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Quarz Rot 1

Begonnen von moräne, Februar 13, 2013, 11:38:45 VORMITTAG

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moräne

Nochmals Hallo

das muß ich natürlich ändern, was oben stand.
Erklärung:
Vom Aufbau her ist das Poladun grundlegend anders gestaltet, als die Mikroskope welche  ich sonst kenne, und wie sie im Müller Raith beschrieben sind.
Dort - und wie ich es auch in meinem anderen Mikroskop nachgemacht habe - ist wohl der Analysator herauszuziehen( auszuschalten), und der Polarisator drehbar.
Anders läßt sich für mich der Satz : man bringe eine Turmalinadel mit ihrer c- Achse zur Deckung mit dem N-S Faden und dreht den Polarisator bis zur maximalen Auslöschung.
Für jeden der es nicht weiß, der Polarisator ist der erste Polfilter nach dem Spiegel Richtung Irisblende und Kondensor.

Beim Poladun ist dieser Polfilter ein - und ausschiebbar, aber nicht drehbar. dafür ist der obere Filter  , der Analysator um 90 Grad schwenkbar.
Will man jetzt den Anweisungen von Müller Raith, oder Müller .... wie auf Olaf Med´s Homepage ( ich weiß jetzt im Moment den zweiten Namem nicht), folgen, geht das nicht.
Bringt man jetzt einen drehbaren Filter in den unteren Schieberspalt, in der Hoffnung das man , wenn man den unteren mit dem oberen in Parallelstellung bringt, das man dann auch  linear polarisiertes Licht erhält, dann geht das wohl nicht.
Es werden dann wohl Minerale welche mit ihrem Gitter ebenfalls parallel liegen hell bleiben, während bei anderen  mit zum LPL abweichender  Lage des Gitters , diese doppelbrechend und farbig  werden.
Langsam muß
ich den ganzen Thread wohl umbenennen, von" Quarz Rot 1 " zu " wie überprüft man Polarisatoren beim Poladun".
Das da jetzt  auch Umbauten am MIkroskop fällig werden scheint mir zwingend.
Grüße
Gerd




olaf.med

Lieber Gerd,

erst mal eine klare und eindeutige Definition:

Linear polarisiertes Licht erhält man bei der Verwendung von nur einem Polarisator. Da ist es gleichgültig ob es der Polarisator oder der Analysator ist!

Gekreuzte Polarisatoren hat man bei Verwendung von zwei Polarisatoren, deren Schwingungsrichtungen senkrecht zueinander stehen. Ohne doppelbrechendes Objekt ist das Gesichtsfeld nun dunkel, doppelbrechende Objekte in Normalstellung (Schwingungsrichtungen parallel zu denen der Polarisatoren) sind gleichfalls dunkel, doppelbrechende Objekte in Diagonalsstellung (Schwingungsrichtungen unter 45° zu denen der Polarisatoren) zeigen eine Interferenzfarbe.

Parallele Polarisatoren hat man bei Verwendung von zwei Polarisatoren, wenn deren Schwingungsrichtungen parallel zueinander stehen. Das Gesichtsfeld ist hell, doppelbrechende Objekte in Normalstellung sind gleichfalls hell, doppelbrechende Objekte in Diagonalsstellung zeigen eine Interferenzfarbe, die nun aber die Komplementärfarbe zu der bei gekreuzten Polarisatoren ist!

Ich glaube dass Dein Mikroskop völlig in Ordnung ist und würde doch sehr gerne eine Skizze in der von mir früher beschriebenen Art sehen.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0