Adapter für Canon EOS 600 D

Begonnen von Oliver S., Januar 05, 2012, 22:57:40 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Oliver S.

Hallo,
ich würde demnächst gern meine neue Canon EOS 600 D an mein Mikroskop, ein MN 300-T,  (http://www.mueller-optronic.com/xtcommerce/Mikroskope/Biolog-Mikroskope/Trinokulares-Labormikroskop-%7C-MN-300T::518.html) adaptieren und war etwas überrascht darüber, was man für einen Adapter ausgeben kann. Kennt vielleicht jemand  den  "LM Digital SLR Adapter"? Der wird ja u.a. für die EOS 600 D empfohlen, soll hier http://www.lmscope.com/produkt22/lmscope_out2.php?Marke=2&Kamera=1153&Anschluss=2&Sprache=de&submit=Suche aber € 795 kosten. Ist das nicht etwas übertrieben?
Was würdet ihr empfehlen?
Gruss, Oliver
(gern per "Du" )

Lothar Gutjahr

Lieber Oliver,

ja das scheint etwas teuer. Da müßte ja bei den Kosten ein Wunderwerk an Optik drinn sein. Aber es gibt ja auch 2.000 € - Objektive. Aus der Ferne beurteilen kann man das also nicht. Ich habe an meiner KonicaMinolta D7 etwa 70 € investiert um sie wie den angebotenen Adapter auf jeden Tubus stecken zu können. Zu etwa gleichen Kosten habe ich mein Hauptarbeitspferd Coolpix 5000 ausgestattet. Nur das ist typische Bastelarbeit eines geizigen Rentners und somit nicht direkt vergleichbar.
Da würde ich erst mal auf weitere Reaktionen aus dem Forum warten.

LG Lothar

Peter V.

#2
Hallo Oliver,

ja...leider sind "fertige" Adapter immer schweinteuer, nicht nur von LM-Scope.
Im Mikrokosmos Heft 5 aus 2010 gibt es einen Artikel von Steinkohl zur DSLR-Adaption an den 23,2-mm-Ausgang eines Trinotubus.
Ist dein Mikroskop eigfentlich endlich oder unendlich?
So oder so - drehbankfrei wirst Du es vermutlich nicht schaffen. Aber ich denke, dass eine Adaption mit Hilfe schon deutlich preiswerter realisierbar sein müsste.

Hezrliche Grüße
Peter

Solltest Du Deinen Beitrag nicht besser nochmals ins Hauptforum stellen? Hier wird er übersehen, ich habe ihn heute früh auch zunächstz nicht wiedergefunden, nachdem ich gestern nur zufällig dauaf gestoßen bin. Hier erwarten wir ja nur Mikrofotos und keine technischen Fragen.

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Oliver S.

#3
Hallo Peter,
vielen Dank für deinen Beitrag.
Die Optik des Mikroskops ist unendlich.
Das mit dem Verschieben des Beitrags ist ja eine gute Idee aber ich glaube, das können nur Administratoren.
Hältst du sowas  
http://www.plainpix.com/product_info.php?products_id=61
denn für unbrauchbar?
Gruß, Oliver
(gern per "Du" )

Klaus Herrmann

Hallo Oliver,

unbrauchbar sicher nicht, aber ich fürchte, dass du nicht formatfüllend wirst. Kannst du überprüfen: Kamera ans Okular...
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Peter V.

#5
Hallo Oliver,

so, wie das auf der Müller-Abbildung aussieht, ist das Rohr mit dem Okulardurchmesser doch nur aufgesetzt. Vermutlich kannst Du eine ganz simple "Ofenrohradaption" ( gelegdntlich neuerdings auch "Klorollenadaption" genannt ) durchführen.
Schraub doch einfach das Objektiv von Deiner Kamera ab und entfern zumindest das 23,2-mm-Rohr vom Mikroskop, evtl. sogar noch das darunter liegende "dicke" Rohr, falls möglich. Fokussier ein Präparat und schau, ob Du mit der über den Austritt der Trinos in untrschiedliche Höhen gehaltenen Kamera irgendewo ein halbwegs scharfes Bild einfangen kannst. Dorthin muss dann die Kamera dauerhaft platziert werden, eben mit einem "Ofenrohr", das unten einen Anschluß für das Mikroskop (Schwalbe?) hat und oben einen T2-Adapter für Deine Kamera. Zur genauen Einstellung der Parfokalität sollte das Rohr so konstruiert sein, dass man ca. 1/2 - 1 cm in der Länge variieren kann. Genau für dieses "Ofenrohr" benötigst Du dann den "Drehbefähigten bzw. -willigen". Aber da fielen mir auf Anhieb mindestens vier Leute im Fourm ein, die man für adäquate und erträgliche pecuniäre Gegenleistung freundlich darum bitten könnte. Die Namen geben ich Dir gerne per PN. Ich denke, dass man mit 1/7 bis 1/5 des LM-Scope-Preises hinkäme  ;)
Eine Optik hat so ein Ofenrohr natürlich nicht, ist aber auch nicht erforderlich.
Bietet eigentlich Müller keine DSLR-Adapter für das Mikroskop an?
Aber probier erst einmal aus, ob Du ein Bild auf die oben beschriebene Weise erzuegen kannst.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Detlef Kramer

