweise gleichmäßig auf die Erde fallen. Es können natürlich auch ruhig mal 20g auf ein einzelnes Dach fallen.

MfG

PS: Ich durchsuch gleich mal meinen magnetischen Sand den ich aus Kilos von normalem Sand rausgefiltert habe. Dort was zu finden ist natürlich sehr schwer...
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Lupus in März 17, 2022, 20:21:00 NACHMITTAGS
Hallo,

ZitatWas also fällt in einer Menge von schätzungsweise einem Kilogramm (über mehrere Jahre hinweg kumuliert) auf eine Dachfläche herunter, wenn nicht Teile verglühter oder abgebrannter Meteoriten?
z.B. Saharasand.  :D  Allgemein Verwehungen von trockenen Böden oder von Sand- und Kiesabbauflächen auch in unserer Umgebung, auch aus der Landwirtschaft. Diverse Partikel aus Kaminen oder Fertigungsprozessen. Reifenabrieb. u.s.w. Nach einem Monat nicht wischen ist jede Fläche in einer Wohnung vom Staub bedeckt.

Ich kenne als andere Zahl etwa die Schätzung von 100 Tonnen/Tag auf der Erdoberfläche auftreffende Mikrometeorite. Wenn man weiß, dass der mittlere Durchmesser etwa bei 0.3 mm liegt, kommt man bei der bekannten Erdoberfläche auf etwa einen Mikrometeoriten pro Jahr und m2. Das ist weit vom Kilogramm-Bereich entfernt....

Man muss da auch unterscheiden zwischen den Mikrometeoriten, die als kleine Objekte mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre eindringen, aufschmelzen und Großteils den Boden erreichen. Und solche die in der Atmosphäre verglühen. Die den Boden erreichenden Mikrometeorite sind so klein, weil sich größere Objekte über etwa 1 mm beim Abbremsen so stark erhitzten dass sie praktisch vollständig verglühen. Ich habe mal grob über den Reibungswiderstand abgeschätzt, dass die kleinen Mikrometeorite eine maximale Fallgeschwindigkeit von wenigen m/s erreichen. Die Energie reicht sicher nicht aus, um einen Krater in eine Dachplatte zu schlagen.

Etwas anderes sind größere Objekte deutlich über 1 cm, die sich in der Atmosphäre durch Überhitzung zerlegen können und eventuell auch ganz verdampfen, oder aber dann als größere Bruchstücke  auf der Erde ankommen. Die sind aber wiederum extrem selten.

Hubert
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Michael L. in März 17, 2022, 20:27:40 NACHMITTAGS
Guten Abend,

ich möchte nochmal an das schöne Buch von Jon Larsen erinnern "In Search of Stardust - Amazing Micrometeorites and Their Terrestrial Imposters" Das ist ein wunderbar gemachtes "Bestimmungsbuch" , seriös, wissenschaftlich fundiert und super schön anzusehen. Auch praktische Hinweise gibt der Autor.

Gruß,

Michael
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: newbieDoof in März 17, 2022, 21:50:20 NACHMITTAGS
Hubert, Saharasand wird aber bestimmt nicht metallische Körner von 0,3mm Durchmesser beinhalten. Wie sollen die es denn nach Deutschland schaffen?
Außerdem haben die Wissenschaftler die MMsnvon Dächern untersucht haben sehr gute Argumente dafür. Hast du dir den Artikel mal durchgelesen? Z.b. "We report the discovery of significant numbers (500) of large micrometeorites (>100 μm) from rooftops in urban areas. ... The identification of particles as micrometeorites is achieved on the basis of their compositions, mineralogies, and textures. All particles are silicate-dominated (S type) cosmic spherules with subspherical shapes that form by melting during atmospheric entry and consist of quench crystals of magnesian olivine, relict crystals of forsterite, and iron-bearing olivine within glass."

Michael: Hast du vielleicht mal in irgendwelchen Online-archiven identische Informationen gesehen? Oder gibt es hinten im Buch eine Liste mit Quellen?
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerd Schmahl in März 17, 2022, 22:05:59 NACHMITTAGS
Hallo,
das Buch von Larsen "Die Jagt nach dem Sternenstaub" (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=17218.msg244600#msg244600) ist ein Muß für alle Mokrometeoritensucher. Nicht nur weil er nachweislich echte Mikrometeorite zeigt, sondern weil er alle möglichen terresstrischen, vor allem antropogenen Sphärolite gasammelt und fotografiert hat, wenn auch nicht so durchweg in so bombastischer fotografischer Qualität, wie die Meteorite.
LG Gerd
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Lupus in März 17, 2022, 22:22:04 NACHMITTAGS
Hallo,

ZitatSaharasand wird aber bestimmt nicht metallische Körner von 0,3mm Durchmesser beinhalten.
hab ich an keiner Stelle behauptet, ich widerspreche damit lediglich dass sich ein Kilogramm Mikrometeoriten auf dem Dach ansammelt. Du kannst gerne mal meine rechnerische Abschätzung versuchsweise nachvollziehen, das fördert die Meinungsbildung.

Hubert
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: newbieDoof in März 18, 2022, 00:53:32 VORMITTAG
Zitat von: Lupus in März 17, 2022, 22:22:04 NACHMITTAGS
Hallo,

ZitatSaharasand wird aber bestimmt nicht metallische Körner von 0,3mm Durchmesser beinhalten.
hab ich an keiner Stelle behauptet, ich widerspreche damit lediglich dass sich ein Kilogramm Mikrometeoriten auf dem Dach ansammelt. Du kannst gerne mal meine rechnerische Abschätzung versuchsweise nachvollziehen, das fördert die Meinungsbildung.

Hubert
Naja ein Kilogramm ist mir auch zu viel.  ;D
Diese "Rechnung" hier?
ZitatIch kenne als andere Zahl etwa die Schätzung von 100 Tonnen/Tag auf der Erdoberfläche auftreffende Mikrometeorite. Wenn man weiß, dass der mittlere Durchmesser etwa bei 0.3 mm liegt, kommt man bei der bekannten Erdoberfläche auf etwa einen Mikrometeoriten pro Jahr und m2. Das ist weit vom Kilogramm-Bereich entfernt....
Wie soll ich mit nur einer Gewichtsangabe und einer Größenangabe auf eine Anzahl MMs schließen? :P Es fehlt wie viel so ein ∅0.3mm MM wiegt. Aber gut ich such mir mal selbst Zahlen raus... :)


Aus interesse habe ich mal genauer nachgerechnet und recherchiert:
Hier, von https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2019/pdf/1968.pdf
11.2 MMs pro Quadratmeter pro Jahr. Dichte ist etwa 1.5 bis 3 kg m³
ZitatThis selected sub-set contains a total of 657 MMs with size ranging from 17 µm to 330 µm extracted from a total weight of snow of ~ 3600 kg (i.e. a total equivalent exposure parameter of 102 m2.yr). The extraction of CSs leads to a total of 328 particles with size ranging from 25 µm to 230 µm, from a total weight of snow of ~ 2400 kg, corresponding to an equivalent exposure parameter of 69 m2.yr.
...
distribution was calculated assuming an average density of 1.5 for MMs and 3 for CS (Figure 1), leading to an integrated mass influx of 3.9 ± 1.0 µg.m-2.yr-1 for MMs and 8.5 ± 2.0 µg.m-2.yr-1 for CSs.

