Hallo in die Runde,
würde gerne für eine Publikation Mikrofotos verwenden, aber auf den Bildern sind störende Artefakte zu erkennen. Besonders schlimm: Ich kann die Schmutzpartikel nicht lokalisieren. Zunächst ein paar Bilder, damit ihr im Bilde seid:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52493_47879060.jpg)
Leuchtfeldblende auf Minimalstellung
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52493_16884422.jpg)
Leuchtfeldblende ca. zur Hälfte offen
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/52493_21172686.jpg)
Leuchtefeldblende fast ganz offen
Habe ein Standard 20 (Pyramiden-Bauform, fester Kondensor). Was ich schon versucht habe: Beim drehen des Fototubus mit der Kameraadaption bewegen sich die Artefakte nicht mit. Lockere ich den Trinotubus über die seitliche Innensechskantschraube und drehe das Ganze, bewegen sich die Artefakte ebenfalls nicht mit. Die Artefakte sind sowohl mit dem 10x- als auch mit dem 25x-Objektiv sichtbar - hatte zunächst vermutet, die Objektive seien verschmutzt.
Jetzt bin ich erst einmal ratlos, wie ich weiterverfahren soll. Bin für jeden Tipp dankbar.
MfG Andreas Kunze
Hallo!
Also muss, wenn ich so kurz vor dem Zubettgehen noch klar denken kann, die Quelle des Übels in der Adaption liegen ( also im Bereich Okular ( oder Projektiv ) / Kamera ).
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Andreas,
puste mal mit einer Klistierspritze (also so ein Gummiball mit "Düse") durch den Tubus (Tubus abnehmen, Okulare raus, Tubus mit den Okularstutzen nach unten halten und ein paarmal kräftig durchpusten, durch beide Stutzen). Hat bei mir schon "Wunder" bewirkt...
Herzlich
Martin
Hallo Peter,
wenn es an der Adaption läge, müssten dann nicht die Artefakte mitdrehen?
Gruß, Andreas
Hallo Martin,
Dein Workaround liest sich gut.
Wo bestellt man solches Zubehör am besten?
Durchpusten mit Atem ist wg. der Feuchtigkeit ungeeignet?
Gruß, Andreas
Hallo Andreas,
das könnten auch Partikel auf dem Kamerasensor sein, die drehen sich auch nicht mit.
Es könnte auch auf/in dem Okular sein, auf dem der Fotoadapter sitzt.
Am Objektiv wird es nicht liegen, aber das könntest du ja rausfinden, indem du es etwas losdrehst und dabei beobachtest.
So wie das aussieht, kann das aber nur im Lukenbereich sein wie z.B. auch auf der Leuchtfeldblende.
Viele Grüße
Bernd
Zitat von: AK_CCM in Dezember 07, 2010, 23:31:41 NACHMITTAGS
Wo bestellt man solches Zubehör am besten?
Durchpusten mit Atem ist wg. der Feuchtigkeit ungeeignet?
Gruß, Andreas
Hallo Andreas,
das brauchst Du nicht bestellen, das bekommst Du in jeder Apotheke für ein paar Euro. "Mit Atem" ist dringend abzuraten, die Speicheltröpfchen werden riesengroß und nur schwer zu beseitigen! Es gibt sogar extra teure Püster, die wie Staubsauger nicht wieder das bereits Eingesaugte wieder ausspucken. Die gibts aber nur im speziellen Fotohandel.
Grüße,
Martin
Nachtrag: ich vermute mal, daß die schwarzen Störenfriede im Tubus liegen und die hellen Flecken von einer schmutzigen Kondensorlinse herrühren.
Hallo Martin,
Zitat von: Nomarski in Dezember 07, 2010, 23:35:24 NACHMITTAGS
das könnten auch Partikel auf dem Kamerasensor sein, die drehen sich auch nicht mit.
das kann ich zum Glück ausschließen: Wenn ich mit der Kamera normale Bilder schieße, sind keine Artefakte zu erkennen. Außerdem wüsste ich nicht, wie bei meiner Kompakten Staubpartikel auf den Sensor kommen könnten.
ZitatEs könnte auch auf/in dem Okular sein, auf dem der Fotoadapter sitzt.
Hatte ich auch schon vermutet und das Okular deshalb gereinigt.
ZitatAm Objektiv wird es nicht liegen, aber das könntest du ja rausfinden, indem du es etwas losdrehst und dabei beobachtest.
Gerade gemacht: Es dreht sich nichts mit.
ZitatSo wie das aussieht, kann das aber nur im Lukenbereich sein wie z.B. auch auf der Leuchtfeldblende.
Die Scheibe über der Leuchtfeldblende, auf die ein Farbfilter gelegt werden kann, habe ich gereinigt. Aber darunter scheint nochmals eine Scheibe oder Linse zu liegen, auf der sich Schmutzpartikel befinden. Und/ oder auf der Unterseite der oberen Scheibe.
Gruß, Andreas
Hallo Andreas,
Zitatdas kann ich zum Glück ausschließen: Wenn ich mit der Kamera normale Bilder schieße, sind keine Artefakte zu erkennen. Außerdem wüsste ich nicht, wie bei meiner Kompakten Staubpartikel auf den Sensor kommen könnten.
Das konnte ich nicht ersehen, bei der DSLR kann das aber schnell passieren. Und selbst bei normalen Aufnahmen merkt man das dann nicht, weil andere optische Verhältnisse herrschen.
ZitatDie Scheibe über der Leuchtfeldblende, auf die ein Farbfilter gelegt werden kann, habe ich gereinigt. Aber darunter scheint nochmals eine Scheibe oder Linse zu liegen, auf der sich Schmutzpartikel. Und/ oder auf der Unterseite der oberen Scheibe.
Dann wirst du eben mal alle Linsen im Strahlengang durchforsten müssen.
Aber um festzustellen, on das überhaupt aus dem Beleuchtungsstrahlengang kommt, kannst du den Kondensor mal abnehmen und ggf. über einen Spiegel von extern beleuchten. Sind die Elefanten dann immer noch zu sehen?
Und siehst du sie nur mit der Kamera oder auch über die Okulare?
Viele Grüße
Bernd
Hallo Andreas
natürlich will ich Dich nicht davon abhalten alles so sauber wie möglich zu bekommen. Mir ist das nie 100% gelungen. Deshalb möchte ich Dir noch einen anderen Tipp geben:
Gewöhn Dir an VOR der Aufnahme(serie) ein Foto neben das Deckglas zu machen. (Hinterher geht natürlich auch, vergisst man aber gelegentlich ;)) . Dieses Bild das nur den Dreck zeigt, ziehst Du am Ende als Flatfieldkorrektur mit Picolay ab. Das geht sehr einfach:
www.picolay.de
Wichtig ist aber bei geänderten Aufnahmeparametern wieder ein neues Flatfield aufzunehmen. Sonst gelingt die Korrektur nicht so gut. Du kannst beliebig grosse Stapel mit einem einzigen Flatfield korrigieren, das Programm rödelt eine Weile rum und speichert dann in Deinen Ausgangsordner automatisch picobello saubere Bilder. Es ist eine wahre Freude!! ;) ;)
Viele Mikrogrüsse
Bernhard
Zitat
das kann ich zum Glück ausschließen: Wenn ich mit der Kamera normale Bilder schieße, sind keine Artefakte zu erkennen. Außerdem wüsste ich nicht, wie bei meiner Kompakten Staubpartikel auf den Sensor kommen könnten.
Hallo,
der Staub muss sich nicht auf dem Sensor befinden, sondern kann auch irgendwo im Objektivraum sein. Die bildseitige Schärfentiefe ist beim Mikroskop derart groß, dass diese Verunreinigungen, die beim "normalen" Gebrauch der Kamera nicht erkennbar sind, hier gnadenlos ins Bild kommen. Wenn du nur die Kamera drehst und diese Störartefakte dann immer noch an der gleichen Stelle im Bild auftauchen, dann musst du von einer Ursache in dieser Richtung ausgehen.
viele Grüße
Christian
Hallo Andreas,
ich hätte auch auf den Kamera-Sensor getippt.
In so einem Fall mache ich ein Bild bei einer, soweit wie möglich, geschlossenen Blende in den freien Himmel.
Das Objektiv am besten auf manuellen Fokus stellen und die Entfernung auf den kleinsten möglichen Wert, damit verhinderst Du, dass mögliche Objekte im Himmel auf dem Sensor abgebildet werden.
Also genau das umgekehrte was man bei einem normalen Bild machen würde. Objekte unscharf, Staub scharf. ;)
Mit diesem Verfahren, solltest Du zumindest annähernd die gleichen Staubpartikel wiederfinden.
Viele Grüße
Roland
Hallo,
ZitatWas ich schon versucht habe: Beim drehen des Fototubus mit der Kameraadaption bewegen sich die Artefakte nicht mit. Lockere ich den Trinotubus über die seitliche Innensechskantschraube und drehe das Ganze, bewegen sich die Artefakte ebenfalls nicht mit.
Dann kann es nur das Okular oder der Kamerachip sein, denn das ist das einzige, was du in Bezug zum Kamerachip noch nicht verdreht hast bzw. im Falle des Kamerachips gar nicht verdrehen kannst.
Wenn du den Kamerachip ausschliessen kannst würde ich das Okular mal richtig reinigen. Die Reinigung der äusseren Linsenflächen genügt nicht. Insbesondere die innere Fläche der tubusseitigen Okularlinse ist ganz in der Nähe des Zwischenbilds, sodass man den Dreck hierrauf extrem sieht. Dazu musst du diese Okularlinse herausschrauben (gleiche Vorgehensweise wie wenn man ein Okularmikrometer, das ja in der Zwischenbildebene angebracht ist montiert).
Die Verunreinigung an dieser Stelle im Okular müsstest du auch sehen. Wenn du beim 40 er Objektiv die Blenden zuziehst, durch dieses Okular blickst und das Okular drehst müssten sie sich mitdrehen. Ein Okular ist erst dann sauber wenn man bei diesem Test keinen mitdrehenden Dreck mehr sieht und nicht schon, weil man es gereinigt hat.
viel Glück
Wilfried
Hallo Andreas,
ZitatWas ich schon versucht habe: Beim drehen des Fototubus mit der Kameraadaption bewegen sich die Artefakte nicht mit. Lockere ich den Trinotubus über die seitliche Innensechskantschraube und drehe das Ganze, bewegen
sich die Artefakte ebenfalls nicht mit.
so schnell kann eine vermeintlich klare Aussage falsch verstanden werden! Christian liegt m.E. richtig! Der Dreck liegt im Kamera-Strahlengang. Lass doch bitte mal Metadaten rüberwachsen (ich hasse Bilder ohne Metadaten!!!). Solche Fussel im Strahlengang leisten sich u.a. Marken wie Fuji, Panasonic, Leica, und viele "no name" Kompakte wie Kompakte von Aldi und Konsorten (u.v.a.m.). Dass das da ein Fussel ist, der zudem recht nahe am Bild-Chip (CCD oder C-Mos) liegt, glaube ich, an seiner Bildschärfe erkennen zu können. Auf dem "harten" Bild erkenne ich auch einige stationäre Trockenflecken die sich direkt über dem Chip, also auf dem IR-Sperrfilter befinden. Wahrscheinlich haftet der Fussel und die dickeren +/- scharf abgebildeten Partikel irgendwo auf einer der Linsenoberflächen mitten im Objektiv. Ich hab bei einer Canon S70 mal ein "dickes" Korn von einer Linse entfernt, indem ich an der richtigen Stelle ein 1,5mm dickes Loch von aussen ins Objektivrohr gebohrt hab.... Wo genau sich welcher Dreck befindet, kann man durch folgende Methode rausfinden: auf die oberste Linsenoberfläche klebt man einen sehr schmalen Streifen von schlecht reissendem Tesa-Film (der sich dort spurenfrei !! abziehen lassen sollte). Der Streifen wird mit einem Filzstift farbig markiert. Nun werden alle Diffusoren (und Filter) im Mikroskopstrahlengang entfernt, die Kondensorblende zugezogen (kleines Loch) und zwischen Beleuchtung und Kondensor eine Lochmaske (1-3mm Bohrung) eingesetzt. Diese Bohrung wird leicht exzentrisch eingesetzt. Dann werden zwei Aufnahmen gemacht (Digicam möglichst am Trinotubus). Die Bohrung lässt nun das Licht einmal von links und beim nächsten Bild einmal von rechts passieren. Die beiden Bilder sind "gewöhnliche" Halbbilder eines 3D-Bildes und können ausgewertet werden. Dabei sind die "Eckpunkte" der Tesa-Streifen und der IR-Sperrfilter der sich bei den meisten Kompakten direkt über der CCD befindet. Und irgendwo dazwischen - sauber auf der Z-Achse aufgereiht und gut sichtbar - befinden sich die Dreckpartikel, Fusseln, Kratzer oder Fingerabdrücke.. Noch ein Wort zu den beiden Halbbildern: es gibt eine Software mittels derer man sehr schnell, sehr gute 3D-Bilder kriegt: die Freeware "Stereophotomaker" (SPM) ist auf der Homepage von "Muttyan" zu downloaden. Zur Auswertung der Bilder braucht man dann nur noch eine Anaglyphenbrille (z.B.:Rot/Cyan). Tja, dann wünsche ich mal viel Glück dass keine Operation der Kamera-Optik nötig ist.
Will noch anmerken, dass der Ratschlag von Martin natürlich sehr sinnvoll ist. Viele grobe Partikel, mit oft dunklen Schatten im Bild, verschwinden so. Als Blasbalg eignen sich z.B. leere Plastikflaschen (Shampoo, usw..) in deren Deckel/Stopfen man ein biegbares Rohr einfügt..
Ciao,
Guy
Zitat von: Guy Marson in Dezember 09, 2010, 09:57:58 VORMITTAG
e.. Noch ein Wort zu den beiden Halbbildern: es gibt eine Software mittels derer man sehr schnell, sehr gute 3D-Bilder kriegt: die Freeware "Stereophotomaker" (SPM) ist auf der Homepage von "Muttyan" zu downloaden. Zur Auswertung der Bilder braucht man dann nur noch eine Anaglyphenbrille (z.B.:Rot/Cyan).
...oder bei Obi...äh... www.picolay.de
Viele Grüsse
Bernhard
Hallo Bernd,
Also ich hatte da eher an die bei normalen 3D-Bildern nicht zu übertreffende "Autojustage" vom SPM gedacht. Allerdings gibt es damit ein Problem, wenn die Bilder nicht ausreichend kontrastreich sind - wie eben bei solchen Hellfeld-Durchlicht-Bildern mit nur etwas Staub und Dreck...
Dreidimensionale Mikrogrüsse,
Guy
Hallo zusammen,
mal ´ne schlaumeierische Anmerkung zu Thema Staub.
Während des Studiums in Berlin hatten wir dort einen Dozenten für Fotografie, der Folgendes postulierte:
"Blasen sie nie Staub weg! Der ist dann nämlich nicht weg sondern nur wo anders."
Er hat recht.
Man könnte, Murphies Gesetz folgend, noch ergänzen: Meist ist er an einer Stelle wo er :
- noch mehr stört und/oder
- noch schlechter zu beseitigen ist und
- jederzeit wieder an die alte Störstelle zurückkehren kann.
In solchem Fall benutze ich einen Trinkhalm und sauge den Dreck weg; gestorben bin ich bisher nicht daran. ;D
Mit staubarmen Grüßen
Herbert
p.s.: Wie beseitigt man eigentlich Staub vom Sensor einer SLR? Meine eben gelobte Methode klaptioniert da nämlich nur eingeschränkt. ;)
Hallo,
ZitatWährend des Studiums in Berlin hatten wir dort einen Dozenten für Fotografie, der Folgendes postulierte:
"Blasen sie nie Staub weg! Der ist dann nämlich nicht weg sondern nur wo anders."
Er hat recht.
Man könnte, Murphies Gesetz folgend, noch ergänzen: Meist ist er an einer Stelle wo er :
- noch mehr stört und/oder
- noch schlechter zu beseitigen ist und
- jederzeit wieder an die alte Störstelle zurückkehren kann.
In solchem Fall benutze ich einen Trinkhalm und sauge den Dreck weg; gestorben bin ich bisher nicht daran.
Noch einfacher geht es mit einem dünnen Schlauch am Staubsauger. Dann man gleichzeitig auch noch gezielt mit dem Blasebalg pusten.
Aber eigentlich müsste man auch dies in einem Reinraum machen, da sie isolierende Glasflächen bei starker Luftströmung aufladen können und den Dreck elektrostatisch in der nächsten Sekunde anziehen. In der Chipproduktion wird daher selbst im Reinraum die Reinstluft, mit der man pustet, ionisiert.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo´le,
Herbert und Wilfried haben recht, Saugen ist besser als Blasen, und Saugen plus Blasen ist traumhaft %-)). Bei Martins Anmerkung hab ich vorgestellt wie ich das immer mache: den Olympus-Trinokopf abnehmen, Deckel abschrauben und Prismen (usw) ausblasen.. Mit ausreichend Luftdruck fliegen m.E. die Fusseln nicht bloss in die nächste Ecke, sondern, dem Luftstrom folgend, weg vom T.-Tubus.
Ich wäre immer noch interessiert zu erfahren welche Kamera das ist, oder hab ich einen entsprechenden Hinweis übersehen? Und ob Andreas´ grosser Fussel bei den Bildern immer an der gleichen Stelle im Bild verbleibt oder durch rein-/rauszoomen seine Lage verändert. Oder hat diese Digicam keinen Zoom resp, ist das so eine 4/3-Knipse mit abgenommener Optik und ausschliesslich mit Projektiv an´s Mik. angepasst.. ?
Ciao,
Guy
Hallo!
Ich persönlich würde hier den bewährten Saugblaser "Heinzelmann" empfehlen.....
http://www.youtube.com/watch?v=aksjhtIhfqg
Herzliche Grüße
Peter
Danke Peter! ;D
Jetzt wieder zurück zum Thema :D
Hat schon jemand sowas ausprobiert?
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=330498333565
(wild rausgegriffenes Beispiel, es gibt zahllose Anbieter)
Grüße,
Martin
Hallo Martin,
ja, vor ein paar Jahren wurde mir so etwas ähnliches mal als Spezialreinigungsgerät für optische Bauteile angedr ... äh verkauft. >:(
Man könnte es mit Shakespeare fassen : Much adoo about nothing. ;) Neben unverhältnismäßigem Lärm war kein dauerhafter Nutzeffekt zu beobachten. Ob´s bei diesem Wunderwerk ebenso so ist, kann nur die Obduktion zeigen. :D
Auch hier gilt also: Versuch macht kluch! ;D
Mit freundlichem Gruß
Herbert
Hallo!
Ich weiss nicht, ob der ursprügliche Fragesteller sind bereits "ausgeklinkt" hat. Aber: Wissen wir denn nun, wo der Staub lokalisiert ist?
@ AK_CCM : Vielleicht habe ich es ja überlesen, aber ich finde nirgendwo eine Beschreibung, was Du genau wie an was adaptiert hast. Es scheint ja eine DSLR zu sein. Wie sieht die Adaption aus? "Ofenrohradaption" ohne Optik oder mit Okular / Projektiv?
Ich bin grade etwas erstaunt, wie die diversen "Gesäuge" in die Diskusssion kommen. Was sollte man damit absaugen wollen???
Ich kenne diese kleinen "Minisauger" nicht aus eigener Erfahrung, aber schon der GMV ( = geunder Menschenverstand ) läßt sie mich gefühlsmäßig einordnen unter "Dinge, die die Welt nicht braucht" und die typischerweise über den Pearl Versand, die hinteren Seiten der ADAC-Zeitung oder im TV-Shop vertrieben werden ;)
Was tatsächlich funktioniert, sind die Adapter mit Verlängerungsschlauch und Minidüse für den normalen Staubnsauger, da sie einen ausreichende Sog erzeugen. Damit kann man sicherlich gut eine Platine absaugen oder sonstigen Grobschmutz entfernen ( ich habe so ein Teil hier ). Dass man damit aber den letzten Partikel von einer Glasoberfläche entfernen kann, halte ich für unwahrscheinlich. Hier hilft in der Tat eher Druckluft, deren Anwendung aber nicht "Ohne" ist. Ich verwende dazu einen kleinen Kompressor, der sich aber sicher nicht in jedem Haushalt befindet. Also greift man zur Flasche. Aber Vorsicht: Die Druckluft ist keineswegs Druckluft, sondern irgendein anderes mehr oder weniger inertes Gas. Leider ist dieses Gas ( wir erinnern uns an die Physikstunden ) beim Austritt aus der Flasche meist sehr kalt und führt auf der Glasoberfläche zu einem kurzzeitigen Feuchtigkeitsfilm, der beim Abrtrocknen üble Flecke hinterläßt. Davon rate ich immer ab, wobei ich weiss, dass es Leute gibt, die damit gut umgehen können und mit dem "Druck aus der Flasche" zurecht kommen.
Da es aber letztlich sogar um den Sensor ging: Und Gottes Willen nicht mit irgendwelchen Ministaubsauerpinseln daran herumfummeln!!! Never ever! Dafür gibt es spezielle "Sensor Swabs", wobei es sein könnte, dass man dabei dennoch mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Bevor ich an den Sensor gehe, würde ich mich mal in einem kompetenten Fotoforum kundig machen oder den Rat von Leuten hier im Forum erbitten, die das schon einmal gemacht haben. Wir haben ja einige "Profifotografen" unter uns.
Herzliche Grüße
Peter
@Peter: Herrlicher Loriot, lange nicht mehr gesehen! LOL !!
Zum Thema: Wenn Herr Kunze uns den Kameratyp mitteilt sinniere ich weiter.
Staubfreie Grüsse,
Guy
Hallo in die Runde,
bitte entschuldigt die Funkstille: Bin am Wochenende leider nicht dazu gekommen, mich mit dem Mikroskop zu beschäftigen.
Vorerst einmal ein Foto der Mikroskopieranlage bestehend aus dem Zeiss Standard 20 und der Olympus C-5060 Wide Zoom. Der Messing-Adapter verdeckt das Okular, das im Fototubus steckt.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/53102_13901162.jpg)
Ich melde mich zur "Aktion Saubermann" zurück, sobald ich etwas Luft habe.
Gruß, Andreas
Hallo in die Runde,
zunächst wünsche ich allseits eine geruhsame state Zeit.
Bin zwar durch eine Erkältung noch etwas neben der Spur, aber habe gerade in der Apotheke reines Wundbenzin und Papiertücker zum Reinigen von Objektiven mitgenommen. Augenwatte ist bestellt und kann ich am Montag abholen - dann nehme ich auch eine Gummipuste mit, die habe ich jetzt vor lauter Erkältungsbäder vergessen. Ansonsten habe ich noch eine Packung Wattestäbchen (reine Watte an ca. 20 cm langen Holzstäbchen) parat liegen und natürlich dest. Wasser sowie Spüli.
Nach den bisherigen Beiträgen zu urteilen, ist von einer Verunreinigung des Okulars an der Kameraadaption auszugehen. Soll ich die Linsen erst mit Spüli-Wasser-Lösung reinigen und danach mit Wundbenzin? Soweit ich weiß mit spiralförmigen Bewegungen von der Mitte nach außen?Nach dem Reiniges des Okulars säubere ich gleich noch die Objektivlinse der Kamera mit.
Achja: Nochmals zur Kamera und weshalb ich nicht glaube, dass es an ihr liegt. Dieselbe Kamera hatte ich bereits vor den Erwerb eines Trinotubus via Stativ vor ein Okular des Binotubus gestellt und Aufnahmen gemacht: Die waren astrein ohne jegliches "Schneegestöber".
Gruß, Andreas
Hallo Andreas,
auf der Zeiss-Webseite findest du eine Anleitung dazu, wie man´s macht.
Das ganze heißt "Das saubere Mikroskop" und beschreibt die Erfordernisse und die Vorgehensweise bei der Reinigung optischer Flächen für den Amateur.
Mit freundlichem Gruß
Herbert
Guten Morgen Herbert,
danke für den Link-Tipp - habe das PDF-Dokument gleich auf meine Festplatte gespeichert und gelesen.
Gruß, Andreas
Hallo zusammen,
wollte gerade den Kondensor säubern und hierzu den Kreuztisch lösen.
Habe schon die beiden Innensechskantschrauben gelöst, aber ohne Erfolg.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54121_42818948.jpg)
Hier noch eine Totale von der Unterseite des Kreuztischs:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54121_10746414.jpg)
Wer weiß Rat?
Gruß, Andreas
Hallo!
Ich kann Dir nicht konkret helfen, aber eine kleine Warnung aussprechen: Bevor Du etwas verbastelst - bist Du Dir sicher, dass es Deine mechanischen Fähigkeiten nicht übersteigt? Der Kondensor gerade des Standard 20 ist vom Werk aus fest eingestellt und nicht dafür vorgesehen, an ihm herumzuschrauben. Ich würde die Fingen davonlassen.
Zumal Deine Artefakte ganz sichernicht vom Kondensor herrühren. Ich sehe keinen Grund, den zu reinigen. Wir haben doch schon fetgestellt, dass Dein Problem sicher oberhalb der Objektive lokalisiert ist.