Hallo Oliver, lieber Peter,

ich weiß nicht, Peter, ob ich einer der "vier Glorreichen" bin, aber von der Geografie her würde sich unsere Werkstatt in DA schon anbieten (Bensheim - DA ca. 20 km) und Oliver und ich, wir kennen uns ja bereits. Also von daher stünde einer preiswerten "Ofenrohr-Adaption nichts im Wege. Vorteil: alles kann vor Ort diskutiert werden. Aber: ich mache hier keine Reklame dafür, weil ich bezweifele, dass das DIE Lösung ist. Das haben wir doch schon so oft durchgekaut: damit der APS-C- Chip ausgeleuchtet wird, braucht man ein Projektiv 1,67 x, wenn ich mich recht erinnere. Ist bei Unendlich wahrscheinlich kein so großes Problem, da das Ding ja nicht kompensieren muss (hoffentlich - Müller ???).

Oliver, Du kannst es ja mit der Ofenrohr-Methode versuchen, wird nicht teuer. Du wirst halt Beschnitt haben, aber bei der Auflösung der 600 D vielleicht tolerierbar. Melde Dich ggf.!

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Peter V.

#7
Lieber Detlef,

äh.....nein, Du gehörtest nicht zu den "Glorreichen Vier"  :-\  :-[  :-[  :-[
Aber selbstverständlich nehme ich Dich damit auch in die "Liste" auf, an Dich hatte ich -ehrlich gesagt - nicht gedacht  :o
Aber bei DER Entfernung ( ich wusste nicht, wo Oliver wohnt ) ist es ja gar keine Frage, dass Du die "erste Adresse" sein solltest, da es natürlich immer noch viel besser ist, das Ganze mit dem Mikroskop "vor Ort" zu testen.
Ich habe an meinem Jenaval eine 1,6er-Adaption von Askania und ein "Ofenrohr" von Jürgen Stahlschmidt. Beide Lösung haben vor- und Nachteile. Die Ofenrohradaption hat den Vorteil, dass sie "mehr" Präparat bei gleicher Vergößerungsstufe auf den Chip bringt, was bei Schnitten vorteihaft ist. Bei kleinen Objekten hingegen ist die "Nachvegrößerung" der 1,6er-Adaption hilfreich, die bei mir aber unterhalb des 12,5er-Objektivs eine Vignettierung zeigt.
Ehrlich gesagt, finde ich persönlich beide Lösungen in der Summe der jeweiligen Vor- und Nachteile "gleich gut". Die Askania-Adaption kostet 400 - 500 EUR, das Ofenrohr...na ja, "Verhandlungssache"  ;)
Aus Kostengründen würde ich daher zum einfachen Ofenrohr raten, wenn das auch am "Müller" ähnlich gut funktioniert, was ich eigentlich nicht bezweifle.
Bei den zur Verfügung stehenden Megapixeln moderner DSLRs ist es sichee kein Problem, wenn man bei niedrig vergrößerten Objektiven evtl. auch nur einen Teil des Sensors ausnutzen kann.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Detlef Kramer

Lieber Peter, lieber Oliver,

Peter, ich kann Deiner Argumentation folgen. Allerdings:
ZitatBei den zur Verfügung stehenden Megapixeln moderner DSLRs ist es sichee kein Problem, wenn man bei niedrig vergrößerten Objektiven evtl. auch nur einen Teil des Sensors ausnutzen kann.

Erinnere Dich: gerade die Objektive mit geringer Vergrößerung erfordern die meisten Pixel. Allerdings 18 MP liegen wohl jenseits von Gut und Böse und sollten in jedem Fall genügen.

Also Oliver, melde Dich, wenn Du magst!

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Oliver S.