Mein Link von früher gibt als Vergleich zu seinen eigenen Zahlen eine Schätzung von "∼2 spherules m² yr" im Größenbereich bis ∅0.3mm an, und ein global spherule flux to Earth of ∼6 t pro Tag an, nicht 100. Seine eigenen Zahlen von 500 MMs gesammelt von 30.000m² über 6 Jahre sind dabei scheinbar NUR ~0.1-0.2% der zu erwartenen Menge. - Was sinn macht, da ja auch nur Partikel bis 0.3mm gezählt wurden um leichter welche von terrestrischen Ursprungs auszufiltern und sonst natürlich auch ne menge 0.3er die nicht eindeutig bestimmt wurden konnten.

Also wenn du ein 50m² Dach hast das seit 10 Jahren nicht gereinigt wurde, kannst du erwarten das da 1000 bis 5600 MMs drauf fallen, die bis ∅0.33mm groß sind. Dazu dann halt noch einige die größer sind. Davon kannst du wahrscheinlich 0.1-0.2% eindeutig wissenschaftlich identifizieren. (-im Kontext einer Stadt) Macht dann 2 bis 11 gute MMs und tausende bei denen es nicht klar ist.

Jedenfalls habe ich das so verstanden. ("Anzahl MM with equivalent exposure parameter of XXX m2.yr" in "657/102+328/69 = 11.2 MMs pro m²") Ich bin aber auch müde und geh jetzt schlafen. Im magnetischen Sand habe ich bis jetzt nichts gefunden.
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerhard P. in März 20, 2022, 15:23:04 NACHMITTAGS
Hallo Meteoriten-Interessierte,

im Nachgang zu meiner Frage in Beitrag #30 ein paar zusätzliche Fakten mit Fotos einiger der vor einigen Jahren nach der Dachrinnenreinigung aufbewahrten größten Körnchen:

a) Hier die Körnchen mit maximalen Durchmessern von etwa 2....3 Millimeter (Nikon Mikro 40/2,8):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/322361_43527150.jpg)



b) Eines der Körnchen im Stereomikroskop (etwa 20-fach):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/322361_56200037.jpg)


c) Ein kurzer provisorischer Anschliff im Auflicht (ZEISS Epiplan HD 4/0,1):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/322361_36038289.jpg)

Fazit:

1. Da alle Körnchen magnetisch reagieren, kann es sich unmöglich um terrestrische Partikel handeln, die durch Wind auf das Dach getragen worden sein könnten. Auch können es keine Bruchstücke der Dachziegel sein, denn die enthalten m.W. keine nennenswerten ferromagnetischen Anteile.

2. Ein einfacher Anschliff zeigt im Auflicht metallisch glänzende Einschlüsse.

3. Es scheint sich allem Anschein nach um durcherhitzte Krümelreste in der Antmosphäre verglühter Meteoriten zu handeln, die auf unseren Dächern landen.

4. Meine vorherige Mengenschätzung im Kilogramm-Bereich war natürlich völlig überzogen.
Realistisch dürften im Laufe einiger Jahre kumuliert vielleicht ein paar hundert Gramm auf dem Dach einiges Einfamilienhauses landen. Da demnächst wieder mal eine Dachrinnenreinigung ansteht, werde ich eine genauere quantitative Mengenfeststellung vornehmen sowie die feinkörnigeren Anteile nach Mikrometeoriten durchmustern, denn aller Wahrscheinlichkeit nach müssten davon ebenfalls einige auf einem 150-Quadratmeterdach auftreffen.


Beste Grüße an die Meteoriten-Fans,

Gerhard
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerd Schmahl in März 20, 2022, 15:46:22 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,
das sind sehr sicher keine Meteorite oder deren Reste. Sie zeigen keines der typischen Merkmale. Magnetismus allein reicht nicht aus. Ferromagnetische Bestandteile sind in jedem Bausand zu finden und ganz sicher auch in den Zuschlagsstoffen von Ziegeln und Dachsteinen. Eisenteile kommen auch mit Feuerwerkskörpern auf Dächer und verrosten dort.
Was der Meteoriten-Natur auch widerspricht ist die Größe. In dieser Größenordnung verglühen Meteorite vollkommen. Kleinere Partikel von 0,2...0,4mm Durchmesser schmelzen komplett auf und landen als sogenannte "Sphärolithe" auf Der Erde, denn sie werden so stark abgebremst, dass sie schon in der Luft wieder erkalten. Sie zeigen dann aber im Gegensatz zu den irdischen Sphärolithen (Feuerwerksabbrand, Trennschleif- und Schweißkügelchen, Hüttenschlacken und andere Verbrennungsrückstände) eine einseitige Verformung, durch den Flug bei sehr hoher Geschwindigkeit als geschmolzener Tropfen.

