LED - "volles Spektrum" für Auflichtfluoreszenz

Begonnen von Peter Reil, April 16, 2024, 19:42:36 NACHMITTAGS

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Peter Reil

Hallo,

als "Neuheit" werden LEDs mit "full spectrum" angeboten. Natürlich habe ich mir so ein Ding besorgt. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Ich verwende für Auflichtfluoreszenz bisher LEDs mit verschiedener Wellenlänge (blau, UV, V). Das funktioniert natürlich prima. Dazu muss ich dann eben immer den LED-Aufsatz wechseln.
Meine Hoffnung war, mit einer "full spectrum LED" auf den Wechsel verzichten zu können. Die angebotenen LEDs sind leider unbrauchbar für diesen Zweck.

Ideal wäre eine LED mit einem Spektrum von 350-450 nm. Ich befürchte, dies wird ein Wunschtraum bleiben.
Oder hat jemand eine Idee?

Gruß
Peter

Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

reblaus

Hallo Peter,

das Problem ist mir wohlbekannt - ärgerlich vor allem wenn man einen vollen 4fach-Filterschieber besitzt.
Deine Anfrage hat mich dazu angeregt nochmals bei allen mir bekannten Lieferanten von Highpower-LEDs nachzuschauen und ich habe dazu leider nichts neues gefunden.
Einstens hatte ich mich im sichtbaren Bereich damit beholfen besonders leistungsfähige "weiße" LEDs mit voller Pulle zu betreiben um wenigstens an der Flanke des 450 nm Peaks bei 436 nm noch genügend Energie rauszukriegen um wenigstens den Zeiss-Filtersatz 06 noch ohne Lampenwechsel nutzen zu können.

Pessimistische Grüße

Rolf



Aljoscha

Hallo,

Die Kombination von Fluoreszenz-Mikroskopie und LED ist ein Trauerspiel. Wenn man sich kein Zeiss Colibri leisten mag, ist es eher anstrengend.

Ich nutze deshalb nach wie vor völlig veraltete Technologie wie HBO 50 und XBO 75.

Viele Grüße

Alexander

sushidelic

Hi Alexander,
kann ich jetzt nicht 1:1 bestätigen. Hab seit einer Weile eine CoolLED PE-300 White (https://www.coolled.com/products/pe-300white/) und bin echt begeistert. Vermutlich gibt's bald ein paar HBO/Mercury Sets im Mikromarkt ;). Geht aber zugegebenermassen schon wieder etwas Richtung Colibri...
LG Michael

Aljoscha

Zitat von: sushidelic in April 16, 2024, 21:04:04 NACHMITTAGSHab seit einer Weile eine CoolLED PE-300 White (https://www.coolled.com/products/pe-300white/)

Hallo Michael,

Für den Preis einer solchen Apparatur kann ich genug HBO-Leuchtmittel für den Rest meines Lebens kaufen.

Viele Grüße

Alexander

sushidelic

Hallo Alexander,

das stimmt natürlich, wenn man vom Neupreis ausgeht. Ich bin recht günstig an eine Einheit gekommen, und muss für mich diese Rechnung zum Gück nicht aufmachen.
Um aber um zumindest etwas zu der Thematik LED / Fluoreszenz beizutragen: Was ich nun sehr schätze, ist die gleichmässigere Ausleuchtung, die immer gleiche Intensität ab dem Einschalten, und dass ich auch mal für nur eine kurze Minute die Fluoreszenz ein- und ausschalten kann. Den ganzen Schnickschnack wie das selektive Dimmen der einzelnen Excitations-Wellenlängen nutze ich gar nicht wirklich, das ist immer 100 oder 0% ;).

LG Michael

Ralf Feller

Liebe Kollegen,
ich verwende die Fluoreszenzlösung von Stephan Hiller.
OK man braucht für jeden Filterblock eine eigene LED,
die hat Stephan auf einem Alu-Einschub montiert,
der Wechsel dauert nur Sekunden.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=33083.0
Ich bin damit sehr zufrieden,
vor allem weil die Fluoreszenz dimmbar ist,
so lassen sich auch empfindliche Ziliaten nach Fluoreszenzfärbung
anfärben.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=45897.0
LG Ralf

Peter V.

Hallo,

ich habe von Stephan Hiller verschiedene Einschübe für das Lampenhaus des Orhtolux II. Wechsel: Stecker ziehen, Einschub raus, anderen Einschub rein, Kabel anstecken. Ok, das dauert eher schon insgesamt eine Minute. Aber wir mikroskopieren doch hobbymäßig und müssen nicht im Akkord arbeiten. Geht also auch ohne Coliri ;-)

Ich habe mich bisher nicht sehr intensiv mit Flureszenz beschäftigt und weiß insofern nicht, welche Wellenlängen ihr in welcher Intensität benötigt. ich verwende eigentlich für meine seltenen Zwecke nur eine blaue LED. Wer im UV arbeitet, benötigt noch eine UV-LED. Eine weiße LED müsste aber doch heute für "blau" eigentlich auch schon genug Power haben - oder? Reichen nicht vielleicht eine starke Weißlicht-LED und eine UV-LED?

Herzliche Grüße
Peter




Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Aljoscha

Zitat von: Peter V. in April 17, 2024, 20:03:36 NACHMITTAGSWer im UV arbeitet, benötigt noch eine UV-LED. Eine weiße LED müsste aber doch heute für "blau" eigentlich auch schon genug Power haben - oder? Reichen nicht vielleicht eine starke Weißlicht-LED und eine UV-LED?

Hallo Peter,

Blau geht mit einer weißen LED sehr gut, violett so lala, grün überhaupt nicht, UV sowie nicht. Man braucht also 3 oder 4 LEDs, wenn man in allen Farbbändern unterwegs ist.

Viele Grüße

Alexander





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mikropit

Ich habe an meinem BH2 Olympus und am Reichert Zetoplan je 2 fest installierte Beleuchtungen eingebaut .Einmal weiss LED für Durchlicht und blau für Fluoreszenz Durch - oder Auflicht. Sogar mischen kann man da. Damit reicht es mir. Auf UV verzichte ich bewusst. Umschalten in Sekunden und alles dimmbar
Peter Mikropit
mikropit

Peter Reil

Hallo,

an meinem OLYMPUS BH2 mit dem RFCA Fluoreszenz-Auflichtmodul habe ich eine blaue LED (700 mA) mit 440 nm verbaut. Die ist für B Fluoreszenz super und auch für V brauchbar. Wenn das Licht tatsächlich mal knapp wird bei V, kann ich die LED mitsamt dem Alubecher wechseln auf den mit der 410-420 nm LED. Das passiert aber selten.

Der Wechsel ist in 10 Sekunden vollzogen. Ich gebe zu, das ist Jammern auf hohem Niveau.

Freundliche Grüße
Peter

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Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom