Mikrometeoriten - Wer hat konkrete Erfahrungen gemacht?

Begonnen von schuppi, Februar 25, 2017, 16:28:04 NACHMITTAGS

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Gerhard P.

Zitat von: plaenerdd in März 16, 2022, 17:19:40 NACHMITTAGS
Hallo Peter,
kugelförmig und magnetisch reicht noch nicht. Sicher kann man sich erst sein, wenn typische Oberflächen-Formen vom Flug eines geschmolzenen Partikels durch die Atmosphäre zu erkennen sind. Hast Du das Buch von Jon Larsen? Zeig doch mal Bilder!
LG Gerd
Hallo Gerd,

was aber könnte es sonst sein, was da aus dem Weltraum auf uns herunter rieselt, als Reste oder kleine Bruchstücke irgendwelcher Meteoriten?

Bei meinen im mehrjährigen Rhythmus durchgeführten Dachrinnen-Reinigungen (Schrägdach 35°) kehre ich regelmäßig eine Handvoll kleiner rostbrauner Körnchen (etwa Stecknadelkopfgröße) zusammen, die von einem  Magneten angezogen werden können.

Da die Dachziegel sehr wahrscheinlich keine magnetisch aktiven Partikel enthalten, kann es sich also wohl kaum um Teilchen oder Splitter der Dachziegel handeln.

Was also fällt in einer Menge von schätzungsweise einem Kilogramm (über mehrere Jahre hinweg kumuliert) auf eine Dachfläche herunter, wenn nicht Teile verglühter oder abgebrannter Meteoriten?

Wenn meine Vermutung zutrifft, handelt es sich dabei zwar nicht um solitäre kleine Meteoriten, sondern nur um Teile es solchen, die beim Verglühen frei wurden, aber doch trotzdem auch um "Grüße aus dem Weltraum"?

Liege ich mit meiner Vermutung daneben?

Rätselnde Grüße

Gerhard



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newbieDoof

#31
Hallo :)

Ich bin sicher es ist nicht nur ein Gerücht das man MMs auf Dächern finden kann. Beim durchlesen der englischen Wikipedia Seite zu MMs habe ich diese Studie gefunden, die von 2017 ist: https://pubs.geoscienceworld.org/gsa/geology/article/45/2/119/195213/An-urban-collection-of-modern-day-large darin sind noch mehr relevante Studien verlinkt, noch dazu gibt es auf der wikiseite viele Links die zeigen, dass es wohl eher ein Gerücht ist das es nur ein Gerücht ist.
Das einzige durch die Wikiseite als solches bestätigte Gerücht ist das diese MMs von Kometenstaub stammen sollen. Stattdessenstammen sie wahrscheinlich eher von oder sind Asteroiden.

Dazu sollte man bedenken das diese 2700t MMs nicht notwendigerweise gleichmäßig auf die Erde fallen. Es können natürlich auch ruhig mal 20g auf ein einzelnes Dach fallen.

MfG

PS: Ich durchsuch gleich mal meinen magnetischen Sand den ich aus Kilos von normalem Sand rausgefiltert habe. Dort was zu finden ist natürlich sehr schwer...
- Matthias :)
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Lupus

Hallo,

ZitatWas also fällt in einer Menge von schätzungsweise einem Kilogramm (über mehrere Jahre hinweg kumuliert) auf eine Dachfläche herunter, wenn nicht Teile verglühter oder abgebrannter Meteoriten?
z.B. Saharasand.  :D  Allgemein Verwehungen von trockenen Böden oder von Sand- und Kiesabbauflächen auch in unserer Umgebung, auch aus der Landwirtschaft. Diverse Partikel aus Kaminen oder Fertigungsprozessen. Reifenabrieb. u.s.w. Nach einem Monat nicht wischen ist jede Fläche in einer Wohnung vom Staub bedeckt.