Für mich sieh das nach verrosteten Eisenteilen aus, die sich mit Sand verbacken haben. Sag nicht, dass auf Deinem Dach keine Eisenteile sind (Antennenmasten, Blitzableiter, verzinkte Bleche, Leitern zu Schornsteinen, Schneefanggitter...)

Terrestrische Grüße
Gerd
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: newbieDoof in März 20, 2022, 18:11:32 NACHMITTAGS
Ja, die sehen wirklich nicht nach Meteoriten aus. Da ist ja fast jeder dritte Partikel in meinem magnetischen Sand ein weitaus überzeugenderer MM, und dort habe ich bis jetzt nichts gefunden. (Schon paar stundenlang gesucht)
Das sind bestimmt Partikel von Ziegeln oder halt Sylvesterrückstände, wie Gerd schon gesagt hat. Die sind einfach zu grob und rau, und nicht geschmolzen.
Das zweite Bild sieht fast aus wie'n Blähton Kügelchen.
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerhard P. in März 21, 2022, 13:00:58 NACHMITTAGS
Zitat von: plaenerdd in März 20, 2022, 15:46:22 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,
das sind sehr sicher keine Meteorite oder deren Reste. Sie zeigen keines der typischen Merkmale. Magnetismus allein reicht nicht aus. Ferromagnetische Bestandteile sind in jedem Bausand zu finden und ganz sicher auch in den Zuschlagsstoffen von Ziegeln und Dachsteinen. Eisenteile kommen auch mit Feuerwerkskörpern auf Dächer und verrosten dort.
Was der Meteoriten-Natur auch widerspricht ist die Größe. In dieser Größenordnung verglühen Meteorite vollkommen. Kleinere Partikel von 0,2...0,4mm Durchmesser schmelzen komplett auf und landen als sogenannte "Sphärolithe" auf Der Erde, denn sie werden so stark abgebremst, dass sie schon in der Luft wieder erkalten. Sie zeigen dann aber im Gegensatz zu den irdischen Sphärolithen (Feuerwerksabbrand, Trennschleif- und Schweißkügelchen, Hüttenschlacken und andere Verbrennungsrückstände) eine einseitige Verformung, durch den Flug bei sehr hoher Geschwindigkeit als geschmolzener Tropfen.

Für mich sieh das nach verrosteten Eisenteilen aus, die sich mit Sand verbacken haben. Sag nicht, dass auf Deinem Dach keine Eisenteile sind (Antennenmasten, Blitzableiter, verzinkte Bleche, Leitern zu Schornsteinen, Schneefanggitter...)

Terrestrische Grüße
Gerd

Hallo Gerd,

besten Dank für die ausführliche Antwort.

Deine Argumente kann ich mangels Detailwissen in diesen Bereichen natürlich nicht widerlegen.

Nur soviel: Im betreffenden Dachabschnitt, in dessen Regenrinne die Krümelchen lagen, befindet sich kein einziges ferromagnetisches Material. Schornsteinverkleidung, First-Abschlussblech und Regenrinne sind aus Kupfer.

Bleiben also nur die Möglichkeiten ferromagnetischer Beimengungen in den Ziegeln oder Reste abgebrannter Feuerwerksraketen.

Durch den Wind herangetragene Metalle schließe ich ebenfalls aus, da sich in Rufweite keinerlei metallverarbeitenden Betriebe befinden.