Hallo Klaus, Peter und Detlef,

vielen dank für Eure große Hilfsbereitschaft!
Ich habe die Camera allerdings noch nicht da und so habe ich auch für den Adapter noch ein wenig Zeit.
Ich habe gerade dieses Angebot für 20 Dollar hier entdeckt:

http://www.ebay.com/itm/MICROSCOPE-ADAPTER-TUBE-CANON-EOS-DIGITAL-CAMERA-SLR-DSLR-/220924389724?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item33701ea95c#ht_1598wt_1037

Haltet ihr das für wesentlich schlechter als eine Ofenrohradaptation?

Gruß, Oliver
(gern per "Du" )

Peter V.

Zitat von: Oliver S. in Januar 06, 2012, 18:21:50 NACHMITTAGS
Hallo Klaus, Peter und Detlef,

vielen dank für Eure große Hilfsbereitschaft!
Ich habe die Camera allerdings noch nicht da und so habe ich auch für den Adapter noch ein wenig Zeit.
Ich habe gerade dieses Angebot für 20 Dollar hier entdeckt:

http://www.ebay.com/itm/MICROSCOPE-ADAPTER-TUBE-CANON-EOS-DIGITAL-CAMERA-SLR-DSLR-/220924389724?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item33701ea95c#ht_1598wt_1037

Haltet ihr das für wesentlich schlechter als eine Ofenrohradaptation?

Gruß, Oliver


Hallo Oliver,

ich weiss nicht, ob die 23,2 mm Okulardurchmesser das Bild nicht massivst beschneiden! Ich traue dem Ding nicht so recht über den Weg.....
Für den Preis kannst Du nichts falsch machen - probier's doch einfach.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Oliver S.

#11
... oder diese hier:

1. http://www.ebay.com/itm/CANON-EOS-Adapter-various-microscopes-and-Canon-cameras-1x-lens-MARK-REBEL-/250962918089?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item3a6e8e3ac9#ht_2679wt_1270
oder
2. http://www.ebay.com/itm/Canon-SLR-DSLR-Camera-Adapter-2X-Lens-Microscopes-/190623080839?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item2c62056187#ht_3932wt_911

die beiden haben wohl sogar das vorhin von Detlef angesprochene Projektiv...

... da es auf Adapter Nr. 2 eine  ;D"satisfaction guarantee" :D gibt, habe ich einfach mal mitgeboten und weil ich offenbar der einzige Bieter war, habe ich jetzt die Auktion mit 78 Dollar (ca. 63 Euro) auch noch  gewonnen.
Ich danke Euch für Eure Unterstützung und grosse Hilfsbereitschaft und werde berichten, was das Ding taugt.
Gruss, Oliver
(gern per "Du" )

JB

#12
Hi,

Ich habe zwei der "20 Dollar" Adapter als preiswerte Loesung fuer eine EOS 500D. Funktioniert recht gut als rein mechanischer Adapter fuer die Okularprojektion. Wenn der Phototubus die richtige Laenge (parfocal mit dem Binokular) und den richtigen Durchmesser hat (23.2 mm innen) ist alles was Sie dann noch brauchen ist ein passendes Okular oder Projektiv. Beim 10x Okular ist der Beschnitt bei mir gross, beim 3.3x Projektiv recht gut.

Keiner der "20 Dollar" Adapter hat uebrigens am Phototubus gegriffen. Der musste erst mit Klebeband umwickelt werden.

Mikroman

Hallo in die Runde,

die erste Variante hatte ich auch mal an meiner EOS 40D mit relativ befriedigendem Ergebnis. Am meisten stört der "Beschnitt", auf den Cropsensor fällt nur ein eher kleiner Teil der mikroskopischen Abbildung. An VF-Chips funktionieren solche Adapter aber nicht, sondern vignetieren. Seitdem nutze ich die Okularprojektion in Kombination mit einem Balgengerät (an einer 5D Mark 2).

Gruß

Peter
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

Oliver S.

Zitat von: Mikroman in Januar 08, 2012, 20:26:23 NACHMITTAGS
Hallo in die Runde,

die erste Variante hatte ich auch mal an meiner EOS 40D mit relativ befriedigendem Ergebnis. Am meisten stört der "Beschnitt", auf den Cropsensor fällt nur ein eher kleiner Teil der mikroskopischen Abbildung. An VF-Chips funktionieren solche Adapter aber nicht, sondern vignetieren. Seitdem nutze ich die Okularprojektion in Kombination mit einem Balgengerät (an einer 5D Mark 2).

Gruß

Peter

Hallo Peter,
welche Variante ist für dich die erste? Und was ist ein VF-Chip (vllt. voll Format?)
Gruss, Oliver
(gern per "Du" )