Ich kenne als andere Zahl etwa die Schätzung von 100 Tonnen/Tag auf der Erdoberfläche auftreffende Mikrometeorite. Wenn man weiß, dass der mittlere Durchmesser etwa bei 0.3 mm liegt, kommt man bei der bekannten Erdoberfläche auf etwa einen Mikrometeoriten pro Jahr und m2. Das ist weit vom Kilogramm-Bereich entfernt....

Man muss da auch unterscheiden zwischen den Mikrometeoriten, die als kleine Objekte mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre eindringen, aufschmelzen und Großteils den Boden erreichen. Und solche die in der Atmosphäre verglühen. Die den Boden erreichenden Mikrometeorite sind so klein, weil sich größere Objekte über etwa 1 mm beim Abbremsen so stark erhitzten dass sie praktisch vollständig verglühen. Ich habe mal grob über den Reibungswiderstand abgeschätzt, dass die kleinen Mikrometeorite eine maximale Fallgeschwindigkeit von wenigen m/s erreichen. Die Energie reicht sicher nicht aus, um einen Krater in eine Dachplatte zu schlagen.

Etwas anderes sind größere Objekte deutlich über 1 cm, die sich in der Atmosphäre durch Überhitzung zerlegen können und eventuell auch ganz verdampfen, oder aber dann als größere Bruchstücke  auf der Erde ankommen. Die sind aber wiederum extrem selten.

Hubert

Michael L.

Guten Abend,

ich möchte nochmal an das schöne Buch von Jon Larsen erinnern "In Search of Stardust - Amazing Micrometeorites and Their Terrestrial Imposters" Das ist ein wunderbar gemachtes "Bestimmungsbuch" , seriös, wissenschaftlich fundiert und super schön anzusehen. Auch praktische Hinweise gibt der Autor.

Gruß,

Michael

newbieDoof

#34
Hubert, Saharasand wird aber bestimmt nicht metallische Körner von 0,3mm Durchmesser beinhalten. Wie sollen die es denn nach Deutschland schaffen?
Außerdem haben die Wissenschaftler die MMsnvon Dächern untersucht haben sehr gute Argumente dafür. Hast du dir den Artikel mal durchgelesen? Z.b. "We report the discovery of significant numbers (500) of large micrometeorites (>100 μm) from rooftops in urban areas. ... The identification of particles as micrometeorites is achieved on the basis of their compositions, mineralogies, and textures. All particles are silicate-dominated (S type) cosmic spherules with subspherical shapes that form by melting during atmospheric entry and consist of quench crystals of magnesian olivine, relict crystals of forsterite, and iron-bearing olivine within glass."

Michael: Hast du vielleicht mal in irgendwelchen Online-archiven identische Informationen gesehen? Oder gibt es hinten im Buch eine Liste mit Quellen?
- Matthias :)
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Gerd Schmahl

Hallo,
das Buch von Larsen "Die Jagt nach dem Sternenstaub" ist ein Muß für alle Mokrometeoritensucher. Nicht nur weil er nachweislich echte Mikrometeorite zeigt, sondern weil er alle möglichen terresstrischen, vor allem antropogenen Sphärolite gasammelt und fotografiert hat, wenn auch nicht so durchweg in so bombastischer fotografischer Qualität, wie die Meteorite.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Lupus

Hallo,

ZitatSaharasand wird aber bestimmt nicht metallische Körner von 0,3mm Durchmesser beinhalten.
hab ich an keiner Stelle behauptet, ich widerspreche damit lediglich dass sich ein Kilogramm Mikrometeoriten auf dem Dach ansammelt. Du kannst gerne mal meine rechnerische Abschätzung versuchsweise nachvollziehen, das fördert die Meinungsbildung.

Hubert

newbieDoof

#37
Zitat von: Lupus in März 17, 2022, 22:22:04 NACHMITTAGS
Hallo,

ZitatSaharasand wird aber bestimmt nicht metallische Körner von 0,3mm Durchmesser beinhalten.
hab ich an keiner Stelle behauptet, ich widerspreche damit lediglich dass sich ein Kilogramm Mikrometeoriten auf dem Dach ansammelt. Du kannst gerne mal meine rechnerische Abschätzung versuchsweise nachvollziehen, das fördert die Meinungsbildung.