Jedenfalls bleibe ich an dem Thema dran und werde bei der nächsten Reinigung (in einigen Wochen) die aufgesammelten magnetischen Krümel in Salzsäure auflösen, um sehen zu können, welche Metallstückchen enthalten sind.

Ich hoffe, mit diesem thematischen Ausflug das eigentliche Thema des Threads nicht zu sehr verwässert zu haben.

Herzliche Grüße
Gerhard
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Carsten Wieczorrek in März 22, 2022, 07:49:21 VORMITTAG
Hallo Gerhard,
ZitatRufweite keinerlei metallverarbeitenden Betriebe befinden

Da reicht ein Asche-Sportplatz in 200m Entfernung dicke aus.
Carsten
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerd Schmahl in März 22, 2022, 17:44:28 NACHMITTAGS
Hallo,
das Buch von LARSEN heißt nicht umsonst: "Die Jagt nach dem Sternenstaub". Die in Frage kommende Fraktion, die man nach dem Sieben durchsuchen muss (kleiner 0,4mm mit Maximum an Meteoriten bei 0,2mm) ist in der Tat Staub und das trifft natürlich auch für die vielen irdischen Fake-Meteoriten zu. Deshalb landet dergleichen auch auf hohen Dächern. Eine Hilfestellung bei der Unterscheidung ist: Wenn mehrere ähnliche Objekte in einer Probe sind, sind sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit irdisch. Das trifft ja auch auf Gerhards Krümel zu.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: newbieDoof in März 22, 2022, 18:11:42 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard

Zitat... die aufgesammelten magnetischen Krümel in Salzsäure auflösen, um sehen zu können, welche Metallstückchen enthalten sind.
Verstehe ich nicht ganz. Metallstückchen? Salzsäure löst auch Metalle wie Eisen, Nickel etc auf.

Gruß
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: TStein in März 22, 2022, 18:37:47 NACHMITTAGS
Hallo in die Runde, hallo Gerhard,

dein Enthusiasmus in Ehren, aber ich denke du hast die Mengen- und Größenordnungen noch nicht richtig erfasst:
"4. Meine vorherige Mengenschätzung im Kilogramm-Bereich war natürlich völlig überzogen.
Realistisch dürften im Laufe einiger Jahre kumuliert vielleicht ein paar hundert Gramm auf dem Dach einiges Einfamilienhauses landen. Da demnächst wieder mal eine Dachrinnenreinigung ansteht, werde ich eine genauere quantitative Mengenfeststellung vornehmen sowie die feinkörnigeren Anteile nach Mikrometeoriten durchmustern, denn aller Wahrscheinlichkeit nach müssten davon ebenfalls einige auf einem 150-Quadratmeterdach auftreffen."

Der Artikel von DomeC in der Antarktis konstatiert etwa 12µg /m^2/Jahr. Dh. für ein 150m^2-Dach sind etwa 500 Jahre notwendig um auf 1g zu kommen. Da ist noch nicht einberechnet, dass ein Großteil wahrscheinlich schon durch den Wind wieder runtergewedelt wird, ohne in der Rinne zu landen.

Vg Tino 
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerd Schmahl in März 22, 2022, 19:52:43 NACHMITTAGS
Hallo,
Zitat von: LARSEN,J. "Die Jagt nach dem SternenstaubMikrometeoriten stellen den größten Teil der drei Gruppen extraterrestrischer Materie dar. Die Fluxrate beträgt ein Objket mit einem Durchmesser von 0,1mm pro Quadratmeter pro Jahr. Allerdings beträgt die Durchschnittsgröße der gefundenen Sphärulen 0,3mm und hat somit 27mal mehr Masse als ein 0,1mm-Objket. Das bedeutet, dass wir bei unserer "Jagt" auf Mikrometeoriten in bewohnten Gebieten beispielsweise auf einem Hausdach von 50m2 Größe nur mit 2 Funden pro Jahr und nicht mit 50 rechnen müssen.
Diese 2 Objkete um 0,3mm Durchmesser muss man aus dem Dreck herausfischen, der sonst noch innerhalb eines Jahres auf dem Dach landet.