Ich will ja nicht bevormundend erscheinen, aber meinst Du nicht, dass Du mit Deinem Problem lieber mal bei jemandem vorstellig werden solltest, der etwas mehr Erfahrung in solchen Dingen hat? Der könnte dann evtl. auch mal eine andere Kamera an Deine Adaption halten. Mir kommt das Ganze vor wie ein ziemliches Gestochere im Nebel, das so möglicherweise kein gutes Ende nimmt. Nichts für ungut.....will Dich nur vor Schaden bewahren.
( auch aus eigenen Erfahrungen ;) )
Herzliche Grüße
Peter
Hallo
Ich kann mich der Meinung von Peter nur voll und ganz anschließen.
Ein versierter Feinmechaniker wird bei einem opto-mechanischen Teil niemals
irgeneine Schraube lösen, wenn er nicht hundertprozentig den gesamten Aufbau der
Konstruktion kennt.
Man muss ganz genu wissen ( nicht vermuten!) welche Schrauben der Befestigung eines
Teiles dienen und welche für Justagen sind.
Ich kenne aus der Astronomie Fälle bei denen einfach mal so aus "versehen" ein Okular
auseinandergeschraubt wurde um mit einem Edding die Kanten zu schwärzen, damit beim
Beobachten kein seitliches Streulicht reinfält.
Nach dem Zusammenbau hat der Kollege festgestellt, dass der ganze Himmel voller
Kometen war.
Es gab hier einen Fall, wo jemand den Okularrevolver zerlegt hat..... da waren so kleine
Kugeln drin.... :D :D :D
viele wohlmeinende Güße
Horst-Dieter
Hallo Peter,
zunächst einmal vielen Dank für Deine warnenden Worte, die ich sicher nicht als bevormundend o.ä. verstanden habe.
Zitat von: Peter V. in Dezember 25, 2010, 08:40:57 VORMITTAG
bist Du Dir sicher, dass es Deine mechanischen Fähigkeiten nicht übersteigt?
100%ig sicher nicht - das wäre sonst gelogen.
ZitatDer Kondensor gerade des Standard 20 ist vom Werk aus fest eingestellt und nicht dafür vorgesehen, an ihm herumzuschrauben.
Ich schrieb bereits in meinem Initial-Posting, dass der Kondensor beim Standard 20 fest angebracht ist - insofern also keine Überraschung. Der Kondensor wird über 3 M-Schrauben fixiert und war problemlos zu lösen. Einzig wegen des besseren Handlings wäre es mir lieber gewesen, den Kreuztisch mitsamt dem Kondensor zu demontieren. Aber jener wird zusätzlich durch eine zentrale Innensechskantschraube (oder Niete?) von oben fixiert - sollte es sich um eine Schraube handeln, fehlt mir dafür das nötige Feinmechanikerwerkzeug.
Wie auch immer: Durch die Öffnung für den Schieber mit der Phasenkontrast-Ringblende hatte sich Staub angelagert, den ich jetzt entfernen konnte. Das war wahrscheinlich auf eine Fehlbedienung meinerseits zurückzuführen, denn fürs Mikroskopieren ohne Phasenkontrast hatte ich bis dato den Schieber stets entfernt und auf den Tisch gelegt. Hätte ich den Schieber dagegen nur ein Stück weit herausgezogen, bis die Ringblende aus dem Blickfeld verschwunden ist, wäre die Öffnung verschlossen und somit staubgeschützt geblieben...
ZitatZumal Deine Artefakte ganz sichernicht vom Kondensor herrühren.
Stimmt. Auch an der Linse der Leuchtfeldblende im Fuß des Stativs hat es nicht gelegen.
ZitatWir haben doch schon fetgestellt, dass Dein Problem sicher oberhalb der Objektive lokalisiert ist.
Die hellen Sprenkel bzw. das "Schneegestöber" werden bzw. wird tatsächlich durch die Kamera verursacht - wollte es nicht glauben. Aber nachdem ich die Frontlinse gesäubert und nur die Kamera am Adapter gedreht hatte, drehten sich die Artefakte mit. Demnach ist der Schmutz im Inneren der Kamera zu suchen. Jetzt stellt sich die Frage, wieviel eine Reinigung der Linsen und des Sensors kostet...
Versuche montags noch sämtliche Okulare zu reinigen, sobald ich Augenwatte vorrätig habe. Dann sollte ich zumindest die dunklen Sprenkel los werden - die drehen sich mit, wenn die Okulare gedreht werden.
Gruß, Andreas
Hallo Andreas,
du wolltest wohl den Tisch abschrauben, um den Kondensor für die Reinigung abschrauben zu können.
Zwei Schrauben hast du schon gelöst, aber der Tisch ist noch fest. Weil er noch durch eine oder zwei weitere Schrauben gehalten wird, die vermutlich von der Oberseite zugänglich sind.
Den Kondensor nun soweit zu demontieren, daß die Fussel oder was sich dort abgelagert hat, zu entfernen, wird sicherlich kein Hexenwerk sein. Es werden die 3 Schlitzschrauben sein, die den Kondensor zusammenhalten.
Aber alles was demontiert wurde, muß auch wieder richtig montiert werden. Und dabei wird sich eben oftmals schwergetan.
Also entscheide du, ob Selbermachen oder zum Händler tragen.
Viele Grüße
Bernd
Egal was zum Schluß bei der Geschichte herauskommt, Sie haben ein paar Dinge gelernt.
Aber zur Sicherheit. Sie schreiben, Zitat "Die hellen Sprenkel bzw. das "Schneegestöber" werden bzw. wird tatsächlich durch die Kamera verursacht - wollte es nicht glauben. Aber nachdem ich die Frontlinse gesäubert und nur die Kamera am Adapter gedreht hatte, drehten sich die Artefakte mit. Demnach ist der Schmutz im Inneren der Kamera zu suchen. Jetzt stellt sich die Frage, wieviel eine Reinigung der Linsen und des Sensors kostet...Zitatende
Das ist so nicht richtig. Wenn Sie die Kamera relativ zum Mikroskop drehen und die unscharf abgebildeten Partien drehen sich mit, d.h. bewegen sich über den Bildschirm, dann haben Sie den Test durchgeführt, der die Kamera als Ursache ausschließt.
Sie sollten den Hinweis von Normarski ernst nehmen, Zerlegen ist simpel, die andere Richtung zählt.
Ich würde in diesem Zusammenhang nicht von Artefakten schreiben, es sind reale Gebilde, die diese Störungen verursachen.
Werner Jülich
Guten Tag Herr Jülich,
Zitat von: Werner Jülich in Dezember 25, 2010, 11:14:43 VORMITTAGEgal was zum Schluß bei der Geschichte herauskommt, Sie haben ein paar Dinge gelernt.
Für mich ist das keine Geschichte sondern Realität: Mit meiner Mikroskopieranlage kann ich derzeit keine sauberen Mikrofotos anfertigen. Mit einem haben Sie aber recht: Ich habe ein paar Dinge gelernt.
ZitatWenn Sie die Kamera relativ zum Mikroskop drehen und die unscharf abgebildeten Partien drehen sich mit, d.h. bewegen sich über den Bildschirm, dann haben Sie den Test durchgeführt, der die Kamera als Ursache ausschließt.
Ich schrieb, dass sich die Artefakte mitgedreht haben, d.h. die Position der hellen Sprenkel auf dem Bildschirm und auf den Fotoaufnahmen blieb trotz der Drehung gleich. Deshalb folgerte ich, dass die Kamera die Ursache sein müsse. Oder liege ich damit falsch? Danke übrigens für den Hinweis, dass "Artefakt" der falsche Begriff für die hellen Sprenkel ist.
ZitatSie sollten den Hinweis von Normarski ernst nehmen, Zerlegen ist simpel, die andere Richtung zählt.
Bernds Tipps - vielen Dank an dieser Stelle - habe ich ernst genommen: In seinem ersten Beitrag hier in der Diskussion hatte er u.a. die Leuchtfeldblende im Visier: Das war das erste, was ich gereinigt hatte. Und Bernds heutiger Beitrag fasst nach meinem Verständnis "nur" das zusammen, was ich schon geschrieben hatte.
Mit freundlichem Gruß
Andreas Kunze
Hallo!
Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn sich bzgl. der Lage zum Kameraausschnitt eine Struktur bei Drehung an der Stelle x nicht mitbewegt, liegt die Störung oberhalb dieser "Drehstelle", wenn sie sich mitbewegt, unterhalb.
Herzliche Grüße
Peter
Vom Schreiben gehen die Artefakte leider auch nicht weg.
Und was hast du denn bei der Leuchtfeldblende gereinigt? Nur das Glas am Lichtaustritt oder ggf. auch den Spiegel darunter? Was sich dort absetzt, ist nämlich auch auf den Fotos und beim Beobachten zu sehen, wenn der Kondensor in der entsprechenden Höhe (Köhlerstellung) ist. Nun sehe ich aber auch nebenbei daß sich der Kondensor an diesem Gerät gar nicht in der Höhe verstellen läßt, da dieser mit dem Tisch fest verschraubt ist.
Sonst könnte man auf die Art nämlich prüfen, ob der Dreck wirklich dort sitzt.
Manchmal kann es allerdings auch hilfreich sein, daß man sich die gereinigten Flächen nochmal mit der Lupe oder besser unter dem Stereo-Mikroskope anschaut. Artefakte, die durch kleine Kratzerchen in der Oberfläche kommen, lassen sich in der Regel nicht wegputzen.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Peter,
Zitat von: Peter V. in Dezember 25, 2010, 12:11:38 NACHMITTAGSEs ist eigentlich ganz einfach: Wenn sich eine bzgl. der Lage zum Kameraausschnitt eine Struktur bei Drehung an der Stelle x nicht mitbewegt, liegt die Störung oberhalb dieser "Drehstelle", wenn sie sich mitbewegt, unterhalb.
besten Dank - jetzt hab' ich's definitiv kapiert.
Gruß, Andreas
Hallo Bernd,
Zitat von: Nomarski in Dezember 25, 2010, 12:14:37 NACHMITTAGSVom Schreiben gehen die Artefakte leider auch nicht weg.
Du hast natürlich recht, wenngleich ich Deine Anspielung nicht nachvollziehen kann, da ich nach dem Link-Tipp zur Zeiss-Broschüre zuerst gereinigt und dann hier geschrieben habe.
ZitatUnd was hast du denn bei der Leuchtfeldblende gereinigt? Nur das Glas am Lichtaustritt oder ggf. auch den Spiegel darunter?
Zuerst habe ich das Glas vorsichtig rausgehebelt. Dann habe ich die darunter befindliche, gewölbte Linse (?) geputzt. Anschließend wurde das Glas beidseitig gesäubert und wieder eingesetzt. Einen Spiegel habe ich nicht wahrgenommen. Wie komme ich da am besten hin?
ZitatWas sich dort absetzt, ist nämlich auch auf den Fotos und beim Beobachten zu sehen, wenn der Kondensor in der entsprechenden Höhe (Köhlerstellung) ist. Nun sehe ich aber auch nebenbei daß sich der Kondensor an diesem Gerät gar nicht in der Höhe verstellen läßt, da dieser mit dem Tisch fest verschraubt ist.
Sonst könnte man auf die Art nämlich prüfen, ob der Dreck wirklich dort sitzt.
Wirklich schade, dass der Kondensor am Kreuztisch festgeschraubt ist.
ZitatManchmal kann es allerdings auch hilfreich sein, daß man sich die gereinigten Flächen nochmal mit der Lupe oder besser unter dem Stereo-Mikroskope anschaut. Artefakte, die durch kleine Kratzerchen in der Oberfläche kommen, lassen sich in der Regel nicht wegputzen.
Habe (noch) keine Stereolupe. Aber eine 10x-Lupe besitze ich.
Noch eine Frage zur Reinigung der Okulare: Wie schafft man es, die Linsen mit den Wattestäbchen flusenfrei zu reinigen? Ich habe schon beinahe entnervt aufgegeben. Bin für jeden Tipp dankbar.
Viele Grüße
Andreas
Hallo!
ZitatNoch eine Frage zur Reinigung der Okulare: Wie schafft man es, die Linsen mit den Wattestäbchen flusenfrei zu reinigen? Ich habe schon beinahe entnervt aufgegeben. Bin für jeden Tipp dankbar.
Gar nicht. Dazu benötigt man letztlich Druckluft.
Ich weiss nicht, ob Du schon mal mitgeteilt hast, wo Dein Wohnort ist. Vielleicht findet sich ja eine mikroskopische Vereinigung in Deiner Nähe, wo sich mal jemand Dein Mikroskop anschauen könnte?
Ich fürchte, dass das hier zu einer "Unendlichen Geschichte" wird......
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Andreas,
ZitatZuerst habe ich das Glas vorsichtig rausgehebelt. Dann habe ich die darunter befindliche, gewölbte Linse (?) geputzt. Anschließend wurde das Glas beidseitig gesäubert und wieder eingesetzt. Einen Spiegel habe ich nicht wahrgenommen. Wie komme ich da am besten hin?
Den wirst du da nicht haben, da nun gerade das Wort "Linse" gefallen ist. Unter dieser Linse wird sich schon die Halogenlampe befinden. ;D
Aber auch der Test, ob die Störung von der Stelle herkommt, läßt sich einfach durchführen: Ein Mattglas oder Pergamentpapier auf die Leuchtfeldblende gelegt zeigt, ob der Fussel von dort abgebildet wird oder nicht.
Vom Kondensor kommt es erfahrungsgemäß nicht, es sei denn, die Frontlinse hat einen Kratzer.
ZitatNoch eine Frage zur Reinigung der Okulare: Wie schafft man es, die Linsen mit den Wattestäbchen flusenfrei zu reinigen? Ich habe schon beinahe entnervt aufgegeben. Bin für jeden Tipp dankbar.
Der Wattestab ist auch nicht das ideale Putzmittel. In der Broschüre wird vom Holzstab geschrieben, auf den etwas Augenwatte gewickelt wird. Durch die spiralförmige Bewegung von Innen nach Außen werden die Partikel an den Rand geschoben und teilweise von der Watte aufgenommen. Deswegen muß man diesen Vorgang auch öfters wiederholen, damit der Dreck auch entfernt und nicht nur neu verteilt wird.
Das leidige Problem bei solchen Reinigungsaktionen..
Viele Grüße
Bernd
ZitatIch fürchte, dass das hier zu einer "Unendlichen Geschichte" wird......
OT: Die Unendliche Geschichte war immerhin mal ein großer Kinoerfolg. :D
Hallo,
eigentlich dachte ich es wäre jetzt klar, dass der Staub sich in der Kamera befindet :-\.
Zitat von: AK_CCM in Dezember 25, 2010, 11:45:49 VORMITTAG
ZitatWenn Sie die Kamera relativ zum Mikroskop drehen und die unscharf abgebildeten Partien drehen sich mit, d.h. bewegen sich über den Bildschirm, dann haben Sie den Test durchgeführt, der die Kamera als Ursache ausschließt.
Ich schrieb, dass sich die Artefakte mitgedreht haben, d.h. die Position der hellen Sprenkel auf dem Bildschirm und auf den Fotoaufnahmen blieb trotz der Drehung gleich. Deshalb folgerte ich, dass die Kamera die Ursache sein müsse. Oder liege ich damit falsch? Danke übrigens für den Hinweis, dass "Artefakt" der falsche Begriff für die hellen Sprenkel ist.
Das Missverständnis liegt wahrscheinlich in dem Begriff "mitgedreht", das könnte unterschiedlich verstanden worden sein.
Ich denke, Andreas meint mit "mitgedreht", dass sich die hellen Sprenkel auch nach dem Drehen noch an der selben Stelle auf dem Bild befinden. Ist das so Andreas?
Wie Peter richtig schreibt :
Zitat
Wenn sich bzgl. der Lage zum Kameraausschnitt eine Struktur bei Drehung an der Stelle x nicht mitbewegt, liegt die Störung oberhalb dieser "Drehstelle", wenn sie sich mitbewegt, unterhalb.
Wenn ich Andreas richtig verstanden habe, und die Aussage von Peter, die ich auch so unterschreiben würde, richtig ist, dann sind die hellen Sprenkel in der Kamera zu suchen.
Weihnachtliche Grüße
Roland
Hallo Peter,
Zitat von: Peter V. in Dezember 25, 2010, 12:45:20 NACHMITTAGS
Gar nicht. Dazu benötigt man letztlich Druckluft.
besorge mir montags gleich eine Gummipuste.
ZitatIch weiss nicht, ob Du schon mal mitgeteilt hast, wo Dein Wohnort ist. Vielleicht findet sich ja eine mikroskopische Vereinigung in Deiner Nähe, wo sich mal jemand Dein Mikroskop anschauen könnte?
Ich wohne in Augsburg, d.h. die nächstgelegene Vereinigung ist in München. Der Besuch eines der Treffen wäre aber recht aufwändig, da ich kein Auto besitze. Deshalb versuche ich mit eurer Hilfe das Problem hier vor Ort zu lösen. Sorry, dass dies ein langwieriger Prozess ist - hatte es mir einfacher vorgestellt.
Gruß, Andreas
Hallo Roland,
trifft alles zu, wie Du es geschrieben hast.