Hubert
Naja ein Kilogramm ist mir auch zu viel.  ;D
Diese "Rechnung" hier?
ZitatIch kenne als andere Zahl etwa die Schätzung von 100 Tonnen/Tag auf der Erdoberfläche auftreffende Mikrometeorite. Wenn man weiß, dass der mittlere Durchmesser etwa bei 0.3 mm liegt, kommt man bei der bekannten Erdoberfläche auf etwa einen Mikrometeoriten pro Jahr und m2. Das ist weit vom Kilogramm-Bereich entfernt....
Wie soll ich mit nur einer Gewichtsangabe und einer Größenangabe auf eine Anzahl MMs schließen? :P Es fehlt wie viel so ein ∅0.3mm MM wiegt. Aber gut ich such mir mal selbst Zahlen raus... :)


Aus interesse habe ich mal genauer nachgerechnet und recherchiert:
Hier, von https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2019/pdf/1968.pdf
11.2 MMs pro Quadratmeter pro Jahr. Dichte ist etwa 1.5 bis 3 kg m³
ZitatThis selected sub-set contains a total of 657 MMs with size ranging from 17 µm to 330 µm extracted from a total weight of snow of ~ 3600 kg (i.e. a total equivalent exposure parameter of 102 m2.yr). The extraction of CSs leads to a total of 328 particles with size ranging from 25 µm to 230 µm, from a total weight of snow of ~ 2400 kg, corresponding to an equivalent exposure parameter of 69 m2.yr.
...
distribution was calculated assuming an average density of 1.5 for MMs and 3 for CS (Figure 1), leading to an integrated mass influx of 3.9 ± 1.0 µg.m-2.yr-1 for MMs and 8.5 ± 2.0 µg.m-2.yr-1 for CSs.

Mein Link von früher gibt als Vergleich zu seinen eigenen Zahlen eine Schätzung von "∼2 spherules m² yr" im Größenbereich bis ∅0.3mm an, und ein global spherule flux to Earth of ∼6 t pro Tag an, nicht 100. Seine eigenen Zahlen von 500 MMs gesammelt von 30.000m² über 6 Jahre sind dabei scheinbar NUR ~0.1-0.2% der zu erwartenen Menge. - Was sinn macht, da ja auch nur Partikel bis 0.3mm gezählt wurden um leichter welche von terrestrischen Ursprungs auszufiltern und sonst natürlich auch ne menge 0.3er die nicht eindeutig bestimmt wurden konnten.

Also wenn du ein 50m² Dach hast das seit 10 Jahren nicht gereinigt wurde, kannst du erwarten das da 1000 bis 5600 MMs drauf fallen, die bis ∅0.33mm groß sind. Dazu dann halt noch einige die größer sind. Davon kannst du wahrscheinlich 0.1-0.2% eindeutig wissenschaftlich identifizieren. (-im Kontext einer Stadt) Macht dann 2 bis 11 gute MMs und tausende bei denen es nicht klar ist.

Jedenfalls habe ich das so verstanden. ("Anzahl MM with equivalent exposure parameter of XXX m2.yr" in "657/102+328/69 = 11.2 MMs pro m²") Ich bin aber auch müde und geh jetzt schlafen. Im magnetischen Sand habe ich bis jetzt nichts gefunden.
- Matthias :)
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Gerhard P.

#38
Hallo Meteoriten-Interessierte,

im Nachgang zu meiner Frage in Beitrag #30 ein paar zusätzliche Fakten mit Fotos einiger der vor einigen Jahren nach der Dachrinnenreinigung aufbewahrten größten Körnchen:

a) Hier die Körnchen mit maximalen Durchmessern von etwa 2....3 Millimeter (Nikon Mikro 40/2,8):




b) Eines der Körnchen im Stereomikroskop (etwa 20-fach):



c) Ein kurzer provisorischer Anschliff im Auflicht (ZEISS Epiplan HD 4/0,1):


Fazit:

1. Da alle Körnchen magnetisch reagieren, kann es sich unmöglich um terrestrische Partikel handeln, die durch Wind auf das Dach getragen worden sein könnten. Auch können es keine Bruchstücke der Dachziegel sein, denn die enthalten m.W. keine nennenswerten ferromagnetischen Anteile.