Die größten Chancen hat man auf Flachdächern, weil es hier immer Stellen gibt, wo das Wasser schlecht abfließt und sich Pfützen mit Staubansammlungen bilden, wo man das "Grundmaterial" zusammenkehren und anschließend die Spärulen anreichern kann, in dem man

1. diesen Kehricht siebt bzw. schlämmt (Sieben unter Wasserstrahl), denn dadurch werden zusammenheftende Teile besser getrennt. Günstige Maschenweite: 0,4..0,5mm. Was im Sieb bleibt kann getrost weg, denn Meteore die größer sind, sind so extrem selten, dass sich die Suche danach nicht lohnt. Zwischen 2mm und 1cm verglühen Meteore auf Grund der größeren kinetischen Energie komplett (Reste im Nanobereich). Beim Schlämmen braucht man dann natürlich noch ein zweites Sieb um 0,1mm Maschenweite. Das entspricht einem groben Planktonnetz. Was sich darauf sammelt, wird

2. mit einem Magneten weiter angereichert, denn der größte Teil der Mikrometerite ist ferromagnetisch. Das geschiet am besten unter Wasser, denn auch hier muss das Verbacken mehrerer Körner vermieden werden. Was dabei mit dem Magneten herausgefischt wurde muss vom Magneten getrennt, getrocknet und Korn für Korn durchgemustert (reine Fleißarbeit) und vielversprechende Kandidaten auch ausgelesen werden.

3. Das Auslesen so kleiner Objekte ist eine Herausforderung für sich, wie ich aus der Arbeit mit Mikrofossilien weiß. Ohne eine ordentliche Ausleseschale (http://www.richter-fossilien-reisen.de/vergroesserungen/ima3/pics_ima3/Werkzeug/MBS_Alu.jpg) ist das kaum in vertretbarer Zeit zu bewerkstelligen. Dazu braucht man auch eine besonders feine Spitze. In dieser Größenordnung haben sich Borsten bewährt. Ich nutze für Mikrofossilien dieser Größe die Schnurrhaare die unser Kater zuweilen in der Wohnung verliert (mit Sekundenkleber an einen Griff kleben oder in einen Ösenhalter aus der Mikrobiologie klemmen). Diese Spitze wird in Bienenwachs gesteckt und damit die kleinen Objekte "angefasst" und anschließend in das nächste im Gesichtsfeld des Binokulares befindliche Loch der Ausleseschale "geworfen" (am Rand abgestreift). Für das MBS-10 gibt es bei Richter-Fossilien-Reisen (http://www.richter-fossilien-reisen.de/) passende Mikrozellenplatten, in deren Ausfräsung eine Frankezelle oder ein Objektträger mit Hohlschliff passt, dessen "Lagerraum" sich genau in der Mitte des Bildfeldes unter dem jeweiligen Loch der Ausleseplatte befindet. Solch kleine Objekte außerhalb des Sichtkreises er Stereolupe irgendwo ablegen zu wollen ist fast unmöglich.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich diese Erfahrungen (Ausschlämmen, Auslesen) bisher nur mit Mikrofossilien gesammelt habe. An die viel selteneren Mikrometeoriten-Schmelzkugeln habe ich mich selber noch nicht gewagt. Die dazu dargelegte Theorie habe ich dem Buch von Jon Larsen entnommen. Hier findet man auch schön katalogisiert die viel terrestrischen, überwiegend anthropogenen Sphrulen abgebildet, deren Kenntnis die Grundlage dafür bietet, die echten davon unterscheiden zu können, denn von diesen Objekten landet ja ungleich mehr auf dem Dach (siehe dazu "Keine Meteorite (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=33125)"

Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: newbieDoof in März 23, 2022, 13:26:14 NACHMITTAGS
Zitat von: TStein in März 22, 2022, 18:37:47 NACHMITTAGS
Hallo in die Runde, hallo Gerhard,

dein Enthusiasmus in Ehren, aber ich denke du hast die Mengen- und Größenordnungen noch nicht richtig erfasst:
"4. Meine vorherige Mengenschätzung im Kilogramm-Bereich war natürlich völlig überzogen.
Realistisch dürften im Laufe einiger Jahre kumuliert vielleicht ein paar hundert Gramm auf dem Dach einiges Einfamilienhauses landen. Da demnächst wieder mal eine Dachrinnenreinigung ansteht, werde ich eine genauere quantitative Mengenfeststellung vornehmen sowie die feinkörnigeren Anteile nach Mikrometeoriten durchmustern, denn aller Wahrscheinlichkeit nach müssten davon ebenfalls einige auf einem 150-Quadratmeterdach auftreffen."

Der Artikel von DomeC in der Antarktis konstatiert etwa 12µg /m^2/Jahr. Dh. für ein 150m^2-Dach sind etwa 500 Jahre notwendig um auf 1g zu kommen. Da ist noch nicht einberechnet, dass ein Großteil wahrscheinlich schon durch den Wind wieder runtergewedelt wird, ohne in der Rinne zu landen.

Vg Tino
Ich schätze er meinte normalen Dach-Schmock und nicht "paar hundert gramm" MMs.   ??? :)
Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: bernd552 in März 23, 2022, 17:26:37 NACHMITTAGS
Hallo in die Runde,

mit diesem Thema hatte ich mich auch schon mal kurz beschäftigt z.B. https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38364.0 jedoch ausschließlich per REM und mit Korngrößen ca 10-30µ.

Ich habe dass Gefühl, dass die gesamten Schätzungen der Gesamtmenge des MM Niederschlages auf Basis von Korngrößen > 100µ hochgerechnet werden, kleinere Größen werden da mehr oder weniger unterschlagen, wohl weil diese vorrangig Lichtmikroskopisch oder per Stemi identifiziert und ausgelesen werden.

Meine Erfahrung (per REM Blick + EDX + Larson-Bücher) ist jedenfalls, dass je kleiner die Korngrößen um so höher ist ihre Anzahl ..... und Schönheit.

Meine Materialquelle ist der Bodensatz einer Zysterne im ländlichen Bereich, die über 15 Jahre von mehreren Dachflächen mit ca. 200 qm gespeist wurde.

LG
Bernd


Titel: Re: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Gerhard P. in März 24, 2022, 09:38:07 VORMITTAG
Zitat von: TStein in März 22, 2022, 18:37:47 NACHMITTAGS
Hallo in die Runde, hallo Gerhard,

dein Enthusiasmus in Ehren, aber ich denke du hast die Mengen- und Größenordnungen noch nicht richtig erfasst:
"4. Meine vorherige Mengenschätzung im Kilogramm-Bereich war natürlich völlig überzogen.
Realistisch dürften im Laufe einiger Jahre kumuliert vielleicht ein paar hundert Gramm auf dem Dach einiges Einfamilienhauses landen. Da demnächst wieder mal eine Dachrinnenreinigung ansteht, werde ich eine genauere quantitative Mengenfeststellung vornehmen sowie die feinkörnigeren Anteile nach Mikrometeoriten durchmustern, denn aller Wahrscheinlichkeit nach müssten davon ebenfalls einige auf einem 150-Quadratmeterdach auftreffen."

Der Artikel von DomeC in der Antarktis konstatiert etwa 12µg /m^2/Jahr. Dh. für ein 150m^2-Dach sind etwa 500 Jahre notwendig um auf 1g zu kommen. Da ist noch nicht einberechnet, dass ein Großteil wahrscheinlich schon durch den Wind wieder runtergewedelt wird, ohne in der Rinne zu landen.