Gruß, Andreas
Hallo Andreas,
Wollte nur mal nachfragen, ob die dicke, scharf abgebildete Fussel nach der leichten Drehung von *nur* der Kamera immer noch an der gleichen Stelle im Bild sitzt?
Meiner Erfahrung/Meinug nach, lässt sich der ganze Kram, der sich direkt über dem Sensor, also oben auf dem IR-Sperrfilter befindet, entweder gar nicht entfernen oder nur wenn man sehr grosse Eingriffe wagt. Einer Reparatur-Firma würde ich die Kamera zwecks Säuberung des inneren Strahlenganges nicht anvertrauen (!). Die verschlimmern schlimmstenfalls alles und meist verstehen die nicht mal was das Problem ist. Mir sagte mal einer (Mitarbeiter einer grossen Marke), ich sei "etwas pingelig" (wobei er sogar recht hat, denn der ganze Dreck stört in "normalen Bildern" ja meist nicht .....).
Eine Verbesserung bringt die pingelige Auswahl einer innen "sauberen" Kamera die ihre Bilder ausschliesslich am Mikroskop macht (hier jedenfalls) und dementsprechend gegen nachträgliches Verstauben geschützt ist. Auch aus dem Grund bevorzuge ich eine Kompakte, vor all jenen mit Wechseloptik.. Auch der kleinste Dreck nervt, wenn es sich nur nahe genug zum Sensor vorarbeiten kann >:(.
Festliche aber staubfreie Grüsse,
Guy
Hallo Guy,
Zitat von: Guy Marson in Dezember 26, 2010, 07:14:02 VORMITTAG
Wollte nur mal nachfragen, ob die dicke, scharf abgebildete Fussel nach der leichten Drehung von *nur* der Kamera immer noch an der gleichen Stelle im Bild sitzt?
im Gegensatz zum Schneegestöber hat der Fusel auf den Fotos seine Position verändert (siehe Bilder).
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54243_35107526.jpg)
Mikrofoto bei minimal geöffneter Leuchtfeldblende - Ausgangsposition(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54243_30122427.jpg)
Mikrofoto bei minimal geöffneter Leuchtfeldblende - nach kurzer DrehungFür den Bildervergleich wurde nur die Kamera gedreht:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54243_27059987.jpg)
Drehpunkt für BildvergleichGruß, Andreas
Hallo Andreas -
deine Fussel dürfte an einer Lamelle der Leuchtfeldblende sitzen! Das passiert öfter. Deshalb hat sich auch die Position nach einer Vierteldrehung so geändert. Nach dem korrekten Köhlern hast du ja neben dem Rand der LFB auch die anhängende Fussel scharf eingestellt.
Weihnnachtsgruß
Rolf
Hallo Andreas,
Ok, nun lassen sich einige Fremdkörper zuordnen: die kleinen scharfen Kreise sind Trocknungsflecken auf dem IR-Sperrfilter (die sind schon ab Werk da drauf - wahrscheinlich werden nur in Sony Kameras CCDs verbaut die sauberer sind, der Ausschuss wird den anderen Fabrikanten verkauft/verscherbelt ;D). Die hellen, unscharfen Flecken dürften sich m.M. auf der oberen Linse des Kameraobjektivs befinden. Sieht aus als wäre die mal nass "gesäubert" worden, was aber irgendwie in die Hose ging ;). Die Fussel und die anderen, recht dunklen Flecken (Staub oder feine Abplatzer) befinden sich sehr wahrscheinlich auf der gleichen Ebene und unterliegen der gleichen, schön zentrierten CA. Und sie sind auf beiden Bildern an der gleichen Stelle, relativ zueinander. Das lässt mich auf den Adapter schliessen. Und weil alles so schön scharf abgebildet wird (....), denke ich eher an die oberste Linse (in Richtung Kamera) des Adapters. Da Du kein Bino hast, solltest Du mal den Adapter mit einer 10er Handlupe untersuchen, die Fussel sollte damit gut sichtbar sein, der andere "Dreck" eigentlich auch.
Schöne Grüsse,
Guy
PS: wenn dieser Adapter ein Okular ist - was ich mal schwer annehme, würde ich in gegen ein besser korrigiertes Okular tauschen, wahrscheinlich gegen ein Periplan. :o
Hallo Guy,
ein Bekannter, der mir das Mikroskop besorgt hatte, schrieb mir, dass er das Problem kennt und es durch den IR-Filter verursacht wird, der bei einigen Kameras mit dem CCD verklebt ist. Jener Klebstoff erzeugt dann das Schneegestöber. Reinigen des CCD bringt nichts, da es innen ist.
Darauf wäre ich nie gekommen. Werde mich jetzt sicherheitshalber mit Olympus kurzschließen, ob der Filter tatsächlich verklebt wurde.
Gruß, Andreas
Hallo nochmals,
Zitat von: Guy Marson in Dezember 26, 2010, 23:25:39 NACHMITTAGS
Ok, nun lassen sich einige Fremdkörper zuordnen: die kleinen scharfen Kreise sind Trocknungsflecken auf dem IR-Sperrfilter (die sind schon ab Werk da drauf - wahrscheinlich werden nur in Sony Kameras CCDs verbaut die sauberer sind, der Ausschuss wird den anderen Fabrikanten verkauft/verscherbelt ;D).
Meinst Du die Dinger auf ca. 11:30, 10 und 8 Uhr?
Kannst Du die Objekte auf einem der Fotos bitte markieren und reinstellen?
Wenn Du keinen eigenen Webspace hast, schick's mir bitte per E-Mail.
ZitatDie hellen, unscharfen Flecken dürften sich m.M. auf der oberen Linse des Kameraobjektivs befinden. Sieht aus als wäre die mal nass "gesäubert" worden, was aber irgendwie in die Hose ging ;).
Wäre erfreulich, wenn es sich nicht um den Kleber zwischen IR-Filter und CCD handelt: Dann ließe sich das ggf. reinigen. Würde die Kamera dann natürlich direkt vom Hersteller säubern lassen, um eine sachgerechte Durchführung und ein bestmögliches Ergebnis zu gewährleisten. Kommt natürlich auf den Preis an.
ZitatDie Fussel und die anderen, recht dunklen Flecken (Staub oder feine Abplatzer) befinden sich sehr wahrscheinlich auf der gleichen Ebene und unterliegen der gleichen, schön zentrierten CA. Und sie sind auf beiden Bildern an der gleichen Stelle, relativ zueinander. Das lässt mich auf den Adapter schliessen. Und weil alles so schön scharf abgebildet wird (....), denke ich eher an die oberste Linse (in Richtung Kamera) des Adapters. [...] wenn dieser Adapter ein Okular ist - was ich mal schwer annehme, würde ich in gegen ein besser korrigiertes Okular tauschen, wahrscheinlich gegen ein Periplan.
In dem Fototubus steckt ein "Zeiss CPL W 10 x/18 Brille" - keine Ahnung, welches Okular ich alternativ verwenden könnte.
Gruß, Andreas
Hallo!
ich will ja kein Spielverderber sein - der thread hat das Zeug, die 100-Beiträge-Marke locker zu toppen und wir werden auf immer abstrusere potentielle Ursachen der Störungen kommen, bis zur Sensorberklebung sind wir ja schon vorgedrungen ;)
Aber: Glaubt hier eigentlich wirklich noch irgendjemand, dass das Ganze zielführend ist und wir tatsächlich ferndiagnostisch noch zu einer klaren Diagnose und Therapie kommen werden?
Ich persönlich kann hier nach dem mittlerweile 51. Beitrag - ehrlich gesagt - nur noch gedanklich aussteigen und nicht mehr folgen, wann was wo gedreht wurde und wann sich was mitgedreht oder nicht mitgedreht hat....
Und ohne Gegenprobe ( z.B. mal mit einer anderen Kamera fotografieren ) hat das alles meines Erachtens so überhaupt keinen Wert und man versteigt sich in immer wildere Spekulationen über die ( vielleicht ganz banale ) Ursache.
Und mal eine ganz andere Frage: Wir haben bislang nur Fotos vom "Schmutz" gesehen, aber noch kein richtiges Mikrofoto. Macht sich der Schmodder ( und wenn ja, welcher ) eigentlich überhaupt in einer normalen Aufnahmesituation bei Fokussierung auf die Objektebene und ohne Extremstellung irgendeiner Blende bemerkbar???
Herzliche Grüße
Peter
@ Andreas,
Ich maile Dir die gemeinten Partikel.