2. Ein einfacher Anschliff zeigt im Auflicht metallisch glänzende Einschlüsse.

3. Es scheint sich allem Anschein nach um durcherhitzte Krümelreste in der Antmosphäre verglühter Meteoriten zu handeln, die auf unseren Dächern landen.

4. Meine vorherige Mengenschätzung im Kilogramm-Bereich war natürlich völlig überzogen.
Realistisch dürften im Laufe einiger Jahre kumuliert vielleicht ein paar hundert Gramm auf dem Dach einiges Einfamilienhauses landen. Da demnächst wieder mal eine Dachrinnenreinigung ansteht, werde ich eine genauere quantitative Mengenfeststellung vornehmen sowie die feinkörnigeren Anteile nach Mikrometeoriten durchmustern, denn aller Wahrscheinlichkeit nach müssten davon ebenfalls einige auf einem 150-Quadratmeterdach auftreffen.


Beste Grüße an die Meteoriten-Fans,

Gerhard
- ZEISS Universal (Pol, Phako, DIK, Fluoreszenz)
- ZEISS SV Stereo

Gerd Schmahl

Hallo Gerhard,
das sind sehr sicher keine Meteorite oder deren Reste. Sie zeigen keines der typischen Merkmale. Magnetismus allein reicht nicht aus. Ferromagnetische Bestandteile sind in jedem Bausand zu finden und ganz sicher auch in den Zuschlagsstoffen von Ziegeln und Dachsteinen. Eisenteile kommen auch mit Feuerwerkskörpern auf Dächer und verrosten dort.
Was der Meteoriten-Natur auch widerspricht ist die Größe. In dieser Größenordnung verglühen Meteorite vollkommen. Kleinere Partikel von 0,2...0,4mm Durchmesser schmelzen komplett auf und landen als sogenannte "Sphärolithe" auf Der Erde, denn sie werden so stark abgebremst, dass sie schon in der Luft wieder erkalten. Sie zeigen dann aber im Gegensatz zu den irdischen Sphärolithen (Feuerwerksabbrand, Trennschleif- und Schweißkügelchen, Hüttenschlacken und andere Verbrennungsrückstände) eine einseitige Verformung, durch den Flug bei sehr hoher Geschwindigkeit als geschmolzener Tropfen.

Für mich sieh das nach verrosteten Eisenteilen aus, die sich mit Sand verbacken haben. Sag nicht, dass auf Deinem Dach keine Eisenteile sind (Antennenmasten, Blitzableiter, verzinkte Bleche, Leitern zu Schornsteinen, Schneefanggitter...)

Terrestrische Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

newbieDoof

Ja, die sehen wirklich nicht nach Meteoriten aus. Da ist ja fast jeder dritte Partikel in meinem magnetischen Sand ein weitaus überzeugenderer MM, und dort habe ich bis jetzt nichts gefunden. (Schon paar stundenlang gesucht)
Das sind bestimmt Partikel von Ziegeln oder halt Sylvesterrückstände, wie Gerd schon gesagt hat. Die sind einfach zu grob und rau, und nicht geschmolzen.
Das zweite Bild sieht fast aus wie'n Blähton Kügelchen.
- Matthias :)
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Gerhard P.