Vg Tino

Hallo Tino,

ja, das ganze Missverständnis wurde durch eine völlige Fehleinschätzung meinerseits verursacht. Dafür kann ich alle Diskussionsteilnehmer nur noch nachträglich um Verständnis bitten.

In meiner Euphorie über die vermeintlichen Boten aus dem Weltraum, für die ich die rostbraunen, bei Druck leicht bröselnden Krümel in der Dachrinne hielt, kam mir einfach nicht die logische Erklärung in den Sinn, dass es sich dabei um ganz natürlichen irdischen "Unrat" handeln könnte.

Sowas kann wohl mal passieren, wenn die Begeisterung über die Logik siegt....  ;)

Woher das Zeug in Wirklichkeit nun kommt, ist mir zwar immer noch nicht klar, ist aber eigentlich irrelevant, da mit Sicherheit nur ein irdischer Ursprung infrage kommt.

Dank der Hinweise in diesem Thread und vor allem aufgrund der sehr interessanten und fundierten Hinweise durch den Kollegen Gerd werde ich mich zukünftig etwas sorgfältiger und akribisch auf diesen speziellen Aspekt unseres Hobbys vorbereiten.

Also nochmals Entschuldigung für meine (selbstredend unbeabsichtigte) Irreführung aller Beteiligten in diesem Thread.

Beste Grüße
Gerhard
Titel: Aw: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: PetrM in November 10, 2023, 21:44:28 NACHMITTAGS
Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt ein sehr lustiges Filmchen, wie man Mikrometeoriten finden kann:

https://www.youtube.com/watch?v=VsUIVthgnSA

Einfach mal entlang eines Schotterwegs oder eines Waldrandes eine Lautsprechermagneten hinter sich herziehen. Warum nicht? Schließlich kann man sie wirklich überall finden. Bei einer vier stündigen Wanderung könnte durchaus das eine oder andere Teilchen anhaften. Wieviele allerdings wieder verloren gehen ist eine andere Frage.

Ich würde aber eher den Schlitten bevorzugen an dem Magneten angebracht sind. Das zugehörige Video aus den USA finde ich nicht mehr. Ein magnetischer Schlitten? Klingt gut, warum nicht? Mal was anderes als Dächer zu kehren! Und die Gesichter der entgegenkommenden Wanderer würde ich nur zu gerne sehen. XD

Dieses Video finde ich zumindest interessant, ach von wegen: https://www.youtube.com/watch?v=0xD7SvtPAMM
So eine Ausrüstung hätte ich auch gerne. Ob die Proben laut seiner Bestimmung wirklich Mikrometeoriten sind?

Ganz klassisch Fegen und Sieben:

https://www.micrometeorites.org/

Grüße
Petr







Titel: Aw: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: Ralf Feller in November 10, 2023, 23:01:12 NACHMITTAGS
Sehr schön, danke,

besonders interessant: Das kleinste Raster-EM der Welt,
schon für 60 000 E
https://www.voxa.co/solutions/mochii/faqs

LG Ralf
Titel: Aw: Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?
Beitrag von: PetrM in November 10, 2023, 23:26:40 NACHMITTAGS
War jetzt nicht mein Ansinnen, aber warum nicht. Wer es sich leisten kann!?

Der Raster unserer Naturhistorischen Gesellschaft in Nürnberg hat leider einen Wasserschaden erlitten! Oh Weh! Oh Weh! Und konnte nach einer Reparatur leider nicht wieder in Betrieb genommen werden!

Nein das ist keine indirekte Aufforderung zu einer Spende... Naja, wer zu viel Geld hat und gerne an die NHG Nürnberg sprenden möchte, ist hiermit dazu aufgerufen.

Studenten können das Problem sicher auch nicht lösen.