@ Peter: Die Partikel sind nun lokalisiert. Alles klar ?-(
Guy
Hallo Peter,
Zitat von: Peter V. in Dezember 27, 2010, 00:22:05 VORMITTAG
ich will ja kein Spielverderber sein - der thread hat das Zeug, die 100-Beiträge-Marke locker zu toppen und wir werden auf immer abstrusere potentielle Ursachen der Störungen kommen, bis zur Sensorberklebung sind wir ja schon vorgedrungen ;)
ich weiß nicht, weshalb Du wiederholt auf der Beitragszahl in diesem Thema herumreitest. Grundsätzlich gilt: Wem das nicht gefällt, braucht sich nicht an der Diskussion zu beteiligen. Bitte nicht falsch verstehen, aber ich halte Kommentare über Beitragszahlen nicht für zielführend. Weiter finde ich es nicht in Ordnung, wenn Du andere Meinungen und Erfahrungen als abstrus (= verworren, sonderbar, abwegig) abtust.
ZitatAber: Glaubt hier eigentlich wirklich noch irgendjemand, dass das Ganze zielführend ist und wir tatsächlich ferndiagnostisch noch zu einer klaren Diagnose und Therapie kommen werden?
Glauben ist der falsche Ausdruck: Durch die Diskussion hier im Forum - öffentlich und per PNs - konnten die Verunreinigungen teils genau lokalisiert werden. Auch die Gegenmaßnahmen haben sich herauskristallisiert.
ZitatIch persönlich kann hier nach dem mittlerweile 51. Beitrag - ehrlich gesagt - nur noch gedanklich aussteigen und nicht mehr folgen, wann was wo gedreht wurde und wann sich was mitgedreht oder nicht mitgedreht hat....
Die Kritik kann ich nachvollziehen. Habe deshalb meinen Beitrag mit den letzten beiden Vergleichsfotos editiert und ein Bild ergänzt, dass den Drehpunkt zeigt.
ZitatUnd ohne Gegenprobe ( z.B. mal mit einer anderen Kamera fotografieren ) hat das alles meines Erachtens so überhaupt keinen Wert und man versteigt sich in immer wildere Spekulationen über die ( vielleicht ganz banale ) Ursache.
Die Gegenprobe mit einer anderen Kamera ist in Arbeit: Den Tipp hatte ich heute per PN erhalten.
ZitatMacht sich der Schmodder ( und wenn ja, welcher ) eigentlich überhaupt in einer normalen Aufnahmesituation bei Fokussierung auf die Objektebene und ohne Extremstellung irgendeiner Blende bemerkbar???
Ja, die Verschmutzung ist auch in normalen Aufnahmesituationen zu erkennen - sonst hätte ich das Thema hier im Forum nicht gestartet. Ich schrieb ja eingangs, dass ich gerne Mikrofotos für eine Publikation verwenden würde. Aber bevor ich Leser mit schlechten Bildern belästige, verzichte ich darauf und zeichne lieber.
Gruß, Andreas
Hallo!
Jetzt hast Du mich falsch vrstanden. Selbstverständlich darf jeder schreiben, soviel er will, und wer es nicht lesen mag, muss es auch nicht lesen. Gerade das habe ich schon sehr oft geschrieben, wenn Diskussionen "abgewürgt" wurden. Die Beitragzahl an sich habe ich bestimmt nicht kritisiert, sondern lediglich die Frage aufgeworfen, ob es noch zielführend sei kann.
Dass man über alles bis ins Letzte theoretisieren kann, ist klar. Darf man natürlich auch ;) Unter Umtsänden sind solche Diskussionen ja auch interessant und man erfährt Neues.
Nur dachte ich, dass es Dir eher darum ging, konkret endlich Deinen Schmodder zu beseitigen und nicht über so seltsame Ursachen wie Sensorverklebung zu diskutieren, bevor nicht die naheliegendsten Test durchgeführt wurden ( wie eben einmal ein Wechsel der Kamera ). Das finde ich in der Tat nach wie vor "abstrus"!
Und deshlab würde ich eben eher nach anderen Ursachen suchen bevor ich mit Kameraherstellern über technische Details der Sensoren diskutieren würde.
Mir ging es lediglich darum, Dich davon zu überzeugen, Dich besser an jemanden zu wenden, der etwas mehr davon versteht ( und das muss ja nicht unbedingt ein Händler sein ). Mikroskopische Vereinigen helfen in der Regel auch gerne.
Natürlich kannst Du Tisch und Kondensor zerlegen ( scheint ja in deinem Fall schadlos funktioniert zu haben ), kann aber auch mal "in die Hose gehen".
Und bevor demnächst der Tipp kommt, Deine Optiken zu zerlegen und dort nach Staub zu suchen...... ;)
Es war jedenfalls nicht so "böse" gemeint, wie es vielleicht bei Dir angekommen ist.
Übrigens: Sind eigentlich alle Störungen im Bild zu sehen? Vielleicht zeigst Du mal das Bild eines Präparates ( also mit Fokussierung auf die präparateebene ) und normaler Blendenstellung.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo´le,
@ Peter V:
ZitatGlaubt hier eigentlich wirklich noch irgendjemand, dass das Ganze zielführend ist und wir tatsächlich ferndiagnostisch noch zu einer klaren Diagnose und Therapie kommen werden?
Ja, Peter, ich glaube daran. Andreas hat bisher alles völlig richtig gemacht.
Im Gegensatz zu Deinem Vorschlag:
ZitatUnd mal eine ganz andere Frage: Wir haben bislang nur Fotos vom "Schmutz" gesehen, aber noch kein richtiges Mikrofoto. Macht sich der Schmodder ( und wenn ja, welcher ) eigentlich überhaupt in einer normalen Aufnahmesituation bei Fokussierung auf die Objektebene und ohne Extremstellung irgendeiner Blende bemerkbar???
den ich mal von hinten aufdröseln will:
Den Schmutz kann man nur lokalisieren, wenn man die Feldblende schliesst. Und nein, in Bildern mit etwa 1/3 Schliessung der Feldblende ist der "Schnodder" nicht so deutlich sichtbar, aber immer noch störend. Nur bei Bildern mit rein objektiv-bedingter Apertur und ohne Mikroskop davor (z.B.: bei normalen Aussenaufnahmen, selbst bei Abblendung) ist vom Dreck meist nichts sichtbar.
Ein richtiges Mikrofoto bringt nur andere Störungen ins Bild und dann weiss man wirklich nicht mehr was Schmutz und was Mikrofoto ist.
ZitatUnd deshlab würde ich eben eher nach anderen Ursachen suchen bevor ich mit Kameraherstellern über technische Details der Sensoren diskutieren würde.
Tja, leider interessiert es Kamerahersteller sehr wenig ob sich einige Mikroskopiker mit ihren Geldeseln (Kompaktkameras, usw) rumplagen. Gleiches gilt für die Hersteller von (sehr teuren) speziellen Mikroskopkameras. Die meisten Sensoren (der meisten Marken) kommen aus dem Hause Sony. Und mit einer stark abgeblendeten Feldblende kriegt man bestens mit dass die Fertigungsprozesse von optischen Einheiten (Sensor plus IR-Sperrfilter) noch weit von "gut" sind! In Spezialkameras für die Mikroskopie ist das um keinen Deut besser. Dass wir Mikroskopiker das nicht ändern/verbessern können ist mir klar, aber mit denen diskutieren könnte man schon, würden die nur diskutieren wollen, denn, wie gesagt, bei normalen Bildern und für den "Otto-Normalverbraucher" besteht das Problem nicht (......).
ZitatSind eigentlich alle Störungen im Bild zu sehen?
Ja, Peter, in Andreas´ Bildern es sind alle Störungen im Bild zu sehen.
ZitatVielleicht zeigst Du mal das Bild eines Präparates ( also mit Fokussierung auf die präparateebene ) und normaler Blendenstellung.
Dann sind nicht mehr alle Störungen zu sehen. Aber Andreas hat genau erkannt, dass wenn er den "Schnodder" lokalisieren will, ein Bild eines Präparates nichts bringt und er hat nun schon drei Bilder hier eingestellt die sich locker analysieren lassen.
@Andreas: Stelle bitte die beiden Bilder meiner email hier ein, damit jeder sich ein Bild machen kann worum es geht.. Ich hab keine Webseite über die ich Bilder hier einstellen kann (............... :( ).
Auf ein besinnlich ausklingendes 2010 ..