#41
Zitat von: plaenerdd in März 20, 2022, 15:46:22 NACHMITTAGS
Hallo Gerhard,
das sind sehr sicher keine Meteorite oder deren Reste. Sie zeigen keines der typischen Merkmale. Magnetismus allein reicht nicht aus. Ferromagnetische Bestandteile sind in jedem Bausand zu finden und ganz sicher auch in den Zuschlagsstoffen von Ziegeln und Dachsteinen. Eisenteile kommen auch mit Feuerwerkskörpern auf Dächer und verrosten dort.
Was der Meteoriten-Natur auch widerspricht ist die Größe. In dieser Größenordnung verglühen Meteorite vollkommen. Kleinere Partikel von 0,2...0,4mm Durchmesser schmelzen komplett auf und landen als sogenannte "Sphärolithe" auf Der Erde, denn sie werden so stark abgebremst, dass sie schon in der Luft wieder erkalten. Sie zeigen dann aber im Gegensatz zu den irdischen Sphärolithen (Feuerwerksabbrand, Trennschleif- und Schweißkügelchen, Hüttenschlacken und andere Verbrennungsrückstände) eine einseitige Verformung, durch den Flug bei sehr hoher Geschwindigkeit als geschmolzener Tropfen.

Für mich sieh das nach verrosteten Eisenteilen aus, die sich mit Sand verbacken haben. Sag nicht, dass auf Deinem Dach keine Eisenteile sind (Antennenmasten, Blitzableiter, verzinkte Bleche, Leitern zu Schornsteinen, Schneefanggitter...)

Terrestrische Grüße
Gerd

Hallo Gerd,

besten Dank für die ausführliche Antwort.

Deine Argumente kann ich mangels Detailwissen in diesen Bereichen natürlich nicht widerlegen.

Nur soviel: Im betreffenden Dachabschnitt, in dessen Regenrinne die Krümelchen lagen, befindet sich kein einziges ferromagnetisches Material. Schornsteinverkleidung, First-Abschlussblech und Regenrinne sind aus Kupfer.

Bleiben also nur die Möglichkeiten ferromagnetischer Beimengungen in den Ziegeln oder Reste abgebrannter Feuerwerksraketen.

Durch den Wind herangetragene Metalle schließe ich ebenfalls aus, da sich in Rufweite keinerlei metallverarbeitenden Betriebe befinden.

Jedenfalls bleibe ich an dem Thema dran und werde bei der nächsten Reinigung (in einigen Wochen) die aufgesammelten magnetischen Krümel in Salzsäure auflösen, um sehen zu können, welche Metallstückchen enthalten sind.

Ich hoffe, mit diesem thematischen Ausflug das eigentliche Thema des Threads nicht zu sehr verwässert zu haben.

Herzliche Grüße
Gerhard
- ZEISS Universal (Pol, Phako, DIK, Fluoreszenz)
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Carsten Wieczorrek

Hallo Gerhard,
ZitatRufweite keinerlei metallverarbeitenden Betriebe befinden

Da reicht ein Asche-Sportplatz in 200m Entfernung dicke aus.
Carsten
Für's grobe : GSZ 1
Zum Durchsehen : Amplival Hellfeld, Dunkelfeld, INKO, Phasenkontrast
Zum Draufsehen : Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Polarisieren : Amplival Pol u Auf-/Durchlicht
Für psychedelische Farben : Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : Epival Interphako

Gerd Schmahl

Hallo,
das Buch von LARSEN heißt nicht umsonst: "Die Jagt nach dem Sternenstaub". Die in Frage kommende Fraktion, die man nach dem Sieben durchsuchen muss (kleiner 0,4mm mit Maximum an Meteoriten bei 0,2mm) ist in der Tat Staub und das trifft natürlich auch für die vielen irdischen Fake-Meteoriten zu. Deshalb landet dergleichen auch auf hohen Dächern. Eine Hilfestellung bei der Unterscheidung ist: Wenn mehrere ähnliche Objekte in einer Probe sind, sind sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit irdisch. Das trifft ja auch auf Gerhards Krümel zu.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

newbieDoof

Hallo Gerhard

Zitat... die aufgesammelten magnetischen Krümel in Salzsäure auflösen, um sehen zu können, welche Metallstückchen enthalten sind.
Verstehe ich nicht ganz. Metallstückchen? Salzsäure löst auch Metalle wie Eisen, Nickel etc auf.

Gruß
- Matthias :)
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