Ciao,
Guy
Hallo in die Runde,
quasi zwischen Frühstück und Erkältungsbad findet ihr nachstehend Guys Fotoanalyse (nochmals Danke an dieser Stelle):
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54311_46036724.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/54311_8457516.jpg)
Zitathier das ausgewertete Bild. Wo sich welcher "Dreck" befindet, steht drin. Im 3D-Bild sieht man ganz klar dass es drei verschmutzte Ebenen gibt. Die Sensorebene ist klar wie die aufgehende Sonne (weiss umrandet), dann der Grün umkreiste Dreck liegt sehrt wahrscheinlich auf dem Adapter (obendrauf oder untendrunter). Die weissen Partikel (grau eingekreist) sind wahrscheinlich auf der Frontlinse des Kameraobjektivs zu finden. Die stamen m.E. von einer missratenen Nass-Säuberung (Alkohol oder Lösungsmittel, oder sowas). Dann gibt es noch 2 "volatile" Dreckpartikel, die ich nicht klar zuornen kann (violett umkreist).
Gruß, Andreas
Hallo Guy, hallo Andreas,
Seht Ihr!? Genau das ist das Problem, wenn
neben den weitergeführten Diskussionen im Forum umfangreiche Analysen im Hintergrund stattfinden und das Forum dann nur einen Bruchteil davon erfährt und wichtige Informationen nur ausserhalb der Öffentlichkeit ausgetauscht werden. Da wird dann plötzlich aus dem Nichts heraus konstatiert, irgendeine Störung liege am Sensor, ohne zu erklären, wie man darauf kommt. Dass das aber bereits das Ergebnis einer im Hintergrund gelaufenen Diskussion ist, erfährt der Forumleser nicht.
Das ist dann vergleichbar einem Buch, wo immer wieder mal ein paar Seiten herausgerissen sind und man sich hinterher wundert, warum der Leser der Ansicht ist, der Inhalt sei unlogisch und unverständlich.
Wobei mir nie so ganz klar geworden ist, warum eigentlich bei interessanten Diskussionen immer so viel im Hintergrund ablaufen muss. ( Das ist ja nicht nur in diesem Thread so ). Das sind doch alles keine Geheimnisse, genau dafür haben wir doch das Forum, dass eben alle voneinander profitieren.
So ein kleines bisschen kommt man sich da als weiterer Mitdiskutant im Forum auch "veräppelt" vor.
Guy schreibt:
ZitatWo sich welcher "Dreck" befindet, steht drin. Im 3D-Bild sieht man ganz klar dass es drei verschmutzte Ebenen gibt. Die Sensorebene ist klar wie die aufgehende Sonne (weiss umrandet),
Mir war das nicht klar wie die aufgehende Sonne und mich hätte selbstverständlich interessiert, wie man darauf kommt.
Mir ist auch nicht klar, wie das Rot-Grün-Foto entstanden ist und welche Schlüsse man warum daraus ziehen kann.
Das alles ist natürlich interssant, aber: Warum findet das nur per PN und Email im Hintergrund statt ???
O.k. - bevor Einwände kommen: Auch das ist selbstverständlich nicht "verboten" ;)!!!
Niemand ist verpflichtet, etwas hier öffentlich zu diskutieren. Aber verstehen kann ich es eigentlich nicht, warum solche Dinge nebeneinander her laufen.
Jedenfalls muss man sich dann nicht wundern, wenn Reaktion wie in diesem Fall von mir kommen, wenn wichtige Informationen vorenthalten werden und man auf einer Ebene außerhalb der Forums schon viel weiter ist.
Nichts dest trotz: Mich würde schon interessieren, wie Du, Guy, auf die klare Analyse dieses Bildes gekommen bist.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
die Erklärung ist simpel: Guy hat keinen Webspace, also hatte er mir die Bilder nebst der Erläuterung heute früh (wirklich sehr früh) per E-Mail geschickt. Während des Frühstücks habe ich Bilder und Text dann hier reingestellt - wohlgemerkt selbes Datum, nur ein paar Stunden zeitverzögert. Ich kann jetzt nicht erkennen, was ich den geneigten Lesern vorenthalten hätte.
Schlage vor, dass wir zur egtl. Diskussion zurückkehren - danke.
Gruß, Andreas
@ Peter V:
ZitatSeht Ihr!? Genau das ist das Problem, wenn neben den weitergeführten Diskussionen im Forum umfangreiche Analysen im Hintergrund stattfinden
Schluck... also erstens fanden in diesem Fall keine umfangreichen Analysen im Hintergrund statt (die im Übrigen ja längst öffentlich sind und zwischen der email und der Veröffentlichung liegen 7 Stunden wo normale Menschen pennen) und zweitens gab es zwei Gründe warum ich dem Andreas die Analyse der Bilder per email zuschickte: 1) weil ´Peter V´ sichtlich genervt schien ob der langen Diskussion bei der er in der Zwischenzeit möglicherweise etwas den Überblick verloren hatte (.....) und 2) weil es mir nicht möglich ist - wie in anderen Foren - hier direkt Bilder hochzuladen..
ZitatMich würde schon interessieren, wie Du, Guy, auf die klare Analyse dieses Bildes gekommen bist.
Reine Erfahrung. Hab schon sehr viele Kameras zerlegt (und wieder zusammengekriegt :), bis auf Ricoh-Modelle, die haben zu viele Sollbruchstellen und Tesa-Film innen drin ;D).
Zudem hab ich bereits 2006 oder 2007 (?) und heuer - weiter oben in diesem Thread - beschrieben wie 3D-Bilder zwecks Positionsanalyse von Schmutzpartikeln im Strahlengang Kamera-Mik. gemacht werden. Leider gehört auch hierzu eine gewisse Verbohrtheit. Um Dir auf die Sprünge zu helfen: Versuch doch mal Andreas´ Bilder - die mit mit zugezogener Feldblende - in ein UVZ zu laden und dort mit Bildbetrachter hin-und her zu scrollen. Alles was dann ortsfest und scharf abgebildet ist (schrieb ich schon vermehrt) ist auf dem IR-Sperrfilter direkt über dem Sensor plaziert.
Danach könntest Du eine Rot/Cyan Anaglyphenbrille nehmen und das "3d"-Bild mal ansehen.. Der weisse Dreck (Grau eingekreist), verändert seien Posituon bei der Drehung von nur der Kamera nicht, ist sehr unscharf, wird also weit vom Sensor entfernt, auf diesen projiziert (von der punktförmigen Lichtquelle - dank der geschlossenen Leuchtfeldblende). Zudem liegt der weisse, an sich transparente Dreck - hier auch mit "Schneegestöber" bezeichnet - auf einer gewölbten Fläche was normalerweise einer Linsenoberfläche entspricht. Dies erinnert mich sehr an Säuberungsflecken von ´Allohool´ oder Xylol oder sonst was. Also: die erste Linse des Kameraobjektivs wird wahrscheinlich der Herkunftsort sein, der nach einer misslungenen feuchten Säuberung eben so aussieht.
Die dunklen Flecken (mit viel CA) sind opake Partikel die nicht in einer Zwischenbildebene liegen und ihre Position verändern wenn ausschliesslich die Kamera gedreht wird, sich also wahrscheinlich auf dem Adapter befinden.
Und dann sind da noch die beiden violetten Punkte die sich auch weit vom Sensor und einer Zwischenbildebene befinden .. weiss der Geier was das ist.
So, ich klinke mich nun aus, hab zu tun.. Hoffe geholfen zu haben.
Ciao,
Guy
Hallo Guy,
ich gebe zu: Ich habe den Überlick verloren. In der Tat hast Du viel weiter unten ( oder oben, je nachdem, wie man es sieht ) erklärt, wie Du die 3D-Analyse durchführst. Habe ich überlesen. Nehme also alles zurück und behaupte das Gegenteil. ;)
Nichts für ungut...
Nun habe ich auch verstanden, wie Du zu Deiner Analyse der Störungen kommst.
Zitatweil ´Peter V´ sichtlich genervt schien ob der langen Diskussion
"Gernervt" war ich nicht - wisso auch? Ich muss es ja micht lesen, wenn es mich nicht interessiert. Meine Intention war einfach nur, zu hinterfragen, ob dieser ferndiagnostische Weg eigentlich weiterhin Sinn macht. ( Macht er ja offensichtlich, nach dem aktuellen Erkenntnissen ).
Weiterhin viel Erfolg bei der Ausmerzung der Flecken und Fussel wünscht
Peter
Hallo Peter,
ZitatWeiterhin viel Erfolg bei der Ausmerzung der Flecken und Fussel
Tja, das sind ja gute Wünsche. Besser ist Vorbeugen als Heilen, auch beim Dreck in der Optik. Immerhin hat Andreas dem Dreck in der Optik den Kampf angesagt. Ich werde nun noch versuchen herauszufinden, welcher "Adapter" besser ist, das Periplan oder das Komensationsokular von Zeiss.
Ciao,
Guy